Insolvenzverwalter beharrt auf Massearmut
Von: , Frage gestellt am Do, 24. Jul 2003
Hallo,
ich versuche es in diesem Forum mal; vielleicht gibt es hier mehr Klarheit.
Vor 2 Jahren wurde mein voriger AG insolvent; seitdem besteht lt. Insoverwalter Massearmut, obwohl genug liquide Mittel vorhanden sind, den Mitarbeitern deren Kündigungsgehälter (diejenigen nach dem Insolvenzgeldzeitraum) auszuzahlen und darüberhinaus wohl auch Geld vorhanden ist, den abgeschlossenen Sozialplan zu bedienen.
Trotz mehrfacher Nachfragen stellt sich der InsoVerwalter blöd und plädiert weiterhin auf Massearmut.
1. Wie kann man dem rechtlich auf die Finger klopfen (ohne große eigene Kosten, jedoch effektiv).
2. Wie kann man des Insoverwalters Tätigkeit/Tätigwerden überhaupt überprüfen ?
By the way :
Der zuständige Rechtspfleger bei Gericht ist auch nicht unbedingt kooperativ (vermutlich der vielen Insolvenzen wegen); er ruft zur Geduld auf und verweist auf den Insolvenzverwalter.
Der Rechtsanwalt des Betriebsrats fühlt sich für den Fall nicht weiter zuständig, da es Individualansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gegen den Insoverwalter seien; hier würden nur z.B. Individualklagen nutzen, da der Betriebsrat kein Vermögen und somit auch keine Klageansprüche hat (obwohl der Betriebsrat doch mit dem Insoverwalter den Sozialplan ausgehandelt hat, aus dem klipp + klar hervorgeht, dass der Sozialplan sodann bedient wird, sobald freie Masse zur Verfügung steht).
Es hat den Anschein, dass sich hier einer dem anderen den Ball zuspielt; lediglich die "gläubigen" Arbeitnehmer schauen zu. Doch was kann man machen ?
Danke für jeden Tipp (auch von den anderen Kollegen)
jwd
