Re: Kognitive Therapie der Depression
Hallo,
was für Kritikpunkte seht ihr an vg. Therapieform ?
Ich hab ein Büchlein eines gewissen Herrn M. Seligmann
überflogen, der diese Therapie für den Großteil der
Depressionen*.
Martin Seligman hat eine Theorie entwickelt (Theorie der erlernten Hilflosigkeit), die auf die Depression übertragen wurde. Die Kognitive Therapie der Depression (= kognitive Verhaltenstherapie der Depression) stammt dagegen von Aaron Beck.
Für Seligmans Theorie sprechen eine Reihe von Befunden, jedoch ist nicht geklärt, ob die von ihm als Ursachen der Depression angenommenen Ursachenzuschreibungen (Kausalattributionen) tatsächlich ursächlich für die Depression sind. Eine ähnliche Kritik gibt es gegenüber den theoretischen Grundlagen der Beckschen Kognitiven Therapie. Es lassen sich zwar Korrelationen zwischen den vermuteten Ursachen und den depressiven Symptomen finden, einen Beweis für die Verursachung der Symptome durch die dysfunktionalen Grundannahmen gibt es jedoch nicht.
Falsch ist die Behauptung, die in den Theorien der beiden Depressionsforscher vermuteten Ursachen seien den Patientinnen und Patienten bewußt oder gehörten dem Gebiet des Bewußtseins an. Ganz im Gegenteil sind sich Depressive ihrer gedanklichen Fehlannahmen nämlich meistens nicht bewußt. Eine Aufgabe der Kognitiven Therapie der Depression ist deshalb gerade die Bewußtmachung und Veränderung der gedanklichen Verzerrungen.
Zur Kognitiven Therapie kannst Du unter
http://www.psychiatrie-aktuell.de/disease/detail.jht...
etwas erfahren oder auf meiner Page unter
http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychotherapie...
Zu Seligmans Theorie:
http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Ps...
Grüße,
Oliver Walter