Kurklinik gesucht

hat jemand einen Tip für mich. Ich möchte eine psychosomatische Kur machen, ich befürchte nur, daß man dort auf dem Papier kranker diagnostiziert wieder herauskommen kann als man reingegangen ist.
Ich suche ein Haus mit breitem Angebot, eigentlich eher Erholungsurlaub mit Psychobetreuung. Ich will vorrangig wieder auf die Beine kommen und muß mir mal weit weg von zu Hause von Mann und Kind mit dann hoffentlich freiem Kopf wieder etwas Substanz zulegen.
Mein Kind ist an Epilepsie erkrankt, die letzten 2 Jahre von Sorge und Grübeln um Therapiemöglichkeiten geprägt gewesen und die Beziehung nicht gerade rosig. Aber ansonsten ist eigentlich nichts Tiefschürfenderes. Wer hat gute Erfahrungen machen können, für einen Kliniktip wäre ich dankbar. Wo gibt es alternative Heilverfahren, evt. auch Frauengruppen.

Gruß

Angel

Hallo Angel,

ich kann Dir die Medizinisch-Psychosomatische Klinik in Bad Bramstedt (Nähe von Hamburg) sehr empfehlen. Dort war ich bisher 2x. Ist ein verhaltenstherapeutisches Konzept und die ganze Klinik mitsamt Angebot hat wirklich auch einen sehr guten Erholungscharakter. Liegt auch sehr schön. Wenn Dir Norddeutschland zu weit weg ist, dann gibt es noch weitere Kliniken, die alle wie Bad Bramstedt zur Gruppe der Schön-Kliniken gehören. Die anderen kenne ich allerdings nicht. Schau doch mal nach unter http://www.schoen-kliniken.de

Gruß, Fabienne

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Hallo Angel,
ich habe Dir Genaueres direkt gemailt. Hier für alle:
Gute Erholung inclusive guter ärztlicher und Psycho-betreuung (u.v.a.m.)gibt es z.B. in der Rehaklinik Glotterbad im Glottertal, PLZ 79286, T.07684-809-0. Wenn die ganze Familie oder Mutter oder Vater mit Kind(ern) Hilfe brauchen, gibt´s die Klinik für Familienrehabilitation Glotterbad: www.kur.org.de

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hat jemand einen Tip für mich. Ich möchte eine
psychosomatische Kur machen, ich befürchte nur, daß man dort
auf dem Papier kranker diagnostiziert wieder herauskommen kann
als man reingegangen ist.

Hallo,
also ich kann da nur ganz wärmstens empfehlen… die kurklinik in Bad Herrenalb. Auch in Grönenbach gibt es eine gleichwertige… und noch ein paar andre…
Das besondere daran ist, dass dort sehr viel mit emotionen gearbeitet wird. Du musst aber damit rechnen, dass du nacher ne andre bist und auch probs mit deiner umwelt kriegst, weil du nicht mehr die kleine blöde bist sondern bestimmte sachen nicht mehr willst und gelernt hast dich durchzusetzén… aber glaub mir, es lohnt sich
alleine, auch wenn du sonst gar nichts mit rausnimmst, die wärme und nähe, die du dort erfahren darfst, es ist es wirklich wert
gruß
sarah

Hallo,

ohne Sarah angreifen zu wollen, solltest Du allerdings wissen, daß die beiden Kliniken nach dem Programm der Anonymous-Gruppen arbeiten. Damit kann nicht jeder etwas anfangen. Es ist sehr spirituell und es gibt Leute, die das als ziemlich sektenähnlich empfinden. Auch gibt es einige sehr zweifelhafte Therapiearten dort, z.B. diese „Casriel“-Methode, das ist für manche doch etwas heftig, wenn ich z.B. jemand, der Opfer von Gewalt ist, mit einem potentiellen oder wirklichen Täter auf die Matte soll. Diese Methode ist nämlich ungefähr so zu verstehen, daß sich ein Partner auf Deinen Brustkorb setzt und Du halt Deine Emotionen freisetzen sollst. Auch einige Andere Methoden halte ich dort für ziemlich - naja, diplomatisch ausgedrückt: „seltsam“ oder „gewöhnungsbedürftig“. Du solltest Dich auf jeden Fall vorher mit dem Konzept vertraut machen!

