Lachtherapie

Von: , Frage gestellt am Mo, 23. Aug 1999

Warum eigentlich immerzu heulen als Befreiung - auf Lachen hätte ich Lust.

Hat schon mal jemand Erfahrungen gemacht mit einer Lachtherapie bzw. auch nur einem Workshop????
Gibt es vielleicht sowas im Raum Berlin?

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Lachtherapie

    Hallo Jana,

    eigene Erfahrungen mit der provokativen Therapie habe ich leider noch nicht gesammelt.
    Ich kann Dir aber einen Tip geben, im Oktober ist Frank Farrelly, der Begründer
    der provokativen Therapie in Köln und
    hält dort einen Workshop ab.
    In welchen Städten er noch ist weiß ich leider nicht.
    Du kannst aber, z.B. bei AltaVista mal den
    Namen Farrelly eingeben, da wirst Du dann
    sicherlich erfahren, ob er noch in anderen Städten ist.

    liebe Grüße [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
    Re: Lachtherapie

    Hallo,
    Ich melde mich aus Wien, weil ich mich seit mehr als einem Jahrzehnt mit Lachen und Weinen befasse und darüber wissenschaftlich gearbeitet habe.
    Ich bin, kurz gesagt, zu drei Thesen gelangt:
    1. Lachen/weinen sind ein und dasselbe Zwillings-Phänomen, das in unserer Kultur nur unterschiedlich besetzt (wahrgenommen, bewertet) wird
    2. Lachen/Weinen sind angeborene Muster
    3. Lachen/Weinen haben endokrinologische Effekte, die das Immunsystem (über Interleukine und Interferone) beeinflussen, sowie über bestimmte Bahnen mit dem limbischen System (Emotionen) kommunizieren.
    (Ich bitte die skelettierte Darstellung zu verzeihen).
    Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich dem Lachen/Weinen zu nähern, auch die, Kurse zu besuchen, wenn die von Fachleuten angeboten werden. NLP Trainer etc. bieten sicherlich auch diesen aktivierten Zustand in ihrem Programm an. Ich nicht.
    Meiner Erfahrung nach, ist es auch günstig, sich den Wurzeln des Lachen- und Wienenkönnens zu nähern. Das geht ganz gut. In berlin weiß ich darüber allerdings niemanden, außer vielleicht den derzeit in Berlin lebenden Österreicher Univ.-Professor Dr. Wolfgang Berner, Psychioatrische Klinik, 4.KE Martinstraße 52, bin aber nicht sicher, ob der sich mit der Materie vertieft auseinandergesetzt hat.

    Für Fragen stehe ich gerne wie immer kostenlos zur Verfügung, biete aber, wie gesagt, aus bestimmten Gründen keine Lach-Therapie an.

    Dr. V. Ellmauthaler

    http://members.magnet.at/dr.ellmauthaler/
    mailto: [E-Mail-Adresse entfernt] [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Lachtherapie

    Hallo Jana

    Es ich kenne vom Lesen her die provokative
    Therapie, die mit "sich selbst auf den Arm nehmen arbeitet". Ein Therapeut der damit arbeitet muß aber ein sehr feines Gespür für den Humor seines Klienten haben damit die
    Provokationen nicht in die Hose gehen.

    eine andere Therapie-Richtung die es wichtig
    nimmt in einem sogenannten resourcevollen
    Zustand zu sein ist NLP

    (neuro-linguitsisches Programmieren)

    Wenn man eine NLP-Therapie macht sollte man es aber nur bei jemandem machen der außer NLP auch noch eine andere "klassiche" Psychotherapie-Ausbildung hat
    (Psychoanalyse, Gesprächstherapie oder
    Verhaltenstherapie)

    Es gibt eine Menge "NLP-Practitioner" die
    im buissenes-Bereich "alles ist möglich in kürzester Zeit" versprechen.
    Das ist natürlich Quatsch !

    Das können richtige Technokraten sein, die zwar die NLP-Techniken beherrschen aber ihre
    eigenen Probleme noch nicht auf der Reihe
    haben. So jemand ist als Therapeut völlig ungeeignet.

    NLP legt großen Wert darauf das man nicht
    in einen tiefunglücklichen Zustand abgleitet

    In so einem Zustand bekommt man keine
    Ideen wie man seine Probleme lösen kann.
    Und man ist wenig in der Lage negative
    Eigenschaften an einem Selbst anzusehen

    Aber in einem ressourcevollen Zustand
    kann man das meist recht gut.

    Damit das noch besser geht gibt es im NLP
    eine schöne Technik: Finde die passende Situation.
    Für jedes Verhalten gibt es eine Situation
    in der es angemessen ist. Selbst schreien
    und wild um sich schlagen kann in der
    entsprechenden Situation richtig sein (etwa
    wenn man vor einer Disco angemacht wird und
    Hilfe braucht)

    Jedes Verhalten ist eine Fähigkeit.

    Wenn man die passende Situation gefunden hat
    kann man sich darüber freuen das man dieses Verhalten im seinem Repertoire hat:

    "Gut das ich das kann !"

    Unter Umständen macht es manchmal tatsächlich Sinn tieftraurig zu sein
    um etwas zu verarbeiten.

    Aber auch hier ist der NLP-Therapeut gehalten seinen Klienten aus einem
    "superschlechtdrauf"-Zustand nach Möglichkeit wieder herauszuholen.

    Grundlage der Arbeit ist auch, das der Klient, wenn ihm etwas zu bunt wird, jederzeit unterbrechen darf.

    such einfach mal mit dem Stichwort NLP
    im web

    wahrscheinlich wirst Du eine Menge finden

    Schwarze Schafe gibt es überall.
    Wenn jemand wirlkich seriös ist, sagt er offen was er für einen Hintergrund hat (welche sonstigen Ausbildungen) und
    bietet ein KOSTENLOSES Kennelerngespräch an.

    Man sollte aber eine Therapie nur bei jemanden beginnen zu dem man Vertrauen fassen kann. Wenn man ein komisches Gefühl
    hat lieber noch ein paar Kennenlerngespräche
    führen


    viele Grüße

    Stefan Ludwig

    P.S.: wenn Du noch weitete Fragen hast:
    schreib ne email [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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