Bewerbungsgespräch und Gehalt

Hallo allerseits,

mal eine Frage… wie bekommt man denn sein Gegenüber dazu, zu erzählen, wieviel der Gegenüber zu zahlen bereit ist? :smile:
Und wie reagiert man, wenn der schwarze Peter einem wieder untergeschoben wird?

Danke und Gruß
Marco

Hallo,

mal eine Frage… wie bekommt man denn sein Gegenüber dazu, zu
erzählen, wieviel der Gegenüber zu zahlen bereit ist? :smile:

Gegenfrage: Wie erfährt man beim Pokern ob der andere blufft oder einen Royal Flush hat?

Im Normalfall wird man im Gespräch auf das Thema Gehaltswunsch angesprochen. Für diese Frage sollte man eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie hoch a) hoch der eigene Marktwert ist und b) wieviel man haben will.

Normalerweise gibt es eine Spanne, in der sich der Arbeitgeber das zukünftige Gehalt vorstellt. Liegt man in der Spanne und passen die Qualifikationen wird man seinen Gehaltswunsch auch bekommen. Dumm nur, wenn der andere mehr bereit wäre zu zahlen. Das wird man im Zweifel aber nie erfahren. Bei mir war es bisher immer (eine Ausnhame) so, daß ich am unteren Ende dieser Spanne lag und der Verhandlungspartner von sich aus ein höheres Gehalt als meinen Wunsch nannte.

Bei der einen Ausnahme argumentierte man so, daß man den im Hause gewachsenen Mitarbeitern x zahlen würde und man mir nicht x + 10% zahlen konnte/wollte.

Fazit: Man wird die Obergrenze des Arbeitgebers nie erfahren, höchstens durch Zufall oder Trotteligkeit.

Gruß,
Christian,
der morgen wieder mal ein Gespräch hat und sich schon auf die Frage freut.

Und wie reagiert man, wenn der schwarze Peter einem wieder
untergeschoben wird?

Danke und Gruß
Marco

Hi,

erst mal könnte es sein, dass es eine Tarifbindung oder einen Haustarif gibt, der den rahmen festlegt.

Wenn es nicht Gründe dafür git, würde ich nicht weniger als das derzeitige Gehalt fordern. Aber auch nicht zu dreist wie ein Stuttgarter, der hier in Sachsen bei uns einen Job wollte und bisheriges (West-)gehalt + 30% wollte.

Dann hängt es von den Lebenshaltungskosten ab - besonders in Hochpreiszonen wie München solltest Du micht zu tief reingehen.

Irgendwo musst Du ja wohnen und zur Arbeit kommen.

Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht, eher etwas hoch reinzugehen, das aber als Verhandlungsbasis zu bezeichnen. Dann kann der Personaler wenn er will akzeptieren oder runterhandeln.
Lass Deinem Gesprächspartner Handlungsspielraum, man muss auch andere Dinge wie Firmenwagen, Pensionskasse… in Betracht ziehen.

Andreas

Hallo Christian,

schon klar, dass ich meinen Marktwert einschätzen muss.
Das kann ich glaube auch ganz gut, da ich relativ viel Vergleichmaterial habe.

Aber die Frage war mehr darauf abgezielt, dass ich den Weg eines halbwegs ordentlichen „Wie“ wissen wollte.
Beim letzten Gespräch hatte ich nämlich das Gefühl, dass der Gegenüber dieses Thema eher meiden wollte und prompt hatte ich auch wiederum den Peter in der Hand.

Gruß
Marco

Hallo Andreas,

ja weniger als jetzt wäre ja auch dumm… habe ja nur Ausbildungsgehalt. :smile:

Und das andere… klar sehe ich meine Aussage auch als Verhandlungsbasis an. :smile:

Wieviel ist denn eine PK, ein Firmenwagen in Geld wert?

Gruß
Marco

Hi Andreas,

Wenn es nicht Gründe dafür git, würde ich nicht weniger als
das derzeitige Gehalt fordern. Aber auch nicht zu dreist wie
ein Stuttgarter, der hier in Sachsen bei uns einen Job wollte
und bisheriges (West-)gehalt + 30% wollte.

kannst du mal eine Zahl nennen ?

Theo

Hi,

das was du damit privat einsparst (Privates Auto, Versicherung, Reparaturen…) - acht aber drauf, dass Du den geldwerten Vorteil dann versteuern musst, ist aber nicht so kritisch, wenn man viel privat fährt.

Eine Altersversorgung ist auch so viel wert, wie es dich an Beitrag kosten würde die selber Rente/Summe wo anders zu versichern.

Du kannst auch mal in Google „Gehaltsspiegel“ und deine Branche/Wunschtätigkeit suchen. In manchen Branchen gibt es da Übersichten besonders von Fachzeitschriften.

Andreas

Hi

vielleicht hast d es ja auch taktisch unklug angegangen.

