Weihnachtsgeld

Hallo Allerseits,

ich würde hier gerne mal eine Diksussion anregen, die mir auf den Nägeln brennt. In der Süddeutsche Zeitung vom 3.12.2005 stand, dass 3 von 4 Arbeitnehmern Weihnachtsgeld bekommen. Nun gehöre ich zu denjenigen, die keins erhalten. Ich bin jemand, der weder W-Geld, nocht Urlaubsgeld, noch mehr als 12 Monatsgehälter bekommt. Hinzu kommt, dass meine Überstunden mit dem Monatsgehalt abgegolten sind.

Da fragt sich manch einer: Warum arbeitet sie für so einen AG? Gute Frage. Ich persönlich finde diese Situation völlig ok. Ehrlich gesagt finde ich Weihnachstgeld völlig übertrieben, von Urlaubsgeld ganz zu schweigen. Was soll das denn? Durch solche Zusatzleistungen, wird die wirtschaftliche Situation doch nur überfordert. Momentan sind solche Dinge doch einfach nur obsolet! Klar, als in den 60ern Weihnachts- und Urlaubsgeld eingeführt wurden, gab es dafür vernünftige Gründe: Überbeschäftigung. Die AGs haben verzweifelt fähige AN gesucht. Aber diese Zeiten sind vorbei. Warum passen wir uns nicht den aktuellen Begebenheiten an?

Würde es der deutschen Wirtschaft nicht besser gehen, wenn wir einfach nur 12 Monatsgehälter bekommen würden und fertig?

Danke für anregende Überlegungen. Mich interessiert wirklich sehr, wie die Leute hier im Forum diesen Punkt sehen.

Auch hallo.

Hallo Allerseits,

ich würde hier gerne mal eine Diskussion anregen, die mir auf
den Nägeln brennt. In der Süddeutschen Zeitung vom 3.12.2005

Dieser Bericht hier: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/erfolggeld/ar… ?

stand, dass 3 von 4 Arbeitnehmern Weihnachtsgeld bekommen. Nun
gehöre ich zu denjenigen, die keins erhalten. Ich bin jemand,
der weder W-Geld, nocht Urlaubsgeld, noch mehr als 12
Monatsgehälter bekommt. Hinzu kommt, dass meine Überstunden
mit dem Monatsgehalt abgegolten sind.

…und wieviel verdient man pro Jahr ? Könnte sich da eventuell ein
verstecktes Weihnachtsgeld befinden ?

Da fragt sich manch einer: Warum arbeitet sie für so einen AG?
Gute Frage. Ich persönlich finde diese Situation völlig ok.
Ehrlich gesagt finde ich Weihnachtsgeld völlig übertrieben,
von Urlaubsgeld ganz zu schweigen. Was soll das denn? Durch
solche Zusatzleistungen, wird die wirtschaftliche Situation
doch nur überfordert.

Nicht per se. Wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht der
Marktlage angepasst ist, darf man sich über sinkende Einnahmen
nicht wundern… In dem Bericht steht auch etwas versteckt drin,
dass nur prosperierende Unternehmen Weihnachtsgeld auszahlen.

Momentan sind solche Dinge doch einfach
nur obsolet! Klar, als in den 60ern Weihnachts- und
Urlaubsgeld eingeführt wurden, gab es dafür vernünftige
Gründe: Überbeschäftigung. Die AGs haben verzweifelt fähige AN
gesucht. Aber diese Zeiten sind vorbei. Warum passen wir uns
nicht den aktuellen Begebenheiten an?

Klar: man kann nur Geld ausgeben, wenn man vorher welches eingenommen
hat. Zumindest sollte es so sein… Umgekehrt braucht ein Unternehmen
auch Einnahmen um überleben zu können. Und wo kommen diese Gelder her, wenn
nicht von den Konsumenten ?

Würde es der deutschen Wirtschaft nicht besser gehen, wenn wir
einfach nur 12 Monatsgehälter bekommen würden und fertig?

