Liebe Leser,
Eine Bekannte von mir ist wirklich intelligent meines erachtens
Sie hat unzählige Talente ,ist ihrem Alter teilweise riesige Schritte voraus .
Sie bedient sich eines sehr erwachsenen Wortschatzes,sie malt und schreibt .
Ihre Gedichte haben meines Erachtens eine ganz andere Tiefe als die ihres Jahrganges und mit Intelligenztests hat sie (wenn sie welche macht ) auch keine Probleme.
Doch immer wen es um die Schule geht ist sie langsam und müde .Mich würde interressieren ob es eine Bezeichnung für so eine Art von Verhalten gibt.
Ist sie nicht hochintelligent nur weil sie in der Schule kein Interressse zeigt?
Im privaten Bereich löst sie schwere Aufgaben denen sie Interresse zuwendet ohne Probleme .
Vielen dank für eure analytische Hilfe
Mia
Moin Moin, Mia,
das, was Du beschreibst, klingt für mich
eindeutig nach Unterforderung. Das führt bei
überdurchschnittlich intelligenten Menschen
manchmal zu verminderter Leistung durch
Langeweile und Angeödet sein (Ich kenne so
einen Fall aus meiner Familie). Abhilfe
schafft u.U. entsprechende Herausforderung,
z.B. durch zusätzliche Aufgaben und Kurse
(Fremdsprachen etc.). Es gibt da auch
irgendeinen Verband bzw. Intressengruppen,
(kenne ich selbst leider nicht).
Alles Gute
-)
Yossar
Hallo Mia,
Die Frage ist doch: Hat Schule was mit Intelligenz zu tun? Als wir hatten in der Uni letztes Semster mehr oder weniger ein ganzes Seminar über die Definition von Intelligenz. Meines Erachtens gehört mehr dazu Intelligent zu sein als gute Noten in der Schule zu haben. Ich für meinen Teil tendiere dazu sie eher über Anpassungsfähigkeit und Auffassungsgabe zu definieren. Also wie leicht fällt es jemandem Die Schule zu schaffen, ohne sich damit wirklich zu beschäftigen zum Beispiel. D.H. wenn Sie sich nicht wirklich für das Zeugs was Sie da lernt interessiert, und auch nicht wirklich dafür lernt, aber trotzdem noch mitkommt, würde ich das sehr wohl als Intelligent bezeichnen.
Aber eine Fachausdruck dafür kenne ich leider nicht. (Hab Psycho auch nur im Nebenfach)
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Liebe Frau Mia,
Was Sie hier beschreiben, klingt nach sehr früher Förderung durch (mehr oder weniger) ehrgeizige Eltern. Diese Förderung macht zu Beginn der Regelschule Probleme im Sinne der „Unterforderung“ des Kindes, kann aber auch zu Formen von Legasthenie führen, weil diese Kinder dann zumeist ungenau beobachten (weiß ich schon) und dann unklare Beziehungen zu dem zu Erlernenden entfalten (ist mir egal, wie das genau aussieht). Daß Legasthenie nicht viel mit Intelligenz zu tun hat, eher mit der frühen Kindheit, also mit der Beziehung zu den Erwachsenen und deren Vorstellungen und Wünschen an das Kind, ist glücklicherweise schon Allgemeingut geworden. Daß die Teil-Leistunsstörungen legasthener Kinder sich sehr unterschiedlich äußern können, verleitet oft zu Fehldiagnosen.
Ich würde das kind einmal von einer anerkannten Legasthenie-Trainerin in Ruhe testen lassen und dann weiter sehen.
NB.: Ihre Bekannten können sich gerne direkt an uns wenden. Einen Diskurs über Dritte zu führen, erscheint mir nicht ratsam. Dank aber für Ihr Interesse an der Sache.
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Liebe Mia,
da gibt es zwei Möglichkeiten, die auch beide schon erwähnt worden sind. Entweder, wie der Her Dr. beschreibt, ist Deine Freundin von ehrgeizigen Eltern zu sehr unter Druck gesetzt worden. Sie ist dann zwar intelligent, aber nicht überdurchschnittlich, sondern nur gefördert worden, hat aber die Lust an der Schule durch den Druck verloren.
Oder aber (und das ist meine Meinung), sie ist wirklich hochintelligent. Hochintelligente Kinder und Jugendliche versagen oft völlig in der Schule. Einstein ist zwei mal sitzen geblieben.
Die Schule stellt für sie einfach gar keine Herausforderung dar. Es gibt für solche Fälle Förderorganisationen und Hilfe.
Alles Gute,
Nike