Angst vor dem Altern mit 22 ?

Hallo,

es mag Euch vielleicht komisch erscheinen, dass ich mit meinen 22 Lenzen ein solches Problem habe, aber so ist es nun mal.

In den letzten Wochen bin ich wie besessen von dem Gedanken, alt zu werden, krank, häßlich und unattraktiv. Angst hab ich, dass mein Geist sich nicht mehr entwickelt.
Ich weiß,dass es von jedem selbst abhängt, dies zu ändern, es nicht so weit kommen zu lassen. Doch fühl ich mich stark unter Druck, alle meine Phantasien so schnell wie möglich zu leben und es kommt nix bei raus. >Ich schaue mir ältere Menschen an und frage mich nur, ob man noch glücklich sein kann mit dem Tod so kurz vor Augen.
Bitte gebt mir ein paar Tips, um aus diesem teufelskreis rauszukommen.
Nadine

hi,
ja so ist das halt mal im leben. wir alle werden alt und auch krank. häßlich und unattraktiv sind allerdings subjektive empfindungen. die umwelt (vor allem die werbung) machen uns vor, dass man nur so um die 20 wirklich glücklich sein kann, weil die haut noch glatt, die haare dicht, und der typ von nebenan nur dann zum kaffee rüberkommt, wenn man ne top-figur hat. was mir geholfen hat zu meinem biblischen alter von 35 vorzudringen war die beobachtung der jüngeren mit ihren ritualen und ihrem auftreten. mit fortschritender erfahrung (und die kommt mit dem alter) ist es auf einmal nicht mehr ganz so wichtig, dass ich die neuesten converse-turnschuhe anhab. weit mehr wert ist die erkenntnis, dass das äußere gar nicht so entscheidend ist. schlimm empfinde ich 40-jähigen leute die noch immer den jugendkult pflegen und gar nicht merken wie lächerlich sie sich dabei machen.
mein tip: live and learn!
hab dir damit wahrscheinlich nicht sehr geholfen, aber ich hab meinen senf mal losgebracht.
cu, wh

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Hallo Nadine
Nur keine Angst vor dem Altern. Mit 60 fängt das Leben erst an. Viele Junge "bedauern die Alten. Natürlich ist man nicht mehr so atraktiv und hübsch wie früher, aber dafür erhält man andere Qualitäten. Auch wenn der Tod immer näher kommt, scheint er doch weit entfernt zu sein. Das Leben kann man immer noch geniessen, ja man hat in der Rente sogar mehr Zeit für sich, seine Hobbys und seine Familie.
Ich könnte noch seitenlang über diese Frage philosofieren, möchte dir aber nur sagen: Keine Angst, es kommt schon gut.
Loschi

es mag Euch vielleicht komisch
erscheinen, dass ich mit meinen 22 Lenzen
ein solches Problem habe, aber so ist es
nun mal.

In den letzten Wochen bin ich wie
besessen von dem Gedanken, alt zu werden,
krank, häßlich und unattraktiv. Angst hab
ich, dass mein Geist sich nicht mehr
entwickelt.
Ich weiß,dass es von jedem selbst
abhängt, dies zu ändern, es nicht so weit
kommen zu lassen. Doch fühl ich mich
stark unter Druck, alle meine Phantasien
so schnell wie möglich zu leben und es
kommt nix bei raus. >Ich schaue mir
ältere Menschen an und frage mich nur, ob
man noch glücklich sein kann mit dem Tod
so kurz vor Augen.
Bitte gebt mir ein paar Tips, um aus
diesem teufelskreis rauszukommen.
Nadine

Hallo Nadine,

ich bin auch 22, und bin manchmal traurig, dass ich nicht ein paar Jaehrchen mehr runter habe! Echt! Denn alt wirste nur auf dem Papier, du gewinnst an ERfahrung, je aelter du wirst! Das was uns Hochglanz-Magazine und die Mattscheibe sugerieren ist absolouter Quatsch! Schoenheit und Lebensqualitaet mit Jugend gleichzusetzen ist m.E hirnrissig! Schonmal was von dem 2ten und 3ten Fruehling gehoert?
Da geht es dann mit 40 oder 50 oder 60 nochmal so richtig rund… und das jedes Alter seine eigene Reize hat, ist auch schon lange bekannt, du wirst dich mit 35, 40 oder 50 nicht mehr mit einer 20-jaehrigen messen (wollen)! Warum auch? Biologisch haste eh keine Chance… da kann man noch soviel Cremes draufhauen, der Zug ist abgefahren! Aber im Gegensatz hast du ab 35 dann einen gewissen Stil, verspruehst einen ganz anderen Charme und hast die Erfahrung, die die Jahre so mit sich gebracht haben, und damit biste juengeren immer im Vorteil!

Achtest du etwa nur auf aeusserlichkeiten? Dann kann ich dir nur einen Rat geben, werde aelter und lerne mit der Zeit!

Und Angst vor dem Tod sollte jeder haben, denn wir werden alle sterben, frueher oder spaeter, aber wir sollten uns darueber nicht den Kopf zerbrechen! Fuehrt doch zu nix!

Nichts ist fuer die Ewigkeit! Trotzdem wirst du feststellen, dass man auch mit 40 oder 60 noch jung sein kann… Das Kind im Mann oder der Frau sollte immer erhalten werden!

Hey, freu dich, dass du so alt werden kannst,physisch wie psychisch…
Denn wenn du dem nicht positiv gegenueber stehst, wirste wirklich schon mit 30 steinalt sein, und zwar psychisch, weil du deine Seele dauernd mit Zweifeln und Sorgen bombardierst, die dich wirklich „versteinern“ koennen! Und dann siehst du auch so aus! Nur zu einem gesunden Geist gehoert auch ein gesunder Koerper :smile:

In diesem Sinne

Kai
*Im Geiste ´forever young´*

Hallo Nadine :smile:

es mag Euch vielleicht komisch
erscheinen, dass ich mit meinen 22 Lenzen
ein solches Problem habe, aber so ist es
nun mal.

