Fragen bezueglich Depressionen

Hallo,

im Forum Sozialwissenschaften/Religion und Ethik, stellte jemand eine Frage bezueglich Christsein und Depressionen. Ich gab daraufhin eine Antwort wo ich formulierte dass Mann unabhaengig von Depression versuchen sollte seinen Alltag so aktiv wie moeglich zu gestalten. Soviel ich weiss hat jeder Mensch, selbst wenn er unter Depressionen leidet immer die Moeglichkeit sich aktiv zu verhalten. Klar dass Mann damit nicht das Unwohlsein abschafft aber Mann kann sich produktiv verhalten.
Es ist geradezu auch falsch im Falle einer Depression liegenzubleiben und nichts zu tun, weil damit die Depression nur noch verstaerkt wird.
Daraufhin wurde ich von jemandem attackiert, der behauptete ich haette ja keine Ahnung und wuerde die Kranken damit ja kaputtmachen weil ich mehr von Ihnen forderte als sie geben koennten. Nachzulesen ist das alles im oben genannten Forum.
Wer hat hier Recht?
Also, Experten Eure Meinung ist gefragt…

hi, du hast überhapt keine Ahnung von Depresionen, Dies Gebiet ist viel zu vielfältig, als es hier kurz darzustellen, mit aufraffen und noch solcher Slogans ist hier nichts abgetan, bitte informier dich mal bei einem Facharzt.
Gruß

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Ich habe mal den Beitrag oben gelesen und habe folgendes zu sagen:

HAST DU EINEN SPRUNG IN DER SCHÜSSEL?!?

Dein Gelaber von wegen „Wer Depressiv ist kann auch seine Handlungen bestimmen und wenn er an Gott glaubt wird es gut“ ist der absolute Bockmist. Wenn jemand depressiv ist KANN er eben seine Handlung nicht mehr steuern. Ich persönlich habe auch manchmal depressionen, aber Gott sei dank nicht so schlimme wie die oben genannten und muss ja sagen dass du nicht den blassesten Schimmer davon hast was du erzählst. Wegen Typen wie dir bin ich aus der Kirche ausgetreten.

Wenn jemand depressiv ist kommt er sich total wertlos vor, zum einen weil man oft unverstanden ist und zum anderen weil man sich selbst einredet man wäre nichts wert. Ich wünschte du könntest mal echte Depressionen durchmachen, dann würdest du nämlich erkennen dass du nur Mist laberst.

Dein Gelaber ist wie schon oben erwähnt genau das gleiche Gelaber wie es diese Klingelfritzen (Zeugen Jehovas) oder Scientology-Typen loslassen.

Hier ein Beitrag aus der psychotherapeutischen Praxis:
Für einen Nicht-Betroffenen ist es sicher schwer verständlich, daß ein depressiver Mensch sich eben nicht „aufraffen“ und „zusammenreißen“ kann und aktiver wird.
Dieses „Liegenbleiben“ ist EINES VON VIELEN Symptomen einer schweren Depression.
Es ist prinzipiell durchaus richtig, daß aktiver werden hilft, daher ist auch ein wichtiger Teil eines Therapiekonzeptes ein Plan zur Steigerung der Aktivitäten. Dabei muß man bedenken, daß das meist nur in ganz kleinen Schritten geht, für Erkankte ist z.B. Körperpflege oder Kaffeekochen so schwierig wie für andere Bergsteigen in dünner Luft. Die Überwindung ist viel, viel größer als bei gesunden Menschen.
Ein weiterer wichtiger Ansatz in der Therapie betrifft die Kognitionen, da kann Religion natürlich sehr bedeutend sein; zu strenge Normen und Regeln an die eigene Person kann man oft beobachten. Es gibt sicher auch das Gegenteil, nämlich Trost und Hoffnung.
Schließe mich dem Rat, sich genauer zu imnformieren, auf jeden Fall an.
Viele Grüße
Andrea

