Hyperintelligenz?

Hi -
Eine Kollegin von mir hat folgendes Problem: (ich muss das etwas unkoordiniert aufschreiben, das ist so komplex)

bei allem, was in irgendeiner art routine wird, macht sie fehler. generell macht sie mehr fehler bei einfachen aufgabenstellungen, als bei anspruchsvollen (ziemlich offensichtlich für alle). sozial scheint sie mir irgendwie einen „knacks“ zu haben, als wenn sie nur so tut, sie wäre ein teil dieser gesellschaft. ich hab mich dann mal ein bischen mit ihr unterhalten und alles, was ich bisher über hyperintelligente kids gehört habe, passt zu ihrer kindheit. sie weiss wohl auch darum, mag aber nicht darüber reden. ihre eltern waren mit der situation überfordert und konnten nicht reagieren.

sie ist jetzt mitte 20, wechselt ständig den job (vielleicht hat das nicht mit der langeweile zu tun sondern mit bindungsängsten?) und ist ziemlich extrem. entweder mega ungeduldig und aufgekratzt oder total lethargisch.

die eigentiche frage ist die: sie möchte jetzt beruflich etwas machen, das sie fordert aber hat angst, dass sie eine umschulung oder ähnliches nicht durchziehen würde aufgrund ihrer unstetigkeit. als quereinsteiger wird sie es in deutschland wohl kaum schaffen. ich denke, die lösung liegt auch nicht primär in einem berufswechsel sondern muss viel tiefer geschehen. was soll ich ihr raten? ne therapie ode so?

vielleicht kennt sich ja jemand damit aus.

Irgendwer hat hier mal was von ADD (Attention Deficit Disorder) was geschrieben, falls ich mich nicht irre. Koennte es vielleicht so etwas neurologisches sein?
(weiss wenig darueber, aber Du koenntest es ja mal mit ner Suchmaschine versuchen)
Gruss, Isabel

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hi, cordula,
sicher kann es auf keinen Fall schaden, wenn Deine Bekannte ein EEG beim Neurologen machen lässt. Allerdings, nach Deiner Beschreibung halte Ich für durchaus möglich, dass es Hyperintelligenz sein könnte. Wenn diese nicht früh genug erkannt wird, werden viele Personen zum „Totalverweigerer“. Es ist erwiesen, dass in Deutschland eine erschreckend hohe Anzahl Sonderschüler, über dem Schnitt liegende i.Q`s haben. Bei mir selbst wurde in der Kindheit, trotz Rechenschwäche ein I.Q. von über 100 ermittelt. Ich habe aber ebenfalls die von Dir erwähnte Unsicherheit stets mit mir rumgeschleppt. Als Therapieform wäre dann eine Konfrontations-
bzw. Verhaltenstherapie gut geeignet.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen,
Gruß, Christin.

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