Ich würde es nie selbst ansprechen (es sei denn das Gespräch geht dem ende entgegen und es wurde nicht drüber gesprochen). Wenn Du beim gegenüber den Eindruck vermittelst, es geht Dir um die Tätigkeit und dass Du sie optimal ausfüllst, und dass Dir das Geld eher zweitrangig ist, ist die Chance den Job überhaupt erst einmal zu kriegen größer. Und das ist als Einsteiger erst mal wichtiger, ale ein hohes Gehalt. Irgend wann Nachschlag holen gehen, oder Job wechslen, dann aber mit Berufserfahrung, geht ja schließlich auch :wink:.

Und einem guten Kandidaten bietet man meist auch ein faires Gehalt, zumindest in halbwegs kultivierten Unternehmen. Denn erfahrungsgemäss bekommt man irgendwann mit was die Kollegen verdienen. Extreme Unterschiede tragen vor allem dann nicht zum Erfolg des Unternehmens bei, wenn sie nicht durch Qualifikation etc. gerechtfertigt sind.

A.

Hi,

hat er leider nicht gesagt beim Bewerbungsgespräch. Und nach der Nummer haben wir dann gar nicht weiter groß geredet, da das absolut inakzeptabel war und er auch schien, darauf zu bestehen zu wollen.

Sprungbrettaktion !?

Würde mal schätzen es ging so um 1000€ mehr bei einem Wechsel von stellvertretendem Leiter zum Leiter. Aber wie gesagt West–> Ost.

A.

Hi,

West–> Ost.

eigentlich fragte ich dies, damit man sich langsam Gedanken machen kann, wo es mittelfristig hingehen wird.

Ich möchte wirklich gern in hier bleiben, also Ost. Ich glaube allerdings nicht, dass das überhaupt möglich ist, wenn man in manchen Bereichen z.T. das Doppelte verdienen kann. - aber wirklich gern würde ich nicht gehen, echt nicht !!

Gruß
Theo

Hallo Andreas,

genaugenommen war das Gespräch schon zu Ende… :smile: Und da hab ich mir dann schon erlaubt es anzusprechen.

Gruß
Marco

Hallo Andreas,

und Berufseinsteiger bin ich ja nicht. :smile: Daher weiß ich schon, was ich verlangen kann.

Nur beim Auto spare ich ja vielleicht 250 Euro Versicherung (p.a.), sagen wir mal 200 Euro Wartung (p.a.)

Das erscheint mir jetzt aber schon davon abhängig zu sein, was ich derzeit für ein Auto fahre bzw. wie schadenfrei ich fahre. :smile:

Gruß
Marco

Hallo allerseits,

mal eine Frage… wie bekommt man denn sein Gegenüber dazu, zu
erzählen, wieviel der Gegenüber zu zahlen bereit ist? :smile:

Und wie reagiert man, wenn der schwarze Peter einem wieder
untergeschoben wird?

Hi Marco,

falscher Ansatz!

  1. Erzähl denen, wie wertvoll du bist!
  2. Sag Ihnen, daß sie dieses Goldstück für nur xxxx Euro bekommen können.
  3. Wenn sie dann blöd gucken, biete Ihnen an, zu einem Gehalt nach deren Vorstellung anzufangen und dann nach 6 Mondaten zu prüfen, ob du Ihnen die xxxx wert bist.

gruss
winkel

Hallo Winkel,

das „sich verkaufen“ mach ich eigentlich schon recht gut. Meiner Meinung nach. :smile:
Nur das ich sage: Und das ganze bekommen Sie für läppische XX Euro… das find ich irgendwie wiederum blöd. :smile:

Gruß
MArco

Hi,

  • Abschreibung des Fahrzeugwertes: je nach dem, wie lange die Kiste hält sagen wir bei 7 Jahre Nutzungsdauer bis zum Schrott monatlich 1/84 des Neuwagenpreises zb. B. bei 15000€ = 178 €, Reifen, Sprit, Öl, Reparaturen werden auch teurer wenn der Wagen älter wird…

Versicherung 250€ incl. Kasko --> das kriegt man doch in der niedrigsten SF - Klasse nicht hin !?.

AndreAS

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Hi,

na dann wollten sie dich vielleicht sowieso schon eher nicht, sonst hätten sie es wohl angesprochen, ist zumindest üblich…

A.

