Sohn meines Partners, zum zweiten

Erst einmal möchte ich Euch Beiden für die klugen Überlegungen danken! Die Anregung, in Form von Rollenspielen das eigene Verhalten bzw. die Reaktion darauf bildhafter darzustellen und also am eigenen Leib zu erfahren, wie der andere sich womöglich fühlt, finde ich toll! Ob ein knapp Vierzehnjähriger, kopfgesteuerter (!) Knabe bei solchem psychologischen „Quatsch“ mitmacht, wage ich allerdings zu bezweifeln. Noch dazu, wenn der Vorschlag von mir kommt…

Zum Thema, Streit mit der Mutter, kann ich nochmals sagen: Der ist inzwischen behoben! Soweit es in dieser Familie überhaupt möglich ist Dinge beim Namen zu nennen, haben sie sich irgendwie, irgendwann wieder eingekriegt, so dass der Sohn die vorige Woche wieder bei ihr daheim war.

Eine Schulpsychologin - sein Verhalten war auch den Eltern gegenüber teilweise in gewissen Zeiten bzw. bei verschiedenen Aktionen mehr als auffällig - wurde bereits zur Hilfe gerufen. Sie tritt immer mal wieder sporadisch auf den Plan; das letzte Mal nach dem Streit mit der Mutter. Ihr Kommentar in Kurzformat: „Es ist seine Möglichkeit mit Hilfe negativem Verhalten die Eltern auf den Plan zu rufen, auf dass sie sich zumindest auf diese Art und Weise mit sich (und ihm) beschäftigen.“

Einen freundlichen Gruß, Karin.

Hallo Karin

Ich denke, dass es mit der ganzen Situation des Jungen zu tun hat.
Trennungskinder sind in den meisten Fällen verhaltensauffällig.
Ich bin absolut keine Spezialistin, aber ich denke, dass ich ihn mal ganz direkt ansprechen würde, um herauszufinden, was er nun gegen dich hat, weil sich seine Aggresionen auch gegen dich richten.
Frag ihn ganz direkt, im beisein des Vaters oder alleine, ich weiß nicht was besser ist.
Ich würde versuchen im klar zu machen, dass du nichts für seine Situation kannst und das du ihm auch nichts böses willst.

Viel Glück
Berlind

Hi Karin,

Wo ist die Stimme deines Partners? Wo ist der Vater? Er scheint anwesend zu sein, da du ihn erwähnst, aber sonst…?

MfG Harald

Hallo Harald,

ich kapiere, was Du mit Deinem Einwand sagen willst, danke Dir dafür. Mein Partner, der Vater des Kindes, fühlt sich - verständlicherweise (?)- zwischen Baum und Borke. Er sieht sehenden Auges das Verhalten seines Sohnes, fühlt mit mir und würde sich letztendlich doch für ihn und gegen mich entscheiden, käme es zur Frage, er oder ich. Aber vielleicht ist das gar nicht die Frage?

Einen guten Abend Euch allen und danke für die freundlichen, sehr lieb- und gutgemeinten Ratschläge!

Karin.