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Hi Andrea, mit Religion z.B. zu strenge Normen und Regeln und gutheißen usw. kann der Schuß aber auch nach hinten los gehen, wenn da die falschen Seelsorger immer alles nur gut meinen, dann Prost Mahlzeit.
Das Thema Religion, usw. wenn da Schuldgefühle reinprojiziert werden, das passiert mein ich häufig bei nicht fachgemäßer Seelsorge, ist dann wieder schädlich, das drängt aber wieder tiefer in die Depri, welche Erfahrung hast du denn auf dem Gebiet, nimmst du die Religion in die Therapie , wenn es gläubige Menschen sind, immer mit rein ?
hört sich so an.
Gruß

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Widerspruechliche Aussagen

Es ist geradezu auch falsch im Falle einer Depression
liegenzubleiben und nichts zu tun, weil damit die Depression
nur noch verstaerkt wird.

Hier ein Beitrag aus der psychotherapeutischen Praxis:
Für einen Nicht-Betroffenen ist es sicher schwer verständlich,
daß ein depressiver Mensch sich eben nicht „aufraffen“ und
„zusammenreißen“ kann und aktiver wird.

Komischerweise scheinen hier alle vorrauszusetzen dass ich keine Erfahrung mit Depressionen hatte! Nun de fakto ist es ueberhaupt schwierig Depressionen zu diagnostizieren so viel ich weiss(wie uebrigens viele psychische Krankheiten, so jedenfalls teilte mir ein Spezialist mit). Ich war auch schon wegen Depressionen in Behandlung, und zwar bei renommierten Spezialisten. Und diese schienen genau meine Aussagen zu bestaetigen. Jetzt wundert es mich dass ich hier genau das Umgekehrte zu hoeren bekomme, bzw. noch persoenlich Angegriffen werden nach dem Motto „Sie haben doch keine Ahnung wovon sie reden!“.

Es ist prinzipiell durchaus richtig, daß aktiver werden hilft,
daher ist auch ein wichtiger Teil eines Therapiekonzeptes ein
Plan zur Steigerung der Aktivitäten. Dabei muß man bedenken,

Nun, hier sehe ich meine Aussagen bestaetigt.

daß das meist nur in ganz kleinen Schritten geht, für Erkankte
ist z.B. Körperpflege oder Kaffeekochen so schwierig wie für
andere Bergsteigen in dünner Luft. Die Überwindung ist viel,
viel größer als bei gesunden Menschen.

Das weiss ich aus eigener Erfahrung auch.

Ein weiterer wichtiger Ansatz in der Therapie betrifft die
Kognitionen, da kann Religion natürlich sehr bedeutend sein;
zu strenge Normen und Regeln an die eigene Person kann man oft
beobachten. Es gibt sicher auch das Gegenteil, nämlich Trost
und Hoffnung.

Solche Ansaetze die Religion zu psychologisieren stammen meistens von Leuten die nicht wirklich glaeubig sind, die Bibel sagt:

Roemer 1,16 Denn (a) (b) ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine © Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.

Mir ist auch nicht ganz klar wie deine letzte Aussage gemeint war, also denkst Du zuviel Druck kann Schaden verursachen?

Gruss Abe

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hi abe,
(anderes forum, selbes thema, *g*)
nur kurz zu deinem eindruck der widersprüchlichkeit von aussagen: es kann absolut sein, dass dein empfinden dich hier nicht täuscht; es gibt in der psychologie mehrere richtungen, die sich z.t. tatsächlich widersprechen, sowohl was die genese, als auch die therapie von depressionen angeht.
als nicht-fachmann/frau durchschaut man das wirklich nicht so leicht.
zumal auch in unserer schönen, neuen welt, wo funktionalität und leistung allgemeiner imperativ sind, gerade diejenigen therapeuten als „renommiert“ gelten dürften, die einer schule angehören, welche ich eher…äh…nicht favorisiere.
(aber das ist ein anderes thema.)

wenn dir also, um zum punkt zu kommen, leute hier im forum sagen, dass man depressive NICHT unter druck setzen sollte, so ist das zumindest ein eindruck betroffener; und als solcher vielleicht fundierter als der von „spezialisten“? manchmal?
gruss - k.