Also es gibt viele Gründe, warum die dt. Wirtschaft lahmt:
-unqualifiziertes Personal
-politische Rahmenbedingungen
-Umweltauflagen
-…
Statt weiterer langer Worte eine kleine linkliste: http://www.maschinenmarkt.de/fachartikel/mm_facharti…
http://www.bwl-bote.de/20051122.htm
http://www.heise.de/tr/artikel/66365
http://www.maxeiner-miersch.de/standp2004-10-06a.htm
http://www.faz.net/s/Rub6B15D93102534C72B5CF6E795614…
Kurz: die volkswirtschaftliche Situation ist zu komplex um sie allein durch Abschaffung des Weihnachtsgelds positiv zu verändern.

Danke für anregende Überlegungen. Mich interessiert wirklich
sehr, wie die Leute hier im Forum diesen Punkt sehen.

s.oben

HTH
mfg M.L.

Hallo Anna Wandprinzessin,

da rennst Du bei mir offene Türen ein.

Die Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Fahrtkosten- und Essen-Zuschuss, und was es da noch alles an Wildwuchs gibt, blähen den Verwaltungsaufwand auf. So viele Steuergesetze sind zu berücksichtigen, die Sozialgesetzbücher muss man kennen, und was noch Alles!

Ich finde, dass EIN Arbeitnehmer, EIN Monatsgehalt, und fertig, völlig ausreicht.

Ob man dann ein pauschales Gehalt ohne Berücksichtigung des Arbeitszeitaufwandes (Überstunden) und der Erschwernisse (Nachtschicht, Sonntagsarbeit) zahlt oder nach geleisteten Arbeitsstunden mit Zuschlägen für Erschwernisse, oder nur ein Grundgehalt zahlt und dazu einen Anteil am Firmengewinn, sollte aber schon noch verhandelbar sein.

Dabei sind mir auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die bezahlten Urlaubstage ein Dorn im Auge - das sollte IMHO nicht vom Arbeitgeber bezahlt werden, sondern bei längerdauernder Krankheit von der Krankenkasse gegen Beitragszahlung, und alles Andere beim Arbeitnehmer bleiben.
DAZU MUSS NATÜRLICH DAS GEHALT ENTSPRECHEND HÖHER SEIN!!!

WB

Hallo Anna!

Ich bin jemand, der weder :W-Geld, nocht Urlaubsgeld, :noch mehr als 12
Monatsgehälter bekommt.

In früheren Zeiten gab es so viele Lohnzahlungen, wie das Jahr Arbeitstage hatte. Die Tagelöhner müssen wohl so richtig Kohle geschaufelt haben! Etwas später gabs im Zuge des Sozialabbaus nur noch so viele Zahlungen, wie es Arbeitswochen gab. Aber es ging noch weiter bergab. Heute gibts Leute mit Jahresgehalt. Mensch, sind die aber arm dran!

Gruß
Wolfgang

Servus Anna,

Anfang der 1990er Jahre, als diese Geschichten mit 13,725 (etc.) Gehältern pro Jahr richtig in Mode kamen, hab ich dazu einen Arbeitgeber gehört (auf die Frage nach einem „vollen Dreizehnten“):

„Meinetwegen können Sie Ihr Gehalt auch in 36 oder 48 einzelnen Überweisungen pro Jahr erhalten. Mich interessiert nur, wie viel Sie kosten“.

Das gilt unverändert; heute sogar mehr als damals, weil mittlerweile Lohnersatzleistungen wie Krankengeld, Arbeitslosengeld von allen SV-pflichtigen Bezügen berechnet werden, ohne Unterschied, ob das Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Krawattenabnutzungsgeld oder erweiterte Anwesenheitsprämie heißt.

Schöne Grüße

MM

MOin Anna,

Nun
gehöre ich zu denjenigen, die keins erhalten. Ich bin jemand,
der weder W-Geld, nocht Urlaubsgeld, noch mehr als 12
Monatsgehälter bekommt. Hinzu kommt, dass meine Überstunden
mit dem Monatsgehalt abgegolten sind.

Dito

Würde es der deutschen Wirtschaft nicht besser gehen, wenn wir

einfach nur 12 Monatsgehälter bekommen würden und fertig?

Vielleicht ja, wenn dafür weitere AN eingestellt würden, die den Staat Geld kosten und Überstunden von dir und mir vermeiden würden.

Danke für anregende Überlegungen. Mich interessiert wirklich
sehr, wie die Leute hier im Forum diesen Punkt sehen.