Ich kann mich noch gut an meinen 21. Geburtstag erinnern. War der frustigste in meinem Ganzen Leben, ich wusste damals genau: nun bin ich alt :smile:

In den letzten Wochen bin ich wie
besessen von dem Gedanken, alt zu werden,
krank, häßlich und unattraktiv.

Warum „besessen“ ? Klar wirst du älter, vermutlich wird auch die ein oder andere Krankheit auf die zukommen und du wirst mit 40 sicher nicht mehr so aussehen wie jetzt. Aber wo ist das Problem ?

Angst hab

ich, dass mein Geist sich nicht mehr
entwickelt.

Nun ja *räusper* eigentlich sollte sich der Geist, die Erfahrung oder was auch immer mit zunehmendem Alter mehren, du stehst in der Beziehung also wohl eher noch am Anfang :smile:

Ich weiß,dass es von jedem selbst
abhängt, dies zu ändern, es nicht so weit
kommen zu lassen. Doch fühl ich mich
stark unter Druck, alle meine Phantasien
so schnell wie möglich zu leben und es
kommt nix bei raus. >

Es gibt da so einen Spruch, der lautet: Ein Mann sollte in seinem Leben drei Dinge gemacht haben: einen Baum gepflanzt, ein Haus gebaut, ein Kind gezeugt. Ob das nun der Wunsch eines jeden Mannes ist, weiss ich nicht, aber vielleicht solltest du dir mal deine ganz persönliche Liste machen mit Dingen, die du in deinem Leben gerne erreichen möchtest. Phantasien verwirklichen sich oftmals deswegen nicht, weil sie viel zu abstrakt sind (z.B. ich will einen Beruf haben, der mich voll und ganz befriedigt). Eine der größten Herausforderungen des Lebens besteht wohl darin, seine Phantasien in Realitäten umzusetzen, und das erreicht man meiner Erfahrung nach nicht, in dem man versucht, möglichst „schnell“ zu leben.

Ich schaue mir

ältere Menschen an und frage mich nur, ob
man noch glücklich sein kann mit dem Tod
so kurz vor Augen.

Ich kenne viele ältere Menschen, die verbittert auf ihr Leben zurückschauen. Ab einem gewissen Zeitpunkt sind eben einfach viele Züge abgefahren. ABER, oftmals geben diese Menschen den anderen, oder den „Umständen“ die Schuld. Ob man glücklich ist hängt nicht davon ab, ob man alt ist, sondern ob man mit seinem Leben zufrieden ist. Der Gedanke an den Tod kann einem kalte Schauer über den Rücken jagen, er kann einen aber auch dazu bringen, das Leben als Geschenk zu betrachten. Ich grübel seit Jahren über den Spruch nach: „Wer Angst vor dem Tod hat, hat auch Angst vor dem Leben“… vielleicht findet sich ja hier jemand, der mir das erklären kann ?

Bitte gebt mir ein paar Tips, um aus
diesem teufelskreis rauszukommen.

Ich glaube, die Gedanken, die du dir machst, sind gar nicht so verkehrt. Du kommst nur irgendwie zu den falschen Schlüssen. Wenn du JETZT gerne jung, gesund, attraktiv, was auch immer bist, dann GENIESSE es, freu dich darüber, das es so ist. Das ist dein gutes Recht als 22-jährige. Aber glaube mir, das Leben hält noch viel an schönen Dingen und Überraschungen für dich bereit, über die du dich freuen und die du geniessen kannst, aber von denen du jetzt noch nichtmal eine Ahnung hast :smile:

Lieben Gruss
Marion (35)

Huhu Federchen :smile:

Ich grübel seit Jahren über
den Spruch nach: „Wer Angst vor dem Tod
hat, hat auch Angst vor dem Leben“…
vielleicht findet sich ja hier jemand,
der mir das erklären kann ?

Ich verstehe diesen Spruch und diese Weisheit so: Leben ist immer lebensgefährlich - wer aus panischer Angst vor dem Tod nicht bereit ist, angemessene Risiken einzugehen, kann nicht ein lebenswertes Leben leben.
Dazu liesse sich nun jede Mange von Beispielen machen: Keine Treppen gehen, man könnte ja zutode stürzen. Keine Kinder kriegen, Schwangerschaft und Geburt könnte den eigenen Tod bringen. Nicht küssen, man könnte sich ja eine Infektion mit tödlichem Ausgang holen. Keine Nüsse essen, sie könnten ja Spuren von Aflatoxin enthalten. und. und. und.
Noch umfassender wird es, wenn Du nicht den Tod als Risiko nimmst, sondern die Verletzung: Keine Beziehung eingehen, du könntest enttäuscht werden. Nicht zu Dir selbst stehen, Du könntest abgelehnt werden. etc. etc. etc.
So glaube ich, dass dieses Thema für uns alle ständiger Begleiter ist.

Urs Peter Hinnen

ich will nie mehr 22 sein…
ich bin 36 und geniesse das Leben…
und einen 22jährigen… neeee. zu jung!! viel zu jung!!!
und ich fühle mich jung!!!
also geniesse das Leben, Denke nicht, FÜHLE!!
Gruß Ayla, die sich noch immer jung und unerfahren fühlt!

Gibt es denn Schöneres, als all den Un- und Irrsinn der Jungend zu vergessen. Das fortschreitende Alter, Vergessen, Neubeginnen ist ein grosses Glück.

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