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Re: Es kann nur einen geben...



Hi Harald
Um mal eine Metapher zu gebrauchen, oder ist es vielleicht gar keine?
*smile* Metapher ist aber ganz ehrlich noch keine 250 Jahre alt
Ich finde den Artikel und die Herangehensweise von Mina sehr interessant
klar - es ist ein interpretatorischer Ansatz und die Schulrichtung, aus der er kommt ist ja auch sichtbar.

Aber es ist ein wesentlicher Unterschied, ob man über eine Selbstäußerung eines anderen ein Gespräch mit Kollegen macht und Vermutungen anstellt, um was für ein Phänomen es sich handeln könnte, oder ob man mit der Person selbst im Gespräch ist:
Du weißt ja selbst, daß in allen ernstzunehmenden psychotherapeutischen Verfahren der Zeitpunkt, wo man dem Klienten Deutungsansätze oder Denkwege vorschlägt, extrem sensibel gewählt werden muß - und das auch nur innerhalb eines therapeutischen Prozesses und auf keinen Fall aber bereits während der notwendigen probatorischen Gespräche, in denen ja erst sondiert wird, welche Art von Problematik 'dahinter'liegen könnte. Und dies hier, was wir hier bestenfalls machen (können), hat bei Weitem nicht einmal die Qualität eines probatorischen Gesprächs.

Psychologisches Wissen und Wissen über therapeutische Verfahren allein genügt eben nicht, um Interventionen zu machen (und auch Vorschläge für Eigendeutungen und Umgangsweisen mit sich selbst sind hier Interventionen). Jahrelange Erfahrungen mit einem 2CV befähigen einen noch nicht, einen Lamborghini über die Kreuzung zu steuern, ohne Schaden anzurichten. Und das, wovon Jens berichtet, ist etwas anderes als eine Liebeskummerbewältigungsanfrage im L&L-Brett.

Deshalb sehe ich
und hilfreich
keineswegs - sondern ganz im Gegenteil (in diesem Fall besonders den Vorschlag für meditative Verfahren!)
Ich habe nicht den Eindruck, daß sie etwas exklusives oder ausschließendes geschrieben hat.
Das ist richtig. Aber - wie gesagt - auch ein überschneller Vorschlag eines Deutungsverfahrens, insbesondere ohne Vorwissen über weitere Lebensdaten und - umstände des anderen, kann wichtige ggf. zukünftige therapeutische Prozesse blockieren, oder, falls es blind und zufällig ein Volltreffer wäre, Ängste auslösen (diese Gefahr bestand hier zwar nicht, aber das konnte man vorher nicht wissen).

.. und ich habe auf Minas verständlichen Protest nicht mehr geantwortet, um ihren eigenen Dialog mit Jens nicht zu stören.

Grüße
Metapher
> Artikelbaum anzeigen

Re^2: Es kann nur einen geben...;-)))


zugegebenermaßen amüsiert mich Euer Dialog....
hd *inerwartungaufmehr*

wobei, Harald, jetzt bist Du dran...: ich auch schon den Gedanken hatte, methapher ist der/das Größte, hi hi, aber dann
kommt irgendwo ein unscheinbares Thema und ups, er weis es.
wir sollten dies neidlos hinnehmen...:-)))

LG




Nicht immer, aber ...


Hi Dilarah,

Auch wenn es mir in den Finger juckt, um ...werde ich einen Teufel tun, um hier einen Grabenskrieg anzuzetteln.

An gegebener Stelle, werde ich mich mit Sicherheit zu Wort melden.

MfG Harald

Re^2: Es kann nur einen geben...


Hi Metapher,

Ich denke, daß du dich und im allgemeinen Psychotherapie viel zu Ernst nimmst. Ich mache es nicht mehr so oft, aber dennoch kann ich mitunter nicht wiederstehen, Klienten/ Menschen zu unterschätzen. Ich bin froh, wenn ich es merke oder wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, daß ich dabei bin mir den Kopf eines anderen, zu zerbrechen.

Mir scheint, daß du bei all deinem Wissen und Theorien dich als Mensch und damit auch den Klienten, aus den Augen verlierst?!

Ich wünsche dir mehr Mut an die Kraft und Energie der Klienten zu glauben.

MfG Harald

Re: Mord in Gedanken!!!


