Was tun?

Von: , Frage gestellt am Sa, 27. Jan 2001

Hi zusammen,

ich habe lange nichts mehr von meiner ex gehört und im letzten Jahr doch mal wieder Kontakt zu ihr aufgenommen. Sie studiert zur zeit im Ausland und kam über Weihnachten nach Hause wo wir uns auch treffen wollten. Wir schrieben uns davor 1,5 Monate fast täglich Mails und als es zu dem treffen kommen sollte schrieb sie "Geht gerade nicht, bin krank - melde mich". Nichts passierte. Jetzt bekam ich aber mit, dass sie wohl völlig umsonst ins Ausland gegangen ist weil ihr das durch einen von ihr verursachten Formfehler nicht anerkannt werden kann. Sie sagte da mal was, dass da was "unklar" sei. Da ich mit ihr zusammen war weiss ich, dass sie das völlig (!) aus der Bahn geworfen haben muss. Und sie sich wohl deshalb nicht mehr bei mir gemeldet hat weil sie halt andere Sorgen hat. Ich habe mich auch nicht bei ihr gemeldet, weil ich dachte, dass sie keine Lust hat mich zu treffen - obwohl dies im Vorfeld ganz anders war. Sie hat sich richtig gefreut, dass wir wieder Kontakt haben. Ich weiss jetzt nicht, wie ich auf sie zugehen soll in dieser Situation. Ich würde mich halt gerne bei ihr melden. Soll ich so tun als ob ich von nichts weiss? Ich komme mir etwas blöd vor nach zig Wochen einfach so mal wieder "hallo" zu sagen obwohl ich weiss was Sache ist. Wie zeige ich ihr einfach nur, dass ich noch da bin? Ich will mich halt nicht aufdrängen aber auch den Kontakt nicht abreissen lassen.

Tips?

S.

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 7 Minuten hilfreich
    Re: Was tun?

    hi,

    meine persönlich meinung: denk nich lang drüber nach und kontaktiere sie telefonisch, wenn du da bock drauf hast.
    grüße, rushme

  2. Antwort von nach 5 Stunden 5 hilfreich
    Was ist klar, aber wie?

    Hi Sniper

    Eine ziemlich sensible Situation in der du da bist...
    Du fragst nach Tips? meine Perspektive dazu: die Situation ist sicher einfach zu entscheiden - aber nicht einfach zu realisieren... beides sagst du ja letztlich selbst bereits...

    Im Einzelnen: ... weil ihr das durch
    einen von ihr verursachten Formfehler nicht anerkannt werden
    kann. Sie sagte da mal was, dass da was "unklar" sei.
    Eine so wichtige Angelegenheit durch einen eigenen Fehler verpatzt zu haben, ist ja doppeltes Leid, weil die Beschämung dazukommt. Daß Beschämung dabei ist, zeigt die unklare Form, in der sie dir davon erzählte. Hier könnte man vermuten, daß sie (zunächst??) vermeiden wollte, dich wiederzutreffen, aber nicht, weils nicht geklappt hat, sondern weil sie dir ja auch erklären müßte, warum es nicht geklappt hat? Da ich
    mit ihr zusammen war weiss ich, dass sie das völlig (!) aus
    der Bahn geworfen haben muss.
    Wenn einen etwas völlig aus der Bahn wirft, braucht man Menschen, die nicht nur das Unglück nachvollziehen können, sondern solche, die auch begreifen, DASS es einen aus der Bahn wirft und denen gegenüber man sich in und mit dieser Verfassung obendrein vertrauensvoll outen kann. Da du ein solcher Mensch bist, dürfte die Entscheidung, daß du sie aufsuchst wohl klar sein....?

    Das Problem ist, wenn ich das richtig verstanden habe, daß du ihr nicht sagen kannst/willst, daß du es schon (offenbar von anderer Seite) erfahren hast? Und sie sich wohl deshalb nicht
    mehr bei mir gemeldet hat weil sie halt andere Sorgen hat.
    Vielleicht nicht nur wegen anderer Sorgen, sondern vielleicht ja auch ... siehe oben. Ich
    habe mich auch nicht bei ihr gemeldet, weil ich dachte, dass
    sie keine Lust hat mich zu treffen - obwohl dies im Vorfeld
    ganz anders war. Sie hat sich richtig gefreut, dass wir wieder
    Kontakt haben.
    Daraus können blitzschnell ganz tiefliegende Mißverständnisse entstehen, wenn man etwas (nicht) tut, weil man meint, der andere würde meinen, daß meint, daß der andere meint.... Ich weiss jetzt nicht, wie ich auf sie zugehen
    soll in dieser Situation. Ich würde mich halt gerne bei ihr
    melden.
    Also doch wohl 1. weil du sie eh treffen wolltest (sie dich ja auch) und 2. weil du weiß (oder vermutetst), daß sie jetzt jemanden wie dich gut begrauchen könnte... Soll ich so tun als ob ich von nichts weiss?
    Das ist das heikle an der Sache, ja. Aber es ist immer besser, offen zu sein, wenn die Offenheit den anderen nicht verletzt. Das kann aber hier nicht der Fall sein, denn sie weiß ja sicher, daß es mehr als eine Person weiß... oder hat sie es jemandem mit der Bitte der Verschwiegenheit verraten? Wenn nicht, ist es klar: nicht offen zu sein wäre in diesem Fall sogar unehrlich. Aber sie braucht Leute um sich jetzt, die ehrlich sind... Ich komme
    mir etwas blöd vor nach zig Wochen einfach so mal wieder
    "hallo" zu sagen obwohl ich weiss was Sache ist.
    Dann sag doch nicht nur hallo, sondern das, was Sache ist:
    ungefähr so (ich schreib das nur, weil du ja explizit Tips haben wolltest):

    "wir wollten uns ja treffen....
    hast dich nicht gemeldet...
    ich vermutete zuerst, daß es dir nicht so wichtig war...
    jetzt hab ich gehört, du hast Pech gehabt...
    falls DAS der Grund war, daß du dich nicht gemeldet hast, dann finde ich, daß es vielmehr ein Grund MEHR ist, uns wiederzutreffen... " ihr einfach nur, dass ich noch da bin? Ich will mich halt
    nicht aufdrängen....
    Das letztere läßt sich vermeiden, indem du es ihr sagst...
    "ich will nicht den Eindruck erwecken, daß ich mich aufdränge.. aber da ich dich kenne, weiß ich, wie dir zumute ist... also, wenn du willst.... und wenn du nicht willst, dann sollst du zumindest wissen: ich bin (für dich) da - und zwar nicht nur, wenn es dir gut geht!"

    So ungefähr könnte es aussehen, wenn du ihr schreiben würdest (also monologisch). Wenn du mit ihr telefonierst, wird sich das natürlich ändern, je nachdem, wie sie zwischendurch reagiert...logo.

    Viel Glück
    Grüße
    M.G.

  3. Antwort von nach 9 Tagen hilfreich
    Re: Was tun!!!

    deine bedenken sind doch nur die angst, zurückgewiesen zu werden.
    und diese existiert nur in deinem kopf.
    da ist ein mensch, welcher deine hilfe offensichtlich braucht.
    und du grübelst, statt zu helfen.
    hilfe heisst nicht, eine lösung zu finden, sondern dazusein und zuzuhören.
    strubbel

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