Hallo Marco,

also meine Erfahrung zeigt, daß sich da zur Zeit (so etwa in den letzten zwei Jahren würd ich grob schätzen) ein Wandel breit macht. Konnte ich vor 3 Jahren noch sagen „Hier mein Preis, einschlagen oder oder bleiben lassen“ hab ich inzwischen sowohl selber als auch von Bekannten gehört daß die Personalentscheider meinten „unser Budget ist bei xx für diese Stelle, mehr können wir firmenintern nicht zahlen“. Und witzigerweise ist das so, daß das oft vor dem persönlichen Gespräch entschieden wird - ob das sinnvoll ist oder nicht mag ne andere Diskussion sein, scheint jedoch momentan nicht unüblich zu sein. Und da hilft nur eines „meine Forderung ist xx, weil …“ Notfalls noch nen Deal vorschlagen, daß Du für die Probezeit etwas weniger kriegst, damit man sich davon überzeugen kann, daß Du Deine Kohne wirklich wert bist und die Gehaltserhöhung danach gleich im Vertrag festhalten.

mal eine Frage… wie bekommt man denn sein Gegenüber dazu, zu
erzählen, wieviel der Gegenüber zu zahlen bereit ist? :smile:

Nun, Du könntest auch fragen „wieviel würden Sie denn freiwillig höchstens zahlen“ *fg* Das kann klappen :wink:

Und wie reagiert man, wenn der schwarze Peter einem wieder
untergeschoben wird?

Dann sag’s ihm halt :smile:)

*wink* und viel Erfolg bei der Pokerei :wink:

Petzi

Hallo Winkel,

das „sich verkaufen“ mach ich eigentlich schon recht gut.
Meiner Meinung nach. :smile:
Nur das ich sage: Und das ganze bekommen Sie für läppische XX
Euro… das find ich irgendwie wiederum blöd. :smile:

Hi Marco,

  1. zuhören, denn läppisch hab ich nicht gesagt.

  2. Erste Chance: du machst es wie alle anderen und die Herren schlafen direkt bei der Anfangsformulierung deiner antwort ein!

  3. Zweite Chance: du machst es einfach mal ganz anders und zeigst denen mit Nachdrucdk wie du diesen Job willst, wiviel du denkst wert zu sein und was du bereit bist zu tun um diesen Jaob zu Kriegen.

Wenn du aber hier eine fertig gefeilte Abntwort erwartest, die du auswendig lernen kannst und dann anwenden, dann tu der Firma bitte den Gefallen und bewerb dich nicht bei ihr.

Frag dich doch mal, warum dieser Vollidiot Küblböck ins Finale gekommen ist!!!

gruss
winkel

Hallo Petzi,

also meine Erfahrung zeigt, daß sich da zur Zeit (so etwa in
den letzten zwei Jahren würd ich grob schätzen) ein Wandel
breit macht. Konnte ich vor 3 Jahren noch sagen „Hier mein
Preis, einschlagen oder oder bleiben lassen“ hab ich
inzwischen sowohl selber als auch von Bekannten gehört daß die
Personalentscheider meinten „unser Budget ist bei xx für diese
Stelle, mehr können wir firmenintern nicht zahlen“. Und
witzigerweise ist das so, daß das oft vor dem persönlichen
Gespräch entschieden wird - ob das sinnvoll ist oder nicht mag
ne andere Diskussion sein, scheint jedoch momentan nicht
unüblich zu sein. Und da hilft nur eines „meine Forderung ist
xx, weil …“ Notfalls noch nen Deal vorschlagen, daß Du für
die Probezeit etwas weniger kriegst, damit man sich davon
überzeugen kann, daß Du Deine Kohne wirklich wert bist und die
Gehaltserhöhung danach gleich im Vertrag festhalten.

Eben… und diesen Eindruck habe ich eben auch… nur ich sehe eben nicht ein, warum ich… sagen wir mal für 2500 Euro arbeiten sollte, wenn andere, weniger qualifizierte mehr bekommen. Sprich, also mehr am Markt gezahlt wird.

mal eine Frage… wie bekommt man denn sein Gegenüber dazu, zu
erzählen, wieviel der Gegenüber zu zahlen bereit ist? :smile:

Nun, Du könntest auch fragen „wieviel würden Sie denn
freiwillig höchstens zahlen“ *fg* Das kann klappen :wink:

Okay… klingt zumindest nicht unlogisch. :smile:
Nur die „weil“ Gründe … die, die ich habe… die klingen mir eher so, als wenn sie eben jeder vorbringt. :smile:

Gruß
Marco

Hallo Winkel,

  1. zuhören, denn läppisch hab ich nicht gesagt.

nicht wörtlich, aber sinngemäß. :smile:

  1. Erste Chance: du machst es wie alle anderen und die Herren
    schlafen direkt bei der Anfangsformulierung deiner antwort
    ein!

Ja und das wollte ich eben vermeiden… :smile:

  1. Zweite Chance: du machst es einfach mal ganz anders und
    zeigst denen mit Nachdrucdk wie du diesen Job willst, wiviel
    du denkst wert zu sein und was du bereit bist zu tun um diesen
    Jaob zu Kriegen.

Auch das ist klar…

Wenn du aber hier eine fertig gefeilte Abntwort erwartest, die
du auswendig lernen kannst und dann anwenden, dann tu der
Firma bitte den Gefallen und bewerb dich nicht bei ihr.

Ich erwarte keine fertig gefeilte Antwort. Das bekomme ich schon noch alleine hin… bin schließlich schon 3*7 alt. :smile: Aber eben ein paar Gedankenansätze wollte ich eben erhaschen…

Gruß
Marco