Hi Jens

ich kann deine Bilder nicht deuten, aber vielleicht du selbst:

Ich kann dir nur mit ein Verständnisrückfragen dienen:
Seit ich denken kann
Seit wann ist das also?
Ich sehe mich mit einer Waffe in der Hand
Was ist das genau für eine Waffe?
Kennst du diese Waffe tatsächlich "seit du denken kannst"?
Hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?
Ich bin mir sicher, dass ich das, was ich in meinen Gedanken tue, aus reiner Selbstverteidigung tue, weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was????
Warum schreibst du "Selbstverteidigung" fett? Ist es dir besonders wichtig, das zu erwähnen?
Wenn du dir so sicher bist, warum schreibst du im Titel des Postings "Mord"?

Was genau geschieht beim "abdrücken"?
Welche Folgen hat das "abdrücken"?

Siehst du in deine folgenden Sätzen einen Widerspruch?
Hatte das ja immer als normal abgestuft, keine Beachtung geschenkt
Aber solche Gedanken können trotzdem nicht normal sein
Was gibt dir Anlaß zu der Vermutung, daß das "nicht normal sein kann"?

Also: wenn du wirklich Lust hast, "der Sache auf die Spur zu gehen", dann können wir es gerne mal auf diesem Wege versuchen.. natürlich nur soweit, wie du es hier im Forum machen möchtest. Wenn du Lust hast, dich auf die Fragen einzulassen, dann tu es bitte im Einzelnen, so, wie sie da stehen...

Grüße
Metapher

Re^2: Mord in Gedanken!!!


Hallo, erst mal Danke für deine Hilfe, ich werd mal versuchen deine Fragen zu beantworten...
Seit ich denken kann
Seit wann ist das also?
Ich bin bescheide 17 1/2 Jahre... dieses Bild sehe ich seit ca. 10 Jahren vor mir...Aber das Bild war nicht immer das Gleiche... - sorry, war schlecht formuliert
Ich sehe mich mit einer Waffe in der Hand
Was ist das genau für eine Waffe?
Kennst du diese Waffe tatsächlich "seit du denken kannst"?
Hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?
Ja, ich kenne diese Waffe und sie hat sich nicht verändert! Es ist eine schwarze Pistole!
Ich bin mir sicher, dass ich das, was ich in meinen Gedanken tue, aus reiner Selbstverteidigung tue, weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was????
Warum schreibst du "Selbstverteidigung" fett? Ist es dir
besonders wichtig, das zu erwähnen?
Wenn du dir so sicher bist, warum schreibst du im Titel des
Postings "Mord"?
Ja, es ist mir wichtig es zu erwähnen! Nicht allein, weil ich Angst habe, in meinen Gedanken wirklich einen Mord zu begehen, sondern weil das Gefühl, bedroht zu werden, für mich sehr reel erscheint und die Tat als dessen Folge begehe (so denke ich zumindest, kann es nicht 100% sagen - möchte einen Mord also nicht ausschließen, es erscheint mir nur unwahrscheinlich)!
Was genau geschieht beim "abdrücken"?
Welche Folgen hat das "abdrücken"?
Das ist ja das Problem... Ich sehe jemand am Boden liegen, er versucht aufzustehen, d.h. richtet seinen Oberkörper auf und ich drücke mit Entschlossenheit ab... Aber dann ist nichts mehr, ich weiß nicht wie die Folgen sind, ich weiß auch nicht wer das am Boden war, ich hab einfach kein Gesicht vor mir...
Siehst du in deine folgenden Sätzen einen Widerspruch?
Hatte das ja immer als normal abgestuft, keine Beachtung geschenkt
Aber solche Gedanken können trotzdem nicht normal sein
Was gibt dir Anlaß zu der Vermutung, daß das "nicht normal
sein kann"?
Ich dachte immer, dass solche Gedanken normal sind bei Kindern... dass sowas wieder verfliegt! Kann auch damit leben, dass ich diese Gedanken ab und zu hab, aber wie schon gesagt, wird das Bild immer konkreter und ich fühle mich durch irgendwas bedroht, kann aber beim besten Willen net sagen durch was - und das halte ich für "nicht normal"
Also: wenn du wirklich Lust hast, "der Sache auf die Spur zu
gehen", dann können wir es gerne mal auf diesem Wege
versuchen.. natürlich nur soweit, wie du es hier im Forum
machen möchtest. Wenn du Lust hast, dich auf die Fragen
einzulassen, dann tu es bitte im Einzelnen, so, wie sie da
stehen...
Ich hoffe das war ok so, ich hab versucht die Fragen ehrlich zu beantworten... Vielleicht kannst du mir ja helfen bzw. einen Rat geben!

