Antwort von
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Re: Sport-Euphorie
Hallo,
Sonjas Antwort zeigt mal wieder, daß eine der großen Freuden der Motivationspsychologie darin besteht, mit Verhaltenserklärungen subtile Beleidigungen auszusprechen.
Ich kenne eine Erklärung, die etwas neutraler ist. Möglicherweise handelt es sich beim Interesse für den Sport, den andere betreiben, um leistungsthematische Ersatzhandlungen. Die leistungsthematischen Handlungen anderer (also Erfolg anzustreben, sich dafür zu bemühen, Lob zu bekommen etc.)sind zwar nicht ganz so befriedigend wie eigenes Handeln, aber eben besser als nix. (Auch diese Erklärung läßt sich als subtile Beleidigung verwenden, wenn man unterstellt, daß es wohl vor allem die Erfolglosen sind, die besonders involviert sind, denn wer ständig Erfolge hat, braucht wohl keine Ersatzhandlungen).
Was die Stärke der Emotionen angeht, spielt es möglicherweise eine Rolle, daß solche Sportereignisse zu den wenigen Situationen gehören, wo der Ausdruck starker Emotionen völlig akzeptabel ist. In den meisten Lebensbereichen ist es angemessen, sich mit seinen Emotionen ziemlich zurückzuhalten. Sportereignisse wären dann sowas wie Reservate für Emotionalität.
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