Gruß, Fabienne

Hallo,
also ich kann da nur ganz wärmstens empfehlen… die kurklinik
in Bad Herrenalb. Auch in Grönenbach gibt es eine
gleichwertige… und noch ein paar andre…
Das besondere daran ist, dass dort sehr viel mit emotionen
gearbeitet wird. Du musst aber damit rechnen, dass du nacher
ne andre bist und auch probs mit deiner umwelt kriegst, weil
du nicht mehr die kleine blöde bist sondern bestimmte sachen
nicht mehr willst und gelernt hast dich durchzusetzén… aber
glaub mir, es lohnt sich
alleine, auch wenn du sonst gar nichts mit rausnimmst, die
wärme und nähe, die du dort erfahren darfst, es ist es
wirklich wert
gruß
sarah

Hi Fabienne,

schade, daß Du anscheinend schlechte Erfahrungen gemacht hast. Aber ich möchte da gern gegenteilige Erfahrungen dagegen setzen, denn es entsteht durch Dein Posting ein ziemlich schlechtes Bild. Ich war auch in Grönenbach und ich bin seit Jahren in einer Anonymen Selbsthilfegruppe. Ich habe Grönenbach nicht als zweifelhaft erlebt. Ich halte das sogenannte Herrenalber Modell für das mit Abstand beste Konzept und würde, wenn es denn erforderlich ist, in keine andere Klinik gehen wollen. Gerade wegen der Zusammenrbeit mit den Anonymen Gruppen. Denn eine stationäre Therapie ohne anschließendes Weiterarbeiten des einzelnen bringt i.d.R. nichts. Der Austausch von Erfahrungen mit anderen Betroffenen, das Gefühl nicht allein zu sein, und die Veränderung von schädlichen Verhaltensgewohnheiten sind m.E. unabdingbar, wenn man seine Suchterkrankung in den Griff bekommen möchte. Dafür reicht ein stat. Aufenthalt allein nicht aus. Deshalb ist es äußerst vorteilhaft, wenn bereits in der Klinik auf die unbedingt notwendige weitere Arbeit in den Gruppen hingewiesen und vorbereitet wird. Und die Rückfallquote ist bei Menschen, die sich auf diese Gruppen einlassen um ein Vielfaches niedriger, als bei denen, die es nicht tun.

Ich habe eine äußerst problematische, negative religiöse Erziehung hinter mir und im engsten Freundeskreis ziemlich hautnah Sektenmachenschaften erlebt. Ich hatte anfangs auch Bedenken, aber ich kann Dir versichern, daß rein nichts in diesen Gruppen sektenähnlich ist. Die Anonymous-Gruppen sind aber gerade im Suchtbereich DAS Mittel, um abstinent leben zu können. Ich habe noch nicht viele Menschen gesehen, die ihre Sucht auf Dauer allein oder nur mit Psychotherapie in den Griff bekommen haben. Aber ich sehe in den Gruppen sehr sehr viele Menschen, die jahre- und jahrzentelang abstinent leben können. Auch solche, die von Ärzten und Therapeuten schon als hoffnungslose Fälle abgeschrieben worden waren. Übrigens helfen diese Anonymen Gruppen nicht nur Menschen mit Suchtproblematik. Für nahezu jede seelische Störung gibt es eine entsprechende Gruppe, die mit z.T. sehr großen Erfolgen arbeiten.

Die Casriel-Therapie ist sicher nicht für jeden geeignet. Gerade für Mißbrauchsüberlebende ist es sicher eine massive Grenzerfahrung. Aber es darf ja auch bei weitem nicht jeder an dieser Therapieform teilnehmen. Zumindest zu meiner Zeit gingen die Ärzte und Therapeuten mit der Anordnung dieser Therapie sehr vorsichtig und verantwortlich um. Ich wollte damals teilnehmen, durfte aber nicht, weil mein Therapeut der Meinung war, daß es zuviel für mich wäre.

Zusammenfassend kann ich sagen, daß ich diese Kliniken, die nach dem Herrenalber Modell arbeiten (u.a. Grönenbach, Bad Herrenalb, Wolfsried, Adula-Klinik) sofort und wärmstens empfehlen würde, ebenso wie Sarah. Nur an Angel nicht. Denn in diesen Kliniken wird eine sehr intensive Psychotherapie gemacht. Sehr viel Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zur Veränderung von Einstellungen und Gewohnheiten sind erforderlich. Es ist harte Arbeit und kein Kurlaub. Angel sucht aber eher ein Haus, in dem sie sich erholen und entspannen kann. Das ist Grönenbach etc. ganz sicher nicht. Aber für sehr viele Menschen, die einen Ausweg aus einer heillos verfahrenen Lebenssituation suchen und bereit sind, dafür auch hart zu arbeiten, für diese Leute waren und sind diese Kliniken ein Segen, ebenso wie die Gruppen.

greetings, Nena

Hi Nena,

also, um jeglichen Mißverständnissen vorzubeugen: ich selbst war in keiner Klinik, die nach dem Herrenalber Modell arbeiten.
Ich habe ca. 1 Jahr mit einer Frau in einer WG zusammen gelebt, die gerade aus Wolfsried kam, weiterhin habe ich etliche Leute in meinem Bekannten-und Freundeskreis und kann mir daher, wie ich meine, schon ein ganz gutes Bild machen.

