Hallo liebe www-ler!
Ihr kennt das sicher: Man ist verliebt, genießt das Zusammensein, Versteht sich, vertaut sich, hilft sich, sieht alles positiv … und das seit annähernd einem Jahr. Alles ist eigentlich bestens. Eigentlich deshalb, weil meine Partnerin manchmal sehr in sich zurückgezogen ist, man kommt nicht an sie heran in diesen Situationen. Sie ist vom Wesen sehr zurückhaltend und still aber das ist dann wirklich sehr krass. Ich weiß nicht, wie ich dann an sie herankommen soll oder kann, weil ich nicht nachbohren will. Ich bin sicher, daß da „etwas“ ist, worüber sie nicht reden kann oder will. Sie ist dann sehr still, sitzt mit hängenden Schultern da, starrt ins Leere, sagt keine Silbe und hat um sich herum eine unsichtbare Mauer, die ich nicht durchdringen kann oder darf. Es könnte so viel mit ihr sein, ich grübel und grübel…und halte es manchmal nicht aus, keine Antwort zu bekommen. (Was bedrückt sie? Hat sie Sorgen? Warum redet sie nicht, wir vertrauen uns doch?! Liegt es an mir? Wenn ja, warum?..usw.) Was ist das? Himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt? Stimmungsschwankungen? Angst zu sagen, was los ist? Angst vor (m)einer Reaktion? Selbstzweifel? Depressionen? Versteckte Bindungsänste?..Am nächsten Tag ist dann wieder alles in Ordnung und sie dann darauf anzusprechen, wirft sie wieder zurück in ihre „Isolation“. Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Ich liebe sie so sehr und es quält mich einfach.
Ich hatte selbst vor Jahren mittelschwere Depressionen, die erfolgreich therapiert wurden. Viele meiner Freunde konnten anfangs damit nicht umgehen, doch ich fand es fair, mich zu outen.
Ich kann nur schwer mit diesen „speziellen“ Situationen umgehen, fühle mich nicht vertrauenswürdig, darf / kann nicht helfen, bin so machtlos…
Diese, ich nenne sie einfach mal, Stimmungsschwankungen, treten nicht allzu häufig auf, aber wenn sie kommen, dann von der einen zur anderen Minute.
Hat jemand von euch eine Idee, wie ich damit umgehen kann?
Toni