Ich persönlich kann dir voll zustimmen. Ich reg mich regelmäß9g über Bekannte auf, die einem erzählen, dass der Skiurlaub davon abhängig ist, ob sie denn auch in diesem Jahr das 14. Gehalt wieder voll ausgezahlt bekommen…

Da wird’s einem übel ehrlich gesagt.

Gruß
Gerry

Hallo,

in der Branche, aus der ich komme, sind solche Bonuszahlungen völlig unüblich. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, bezahlte Überstunden - so etwas gibt es in der Hotellerie nicht.

Und wenn ich ehrlich sein soll: mittlerweile bin ich fast froh darüber, denn so kann man mir wenigstens nichts wegnehmen :wink:

Gruß,

Myriam

Hi!

Ich finde, dass EIN Arbeitnehmer, EIN Monatsgehalt, und
fertig, völlig ausreicht.

Das muss dann eben entsprechend angepasst sein!
Abgesehen davon, dass bei Weihnachts- und Urlaubsgeld nun wirklich keine großartigen Richtlinien oder Gesetze bekannt sein müssen, oder anders gesagt: Als Arbeitgeber HABE ich zu wissen, wie das läuft!

Für die meisten denkenden Menschen sollte es egal sein, ob sie 14 mal 2.140,-€ bekommen oder 12 mal 2497,- €!

Ob man dann ein pauschales Gehalt ohne Berücksichtigung des
Arbeitszeitaufwandes (Überstunden) und der Erschwernisse
(Nachtschicht, Sonntagsarbeit) zahlt oder nach geleisteten
Arbeitsstunden mit Zuschlägen für Erschwernisse, oder nur ein
Grundgehalt zahlt und dazu einen Anteil am Firmengewinn,
sollte aber schon noch verhandelbar sein.

Wobei ich jetzt nicht verstehe, dass Du Dich oben über komplizierte Abrechnung aufregst und hier dann wieder unterschiedlich behandelbare Zuschläge ins Thema bringst…

Dabei sind mir auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und
die bezahlten Urlaubstage ein Dorn im Auge - das sollte IMHO
nicht vom Arbeitgeber bezahlt werden, sondern bei
längerdauernder Krankheit von der Krankenkasse gegen
Beitragszahlung, und alles Andere beim Arbeitnehmer bleiben.
DAZU MUSS NATÜRLICH DAS GEHALT ENTSPRECHEND HÖHER SEIN!!!

Reg Dich doch nicht auf! Wärst Du vernünftig informiert, wüsstest Du, dass in kleinen Betrieben ab dem 01.01.2006 alle Arbeitnehmer umlagefähig sind. Heißt: Der Arbeitgeber zahlt eine kleine Umlage an die Kassen und bekommt dann im Falle einer Erkrankung ca. 80% der Lohnkosten (ohne Nebenkosten) zurück. Danke Rot-Grün!

Und bei Urlaub: Wo ist der Unterschied, ob man dem Arbeitnehmer das Gehalt entsprechend anpasst, und er unentgeltlich frei macht zur jetzigen Lösung?

LG
Guido

Hallo Anna,

ja, du hast recht. Was man nicht bekommt, kann auch nicht abgezogen werden. Du hast also großes Glück, kein Urlaubs-, Weihnachtsgeld oder 13tes/14tes Gehalt zu bekommen!

Denn - wie hier die anderen auch schon schreiben - du wirst dieses Geld während deiner 12 Monatsgehälter ausgezahlt bekommen. Die kann man dir dann auch nicht kürzen. Glückwunsch!

In meiner Firma wird bei Einstellungen lange vorgerechnet, dass man mit den Zulagen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld, mehr gibt es bei uns nicht) an das Gehalt in der früheren Firma ja herankäme (nicht dass man es etwa übertreffen würde)! Na also!

Überstunden sind bei uns auch eine freiwillige Leistung, genauso wie Sonnabend-, Sonntags- und Feiertagsarbeit (ja, diese kommt vor).

