Gehen auf der Straße ?

Hallo,

ich hab da eine Frage, wo ich nicht so recht weiß, wohin damit aber ich versuchs mal damit - auch der Titel koennte vermutlich besser gewaehlt sein…

Wie auch immer, es stellt sich mir folgende Frage: Wenn wir auf der Straße gehen, in dicht gedraengten Menschenmassen, viele Leute kommen uns entgegen - wie entscheiden wir unbewusst, wie wir aneinander vorbeigehen? Ich meine, irgendwie klappt es doch meistens, dass man mit dem jeweilig Entgegenkommenden eine Art stillschweigendes Agreement beschließen, ob wir links oder rechts aneinander vorbeigehen - jedoch ohne dass man sich wirklich ansieht!!

Und wenn das nichgt klappt, steht man sich eben im Weg, also wie geht das ab? Ich denke, die Pschologen durchschauen das am ehesten, oder?!

Jerry

Hallo!
Einfach nicht hinschauen, dann weichen einem die anderen aus. In welcher Richtung (links, rects) können sie dann selbst entscheiden… :wink:
Und es gibt den Fall, wenn beide versuchen, in die selbe Richtung auszuweichen (also der eine rechts, der andere links (von sich aus gesehen)). Und beide entscheiden sich dann für die andere Richtung und stehen sich wieder im Weg… usw. Frage: wie hört diese hin- und her eigentlich auf?
Schönen Gruß
Andre :smile:)

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Hallo Jerry
Also ich glaube, das hat viel mit der Gewohnheit des Straßenverkehrs zu tun. Wir wissen: links wird überholt. Also gehen wir fast automatisch (hab das auch schon beobachtet) rechts auf dem Gehweg und überholen die anderen links. Das fiel mir besonders in Bangkok auf. Ich war ganz verblüfft, mit wievielen Leuten ich da beinahe zusammengestoßen bin, oder wieviele mir ständig im Weg standen oder entgegenkamen. Bis mir auffiel, die fahren ja im Linksverkehr! Also als ich dann umdachte, ging alles wieder wie von selbst - also genauso wie hier in Germany.
Tschüssi Kerstin

Hallo,
Kerstin hat sicherlich Recht damit, daß stillschweigend
gewisse Grundregeln („rechts- oder links vorbei“) akzeptiert
werden. Allerdings glaube ich auch, daß die Gestik eine
Rolle spielt (z.B. die leichte Drehung des Blicks/Körpers
in eine bestimmte Richtung). Bei Menschenmassen kommt
vermutlich hinzu, ob sich bei einer „Ausweichrichtung“ mehr
oder weniger Hindernisse auftun, z.B. die Menge der entgegen-
kommenden Personen und deren eingeschätzte Bereitschaft aus-
zuweichen. Zudem orientiert man sich häufig an den
Vorgängern. Alles Dinge, die vermutlich unbewußt ablaufen.
Die beiden letzten Punkte, lassen sich durch folgenden
simplen Versuch bekräftigen:
Szenario: Man holt jmd. vom Flugzeug ab und steht vor wartend
vor dem Gate mit einen Gepäckwagen.
Verhalten1: Man ist höflich und weicht Personen die es eilig
zu scheinen haben aus. Resultat: Man ist nur noch am flitzen.
Verhalten2: Man bleibt mitten im Saal stehen, egal wer oder
was kommt. Resultat: Die Masse strömt an einen vorbei

Gruss
Enno

Ergänzung:
Hallo!
Kommt mir jemand entgegen, so ist er eigentlich selten auf genau der selben Höhe. Dementsprechend weiche ich dann meist in die Richtung aus, in der ich mich weniger bewegen muß.
Denke ich mir aber, „In ein paar Schritten will ich eh in die andere Richtung abbiegen.“ dann kommt es immer wieder zu dem Eiertanz, bei dem wir beide immer in die gleiche Richtung hüpfen.

Gruß,
g.g.

