IQ - Test trainierbar ???

Von: , Frage gestellt am Do, 20. Sep 2001

Ich hatte letztens eine Diskussion mit einem Freund, in dem es um die Frage ging, ob und vor allem , in welchem Maße das Abschneiden bei einem Test zur Allgemeinen Intelligenz trainierbar ist. Ich meine also einen Test mit Aufgaben aus unterschiedlichen Spektren wie räumlich visuelles denken, Sprachliches Denken, Merkfähigkeit usw., die einander ergänzen.
Wir hatten speziell über den IQ Test bei Rtl gesprochen (80 Aufgaben).

Ist eine Schwankung von mehr als 10 Punkten leicht möglich oder weit hergeholt?

Herzlichen Dank :)

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: IQ - Test trainierbar ???

    Hallo, Wir hatten speziell über den IQ Test bei Rtl gesprochen (80
    Aufgaben).
    den kenne ich leider nicht. Ist eine Schwankung von mehr als 10 Punkten leicht möglich
    oder weit hergeholt?
    Grundsätzlich sind Schwankungen von mehr als 10 Punkten möglich - das hängt von der Qualität des Tests ab - auch von der Tagesform. Grundsätzlich ist es zumindest sinnvoll, die Denkmethode durch ein wenig Übung vorher zu trainieren. Dann weiß man schon, was einen erwartet, und ist nicht gänzlich überrascht.

    Bei den seriösen Tests ist eine Abweichung von mehr als 10 Punkten unwahrscheinlich. Ich habe im Laufe meines Lebens mehrere verschiedene seriöse Tests gemacht, und die Ergebnisse waren alle ähnlich, d. h. eine so große Abweichung ist nicht zu erwarten - wenn der Test gut ist.

    Herzliche Grüße

    Thomas Miller

  2. Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
    Intelligenz im Test

    Hi

    ja, die einzelnen Komponenten von Tests, die einen IQ ermitteln, sind trainierbar. Wenn Du Dich einige Wochen vorher daranmachst, alle Komponenten fleißig zu üben, vor allem auch mit der Stoppuhr, kannst Du den ermittelten IQ steigern. Wieviel allgemein, weiß ich nicht. Aber 5-8 Punkte ist sicher.

    Nur zur Information: IQ-Tests "messen" exakt das, was eben durch sie definiert wird. D.h. was Du ermittelst, ist nicht unbedingt das, was man sonst auch unter Intelligenz versteht, sondern es müßte genauer heißen "durch IQ-Test ermittelter Leistungs-Wert von etwas, das per Testdefinition 'Intelligenz' genannt wird". Zur Intelligenz könnte man ebenso ganz andere Fähigkeiten zählen (was viele auch tun), wie z.B. die Fähigkeit, sich in völlig unbekannten gesellschaftlichen Szenarien schnell zurecht zu finden, bzw. oder die Fähigkeit, Konflikte zu deeskalieren, Mißverständnisse schnell erkennen, Sachverhalte unmißverständlich (und an einen Frager angepaßt) erklären - also alles, was man heute unter sozialer Kompetenz, kommunikativer Kompetenz und dialogischem Verhalten versteht.

    Ganz abgesehen von anderen spezifischen Arten von Intelligenz, wie sie z.B. in den Künsten ein Rolle spielen... Auch die seit einiger Zeit in die Literatur eingeführte "emotionale Intelligenz" darf ruhig dazu gezählt werden. Wir hatten speziell über den IQ Test bei Rtl gesprochen (80
    Aufgaben).
    Dieser Test war ein Spiel und er war nicht auf Validität getestet. Das hat der Testmacher auch selbst gesagt. Im Übrigen müssen IQ-Tests ja geeicht werden: D.h. es muß festgelegt werden, welche Werte den IQ=100 festlegen (meist ein Bevölkerungsquerschnitt) und er muß metrisiert werden: d.h. es muß definiert werden, was genau eine Stufe von 1 bedeuten soll.

    Der RTL-Test wurde aber erst während der Auswertung geeicht, und zwar auf die Internet-Teilnehmer. Deren IQ dürfte nach unserer Schätzung ca. 8-10 Punkte höher liegen als der Bevölkerungsquerschnitt. Zu Deinem Trost darfst Du Dir also guten Gewissens zu Deinem Ergebnis ein paar Punkte dazugeben.

    Außerdem weiß man (zumindest) von den Studioteilnehmern, daß auch sie vorher trainiert haben...

    Gruß
    Metapher

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