Wenn man dann auch noch Abzüge beim Weihnachtsgeld (oh ja, auch das kommt vor, wir unterschreiben jedes Jahr, dass wir nur einen Mindestanspruch haben und das es leistungsabhängige Abzüge bis auf Null geben kann) oder Urlaubsgeld gemacht werden, hat der Arbeitgeber eine schöne Möglichkeit, n o c h weniger auszuzahlen. Der Arbeitnehmer, dem vorher vorgerechnet wurde wie gut er mit den ganzen Zulagen dasteht ist dann natürlich mal eben elegant ausgebremst. Da kann man sich dann nur an die eigene Nase fassen, wenn man mündliche Versprechungen und Zusagen als ausgemacht angenommen hat.

Es scheint also doch eher so zu sein, dass die Arbeitgeber in der Regel zusehen, dass sie nicht zu viel an Gehältern an ihre Mitarbeiter auszahlen. Der eine fährt eben die Schiene: Guck mal, wie viel du kriegst! Der andere sagt seinen Mitarbeitern: Was du nicht kriegst, kann dir auch nicht weggenommen werden.

Gruß
Nita

Armseelig.

„Meinetwegen können Sie Ihr Gehalt auch in 36 oder 48
einzelnen Überweisungen pro Jahr erhalten. Mich interessiert
nur, wie viel Sie kosten“.

Einem Arbeitgeber mit einer solch armseeligen Einstellung sollte man empfehlen, seinen kompletten Sch**ß allein zu machen und auf solche Störfaktoren wie Angestellte vollständig zu verzichten!

Gruß
Christian

Welcome to the real world
Hi!

„Meinetwegen können Sie Ihr Gehalt auch in 36 oder 48
einzelnen Überweisungen pro Jahr erhalten. Mich interessiert
nur, wie viel Sie kosten“.

Einem Arbeitgeber mit einer solch armseeligen Einstellung
sollte man empfehlen, seinen kompletten Sch**ß allein zu
machen und auf solche Störfaktoren wie Angestellte vollständig
zu verzichten!

Was hat das mit armselig zu tun, wenn man die zu erhaltene Leistung
mit den Kosten gegenüberstellt.

Ein kopfschüttelnder
Stefan

Hallo Nita,

Denn - wie hier die anderen auch schon schreiben - du wirst
dieses Geld während deiner 12 Monatsgehälter ausgezahlt
bekommen. Die kann man dir dann auch nicht kürzen.
Glückwunsch!

das kann man auch anders sehen… erfahrungsgemäß machte man bei JObwechseln in den vergangenen Jahren einiges an Einbußen.

dass man mit den Zulagen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld, mehr
gibt es bei uns nicht)

reicht doch wohl auch…

an das Gehalt in der früheren Firma ja
herankäme (nicht dass man es etwa übertreffen würde)! Na also!

schön für dich… siehe oben, manchmal ist da auch anders und da wundert man sich über das Gejammer von ehemaligen KollegenInnen schon ein wenig.

Überstunden sind bei uns auch eine freiwillige Leistung,

bitte? freiwillig sind die schon lange nicht, nur weil sie mit dem Gehalt abgegolten sind. es kann auch heißen: entweder du bist bereit, Tag und Nacht bereit zu stehen oder du kannst gehen.

Gruß

Demenzia

Versteh ich nicht!
Hi!

Wo ist denn für mich als Arbeitnehmer der Unterschied, ob ich 30000 Euro jährlich in 12, 13 oder 14 Monaten (oder auch wöchentlich) bekomme?

LG
Guido

Unmündig.
Hi Christian,

das Weihnachtsgeld hat seinen Ursprung in der Zeit, in der der Vater jede Woche den Lohn nach Hause brachte oder ihn, je nach Mentalität, gleich zu großen Teilen in der Kneipe ließ. So galt es als soziale Errungenschaft, wenn der Familie zum Weihnachtsfest ein Extra auf den Tisch kam. Heutzutage sollte jeder Beschäftigte in der Lage sein, das Geld so einzuteilen, dass für die Geschenke zum Fest genügend übrigbleibt. Oder findest Du es gut, dass der Chef für Dich spart?

Gruß Ralf

Hi Guido!