Ich bin sicher, daß es Leute gibt, für die diese Methoden gut sind. Ich wollte die Methoden auch nicht grundsätzlich aburteilen. Allerdings halte ich z.B. überhaupt nichts vom Ablauf der AA-Sitzungen und anderer A-Gruppen. Für mich sind Selbsthilfegruppen wichtig, weil ich mit dem, was mich bewegt, andere Leute erreichen und von ihnen eine Rückmeldung kriegen will. Dieses einfach nur zuhören und zum Schluß sagt die Gruppe „Danke“ - das halte ich nicht für produktiv. Ich habe keinen Spiegel, verstehst Du, was ich meine?
Und aus den Erzählungen meiner ehemaligen Freundin weiß ich halt von diesem Gruppenkuscheln, wie ich es mal halb abfällig nenne. Nein, da wurde weniger aussortiert, sondern am Casriel-Training haben alle teilgenommen und auch Täter und Opfer in einer Gruppe. Nicht so gut, aber da wirst Du mir zustimmen.

Und was ich auch für schwierig halte, ist dieses absolute Abstinenzdenken. Ich glaube Dir und habe eben auch beobachtet, daß es einigen Leuten leichter fällt, in der Gruppe abstinent zu sein. Nur stört mit zum Beispiel dieses Denken, daß plötzlich aus ALLEM eine Sucht gemacht wird. Zuckersucht. Weißmehlsucht. Schlafsucht. Und von allem dann möglichst abstinent zu werden. Ziemlich überspitzt, zum Teil.

Ich wollte eben, wie gesagt, nicht grundsätzlich die KLinik vermiesen. Ich fand nur, wenn hier so von dem Konzept geschwärmt wird, muß eben auch dazu geschrieben werden, daß es etwas aus dem üblichen Rahmen fällt und nicht für jeden zu empfehlen ist.

Gruß, Fabienne

Huhuu Fabienne :wink:)

Gruppenkuscheln ist Casriel-Arbeit sicher nicht. In diesen Kliniken entsteht durch die gemeinsame Therapie zwischen den Patienten sehr viel emotionale Nähe, die sich auch durch körperliche Nähe in Form von Kuscheln äußert und übrigens zwar nicht explizit zur Therapie gehört, nichts desto trotz aber diese sehr unterstützt, denn die Menschen, die in diese Kliniken kommen, durchweg viel zu wenig Liebe und Nähe in ihrer Kindheit erfahren haben, und hier einiges nachholen können. Die Casriel-Arbeit hat aber herzlich wenig mit „Kuscheln“ zu tun. Es ist eine sehr intensive Therapieform und wird auch therapeutisch begleitet. Wenn da tatsächlich Täter und Opfer in einer Casriel-Gruppe gelandet sind, dann stimme ich Dir absolut zu, daß das nicht sehr gut ist. Und daß das Konzept nicht unbedingt für jeden tauglich ist, das auch. Gegen Deine Aburteilung der A-Gruppen-Sitzungen muß ich aber protestieren :wink:.

Nö, im Ernst. Es stimmt zwar, daß in den Gruppen keine Diskussionen statt finden und auch keine direkten Ratschläge erteilt werden. Wir bemühen uns zumindest darum. Aber daß Betroffene da keine Hilfe finden, überhaupt keine Antwort bekommen, das stimmt so nicht. Wir antworten durchaus, aber nicht so, wie man es vielleicht von „draussen“ gewohnt ist. Furchtbar schlaue Ratschläge, an die der andere sich ja sowieso nicht halten kann, denn sonst hätte er/sie sein/ihr Problem ja längst gelöst. Aber wir reden von unseren Erfahrungen. Wenn jemand von seinen Problemen und Schwierigkeiten erzählt, gibt es (fast) immer jemanden in der Gruppe, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, und dann erzählt, was er/sie gemacht hat, um sie zu lösen, welchen Weg er/sie gegangen ist, um aus dem Schlamassel raus zu kommen. Der Spiegel wird nicht zwangsweise vor die Nase gehalten, aber wenn man den anderen aufmerksam zuhört, dann wird man an allen Ecken und Enden Hunderte von Spiegeln sehen. MIR gehts zumindest so. Ich erkenne mich in sehr vielem wieder, was die anderen erzählen. Ich bin aber frei, zu entscheiden, ob das etwas für mich ist, oder nicht. Niemand zwingt mir seine Meinung auf. Niemand spielt sich als der oberschlaue Ratgeber auf und schiebt mir damit rüber, daß er sich für viel besser hält, als mich.

