Tipps zu Wie misst man Blindstrom?

Von: , Frage gestellt am Do, 9. Sep 2004

Hallo

Eine Frage: Wie misst der Energieversorger den Blindstrom? Wir haben laut Rechnung Blindstrom, aber wie kann ich den Wert nachprüfen?
Danke
Grüße Chris

12 Antworten zu dieser Frage

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Wie misst man Blindstrom?

          Hi! Warum schreibt dann die EVU in Industrieanlagen vor das eine
          Kompensationsanlage eingebaut werden muss?
          Sie schreibt es vor, weil durch den Blindstrom die Netze zusätzlich belastet werden. Das bedeutet für das EVU höhere Kosten. Sollten der Blindstromanteil ( Kapazitiv oder
          Induktiv) zu hoch sein ( z.bsp. in der Industrie, öffentl.
          Gewerben etc.) kann dir die EVU die Anschaffung einer
          Kompensationsanlage vorschreiben.
          Der Anteil ist üblicherweise induktiv und nicht kapazitiv, weil hauptsächlich Motoren und Beleuchtungseinrichtungen mit Vorschaltgeräten den Blindstrom hervorrufen. Soweit ich das verstanden habe, ist das eine frewillige
          Leistung eines Betriebes.
          Nein, bei einer bestimmten Blindleistung ist eine Kompensationsanlage vorgeschrieben. Ich habe allerdings noch nie etwas von Kompensations-Anlagen
          gehört, die Spule parallel schalten.
          Ist auch normalerweise nicht so (siehe oben).

          Flo

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Wie misst man Blindstrom?

            Hi!
            Hallo! Warum schreibt dann die EVU in Industrieanlagen vor das eine
            Kompensationsanlage eingebaut werden muss?
            Sie schreibt es vor, weil durch den Blindstrom die Netze
            zusätzlich belastet werden. Das bedeutet für das EVU höhere
            Kosten.

            Das hatte ich doch geschrieben das die EVU das ab einer gewissen Summe vorschreibt. Stand weiter unten ;-) Sollten der Blindstromanteil ( Kapazitiv oder
            Induktiv) zu hoch sein ( z.bsp. in der Industrie, öffentl.
            Gewerben etc.) kann dir die EVU die Anschaffung einer
            Kompensationsanlage vorschreiben.
            Der Anteil ist üblicherweise induktiv und nicht kapazitiv,
            weil hauptsächlich Motoren und Beleuchtungseinrichtungen mit
            Vorschaltgeräten den Blindstrom hervorrufen.

            Stimmt... aber sicherlich gibt es auch Anlagen wo eine Kapazitive Blindleistung herscht, oder? Ist sicherlich selten, aber gibt es durchaus Soweit ich das verstanden habe, ist das eine frewillige
            Leistung eines Betriebes.
            Nein, bei einer bestimmten Blindleistung ist eine
            Kompensationsanlage vorgeschrieben.

            Das hatte ich auch geschrieben :) Ich habe allerdings noch nie etwas von Kompensations-Anlagen
            gehört, die Spule parallel schalten.
            Ist auch normalerweise nicht so (siehe oben).
            Das hatte ich nicht geschrieben, sondern nur das die komplette Anlage, also entweder Kondensator oder halt die komplette Bliundleistungssteuerung Parallel zur gesamten Anlage geschalten wird.
            In der Anlage die Kompensiert ist dann die Spule in Reihe zu den Kondensatoren geschalten ;-)
            Flo
            Alex

  1. Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
    Re: Wie misst man Blindstrom?

    Moinmoin Chris,

    die bisherigen Antworten verwirren mich eigentlich ein bischen. Daher werde ich versuchen hier einbischen Licht hineinzubringen.

    Standartmäßig hat jeder Haushalt oder Gewerbebetrieb einen Induktionszähle. Mit diesem Zähler wird die elektrische Arbeit die aus dem EVU Netz entnommen wird gemessen. Es sind meist Drehstromzähler.
    Die elektrische Arbeit ist die elektrische Wirkleistung mal Zeiteinheit also in P*t = kWh.

    Elektrische Energie kann man nicht verbrauchen und ist fachlich falsch wenn vom Energieverbrauch die Rede ist, weil es nur ein Schlagwort ist.

    Blindleistunsverbrauch, die für den Auf- und Abbau von Magnetfeldern benötigt werden, benutzen im Prinzip die selben induktions Zähler, nur die Spannungspfade sind nicht mit dem der Strompfade wie bei der Arbeitsmessung identisch- sondern die Spannungsspulen müssen eine Phasendrehung um 90 Grd. erreichen. Dieses bedeutet auch, daß die Spulen eine um Wurzel aus 3 fache Aussenleiterspannung abkönnen müssen.
    Im unsemetrischen Drehstromnetz wird also die Blindleistung im Strompfad L1 und dem Spannungspfad L2-L3, der Strompfad L2 im Spannungspfad L1-L3 und im Strompfad L3 der Spannungspfad L1-L2 benutzt. Durch die Achsendrehung des Zählwerk kommt die Zeiteinheit hinzu und Du kannst Deinen Blindverbrauch direkt am Zählwerk in kvar ablesen.
    Elektronische Zähle ist die Speicherung der Daten nur etwas anders- daß Messprinzip ist geblieben.
    Cheers
    F.-M [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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