Ich reg mich doch gar nicht auf…

Das mit der Umlage gibt es schon viel länger, war früher halt auf „Arbeiter“ (statt Angestellte) im Handwerk beschränkt z. B…

Dass der AG bis zu 80% dessen, was er dem krankheitshalber fehlenden Mitarbeiter als Lohnfortzahlung gibt, von der GKV ersetzt bekommt, ist für den AG aber „nur die halbe Miete“, weil er ja die fehlende Arbeitskraft auch irgendwie ersetzen muss in seinem Betrieb. Er wird also nicht ungerechtfertigt besser gestellt durch diese umlagefinanzierte Lohnfortzahlung…

Und bei Urlaub: Wo ist der Unterschied, ob man dem
Arbeitnehmer das Gehalt entsprechend anpasst, und er
unentgeltlich frei macht zur jetzigen Lösung?

Ich sähe da folgenden Unterschied:
Der AG zahlt effektiv nur für die geleistete Arbeit(s-Zeit), und der AN kann auch mehr Urlaub machen ohne dass sich finanziell und vor Allem von den Umständen her was ändert. Heutzutage muss man, wenn man mehr Urlaub nehmen will „als man hat“ auf unbezahlten Urlaub eingeben, und sich mit der Krankenkasse rumärgern wegen Beitragszahlung.
In meinem „Idealmodell“ würde für die Krankenkasse ein Beitrag aufgrund des durchschnittlichen Jahreseinkommens errechnet, und der Versicherungsschutz bliebe das ganze Jahr über erhalten, auch wenn einer ein halbes Jahr Urlaub macht.

Na ja, man könnte noch viel über Ungereimtheiten oder Ungerechtigkeiten diskutieren, wie z.B. über das im Sozialgesetzbuch festgelegte Mindestbruttoeinkommen vor Steuern eines Selbstständigen von derzeit 1811,25 € von dem der freiwillige Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet wird, auch wenn dieser Selbstständige tatsächlich z.B. nur halb so viel mit seiner Selbstständigkeit einnimmt.

Nix für ungut,

WB

Hi!

Das mit der Umlage gibt es schon viel länger, war früher halt
auf „Arbeiter“ (statt Angestellte) im Handwerk beschränkt z.
B…

Neu ist es halt, dass ALLE Arbeitnehmer „betroffen“ sind!

Dass der AG bis zu 80% dessen,

Je nach Kasse bis zu 100%!

weil er ja die fehlende Arbeitskraft auch irgendwie ersetzen
muss in seinem Betrieb.

Was ein Arbeitgeber schlicht und ergreifen zu kalkulieren hat! Ansonsten sollte er einen Kalkulationskurs belegen!

Er wird also nicht ungerechtfertigt
besser gestellt durch diese umlagefinanzierte
Lohnfortzahlung…

Ich fand es total überfällig, dass endlich diese Zwei-Klassen-Gesellschaft Arbeiter/Angestellte entfällt.

Ich sähe da folgenden Unterschied:
Der AG zahlt effektiv nur für die geleistete Arbeit(s-Zeit),
und der AN kann auch mehr Urlaub machen ohne dass sich
finanziell und vor Allem von den Umständen her was ändert.

???

Heutzutage muss man, wenn man mehr Urlaub nehmen will „als man
hat“ auf unbezahlten Urlaub eingeben,

Dann gibt der AG entweder zu wenig Urlaub, oder es handelt sich um absolut außergewöhnliche Umstände! Ein Arbeitgeber muss unbezahltem Urlaub nämlich nicht zustimmen (die paar Tage, die nach 616BGB zusammen kommn können, ignoriere ich mal)

und sich mit der
Krankenkasse rumärgern wegen Beitragszahlung.

???

In meinem „Idealmodell“ würde für die Krankenkasse ein Beitrag
aufgrund des durchschnittlichen Jahreseinkommens errechnet,
und der Versicherungsschutz bliebe das ganze Jahr über
erhalten, auch wenn einer ein halbes Jahr Urlaub macht.

Sorry, aber wenn jemand sich ein halbes Jahr Urlaub leisten kann, dann kann er sich auch die freiwillige Versicherung leisten!

Na ja, man könnte noch viel über Ungereimtheiten oder
Ungerechtigkeiten diskutieren, wie z.B. über das im
Sozialgesetzbuch festgelegte Mindestbruttoeinkommen vor
Steuern eines Selbstständigen von derzeit 1811,25 € von dem
der freiwillige Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung
berechnet wird, auch wenn dieser Selbstständige tatsächlich
z.B. nur halb so viel mit seiner Selbstständigkeit einnimmt.

