Hallo Wissende!
Ich (Dipl.-Soz.päd) bin für einen jungen Mann zur Betreuerin bestellt, der unter dem „Münchhausen-Syndrom“ leidet. Die Diagnose wurde vom Nervenarzt gestellt und von Psychiatern bestätigt. Allerdings haben bislang keinerlei Therapieversuche langfristigen Erfolg gezeigt. Weiss jemand von Therapiemöglichkeiten (medikamentös, verhaltenstherapeutisch,…) oder hat selbst Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank schonmal! Ciao
Hallo Christine,
können Eltern, Freunde usw. das Verhalten bestätigen, oder kommt die Diagnose nur von „Fachleuten“?
Es kann ja sein, dass er diese nur verarscht.
Grüße Sonja
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Das Münchhausen-Syndrom ist eine durchaus ernstzunehmende Erkrankung, die Diagnose ist allerdings selten, daher gibt es wenig Studien.
Ohne vom Psychiater verschriebene Medikamente wird eine Besserung nicht möglich sein. Bin selbst Verhaltenstherapeutin, diese Methode hat gute Erfolge aber bei dieser Diagnose immer in Zusammenhang mit Pharmakatherapie. Ich kenne das vor allem im Bereich einer psychosomatischen Station in einer Klinik.
Bei einer sehr gravierenden Störung sollte man einen Spitalsaufenthalt in Erwägung ziehen. Hier aber eine Klinik wählen, die einen Schwerpunkt „Psychosomatik“ oder „Verhaltensmedizin“ hat. Da ich in Wien lebe, kann ich nur Österreichische Kliniken empfehlen.
Andrea
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