Jetzt werden wir ehrlich!

hi abe,
(anderes forum, selbes thema, *g*)
nur kurz zu deinem eindruck der widersprüchlichkeit von
aussagen: es kann absolut sein, dass dein empfinden dich hier
nicht täuscht; es gibt in der psychologie mehrere richtungen,
die sich z.t. tatsächlich widersprechen, sowohl was die
genese, als auch die therapie von depressionen angeht.

Richtig, es gibt ueber 600 „Schulen“ der Psychologie!

wenn dir also, um zum punkt zu kommen, leute hier im forum
sagen, dass man depressive NICHT unter druck setzen sollte, so
ist das zumindest ein eindruck betroffener; und als solcher
vielleicht fundierter als der von „spezialisten“? manchmal?

Ich moechte dich korrigieren, es ist der Eindruck EINIGER Betroffener! Denn denke dass auch Menschen verschieden reagieren koennen. Und was mich aergert, ist dass da manche dieser Betroffenen Ihre Einstellung und Sichtweise als die einzig wahre darstellen wollen! Vergiss bitte nicht dass auch ich Erfahrungen mit Depression hatte(auch wenn es mir manche nicht glauben wollen). Es wird so getan als ob es keine andere Moeglichkeit gaebe hilflos liegenzubleiben, oder wass auch immer…Ich finde diese Einstellung traurig weil Mann sich so selber einschraenkt, anstatt ueber sich hinauszuwachsen. Jawoll, auch stinknormale Menschen duerfen das.

Aus eigener Erfahrung weiss ich eben, dass auch bei mir beide Verhaltensschemas moeglich sind, also Liegenbleiben x Aufstehen!
Es haengt eben von der Entscheidung ab!
Natuerlich fluechten sich viele gerne in den Selbstbetrug und sagen sich: ich kann nicht mehr/ich kann nicht anders.
Das hat den Vorteil dass Mann sich saemtlicher Verantwortung entziehen kann und sich umso mehr in seine Depression zurueckzieht.
Tatsaechlich gibt es fuer jeden Mensch eine Leistungsgrenze, aber Mann stellt doch immer wieder erstaunt fest wieviel mehr Mann eigentlich kann als zunaechst angenommen.

Es gibt einen Psychologen den ich besonders schaetze, und zwar Viktor Frankl(Begruender der Logotherapie). Er war Jude und verbrachte einige Jahre im KZ. Die Beobachtungen die er dort machte haben ihn zur Begruendung dieser neuen Therapie gefuehrt. Was er schreibt ist hoechst interessant, gerade weil sich hier der Experte(Fachwissen) mit den praktischen Erfahrungen (auch eigenen) auseinandersetzt! Sein Buch heisst glaube ich „Die Suche nach Sinn“ oder so…lohnt sich zu lesen!

Eines seiner Hauptfeststellungen ist gerade auch gewesen wieviel Menschen zu leisten in Stande sind, gerade in so Absurden Verhaeltnissen wie im KZ. Und er schrieb, dass es selbst in sehr schwierigen und belastenden Umstaenden immer die Moeglichkeit einer Entscheidung gab, trotzdem aufzustehen und weiterzumachen.
Letztendlich ist es immer die persoenliche Entscheidung, und genau so habe ich dass auch erlebt! Und zwar am eigenen Leibe!
Natuerlich nicht in den Dimensionen!

Ich will natuerlich niemanden richten, also wenn jemand behauptet er koenne nicht mehr, muss ich ihn damit stehen lassen. Aber mal ganz ehrlich, glaubst Du nicht auch dass Mann sich da gerne selbst betruegt?