Ungerecht: Ja!
Aber was hat das mit dem Thema hier zu tun? :wink:

LG
Guido

Hallo Nita,

Auch hallo,

Denn - wie hier die anderen auch schon schreiben - du wirst
dieses Geld während deiner 12 Monatsgehälter ausgezahlt
bekommen. Die kann man dir dann auch nicht kürzen.
Glückwunsch!

das kann man auch anders sehen… erfahrungsgemäß machte man
bei JObwechseln in den vergangenen Jahren einiges an Einbußen.

Nicht wenn man von uns kommt, dass kannst du mir gerne glauben! Von uns aus geht es nur nach oben. Natürlich nur wenn man aus ungekündigtem Arbeitsverhältnis selbst einen neuen Job sucht und findet und wenn man etwas ähnliches sucht und findet. Das es heute viele Menschen gibt, die aufgrund von Entlassung etwas suchen und dann Abstriche machen müssen, ist wohl schon mal ganz klar, war aber hier auch nicht die Frage, oder?

dass man mit den Zulagen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld, mehr
gibt es bei uns nicht)

reicht doch wohl auch…

Kommt darauf an, wenn du eh schon wenig verdient hast, dir dann ein Teil gestrichen wird mit den markigen Worten, dass du ja o.g. Zulagen bekämst, du dann aber später feststellst, dass das doch etwas anders aussieht, könnte man da auch schon mal ganz schön Probleme bekommen, was laufende Kosten etc. angeht. Geht man davon aus, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld als dickes Plus ein ebenso dickes Grinsen auf das Gesicht zaubern wäre es mehr als genug.

an das Gehalt in der früheren Firma ja
herankäme (nicht dass man es etwa übertreffen würde)! Na also!

schön für dich… siehe oben, manchmal ist da auch anders und
da wundert man sich über das Gejammer von ehemaligen
KollegenInnen schon ein wenig.

Genau, siehe oben. Das kommt auf den Fall an. Bei uns ist keiner freiwillig gegangen und hat hinterher gejammert. Es scheint doch so zu sein, dass bei euch so gut bezahlt wird, das man weder eine zusätzliche Zahlung vermisst, noch weggehen sollte, damit man nicht weniger verdient. Nochmal: Herzlichen Glückwunsch.

Überstunden sind bei uns auch eine freiwillige Leistung,

bitte? freiwillig sind die schon lange nicht, nur weil sie mit
dem Gehalt abgegolten sind. es kann auch heißen: entweder du
bist bereit, Tag und Nacht bereit zu stehen oder du kannst
gehen.

Oh, ja! Genauso habe ich das gemeint! Was glaubst du denn? Deshalb die Anführungszeichen. Du d a r f s t (Achtung: Ironiemodus!) bei uns Tag und Nacht arbeiten. Du w i r s t (Achtung: Kein Ironiemodus!) dafür auf keinen Fall irgendeinen wie auch immer gearteten Ausgleich erhalten.

Gruß

Demenzia

Auch noch mal Gruß
Nita

Tach,

Nicht wenn man von uns kommt,

ich weiß nicht wer „uns“ ist und ich frage mich, ist Anna eine Kollegin von dir?

dass kannst du mir gerne
glauben!

Du - kein Problem.

Von uns aus geht es nur nach oben. Natürlich nur wenn
man aus ungekündigtem Arbeitsverhältnis selbst einen neuen Job
sucht und findet und wenn man etwas ähnliches sucht und
findet.

SElbstverständlich! Ist ja offenbar n toller Laden…

Das es heute viele Menschen gibt, die aufgrund von
Entlassung etwas suchen und dann Abstriche machen müssen, ist
wohl schon mal ganz klar, war aber hier auch nicht die Frage,
oder?

Du - nicht nur die :wink:
Es gibt durchaus Menschen, die einfach keinen Bock mehr auf gewisse Buden haben und keine Kündigung bruachen, sondern selber entscheiden. Und dann sogar Einbußen hinnehmen und gar nicht jammern (da hast du wohl sowohl Anna als uch mich nicht verstanden).