Diese Art des Umgangs miteinander ist durchaus gewöhnungsbedürftig, das gebe ich zu und weiß ich aus eigener Erfahrung. Mir gings ja am Anfang ähnlich. Aber jede/r der/die sich mal dran gewöhnt hat, möchte diese Form des Sprechens nicht mehr missen. Sie ist viel viel wirksamer, denn dadurch, daß niemand mir Vorschriften macht, bin ich viel eher bereit, es auch zu probieren. Ich hasse Ratschläge. Ratschläge sind auch Schläge. Und ich habe nicht die geringste Lust, dem Folge zu leisten. Wenn ich aber zuhören kann, wie andere es gemacht haben, daß es ihnen besser geht, daß sie ein suchtfreies Leben führen können, dann werde ich neugierig und will es auch probieren. Ich bin übrigens Grönenbach äußerst dankbar dafür, daß sie mich angehalten haben, in die Gruppen zu gehen. Ich würde heute wahrscheinlich nicht mehr leben, wenn ich nicht seither regelmäßig in die Gruppen gegangen und dadurch ein abstinentes Leben für mich erreicht hätte.

Und noch was. Daß Du Begriffe wie Zuckersucht, Weißmehlsucht, etc. nicht nachvollziehen kannst, das ist verständlich. Ein Nicht-Süchtiger kann Sucht nicht verstehen. Denn Sucht ist eine Krankheit, die ziemlich verrückt ist und sich nicht verstehen läßt, wenn man es nicht am eigenen Laib erfahren hat, was es heißt, dieses oder jenes nicht tun, nicht essen, nicht trinken zu wollen, und es trotzdem tun zu müssen, auf grund irgendeines inneren Zwangs, als sei man ferngesteuert. Natürlich passiert es auch immer mal wieder, daß alles zur Sucht erklärt wird. Wie überall wo in irgendeiner Art und Weise psychomäßig gearbeitet wird. Die Versuchung, alles zu pathologisieren, ist gegegeben. Aber Zuckersucht, Weißmehlsucht, etc. gibt es wirklich. Ich bin zuckersüchtig. Und es ist nahezu nichts anderes als Alkoholismus (Zucker und Alkohol sind übrigens in der chemischen Zusammensetzung sehr ähnlich!). Die geringste Menge führt bei mir zu absolutem Kontrollverlust und ich kann ebenso wie ein Alkoholiker nicht mehr aufhören, bis ich völlig vollgefressen und bewegungsunfähig in der Ecke liege. Die einzige Möglichkeit, suchtfrei also abstinent leben zu können, ist, diese Droge absolut aus dem Speiseplan zu verbannen. Gott sei Dank habe ich durch diese Gruppen seit 1,5 Jahren das Geschenk erhalten, daß dieser Wahnsinn von mir genommen ist und ich die Kraft bekommen habe, auf mein Suchtmittel, dem Zucker, zu verzichten. Allein hätte ich das niemals geschafft. Ich würde sonst vermutlich nicht mehr leben, ich hätte mich zu Tode gefressen.

greetings, Nena

Hi Nena,

also, was Du für Dich als Zuckersucht bezeichnest, ist bei mir Freßsucht. Das Verhalten kenne ich: sobald ich was im Mund habe, wird gefressen, bis ich mich nicht mehr rühren kann. Im Übrigen bin ich auch Süchtige - ich lebe seit 3 1/2 Jahren abstinent vom Alk und ich bin kaufsüchtig, eßsüchtig und schlafsüchtig, wenn man es mal so ausdrücken kann. Trotzdem würde ich meine Sucht nicht als Zuckersucht bezeichnen. Es ist schön für Dich, wenn das bei Dir der Fall ist - und schön, wenn die Abstinenz klappt. Meine Sucht ist weniger ein Inhaltsstoff wie Zucker oder Weißmehl oder auch Fleisch oder sonstwas, sondern das Essen an sich - das Schlingen, vereinnahmen. Davon kann ich leider nicht abstinent bleiben. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, daß ich es meiner ehemaligen Freundin (die aus der WG mit den ganzen A-Gruppen) zu verdanken habe, keinen Alk mehr zu trinken :wink:))

  • wobei ich allerdings jetzt noch ein krasses Beispiel bringen möchte: sie (meine Freundin) hatte für 6 Abende die Woche jeweils eine andere A-Gruppe. Sonntags war frei. Kann das nicht auch eine Sucht sein? Ich jedenfalls habe es als Therapiesucht bezeichnet.
    Mit Gruppenkuscheln meinte ich auch nicht Casriel, da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. In „meinen“ Kliniken fand auch sehr viel emotionale und körperliche Nähe statt.