Und es gibt den Fall, wenn beide versuchen, in die selbe
Richtung auszuweichen (also der eine rechts, der andere links
(von sich aus gesehen)). Und beide entscheiden sich dann für
die andere Richtung und stehen sich wieder im Weg… usw.
Frage: wie hört diese hin- und her eigentlich auf?

das hört in dem moment auf, wo beide stehenbleiben, ob des „eiertanzes“ grinsen müssen und jeder ein winziges stück nach rechts ausweicht und man so aneinander vorbei kommt. hm, ja, ich glaube, so geht das :smile:

Andere interessante Frage zum Thema: Rempeleien
Hallo Jerry,

ist zwar keine Antwort, sorry, aber eine Frage, die sich mir im Zusammenhang schon mal stellte:

Offensichtlich gibt es einige Menschen, die beim Gehen auf der Strasse häufiger angerempelt werden als andere.

Mit ‚anrempeln‘ meine ich kein bewußtes In-den-Weg-treten, sondern eher, daß man in jemanden hineinläuft oder denjenigen streift, weil…ja, das ist die Frage: Weil man ihn ‚übersehen‘ hat bzw. weil man ‚übersehen‘ worden ist?

Wie passiert das? Und warum passiert es einigen Menschen häufiger und anderen seltener?

fragt sich
Diana

Wie passiert das? Und warum passiert es einigen Menschen
häufiger und anderen seltener?

Vermutlich weil sie weniger sensitiv gegenüber den Signalen
der anderen sind und nicht die körperliche „Präsenz“ mit-
bringen, die andere veranlaßt ihnen auszuweichen.

Gruss
Enno

eigener Abstand
Hallo Diana,

mir sind grad Auffahrunfälle eingefallen *grins* - auch als Fußgänger gibt’s ja das „vorausschauend gehen“, auf den eigenen Abstand etc. achten. Geht auch gut im Gedränge.

Aus eigener Erfahrung kann ich außerdem bestätigen, dass „entschlossenes Gehen“ eher den Weg freimacht.

Viele Grüße
Gitte

Hallo PantherX,

Wie auch immer, es stellt sich mir folgende Frage: Wenn wir
auf der Straße gehen, in dicht gedraengten Menschenmassen,
viele Leute kommen uns entgegen - wie entscheiden wir
unbewusst, wie wir aneinander vorbeigehen? Ich meine,
irgendwie klappt es doch meistens, dass man mit dem jeweilig
Entgegenkommenden eine Art stillschweigendes Agreement
beschließen, ob wir links oder rechts aneinander vorbeigehen -
jedoch ohne dass man sich wirklich ansieht!!

Dies ist eine Fehleinschätzung.
Psychologen haben in einer Studie (exakte Quelle bitte googlen) herausgefunden, dass vordem treffen ein kurzer Blickkontakt zwischen den Entgegenkommenden hergestellt wird und dabei durch die Richtung in die die Augen abschweifen, geklärt wird, wer wo passiert. Bei unklaren Blickkontakten (2x mit jeweils einer anderen Version) kommt es dann zum Stocken/Zusammenstoss.

Bei stehenden Menschen dürfte im Gehirn des bewegenden Menschen eine Gleichsetzung mit feststehenden Objekten stattfinden, daher ist hier kein Blickkontkt nötig (dieser Satz=meine Theorie).

Das Thema, wer wo bevorzugt geht ist auch schon von Psychologen untersucht worden:
man geht bevorzugt rechts, allerdings versucht man so schnell wie möglich auf die Strassenseite zu kommen, wo sein Ziel liegt.

Tschuess Marco.

Durch verbale und non verbale Gestiken klappt das schon! Geh doch mal über die Straße oder Fußgängerzone, ich glaube nicht das Du die Leute nicht anschauen wirst. Denn wenn doch würdet ihr vielleicht aneinander geraten aber auch nur dann wenn Dein Gegenüber auch nicht auf andere Menschen schauen würde. Das ist aber sehr, sehr selten der Fall!!!

Hallo Jerry,

das Ausweichen wird im frühen Kindesalter in einem Sozialisierungsprozess erlernt - und die Richtung wird, wie andere hier schon geschrieben haben, auf Grund nonverbaler Konversation „ausgehandelt“.

Gruß

Hanna