angst vor alkohol

Von: , Frage gestellt am Do, 22. Mai 2008

hallo,

habe ein ziemliches problem mit alkohol. Ich habe schlicht und einfach totale angst davor welchen zu trinken. Ich hab natürlich schonmal ein zwei Schlücke von Bier getrunken, aber danach wurdes mir immer schwindlig oder ich hab mich besoffen oder was auch immer gefühlt. Psychosomatisch bedingt waren diese Symptome, soviel kann ich von mir aus jetzt schon sagen. Aber es nervt mich einfach diese Angst vor Alkohol. Wie kann ich mir die nehmen ? Habe schon versucht Termine bei psycho//.. zu bekommen - 6 monate wartezeit mind. Wie könnt ihr mir hier vllt helfen ? weil abstinent von alkohol zu bleiben is ja jetzt nix schlimmes aber dieses krankhafte ist halt nichts normales und das will ich beseitigen diese angst ich weiß aber nicht wie. ich trinke zwei schlücke und denke ich bin besoffen - das hört sich total krank an aber es ist einfach so =( bitte helft mir, danke im vorraus.

zu meiner person: männlich, 16, 175cm, 50kg

45 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Als Fragender

              sucht man sich doch sowieso nur raus, was zu einem passt bzw. was fuer einen persoenlich auch Sinn macht und nachvollziehbar ist! Ausserdem sind vielfaeltige Meinungen / Ansichten mindestens Denkanstoesse.

              Selbst wenn man mit dem gleichen Problem zu zwei oder drei Shrinks geht, kann man damit rechnen, dass es verschiedene Ansatzpunkte gibt, wenn nicht sogar unterschiedliche Einschaetzungen derselben Situation.

              Ich finde das Allerlei von Postern in diesen Foren eigentlich sehr positiv.

            • Antwort von nach 5 Tagen 2 hilfreich
              Re: Als Fragender

              sucht man sich doch sowieso nur raus, was zu einem passt bzw.
              was fuer einen persoenlich auch Sinn macht und nachvollziehbar
              ist! Ausserdem sind vielfaeltige Meinungen / Ansichten
              mindestens Denkanstoesse.
              Deshalb sind falsche Ratschläge umso gefährlicher - gerade in den Brettern Medizin und Psychologie. Z.B. hat in Medizin schon jemand geschrieben, dass es ganz okay sei, wenn man noch abgelaufene Medikamente einnehmen würde. Das ist unter Umständen lebensgefährlich. Selbst wenn man mit dem gleichen Problem zu zwei oder drei
              Shrinks geht, kann man damit rechnen, dass es verschiedene
              Ansatzpunkte gibt, wenn nicht sogar unterschiedliche
              Einschaetzungen derselben Situation.
              Das ist eher selten der Fall. Ich finde das Allerlei von Postern in diesen Foren eigentlich
              sehr positiv.
              Ja, dagegen habe ich auch nichts. Verschiedene Denkanstöße sind immer gut, das Problem ist nur, dass eine Qualitätssicherung in www bei den genannten Brettern fehlt.

              Ich mache mal ein Beispiel neben diesem Artikelbaum:

              Stell Dir vor, es gibt ein Brett für "Pilze". Und stell Dir weiter vor, dass es nur sehr sehr wenig Leute gibt, die sich mit Pilzzen auskennen und sehr sehr viele, die nur ganz wenig Ahnung haben und Pilze nur aus Märchen kennen würden. Nun stellt jamand die Frage, ob er einen Fliegenpilz essen kann. Kaum einer kennt sich aus, aber eine Vielzahl von Antwortenden schreiben, dass der Fliegenpilz eine schöne Farbe hat und man ihn deshalb gut essen kann. Sie schreiben nicht, dass sie keine Ahnung haben, sondern nur das. Und dann schreibt der eine wirkliche Experte, dass der Fliegenpilz giftig ist und sich die anderen schämen sollten, so einen Unsinn zu schreiben. Der wird dann von den anderen Postern verbal angegriffen. Für den Fragenden sieht es nun so aus: 20 Leute schreiben, dass der Fliegenpilz ungiftig ist und einer schreibt, dass er giftig ist und wird dafür von den anderen massiv angegriffen. Der Fragende wird denken: der Typ ist doch blöd und will hier nur Ärger machen, die Mehrheit hat schon Recht. Und der Fragende ist dann am Abend im Krankenhaus mit Pilzvergiftung.

              Ich würde es gut finden und als absolut notwendig in den Brettern, die mit Medizin und Psychologie zu tun haben, dass ein Moderator auch dann eingreifen kann, wenn solche Sachen passieren und nicht nur, wenn die Netiquette verletzt ist. Dazu muss der Moderator natürlich eine Expertise haben.


              Viele Grüße
              Post

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^2: Als Fragender

              Hallo, Z.B. hat in Medizin
              schon jemand geschrieben, dass es ganz okay sei, wenn man noch
              abgelaufene Medikamente einnehmen würde. Das ist unter
              Umständen lebensgefährlich.
              Das stand aber nicht unwidersprochen da, oder? Sondern dem wurde autoritativ widersprochen und erklärt warum. Und gemeingefährliche Ratschläge werden tatsächlich entfernt.
              Bretthygiene funktioniert. Wenn man aufmerksam liest, merkt man das auch. Nur den meisten fällt das nicht auf, weil nur der Autor des gelöschten Postings davon direkt erfährt (und eventuell diejenigen, die auf diesen Artikel geantwortet haben).

              Moderation nach möglichem Eigenverständnis würde die (positive) Vielfalt zerstören. Schau dir zum Beispiel mal Threads zum Thema Homeopathie an.