Danke, JENS!

Re^3: Mord in Gedanken!!!


Hi Jens

schön, daß du geantwortet hast und zu deinem vorletzten Satz nehm ich mal was vorweg:
Ich hoffe das war ok so
ja, natürlich... prima!
ich hab versucht die Fragen ehrlich zu beantworten...
Indianerehrenwort - logo

Aber ich hab, was du dir vielleicht denken kannst, noch ein paar Fragen...

..........
dieses Bild sehe ich seit ca. 10 Jahren vor mir
ok - dann warst du also ca 7 als es - nach deiner jetzigen Erinnerung - zum erstenmal auftauchte

Daß das Bild traumartigen Charakter hat, ist dir sicher längst aufgefallen, oder?
Kannst du ein wenig beschreiben, wie es dir im Tageslauf auftaucht? Also z.B. ist es unabhängig von dem, was du gerade tust? oder hast du spezielle Gelegenheiten (Situationen, Tätigkeiten, Personen usw.) bemerkt, bei denen es häufiger erscheint...
Und ist es wirklich so, daß du es täglich erlebst?
War das immer schon so häufig?
...Aber das Bild war nicht immer das Gleiche...
- sorry, war schlecht formuliert

kein Problem - kannst du die Unterschiede näher beschreiben?
Ja, ich kenne diese Waffe und sie hat sich nicht verändert!
Was sonst hat sich also verändert?
Kanntest du auch als 7-Jähriger im realen Leben eine solche schwarze Pistole? Also: Hattest du oder jemand anderes z.B. soetwas als Spielzeug? Oder hatte jemand in deiner Umgebung eine richtige Waffe dieser Art? Oder ist dir soetwas aus einer damaligen Lektüre oder einem Film in Erinnerung?
Es ist eine schwarze Pistole!
Kannst du sicher sagen, ob es sich bei deinem Bild um eine 'reale' (Waffen-)Pistole handelt? wäre es möglich, daß es etwas anderes ist?
... weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was????
Da du bereits mehrmal betontest, daß du nicht weißt, "von was", dann jedenfalls aöso nicht von dem 'jemand', der auf dem Boden liegt? (denn dann wüßtest du zumindest die Quelle der Bedrohung)
.."Selbstverteidigung"
Ja, es ist mir wichtig es zu erwähnen! Nicht allein, weil ich Angst habe, in meinen Gedanken wirklich einen Mord zu begehen,
Was macht dir daran genau Angst? (da du ja bestimmt weißt, daß viele Menschen schon in ihren Träumen einen Mord begangen haben und daß das mit Sicherheit nichts mit realen Handlungen zu tun hat - geschweige denn, daß das entzifferte Traumerlebnis letztlich überhaupt tatsächlich solch einen Gedanken enthält)
... und die Tat als dessen Folge begehe (so denke ich zumindest...)
Jetzt möchte ich dir etwas sagen, was mir an deiner Beschreibung auffällt, und ich möchte dich bitten, dir das selbst auch nochmal genau und in Ruhe zu überlegen (bevor du die Frage bantwortest):

Du schreibst mehrmals, daß du in dem Bild "abdrückst" -
Was genau ist das für eine Bewegung? Wie würdest du sie beschreiben?

...
...

Es fällt nämlich auf, daß du ausschließlich den Ausdruck "abdrücken" verwendest, und nicht Ausdrücke wie z.B. "erschießen" oder "töten" ...

Magst du dazu etwas sagen?

Denn deine Bemerkungen zu "Selbstverteidigung" und "Mord" erzählt du so, als seien es nachträgliche Überlegungen, oder auch Interpretationen... z.B. "so denke ich zumindest..."
oder auch der folgende Satz:
"... kann es nicht 100% sagen - möchte einen Mord also nicht ausschließen, es erscheint mir nur unwahrscheinlich)!"
Ich hab noch weitere Fragen:
ich weiß auch nicht wer das am Boden war, ich hab einfach kein Gesicht vor mir...
Da du so deutlich weißt, daß du kein Gesicht siehst, dann aber offenbar im Unterschied dazu etwas anderes an der Gestalt? Ich meine das so: du würdest sonst sagen "ich sehe keine Gestalt" oder ich sehe überhaupt keine Formen" - aber du sagst nur "kein Gesicht". Also könnte dir zu Folgendem vielleicht etwas einfallen: z.B.