Und zuletzt moechte ich eben auch darum bitten in meiner Sichtweise respektiert zu werden, und diese gruendet sich auf

a)Expertenaussagen(siehe Viktor Frankl)
b)eigenen Erfahrungen

Gruss Abe…

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…sag doch einfach mal im klartext, was du eigentlich willst.
mal ganz prägnant auf den punkt gebracht.
in aller polemik (denn ich fürchte, das ist es wohl).

k.

hallo abe,
zur klärung noch etwas prinzipielles:
psychologie und psychotherapie ist nicht dasselbe, erfordert eine ganz andere ausbildung, mich würde interessieren, woher die angabe „600 schulen der psychologie“ stammt, habe ich noch nie gehört.
zur österreichischen situation kann ich sagen: es gibt derzeit 18 staatlich anerkannte psychotherapeutische fachrichtungen, die seriös und wissenschaftlich fundiert sind.
es gibt aber nicht 18 völlig verschiedene erklärungsmodelle für die entstehung einer depression, ein überblick ist durchaus möglich. empfehle hier wegen der polarität sich die psychoanalyse und die verhaltenstherapie anzuschauen.
eindeutig sind aber studien über die wirksamkeit von therapie bei depression: hier liegt weit abgeschlagen im spitzenfeld die kognitive verhaltenstherapie; beste erfolge werden aus einer kombination dieser methode mit fachgemäßer gabe von anntidepressiva erzielt, daran ist nicht zu rütteln…
andrea

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Hi,informier dich mal über die Möglichkeit der Willensantriebe,
Willensanspannung und pathologisches Nicht Wollen können , usw.
Willensüberwindung usw. frag mal deine Behandler, ob du gemäß deines Willens gesund bist, oder wie es mit der Willenskraft steht, liegt die vielleicht auch im pathologischen ?
Gruß von Bill Clinton.

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hallo andrea,
was sind „beste erfolge“?

fragt - k.

hier liegt weit abgeschlagen im spitzenfeld

die kognitive verhaltenstherapie; beste erfolge werden aus
einer kombination dieser methode mit fachgemäßer gabe von
anntidepressiva erzielt, daran ist nicht zu rütteln…
andrea

hallo abe,
zur klärung noch etwas prinzipielles:
psychologie und psychotherapie ist nicht dasselbe, erfordert
eine ganz andere ausbildung, mich würde interessieren, woher
die angabe „600 schulen der psychologie“ stammt, habe ich noch
nie gehört.

Nun, stand mal im Spiegel(oder Stern?) ein laengerer Artikel, darunter wurde das erwaehnt. Ob es stimmt weiss ich natuerlich nicht. Wenn es auch nicht 600 sind, gibt es doch recht viele, die sich zum Teil auch stark in den Ansaetzen unterscheiden.

eindeutig sind aber studien über die wirksamkeit von therapie
bei depression: hier liegt weit abgeschlagen im spitzenfeld
die kognitive verhaltenstherapie; beste erfolge werden aus
einer kombination dieser methode mit fachgemäßer gabe von
anntidepressiva erzielt, daran ist nicht zu rütteln…

Kannst Du das bitte in Laiensprache uebersetzen? Ich werde es selbst versuchen: soviel ich weiss zielt Verhaltenstherapie hauptsaechlich auf die Aenderung des Verhaltens ab, also im Falle eines Depressiven auf „Gib Dir nen Ruck“, salopp ausgedrueckt. So aehnlich hab ich es auch bei mir in der Behandlung erlebt. Darf ich also meine Sichtweise bestaetigt sehen?

Gruss Abe…

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???

…sag doch einfach mal im klartext, was du eigentlich willst.
mal ganz prägnant auf den punkt gebracht.
in aller polemik (denn ich fürchte, das ist es wohl).