Und was die Regeln der A-Gruppen angeht - auch in meinen Selbsthilfegruppen hatten wir ähnliche Regeln. Aber allgemeiner gefaßt. Trotzdem, keine Ratschläge, keine Besserwisserei, kein Reden in „man“-Form. Nur auch ohne diesen spirituellen Aspekt. - Ich finde übrigens den Gelassenheitsspruch sehr schön, abgesehen vom Wort „Gott“, das lasse ich immer aus :wink:)) Aber diese Diskussion würde doch recht zu weit führen, hm?

Ich denke einfach, wir haben unterschiedliche Auffassungen und sollten sie gegenseitig respektieren, okay?

Gruß, Fabienne

Huhuu Fabienne :wink:)

klar kann ich Deine Auffassung akzeptieren. Miteinander zu diskutieren heißt ja nicht, seine Meinung dem anderen aufdrücken zu wollen. Ich habe einfach nur von meinen Erfahrungen erzählt.

Ja, ich bin auch fress-süchtig, von frühester Kindheit an. Da aber bei mir jahrelange psychotherapeutische Behandlung, so ziemlich jede Diät die auf dem Markt ist und so ziemlich jedes Wundermittelchen rein nichts geholfen hat, außer daß der Verkäufer dieses Mistkrams reich dabei geworden ist, und ich schlagartig und inzwischen auch schon ziemlich lang durchgehend mit anderen Lebensmitteln wesentlich besser umgehen konnte, als ich endlich diesen Sch…zucker weggelassen habe, habe ich für mich einfach einsehen müssen, daß ich der Dreh- und Angelpunkt meiner Eßsucht eben der Zucker ist. 6 x die Woche ins Meeting zu gehen ist zwar sehr viel (ich gehe meist nur 2-3 x), aber wenn ich durch 2 Stunden Meeting am Tag die anderen 22 Stunden LEBEN kann, dann ist das besser, als 24 h am Tag nur mit meiner Sucht beschäftigt zu sein, zu fressen, saufen oder sonst was schädliches für mich zu tun.

So und nun Schluß der Debatte. Ich will Dir Deine Auffassung ja nicht wegnehmen. Es gibt ja auch selten nur einen Weg zum Ziel. Ich habe halt meinen gefunden und bin sehr überzeugt davon, aber jeder andere darf seinen Weg suchen und finden. Selig ist, was hilft :wink:))

greetings, Nena

Hallo, versuch einmal bei http://www.apm-penzel.com reinzuschauen die haben so weit ich weiß ganz neu auch ein Kurangebot im Programm; auf jeden Fall alternative Behandlung und absolute Fachleute

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hat jemand einen Tip für mich. Ich möchte eine
psychosomatische Kur machen, ich befürchte nur, daß man dort
auf dem Papier kranker diagnostiziert wieder herauskommen kann
als man reingegangen ist.

ist mir auch passiert im Niedersächsischen Landeskrankenhaus Tiefenbrunn in Rosdorf. Als Spätfolge dieses Aufenthaltes dort bin ich nur ganz knapp am Suizid vorbei geschrammt.

Ich suche ein Haus mit breitem Angebot, eigentlich eher
Erholungsurlaub mit Psychobetreuung. Ich will vorrangig wieder
auf die Beine kommen und muß mir mal weit weg von zu Hause von
Mann und Kind mit dann hoffentlich freiem Kopf wieder etwas
Substanz zulegen.
Mein Kind ist an Epilepsie erkrankt, die letzten 2 Jahre von
Sorge und Grübeln um Therapiemöglichkeiten geprägt gewesen und
die Beziehung nicht gerade rosig. Aber ansonsten ist
eigentlich nichts Tiefschürfenderes. Wer hat gute Erfahrungen
machen können, für einen Kliniktip wäre ich dankbar. Wo gibt
es alternative Heilverfahren, evt. auch Frauengruppen.

Gruß

Angel