Ist es ein Mann oder eine Frau?
Ist es jedenfalls eindeutig ein Mensch? Wenn ja, woran genau erkennst du das?
Ist die Gestalt bekleidet? Wenn (z.B.) eindeutig ja, dann "siehst" du auch Bekleidung... ? Wie sieht das aus? Kannst du es mit irgendetwas vergleichen, das du kennst?

Und zuletzt noch zu dem Bild:
Hast du eine Idee, wie die Gestalt da auf den Boden kommt? bzw. warum sie dort liegt?

........
Ich dachte immer, dass solche Gedanken normal sind bei Kindern... dass sowas wieder verfliegt!
Aber natürlich, ist es auch, insbesondere in Träumen, und nicht nur bei Kindern... aber es muß nicht unbedingt täglich sein..

Was sagen dir folgende Fragen:
Was beunruhigt dich genau:
- das Bild selbst? oder
- die Tatsache, daß du es dir ausmalst bzw. daß es auftaucht? oder
- daß es seit so langer Zeit immer wieder und so häufig auftaucht?

Und:
Daß es dich beunruhigt - ist das unangenehm? oder vielleicht ist auch etwas Angenehmes dabei? etwas Faszinierendes?
.. aber wie schon gesagt, wird das Bild immer konkreter
ja, das sagtest du schon: was meinst du eigentlich mit "konkreter"?
Ich hoffe das war ok so
ja, natürlich... prima!
ich hab versucht die Fragen ehrlich zu beantworten...
Indianerehrenwort - logo
Vielleicht kannst du mir ja helfen bzw. einen Rat geben!
Kannst du sagen, wobei oder wofür genau du Hilfe bzw. Rat möchtest? (außer natürlich bei der Frage "was soll das ganze", klar)

Liebe Grüße

Metapher

Re^4: Mord in Gedanken!!!


Hi Metapher,

danke für die schnelle Antwort, werd mal versuchen weiterhin die Fragen zu beantworten!
Kannst du ein wenig beschreiben, wie es dir im
Tageslauf auftaucht? Also z.B. ist es unabhängig von dem, was
du gerade tust? oder hast du spezielle Gelegenheiten
(Situationen, Tätigkeiten, Personen usw.) bemerkt, bei denen
es häufiger erscheint...
Und ist es wirklich so, daß du es täglich erlebst?
War das immer schon so häufig?
Darüber hab ich auch schon nachgedacht, wann es auftaucht... Meistens wenn ich allein bin oder auch mich allein fühle! Gestern Nacht bin ich durch die Stadt gegangen, vorbei an beleuchteten Hauptstraßen und durch dunkle Gassen... aufeinmal hatte ich das Bild wieder vor Augen, ganz plötzlich, ohne das ich durch irgendwas daran erinnert wurde!
Aber ich sehe es auch ab und zu daheim vor mir, jedoch bis jetzt immer wenn ich allein war, d.h. nicht umbedingt allein im Raum oder so, sondern wenn ich irgendwie allein mit meinen Gedanken war, wenn niemand mit mir redet oder ich durch nichts gestört werde! Was auch immer auftritt, ist das Gefühl von irgendwas bedroht zu sein!
...Aber das Bild war nicht immer das Gleiche... :
kein Problem - kannst du die Unterschiede näher beschreiben?
Anfangs sah ich mich laufen und hörte Schüsse....später sah ich mich immer deutlicher mit einer Waffe in der Hand...ich sah mich selbst schießen....in letzter Zeit sehe ich das beschriebene Bild, welches aber konkreter wird... (inwiefern beantworte ich unten)
Ja, ich kenne diese Waffe und sie hat sich nicht verändert!
Was sonst hat sich also verändert?
Die Situation in so fern, dass ich mich bei allen vorigen Bildern oder Gedanken noch bewegt hab (auch wenn die Situation die gleiche war - ich hab immer auf jemand bestimmtes geschossen, kann aber nicht sagen auf wen), beim jetzigen Bild aber stehe ich auf nur da und drücke ab!
Kanntest du auch als 7-Jähriger im realen Leben eine solche
schwarze Pistole? Also: Hattest du oder jemand anderes z.B.
soetwas als Spielzeug? Oder hatte jemand in deiner Umgebung
eine richtige Waffe dieser Art? Oder ist dir soetwas aus einer
damaligen Lektüre oder einem Film in Erinnerung?
Auch als 7-jähriger kannte ich eine solche Waffe, zum einen aus dem TV, zum anderen, weil ich mal eine 9mm-Polizeipistole in der Hand hielt!
Es ist eine schwarze Pistole!
Kannst du sicher sagen, ob es sich bei deinem Bild um eine
'reale' (Waffen-)Pistole handelt? wäre es möglich, daß es
etwas anderes ist?
Kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, weil ich die Waffe genau vor mir sehe!
... weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was????
Da du bereits mehrmal betontest, daß du nicht weißt, "von
was", dann jedenfalls aöso nicht von dem 'jemand', der
auf dem Boden liegt? (denn dann wüßtest du zumindest die
Quelle der Bedrohung)
Nein, so war das nicht gemeint! Ich fühle mich nicht in diesem "Traum" bedroht, sondern ich fühle mich bedroht und als Folge dessen sehe ich dieses Bild!
.."Selbstverteidigung"
Ja, es ist mir wichtig es zu erwähnen! Nicht allein, weil ich Angst habe, in meinen Gedanken wirklich einen Mord zu begehen,
Was macht dir daran genau Angst? (da du ja bestimmt weißt, daß
viele Menschen schon in ihren Träumen einen Mord begangen
haben und daß das mit Sicherheit nichts mit realen Handlungen
zu tun hat - geschweige denn, daß das entzifferte
Traumerlebnis letztlich überhaupt tatsächlich solch einen
Gedanken enthält)
Eigentlich macht es mir nur Angst offen auszusprechen, dass ich einen Mord begehen könnte, in Gedanken! Genau das, was du in den Klammern geschrieben hast, vermute ich zwar, aber 100% klar war es mir nicht!