Wie meinst Du das? Also nochmal zur Erinnerung: Jemand postete im Forum Religion und Ethik, eine Frage bezueglich Depression. Ich gab eine Antwort, wurde kritisiert, und ersuche nun Experten um Ihre Meinung. Ich denke meine Fragen und Aussagen waren klar genug formuliert. Das ehrlich werden bezog sich darauf, dass Du als erste zugegeben hast, dass es auch andere Sichtweisen gab als die „eine“.

Gruss Abe

hallo,
beste erfolge bedeutet in klinischen studien die besten ergebnisse, zahlen in der fachliteratur müßte ich nachschlagen - gibt inzwischen glücklicherweise viele untersuchungen.
es ergibt sich eine deutlich bessere wirksamkeit als z.B. von placebos bei reiner pharmakatherapie mit antidepressiva und nur mit verhaltenstherapie. optimale ergenbisse in der kombination, gute verbesserungen, wenig rückfälle.
es gibt auch studien im nicht-klinischen bereich, da wirkt ebenfalls die verhaltenstherapie am raschesten und effizientesten, mit einigem abstand gefolgt von der klientenzentrierten gesprächstherapie nach rogers.
wenn die details interessieren, kann ich zitate suchen.
pharmakatherapie heißt dabei immer antidepressiva von facharzt!
andrea

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Hallo - einige der beiträge hier haben einen Anklang, als gäbe es eine Lösung für die despressive Stimmung, die man quasi „ergrübeln“ könne, wenn man nur in die richtige Richtung denkt.

Dazu sollte man entgegnen, dass es sehr unterschiedliche Formen der depression gibt und ein Teil davon z.B. nichts mit Reaktionen auf negative erlebnisse zu tun haben muß. Das erleben dieses zustandes soll unserer Alltagswahrnehmung derart fremd sein, dass selbt ex.depressive sich bei einigen Formen nicht mehr recht vorstellen können, wei schlimm es war. Kein Gefühl der Trauer - das wäre ja noch Fühlen - ein gefühl der Gefühllosigkeit und Starre.

Weil eine Aktivierung immer auch den die gefahr birgt, dass der Depressive dem Wunsch des helfenden nach besserung seiner Stimmung eben enttäuschen muß, ist es sehr wichtig, sich als Kontaktperson / Zuhörer anzubieten, aber eben auch die schlechte Stimmung einfach zu akzeptieren, um dem betreffenden das gefühl zu geben, trotz dieser melancholie nicht verlassen zu sein - so gut es geht.

Aber je nach Art der depression haben verschiedene Psychologische Schulen natürlich auch divergierende Behandlungsvorschläge, u.U. werden verschiedene Interventionen ineinandergreifen, z.B. aufhellende Medikamente und das gesprächsangebot und vielleicht die Bereitstellung sonstiger Ausdrucksmöglichkeiten. Die Depression ist ja aus Gründen vom Organismus erzeugt und kann deswegen nicht weggeschoben, muß vermutlich verstanden, gedeutet, durchlebt werden. Allerdings würde eine Erklärung der unterschiedlichen Formen und psych. Schulen den Rahmen hier bei weitem sprengen.

Wollte nur dieses „die Depressiven“ etwas differenzieren

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erholsam

Wollte nur dieses „die Depressiven“ etwas differenzieren

prima - sowas ist beim mitlesen zwischendurch mal richtig erholsam -

  • denn manchmal macht es hier den Eindruck eines erweiterten Esoterik-Forums: Einfach ungehemmt subjektv spekulieren…
    Daß es auch im Bereich Psychotherapie überprüfbares (und überprüftes) Wissen gibt
    und Erfahrung, die sich die Mühe macht, sich der Bestätigung zu unterziehen… das will einfach manchen nicht einleuchten…:smile:)

Gruß
M.G.

