Uran in der Munition
Von: , Frage gestellt am Fr, 12. Jan 2001
Keine Angst, ich will eigentich nur wissen warum man's macht. Welchen Grund hat es, die Munition mit abgereichertem Uran herzustellen?
Gerhard
Keine Angst, ich will eigentich nur wissen warum man's macht. Welchen Grund hat es, die Munition mit abgereichertem Uran herzustellen?
Gerhard
Keine Angst, ich will eigentich nur wissen warum man's macht.
Welchen Grund hat es, die Munition mit abgereichertem Uran
herzustellen?
Gerhard
Hallo;
der Grund ist einfach! das Uran dient zur Verbesserung der Durchschlagsleistung durch Panzerungen. Die (Pfeil-)Geschosse sind besonders hart und und ergeben damit eine bessere Leistung im Ziel.
Gruss
Rainer
o.T.
Uran ist auch ein gutes Stück schwerer, sicher zeigt auch das Wirkung.
Was haltet ihr von diesem ganzen Leukämie-Gerede ? Was könnte an abgereichertem Uran /-oxidStaub Leukämie auslösen ?? Das bißchen Strahlung kanns doch nicht sein, giftig ist es auch nicht ????
Könnten beim Abbrennen Nebenprodukte entstehen??? oder die Staublunge ??? Gäbs das nicht eher Lungenkrebs ???
Stephan
Das bißchen Strahlung kanns doch nicht sein
Der berühmte Spruch von Paracelsius, nach dem die Dosis das Gift macht, gilt bei Krebserkrankungen nicht. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Giften gibt es hier keine Untergrenze, unterhalb der der Körper die entstehenden Schäden auf jeden Fall reparieren kann. Ob Krebs ausgelöst wird oder nicht ist unvorhersehbar und man kann bestenfalls eine statistische Wahrscheinlichkeit angeben. Deshalb ist es auch unmöglich in einem Einzelfall den Auslöser für eine Krebserkrankung zu identifizieren. Nur bei einer sehr großen Datenbasis ließen sich Aussagen über kausalen Zusammenhang zwischen Uranmunition und Leukämie machen.
Daß sich die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung aber mit einem in den Körper gelangenden Alphastrahler erhöht ist offensichtlich.
Gäbs das nicht eher Lungenkrebs ???
Auch das ist unvorhersehbar, weil man nicht genau weiß, was der Körper mit dem Uran und den daraus entstehenden Zerfallsprodukten anstellt. Von radioaktivem Iod ist beispüielswese bekannt, daß es in der Schilddrüse abgelagert wird und somit bevorzugt Schilddrüsenkrebs hervorruft.
Davon abgesehen bedarf es zur Auslösung von Leukämie durch aingeatmetes Uran keiner komplexen Prozesse. Die Lunge gehört zu den am besten durchbluteten Organen und wenn sich darin Uran befindet, dann bestrahlt es nicht nur die Zellen der Lunge, sondern auch Blutzellen und schon ist der Blutkrebs da.
Hi MrStupid
Der berühmte Spruch von Paracelsius, nach dem die Dosis das
Gift macht, gilt bei Krebserkrankungen nicht. Im Gegensatz zu
gewöhnlichen Giften gibt es hier keine Untergrenze, unterhalb
der der Körper die entstehenden Schäden auf jeden Fall
reparieren kann.
Das würde ich bestreiten, die Grenze gibt es, sie ist festgelegt durch die körpereigene Reparaturkapazität von Defekten im Genom.
Allerdings lässt die sich nicht so einfach bestimmen, Menschen als Versuchsobjekte kommen ja nicht in Frage, versteht sich.
Man hat schon lange Statistiken aus dem Uranbergbau, Krebs 5 Monate nach einem Bosnieneinsatz durch Uran ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen, das dauert Jahre.
Man muss einfach akzeptieren, daß so etwas vorkommt, bei Kindern ist Leukämie mit fast 50 Prozent die häufigste bösartige Erkrankung, wenn man selber nicht betroffen ist, denkt man nicht an sowas.
Gruß
Rainer
Das würde ich bestreiten, die Grenze gibt es, sie ist
festgelegt durch die körpereigene Reparaturkapazität von
Defekten im Genom.
Und was ist, wenn ausgerechnet dieser Reparaturmechanismus beschädigt wurde? Ein derartiger Defekt könnte theoretisch durch ein einziges Alphateilchen ausgelöst werden. Wenn die Uranmunition also ungefährlich ist, dann nicht, weil ihre Strahlung unterhalb eines ungefährlichen Levels liegt, sondern weil sie gegenüber der allgemeinen Hintergrundstrahlung keine Rolle spielt.
Ein einziges Alphateilchen?
Man kann die Theorie auch übertreiben ;-)
Alphateilchen können die Geschoßhülsen wohl kaum durchdringen, so daß eigene Soldaten nicht gefährdet sind.
Die gegnerischen nätürlich, das Uran verbrennt beim Aufschlag zu Oxidstaub, der eingeatmet werden kann.
Gruß
Rainer
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ein einziges Alphateilchen?
Man kann die Theorie auch übertreiben ;-)
Ein Tumor bildet sich aus einer einzigen defekten Zelle und dieser Defekt läßt sich mit einem einzigen Alphateilchen herbeiführen.
Alphateilchen können die Geschoßhülsen wohl kaum durchdringen,
so daß eigene Soldaten nicht gefährdet sind.
Es geht nicht um die Soldaten, die das Zeug abgefeuert haben, sondern um Angehörigen der KFOR und SFOR, die momentan in den Gebieten im Einsatz sind, die durch den Einsatz der Munition kontaminiert wurden. Daß die durch den Uranstaub gefährdet sein können, weiß man spätestens seit dem Golfkrieg, bei dem unzählige amerikanmische Soldaten durch die Überreste ihrer eigene Munition verstrahlt wurden und gestorben sind.
Ein einziges Alphateilchen?
Man kann die Theorie auch übertreiben ;-)
Ein Tumor bildet sich aus einer einzigen defekten Zelle und
dieser Defekt läßt sich mit einem einzigen Alphateilchen
herbeiführen.
So simpel ist das nicht, jeder Sonnenbrand hinterläßt hunderttausende von defekten Zellen, freie Radikale gibt es ständig im Körpern, die die DNS angreifen können.
Gottseidank funktioniert der Reparaturmechanismus sehr effektiv.
Gruß
Rainer