Sport-Euphorie

Von: , Frage gestellt am So, 31. Okt 1999

Hallo Experten,

wer kann einen (oder zwei) Gründe für unsere Euphorie bei Sportereignissen nennen? Ich denke da z. B. an Fußball. Wenn ein Tor fällt, johlen alle, als wären sie alle Sorgen auf einmal los. Oder Formel 1. Wenn Schumi verliert, sind alle seine Fans am Boden zerstört und möchten am liebsten nicht mehr leben.
Warum ist das so?

mfg
Martin

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Sport-Euphorie

    Hi Martin,

    also ich habe mir diese Fragen auch schon gestellt, und bin zu dem schluss gekommen, das es meist die eher unsportlichen sind und die ohne eigenes angagement (uiii, schreibt man das so?), einfach die zugucker, und die identifizieren sich eben mit ihren "Helden". verliert der held nun, ist es fast eine eigene niederlage und die tut dem zuschauer mehr weh, als dem der wohl verliert.
    klingt paradox, aber anders erscheint mir das nicht schlüssig.
    ich sehe zb leute, die sich das auch ansehen, aber eigen ausgeführte interessen auch noch haben (eben nicht nur die zugucker), und denen macht es nicht so viel aus.
    den körperlichen schmerz scheinen nur die nichtaktiven zu fühlen.
    ist auch ein bisschen so bei den "mnegastars" die angebetet werden, und wo dich die mädels die hemden vom leib reissen....

    gruß

    sonja [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
      Re^2: Sport-Euphorie

      Hi Sonja,

      Engagement<== so schreibt man das (war nur das A am Anfang falsch). Die Theorie ist gar nicht ohne. Hast du was dagegen, wenn ich's weitergebe? Ich sag auch, dass sie von dir kommt.

      mfg
      Martin

      • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
        Re^3: Sport-Euphorie

        Hi Martin,

        mein geistiges "eigentum" ist für alle da, sofern sie was damit anfangen können ;-}
        musst nicht sagen das es von mir kommt, kannst es aber tun.

        gruß

        sonja [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Sport-Euphorie

    Hallo,

    Sonjas Antwort zeigt mal wieder, daß eine der großen Freuden der Motivationspsychologie darin besteht, mit Verhaltenserklärungen subtile Beleidigungen auszusprechen.

    Ich kenne eine Erklärung, die etwas neutraler ist. Möglicherweise handelt es sich beim Interesse für den Sport, den andere betreiben, um leistungsthematische Ersatzhandlungen. Die leistungsthematischen Handlungen anderer (also Erfolg anzustreben, sich dafür zu bemühen, Lob zu bekommen etc.)sind zwar nicht ganz so befriedigend wie eigenes Handeln, aber eben besser als nix. (Auch diese Erklärung läßt sich als subtile Beleidigung verwenden, wenn man unterstellt, daß es wohl vor allem die Erfolglosen sind, die besonders involviert sind, denn wer ständig Erfolge hat, braucht wohl keine Ersatzhandlungen).

    Was die Stärke der Emotionen angeht, spielt es möglicherweise eine Rolle, daß solche Sportereignisse zu den wenigen Situationen gehören, wo der Ausdruck starker Emotionen völlig akzeptabel ist. In den meisten Lebensbereichen ist es angemessen, sich mit seinen Emotionen ziemlich zurückzuhalten. Sportereignisse wären dann sowas wie Reservate für Emotionalität. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!