              Aber: Diese Diskussion gehört laut Brettbeschreibung und Forumsregeln nicht in dieses Brett.

              Gruß
              Elke

        • Antwort von nach 7 Tagen 0 hilfreich
          [Team]: abgeschlossen

          Hi

          danke für eure Meinungen. Ich habe den Artikelbaum mal abgeschlossen, weil wir mittlerweile viel zu weit im Off Topic sind. Und ja, das war meine Schuld, ich habe das Fass geöffnet, aber jetzt ist es wieder zu.

          Sollten dennoch noch Punkte offen sein, können wir diese gern klären. Schreibt aber am besten an [E-Mail-Adresse entfernt], weil ich nur in Teilzeit arbeite und deshalb nicht täglich im Büro bin.

          Grüße
          Jessica

  1. Antwort von nach 3 Tagen 2 hilfreich
    Re: angst vor alkohol

    Hallo,


    ich habe den Eindruck, die meisten der hier Antwortenden lesen gar nicht richtig, was der Urprungsposter schreibt, sondern reagieren ausschließlich auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen automatisch. Wie ein bedingter Reflex: Reiz - Angst vor Alkohol, und als Reaktion so etwas wie Sei froh, daß du diese Angst hast....

    Tune, soweit ich es verstanden habe, geht es Dir zum einen um diese Angst und ihre körperlichen Symptome, und zweitens darum, daß Du fürchtest, diese Angst vor Alkohol könnte verhindern, daß die Gleichaltrigen Dich akzeptieren.

    Ich versuche, das Wenige, was ich über Angst weiß, hier darzulegen. Angstvolle Erlebnisse werden in der Amygdala gespeichert, einer Struktur im Gehirn, die als "Alarmsystem" fungiert. Das Besondere an dieser Speicherung in der Amygdala ist, daß die Inhalte nicht mehr gelöscht werden. Sie bleiben, und das entspricht der bekannten Tatsache, daß intensive, vor allem angstvolle Erlebnisse ihre Spuren im Leben hinterlassen.

    Viele Bahnen gehen von der Amygdala zur Großhirnrinde, deshalb beeinflußt die Angst das bewußte Handeln so stark. Nur wenige Bahnen gehen von der Großhirnrinde zur Amygdala, deshalb ist es zwar nicht ganz unmöglich, aber sehr schwer, gegen die Angst zu handeln.

    Die Amygdala ist, wie gesagt, ein Alarmsystem, manchmal auf Leben und Tod. Es ist auf ein möglichst rasches automatisiertes Reagieren ausgelegt, und nicht auf ein differenziertes Agieren von Fall zu Fall - was nur durch bewußtes Überlegen möglich wäre.

    Verhaltenstherapie bewirkt, daß der Weitertransport von Signalen der Amygdala (auf einen bestimmten Angstreiz hin) zur Großhirnrinde gehemmt wird - die Angst wird nicht mehr bewußt (obwohl die Amygdala noch immer "anspringt"), und es kommt zu keiner Beeinträchtigung mehr im Erleben und Handeln - "normales" Leben wird möglich. Dieses Ergebnis muß nicht unbedingt völlig stabil sein - dies entspricht aber auch einer bekannten Tatsache. Keine Therapie auf der Welt kann etwas ungeschehen machen, sie kann statt dessen ermöglichen, daß daraus keine Beeinträchtigung mehr entsteht.


    Nun noch zum anderen Punkt, der soziale Anerkennung durch die Anderen. Die spielt nun einmal im Alter von 16 eine andere und wichtigere Rolle als später im Erwachsenenalter. Schaut bitte daher nicht so aus der Vogelperspektive eines 30-, 40-, oder 50jährigen hinunter, als ob solche Probleme eines Jugendlichen unbedeutend wären. Natürlich ist es wichtig, eine gewisse Unabhängigkeit von der (vermuteten) Meinung der Anderen zu entwickeln. Aber dies ist erstens ein Entwicklungsprozeß, und zweitens gegenüber der Notwendigkeit, die Angst zu behandeln, erst einmal eher nachrangig.

    Ihr habt es sicherlich alle gut gemeint. Dennoch zeugen die meisten Antworten meiner Meinung nach von einem mangelnden Respekt gegenüber dem subjektiven Erleben eines anderen Menschen.


    Grüße,

    I.

  2. Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
    Re: angst vor alkohol -angst vor kontrollverlust?

    hi,

    ich vermute, du hast genauer gesagt eine angst vor der wirkung des alkohols. dabei tritt ja ein gewisser und mit steigender trinkmenge zunehmender betäubungseffekt ein, der einem sozusagen die sinne raubt.

    es gibt bei den grundformen der angst eine "angst vor dem kontrollverlust". wer alkohol trinkt, ist ja auch weniger in der lage, sich zu kontrollieren, man weiss ja nicht genau, was einem passieren wird und man wird nicht wie sonst "herr seiner sinne sein". so gesehen könntest du einen kontrollverlust befürchten. viele menschen trinken deswegen nie alkohol. was aussieht wie starkes gesundheitsbewusstsein, kann durch angst bedingt sein.

    ohne es empfehlen zu wollen (denn es ist letztlich entbehrlich), ist ein leichter alkoholrausch eine ungefährliche art, sich gehen zu lassen und kontrolle abzugeben. du könntest es einfach tun (kleine menegen) und beobachten, wie nichts schlimmes passiert.

    viele menschen trinken aber bis in die sucht, um gerade alkohol zur gefühls-kontrolle (besser: -dämpfung) einzusetzen. dann sieht´s anders aus.

    probiere es aus, alkohol hat risiken, ist aber nicht so gefährlich, dass du angst davor haben musst.



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