Psychologie heute

Von: , Frage gestellt am Mo, 26. Jul 1999

Hallo,Ihr lieben
Ich bin erst neu dabei. Ich arbiete in der Psychiatrie, bin gelernte Krankenschwester und habe Psychotherpie studiert. Wenn Ihr Fragen habt, werde ich mich bemühen diese zu beantworten.
Bis dann Nicole

27 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Re: Psychologie heute

    Hallo,Ihr lieben
    Ich bin erst neu dabei. Ich arbiete in der
    Psychiatrie, bin gelernte Krankenschwester
    und habe Psychotherpie studiert.
    die "psychotherapie" kann man nicht studieren, man sucht sich aus den vielen schulen, welche sich oft gegenseitig widersprechen ! , meist eine schule aus.
    welche der vielen psychotherapierichtungen hast du denn kennengelernt?
    mfg - george

    • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
      Re^2: Psychologie heute

      Hallo,Ihr lieben
      Ich bin erst neu dabei. Ich arbeite in
      der
      Psychiatrie, bin gelernte
      Krankenschwester
      und habe Psychotherpie studiert.

      die "psychotherapie" kann man nicht
      studieren, man sucht sich aus den vielen
      schulen, welche sich oft gegenseitig
      widersprechen ! , meist eine schule aus.
      welche der vielen psychotherapierichtungen
      hast du denn kennengelernt?
      mfg - george
      Hallo,George
      Du scheinst etwas schlecht informiert zu sein. Den Studiengang Allgemeine Psychotherapie gibt es. Wenn Dich dieses Fachgebiet etwas näher interessiert, dann informiere Dich im Institut für Pädagogische und Psychologische Förderung in Saarbrücken. Da ich schon seit 8 Jahren in einer Sozialpsychiatie arbeite, verfüge
      ich über einige Kenntnisse in z.B.:
      - Gestaltherapie
      - Psychoanalyse
      - Kognitive Therapie
      - NLP
      - Verhaltenstherapie
      - Hypnose
      In der Praxis sieht es so aus, daß man eher
      eine Mischtherapie bevorzugt.
      Wenn Du noch weitere Fragen hast, mail mir.
      Bis dann Nicole

      • Antwort von nach 9 Tagen hilfreich
        Re^3: Psychologie heute

        liebe nicole, ich bin selbst dipl.-psych psychotherapeut (klientenzentrierte therapie nach ROGERS)und dozent für psychologie. von den von dir genannten schulen lehne ich die VT - wozu ich auch die kognitive therapie und das unsägliche NLP zähle - weitgehend ab. auch die psychoanalyse ist wohl auf dem rückzug (siehe USA). von der gestalttherapie weiss ich zu wenig, Fritz Perls ist mir jedoch als person unsympathisch.
        aber ganz richtig ist: in der zukunft wird sich wohl ein eklektizistischer ansatz in der psychotherapie durchsetzen, also ein "best of" verschiedener schulen.
        mfg - george

        • Antwort von nach 12 Tagen hilfreich
          Re^4: Psychologie heute

          Hallihallo,

          ein Satz von Ihnen hat mich doch sehr verwundert!:
          von der gestalttherapie weiss ich zu wenig, Fritz Perls ist mir jedoch
          als person unsympathisch.
          Seit wann macht man Forschungsergebnisse oder das, was ein Einzelner zu einem speziellen Gebiet beigetragen hat von der Person abhängig?
          Selbst wenn jemand super arrogant ist, kann man dann sein Wissen ablehnen?
          Das stimmt mich skeptisch...muss ich mir in Zukunft darüber Gedanken machen, dass ich einen Psychologen nach seiner Person beurteilen sollte und nicht nach dem, was er kann?
          Ich komme zwar eher aus der künstlerischen Ecke, aber mir gebe es sehr zu denken, wenn ich die Kunst eines Leonardos ablehnen würde, nur weil mir seine Person nicht passte und ganz darüber hinaus das vergessen würde, was er für den heutigen künstlerischen Stand geleistet hat.
          Beurteilung nach der Sympathie einer Person...ist das eine neue Richtung, die in Zukunft auch bei Psychatern zu erwarten ist?
          Bedeutet das für die Patienten, dass sie sich erst einmal selbst helfen müssen, da sie in ihrer oft hilflosen Lage zunächst erst einmal herausfinden müssen, ob der Psychater Empathie für sie hat?...aber das ginge wohl zu weit.
          Doch, noch eine Frage: gehen Sie als Dozent auch so mit Ihren Studenten um? Wer Ihnen nicht sympatisch ist - egal welche Leistung er erbiringt - fällt durch? Damit wären Sie einer der ersten, der einmal zugeben würde, wie es wirklich im studentischen System abgeht...