Hi Leute,

Ich moechte dich korrigieren, es ist der Eindruck EINIGER
Betroffener! Denn denke dass auch Menschen verschieden
reagieren koennen. Und was mich aergert, ist dass da manche
dieser Betroffenen Ihre Einstellung und Sichtweise als die
einzig wahre darstellen wollen!

die Betroffene, über die Lincoln sich geärgert hat, bin ich, mit dreißig, 35 Jahren Depressionserfahrung. Wenn jemand depressiv ist (und nicht nur schlecht gelaunt!) dann ist das Aufraffen unmöglich. Genauso könntest du einem Paranoiden sagen, er soll sich zusammenreißen und einsehen, dass er nicht verfolgt wird, oder einem mit Parkinson, er soll doch einfach die Hände ruhig halten.
In den christlichen Kreisen, aus denen Lincoln offensichtlich stammt, werden Depressionen als die Folge von Sünden bzw. eines schlechten Charakters betrachtet, und die „Therapie“ besteht in Vorwürfen und Beschimpfungen, eventuell gar einer „Teufelsaustreibung“. Jetzt will Lincoln unbedingt Bestätigungen, dass man mit Depressionen sehr wohl ganz normal leben könnte, wenn man sich nur ein bisschen zusammennehmen würde.
Für die Kranken ist das nicht nur furchtbar, es kann tödlich sein. Jeder Depressive ist überzeugt, grundschlecht und völlig nutzlos zu sein und schämt sich überhaupt zu existieren, und nach solchen Vorwürfen ist der schritt zum Selbstmord kurz.
Übrigens kann man es ganz leicht nachprüfen: Versucht einmal, drei Wochen fast nicht zu schlafen und dann „ganz normal“ zu leben. Schlafstörungen sich eine der bösesten Begleiterscheinungen einer Depression und sie allein genügen einen fertig zu machen.
Hier wird einfach ein ideologischer Streit auf dem Rücken von kranken Menschen ausgetragen, und das ärgert mich - nicht meinetwegen, sondern wegen der vielen Leidenden, die hier noch beschimpft werden.
lg,
bb
Lincoln

Vergiss bitte nicht dass auch

ich Erfahrungen mit Depression hatte(auch wenn es mir manche
nicht glauben wollen). Es wird so getan als ob es keine andere
Moeglichkeit gaebe hilflos liegenzubleiben, oder wass auch
immer…Ich finde diese Einstellung traurig weil Mann sich so
selber einschraenkt, anstatt ueber sich hinauszuwachsen.
Jawoll, auch stinknormale Menschen duerfen das.

Aus eigener Erfahrung weiss ich eben, dass auch bei mir beide
Verhaltensschemas moeglich sind, also Liegenbleiben x
Aufstehen!
Es haengt eben von der Entscheidung ab!
Natuerlich fluechten sich viele gerne in den Selbstbetrug und
sagen sich: ich kann nicht mehr/ich kann nicht anders.
Das hat den Vorteil dass Mann sich saemtlicher Verantwortung
entziehen kann und sich umso mehr in seine Depression
zurueckzieht.
Tatsaechlich gibt es fuer jeden Mensch eine Leistungsgrenze,
aber Mann stellt doch immer wieder erstaunt fest wieviel mehr
Mann eigentlich kann als zunaechst angenommen.

Es gibt einen Psychologen den ich besonders schaetze, und zwar
Viktor Frankl(Begruender der Logotherapie). Er war Jude und
verbrachte einige Jahre im KZ. Die Beobachtungen die er dort
machte haben ihn zur Begruendung dieser neuen Therapie
gefuehrt. Was er schreibt ist hoechst interessant, gerade weil
sich hier der Experte(Fachwissen) mit den praktischen
Erfahrungen (auch eigenen) auseinandersetzt! Sein Buch heisst
glaube ich „Die Suche nach Sinn“ oder so…lohnt sich zu
lesen!

Eines seiner Hauptfeststellungen ist gerade auch gewesen
wieviel Menschen zu leisten in Stande sind, gerade in so
Absurden Verhaeltnissen wie im KZ. Und er schrieb, dass es
selbst in sehr schwierigen und belastenden Umstaenden immer
die Moeglichkeit einer Entscheidung gab, trotzdem aufzustehen
und weiterzumachen.
Letztendlich ist es immer die persoenliche Entscheidung, und
genau so habe ich dass auch erlebt! Und zwar am eigenen Leibe!
Natuerlich nicht in den Dimensionen!

