Möglicherweise ist das schon 'mal angesprochen worden, dennoch meine Fragen:
Ich habe von einer Therapieform gehört, in der die Klienten vom Therapeuten genau mit den Phänomenen konfrontiert werden, die ihre Phobien, Psychosen, Neurosen etc. auslösen. Z.B. einen Arachnophobiker mit Spinnen konfrontieren, einen Claustrophobiker Aufzug fahren lassen etc., damit als Effekt beim Klienten die Erkenntnis eintritt, daß die angstauslösenden Gegebenheiten in Wirklichkeit keine Gefahr darstellen. Deshalb
a) gibt es diese Form der Therapie?
b) wie nennt man diese Therapieform?
c) ist dies immer und überall anwendbar (ziemlich globale Frage, ich weiß) oder gibt es Einschränkungen?
Daanke für Eure Mühe und
Grüße aus Wien (da hat auch der alte Siegmund gewohnt)
Helmut
Schau mal in die Brettbeschreibung. Dort ist eine FAQ verlinkt, die „Angstzustände, Panikattacken, Phobien“ heißt. Die gebräuchlichsten Therapieformen in solch einem Fall sind in der FAQ genannt.
Diese Therapie gibt es absolut und die große Überschrift lautet „Verhaltenstherapie“. Was Du da beschreibst nennt sich „Exposition“ und ist eine Methode der Verhaltenstherapie.
Gerade bei Angst/Zwangsstörungen wage ich zu behaupten, daß es die Therapieform der Wahl ist. Einschränkungen sehe ich aus rein therapeutischer Sicht keine, wobei man das natürlich nie so global beantworten kann
„Exposition“ […]
Einschränkungen sehe ich aus
rein therapeutischer Sicht keine
Ich weiß, daß Du es wohl nicht so gemeint hast, möchte aber trotzdem etwas beifügen, nur für den Fall, daß ein Laie hier Dich mißversteht:
Natürlich gibt es eine wichtige Einschränkung; und zwar die, daß man eine solche Konfrontationstherapie nur unter therapeutischer Betreuung versucht.
Es ist schon öfter vorgekommen, daß Menschen, die unter Phobien leiden (oder gutmeinende Angehörige) sich denken, das Konzept der Konfrontation sei ja so einfach, daß man es selbst genau so gut versuchen kann.
Wenn kein ausgebildeter Therapeut eine solche Therapie betreut und man Phobiker ohne Aufsicht einer solchen Belastung aussetzt, kann das üble Folgen haben. Also, liebe Kinder: Nicht alleine zu Hause ausprobieren.
LG, Nike
(Nur allen Eventualitäten vorbeugen wollend)