          MfG

          Kimmy

          • Antwort von nach 15 Tagen hilfreich
            Re^5: Psychologie heute

            liebe corinne,
            hier ging es nicht um die beurteilung eines maurers oder lagerarbeiters, sondern um einen menschen, der eine psychotherapierichtung entwickelt hat. und in der psychotherapie geht es um die beziehung von zwei menschen. untersuchungen haben nun ergeben, dass eigentlich weniger die jeweilige therapieform, sondern eben das gelingen dieser beziehung "therapeut-klient" die entscheidende variable für den erfolg einer therapie ist. ROGERS nennt als grundbedingung für eine gelingende therapie folgende eigenschaften des therapeuten: Wärme, Einfühlungsvermögen und Ehrlichkeit. wenn man nach einigen therapiestunden keine positive emotionale beziehung zu seinem therapeuten aufbauen kann, kann man die therapie vergessen! sofort den therapeuten wechseln! ROGERS war ein äusserst liebenswerter, den menschen zugewandter therapeut. PERLS war ein zyniker und arrogant. so eine persönlichkeit kann meiner ansicht nach keine therapieform entwickeln, die eine positive zuwendung zum mitmenschen fördert. wenn ich zb. von einem pädagogen wüßte, dass er extrem grausam zu seinen kindern war (siehe zb herrn SCHREBER), dann würde ich mich auch nicht näher mit seiner erziehungsform beschäftigen geschweige denn diese .
            also - nur wenn es um soziale beziehungen geht, schließe ich von dem "kreativen" auf sein werk. herr daimler mag zb ein arschloch gewesen, dennoch würde ich heute eines seiner produkte kaufen.
            ich hoffe, mich verständlich gemacht zu haben.
            mfg - george

            • Antwort von nach 16 Tagen hilfreich
              Re^6: Psychologie heute

              klar, dass rogers ein liebenswerter therapeut war, der versucht war, die von ihm aufgestellten hinreichenden und notwendigen bedingungen für eine konstruktive persönlichkeitsveränderung in einer psychotherapie namens empathie, , unconditional postive regard und kongruenz umzusetzen, klar ist auch, dass perls wohl eher arrogant war (habe ich ja bereits in meinem vorherigen schreiben erklärt - habe zwar nicht viele kenntnisse in dem bereich, aber doch ein wenig) - darum geht es auch im prinzip nicht, einfach ein paar zeilen weiter in meinem letzten kommentar lesen, dann wissen sie, um was es mir eigentlich ging. theorien der gesprächspsychotherapie, ihre vertreter und charaktereigenschaften müsssen sie mir nicht aufführen.
              aber alles kann man eben nicht vom hörensagen beurteilen. so entstehen vorurteile...ich werde mich davor hüten, ob perls oder wer auch immer so oder so war, da habe ich nun wirklich zu wenig psychologische kenntnisse
              nur, denke ich, man darf nicht pauschalisieren, lesen sie doch einfach mal die anderen kommentare zu diesem punkt durch. dann wissen sie, um was es eigentlich geht.
              aber das führt zu weit und ich muss ihnen ehrlich gestehen, ich habe das gefühl, dass sie eh nur das sehen und verstehen wollen, was sie möchten, ich hoffe aber sehr das täuscht nur! von demher lasse ich es hiermit gut sein und wünsche ihnen viel spass mit ihrere lebenseinstellung :-))-ist ernst gemeint, nicht ironisch!
              jedem die seine!
              Gruß Corinne

            • Antwort von nach 16 Tagen hilfreich
              Re^7: Psychologie heute

              liebe corinne,
              natürlich ist es eine plattitüde: alle wahrnehmung ist subjektiv - daher meine natürlich auch. dennoch versuche ich, mich menschen und themen möglichst (!) vorurteilsfrei zu nähern.
              dass du mir viel spaß wünscht, dafür danke ich dir. der kommt mir bei meiner arbeit für meine mitmenschen aber leider oft abhanden. durch die ehrenamtliche mitarbeit in einem behindertenclub engagiere ich mich zb gegen die vorurteile gegenüber behinderten und bin ebenso ehrenamtlich bei amnesty international aktiv. wenn man besonders bei der arbeit mit folteropfern erlebt, was menschen menschen antuen können, kann einem schon der spass vergehen.
              mfg - george

            • Antwort von nach 16 Tagen hilfreich
              Re^8: hm...

              ist das leben nicht viel zu kurz, um den schlechten dingen nachzuhängen? der mensch bleibt leider immer ein wesen, was nicht perfekt ist, subjektiv und ungerecht und das leider viel zu oft. ich denke es ist schwer, die kunst der empathie und der wertschätzung zu beherrschen ohne sich nicht selbst mit dem leid der menschen zu identifizieren und dann ist es durchaus verständlich, dass einem der spass verloren geht, dass man mitleidet. um so wichtiger denke ich, dass man sich immer wieder bewußt macht, dass man noch eine eigene person ist, mit eigenen empfindungen. so wichtig die hilfe für menschen ist, darf man sich dabei aber selber nicht aufgeben oder zu "sehr" mitleiden. ich wünsche ihnen wirklich, dass sie die möglichkeit haben, sie selbst zu sein und in dieser erfahrung kraft finden, für andere da zu sein und damit wieder spaß!!!
              Grüße von Corinne

            • Antwort von nach 16 Tagen hilfreich
              Re^9: hm...

              thank you, corinne! aber ich glaube, es gelingt mir ganz gut, zwischen falsch verstandenem "mitleiden" und anteilnahme zu unterscheiden. besonders in der freizeit, beim zusammensein mit meiner freundin, beim schwimmen, oder beim kinogehen gelingt es mir, abzuschalten und auch die sonnenseiten des lebens zu geniessen.
              und noch eins: du kannst ruhig sie zu mir sagen! oder umgekehrt - oder wie?
              (kleiner beweis dafür, dass ich auch ein toller spassvogel bin!)
              mfg - george



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