Ich will natuerlich niemanden richten, also wenn jemand
behauptet er koenne nicht mehr, muss ich ihn damit stehen
lassen. Aber mal ganz ehrlich, glaubst Du nicht auch dass Mann
sich da gerne selbst betruegt?

Und zuletzt moechte ich eben auch darum bitten in meiner
Sichtweise respektiert zu werden, und diese gruendet sich auf

a)Expertenaussagen(siehe Viktor Frankl)
b)eigenen Erfahrungen

Gruss Abe…

Hi,informier dich mal über die Möglichkeit der
Willensantriebe,
Willensanspannung und pathologisches Nicht Wollen können ,
usw.
Willensüberwindung usw. frag mal deine Behandler, ob du gemäß
deines Willens gesund bist, oder wie es mit der Willenskraft
steht, liegt die vielleicht auch im pathologischen ?
Gruß von Bill Clinton.

2 „Gefällt mir“

Wollte nur dieses „die Depressiven“ etwas differenzieren

prima - sowas ist beim mitlesen zwischendurch mal richtig
erholsam -

Ja, finde ich auch. Es ist ja ganz nützlich, wenn man von der Sache, über die man redet, zumindest ein bisschen was versteht.
gruß,
bb

Selektives Verstaendnis?
Hallo bb, wenn ich so Deine Antworten auf
verschiedene Artikel lese, habe ich das Gefuehl dass Du nur das herausliest was Du lesen willst. Vieles was Du z.B. schreibst habe ich SO gar nicht gesagt. Auch Deine anderen Postings zeigen einen Hang zum Polemisieren. Ich wuensche mir dass Du auch mal ehrlich und aufgeschlossen argumentierst, und anderen mal Gehoer gibst.

die Betroffene, über die Lincoln sich geärgert hat, bin ich,
mit dreißig, 35 Jahren Depressionserfahrung. Wenn jemand
depressiv ist (und nicht nur schlecht gelaunt!) dann ist das
Aufraffen unmöglich. Genauso könntest du einem Paranoiden
sagen, er soll sich zusammenreißen und einsehen, dass er nicht
verfolgt wird, oder einem mit Parkinson, er soll doch einfach
die Hände ruhig halten.

Ich habe nie gesagt, dass ein Depressiver alle Symptome seiner Krankheit zum Verschwinden bringen kann. Es geht eher um die Frage, wie stelle ich mich persoenlich zu der Krankheit?

In den christlichen Kreisen, aus denen Lincoln offensichtlich
stammt, werden Depressionen als die Folge von Sünden bzw.
eines schlechten Charakters betrachtet, und die „Therapie“
besteht in Vorwürfen und Beschimpfungen, eventuell gar einer
„Teufelsaustreibung“. Jetzt will Lincoln unbedingt

Nun, da taeuscht Du dich, denn ich bin zwar Christ, rechne mich aber nicht zu diesen Kreisen. Nebenbei bemerkt habe ich auch mit „Christen“ sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Du bist also nicht die Einzige…

Bestätigungen, dass man mit Depressionen sehr wohl ganz normal
leben könnte, wenn man sich nur ein bisschen zusammennehmen
würde.

Habe ich so nie gesagt.

Hier wird einfach ein ideologischer Streit auf dem Rücken von
kranken Menschen ausgetragen, und das ärgert mich - nicht
meinetwegen, sondern wegen der vielen Leidenden, die hier noch
beschimpft werden.

Nun, wie es aussieht werde ich hier vor allem beschimpft. Unter anderem suche ich ja hier gerade Expertenmeinung um festzustellen ob sich meine Sicht bestaetigen laesst oder nicht.

Gruss Abe

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