Du schreibst mehrmals, daß du in dem Bild "abdrückst" -
Was genau ist das für eine Bewegung? Wie würdest du sie
beschreiben?
Ich halte die Waffe leicht schräg, also mein Handgelenk um ein paar Grad nach innen gedreht. Mein Arm ist ausgstreckt und ich bewege den Zeigefinger, als wie wenn es Routine für mich wäre (also nicht zum ersten Mal eine Waffe benutze). Das schließe ich daraus, weil ich nicht zögere und nicht zittere!
Es fällt nämlich auf, daß du ausschließlich den Ausdruck
"abdrücken" verwendest, und nicht Ausdrücke wie z.B.
"erschießen" oder "töten" ...
Genau, ich hab absichtlich "abdrücken" verwendet, weil ich die Folgen nicht genau kenne! Ich sehe, dass ich ihm in die Brust schieße, oder zumindest dahin ziele, bevor ich abdrücke, aber ich weiß nicht, wie die Folgen sind, nachdem ich auch abgedrückt hab, kann also nicht sagen, ob ich ihn wirklich "erschossen" hab!
Denn deine Bemerkungen zu "Selbstverteidigung" und "Mord"
erzählt du so, als seien es nachträgliche Überlegungen,
oder auch Interpretationen... z.B. "so denke ich zumindest..."
oder auch der folgende Satz:
"... kann es nicht 100% sagen - möchte einen Mord also nicht ausschließen, es erscheint mir nur unwahrscheinlich)!"
Stimmt! "Selbstverteidigung" hab ich daraus geschlossen, weil ich doch vorher das Gefühl hab bedroht zu werden! "mord" hab ich daraus geschlossen, dass ich, wie beschrieben, auf seine Brust ziele und einfach annehme ihn damit getötet zu haben!
Da du so deutlich weißt, daß du kein Gesicht siehst,
dann aber offenbar im Unterschied dazu etwas anderes an der
Gestalt? Ich meine das so: du würdest sonst sagen "ich sehe
keine Gestalt" oder ich sehe überhaupt keine Formen" - aber du
sagst nur "kein Gesicht". Also könnte dir zu Folgendem
vielleicht etwas einfallen: z.B.

Ist es ein Mann oder eine Frau?
Ein Mann, weil ich seinen Oberkörper sehe...
Ist es jedenfalls eindeutig ein Mensch? Wenn ja, woran genau
erkennst du das?
Ich sehe alles, nur nicht das Gesicht!
Ist die Gestalt bekleidet? Wenn (z.B.) eindeutig ja, dann
"siehst" du auch Bekleidung... ? Wie sieht das aus? Kannst du
es mit irgendetwas vergleichen, das du kennst?
Ich hab mir das Bild immer wieder vor Augen gehalten um diese Frage zu beantworten, weiß nicht ob das gut war, auf jeden Fall konnte ich schon voher eine braune/beige Hose erkenne und bin nun auch der Meinung, dass "er" ein weißes Hemd trägt - nur woher weiß ich, ob bei solchen Überlegungen nicht irgendwie Fantasie reingemischt wird?
Aber auf jeden Fall kann ich es mit nichts vergleichen, das ich kenne!
Und zuletzt noch zu dem Bild:
Hast du eine Idee, wie die Gestalt da auf den Boden kommt?
bzw. warum sie dort liegt?
Tut mir leid, leider nein!
Was beunruhigt dich genau:
- das Bild selbst? oder
- die Tatsache, daß du es dir ausmalst bzw. daß es auftaucht?
oder
- daß es seit so langer Zeit immer wieder und so häufig
auftaucht?
Letzteres! Aber vorallem auch, dass Gefühl durch etwas bedroht zu sein, dass ich nicht kenne!
Daß es dich beunruhigt - ist das unangenehm? oder vielleicht
ist auch etwas Angenehmes dabei? etwas Faszinierendes?
Schwer zu sagen... trifft alles nicht genau das Gefühl, weiß aber nicht richtig wie ich es beschreiben könnte! Sorry!
.. aber wie schon gesagt, wird das Bild immer konkreter
ja, das sagtest du schon: was meinst du eigentlich mit
"konkreter"?
Mit konkreter meine ich, abgesehen davon, dass sich das Bild im Laufe der Jahre verändert hatte, dass immer mehr Details dazu kommen! Ich sehe, wie schonmal erwähnt, dass "er" versucht sich aufzurichten. Außerdem liegt er hinter ner Art Mauer oder eine Art Gartenzaun aus Stein! Sie ist braun angestrichen und nicht sehr hoch...keine Ahnung was das bedeuten könnte???
Kannst du sagen, wobei oder wofür genau du Hilfe bzw. Rat
möchtest?
Einfach meine Gedanken zu verstehen. Ich könnte damit leben sie zu haben, aber ich würde gern verstehen was sie bedeuten, also "mich selbst verstehen"!

Ok, hoffe meine Antworten helfen dir vielleicht etwas weiter aus meinen Gedanken schlau zu werden...?!

Grüße -JENS

Re^5: Mord in Gedanken!!!


Hi Jens
danke für die schnelle Antwort
Nichts zu danken - ich schreibe dir gleich noch eine private Mail dazu und möchte dir dann vorschlagen, daß wir den Dialog nicht hier im Forum weiterführen - warum, schreibe ich Dir dann auch.. unter anderem jedenfalls auch deshalb, weil er sich auf Inhalte beziehen würde/sollte/könnte, die gar nicht unmittelbar mit deinem Vorstellungsbild zu tun hätten...

Zu deinen Antworten also hier nur dies:
Stimmt! "Selbstverteidigung" hab ich daraus geschlossen, weil ..
"Mord" hab ich daraus geschlossen, dass ..
..und einfach annehme ihn damit getötet zu haben!
Das sind also jedenfalls bewußte Überlegungen, die du über dieses Bilderlebnis (also nachher) machst, nicht wahr?
nur woher weiß ich, ob bei solchen Überlegungen nicht irgendwie Fantasie reingemischt wird?
Du würdest also dieses Bilderlebnis von einer 'Fantasie' deutlich unterscheiden, ja?
... keine Ahnung was das bedeuten könnte???
Das kann - aus bestimmten Gründen - ein Außenstehender dir nicht direkt sagen. Du hast ja gesehen, daß ich strikt dagegen bin, jemandem Deutungs-'Muster', die sonst woher kommen, blind anzubieten und ihn dann mit der Verarbeitung allein zu lassen. Du kannst es aber im direkten Gespräch mit einer Person, die im Umgang mit solcher Art von Erlebnissen vertraut und geschult ist, gemeinsam ganz bestimmt herausfinden. Und ...
Kannst du sagen, wobei oder wofür genau du Hilfe bzw. Rat möchtest?
Einfach meine Gedanken zu verstehen. Ich könnte damit leben sie zu haben, aber ich würde gern verstehen was sie bedeuten, also "mich selbst verstehen"!
... dazu schreib ich dir dann noch etwas separat - ok?

Liebe Grüße

Metapher

Herangehensweisen!


Hi Metapher,

Deine Art Fragen zustellen gefällt mir und dem Jens scheinbar auch. Doch bleibt der Eindruck bei mir bestehen: " nach mir die Sinnflut" und das kann es doch nicht sein.

Therapeutisches Tun hat doch den Zweck Möglichkeiten und Alternativen aufzuzeigen, oder?

MfG Harald

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