Kommt darauf an, wenn du eh schon wenig verdient hast,

das ist alles relativ und da wir hier nicht über konkrete Zahlen reden, ist es müßig darüber weiter zu diskutieren was wenig und was viel ist.

dann ein Teil gestrichen wird mit den markigen Worten, dass du
ja o.g. Zulagen bekämst, du dann aber später feststellst, dass
das doch etwas anders aussieht, könnte man da auch schon mal
ganz schön Probleme bekommen, was laufende Kosten etc. angeht.

siehe oben. Ich kenne Leute, die verdienen das doppelte von mir bei gleichem Job(was ich als enorm hohes Gehalt empfinde) und würden nicht mehr lebensfähig sein, wenn sie mit meinem Gehalt leben müssten. Das ist u.a. eine Frage der Ansprüche - und in vielen Fällen sind eben diese Zulagen der pure Luxus (zumindest in den Fällen, die ich kenne und wo keiner hungern müsste ohne diese Zulagen).

Genau, siehe oben. Das kommt auf den Fall an. Bei uns ist
keiner freiwillig gegangen und hat hinterher gejammert.

da liegt glaube ich dein Verständnisproblem. Ich habe nicht das Gefühl, dass Anna gejammert hat. Ich habe auch nciht gejammert. Ich wundere mich nur über Ex-Kollegen, die in der Bude weiterhin arbeiten, aus der ich abgehauen bin. Sprich: ich hab dicke Einbußen gemacht (und jammere nicht!) und die haben weiterhin 14 Gehälter und machen sich ernsthaft GEdanken, was passiert, wenn das mal nicht mehr so ist (und die Gehälter sind eher noch gestiegen in den Jahren nach meinem Weggang).

Es
scheint doch so zu sein, dass bei euch so gut bezahlt wird,
das man weder eine zusätzliche Zahlung vermisst, noch weggehen
sollte, damit man nicht weniger verdient. Nochmal: Herzlichen
Glückwunsch.

Es scheint eher so zu sein, ich kann da nur von mir sprechen, dass ich meine Ansprüche durchaus herunterkurbeln konnte. DAs hat nichts damit zu tun, dass ich gut und gern ein paar mehr Kröten gebruachen könnte, dann wäre manches einfacher.

Aber, um noch mal auf Annas Frage einzugehen, ob nicht jeder gewisse Einbußen machen könnte, um die wirtschaftliche Situation von Unternehmen zu verbessern: ja, ich fände es ok, wenn alle mal ein wenig von ihren „Hochsitzen“ herunterkommen würden. Mich ödet diese Ansspruchs- und Konsumgesellschaft ziemlich an!

Gruß

Demenzia

Tach,

ich weiß nicht wer „uns“ ist und ich frage mich, ist Anna eine
Kollegin von dir?

Hallo nochmal,

ne, Anna kriegt doch kein Weihnachtsgeld!

Irgendwie scheinen wir permanent aneinander vorbeizureden. Ich lass jetzt mal alles Geplauder über Jammern oder Gründe zum Jammern weg. Das ist einfach zu subjektiv belastet und wird uns zu lange beschäftigen bis wir das auseinander dröseln!

Aber, um noch mal auf Annas Frage einzugehen, ob nicht jeder
gewisse Einbußen machen könnte, um die wirtschaftliche
Situation von Unternehmen zu verbessern: ja, ich fände es ok,
wenn alle mal ein wenig von ihren „Hochsitzen“ herunterkommen
würden. Mich ödet diese Ansspruchs- und Konsumgesellschaft
ziemlich an!

Gut, das mag sein, dass dich das anödet. Mir geht es aber nicht um Konsum, sondern darum, das die eigene Existenz abgesichert ist.

Noch einmal abschließend meine Meinung: Wenn dem Mitarbeiter A ein Jahresgehalt ohne Zulagen zugesichert wird und dem Mitarbeiter B ein Jahresgehalt inklusive Zulagen, dann wird sich Mitarbeiter B nach Kürzung der Zulagen schlechter stehen als Mitarbeiter A.

Deswegen ist es m.E. nicht einfach damit getan, mal eben auf Zulagen zu verzichten. Ein solcher Verzicht ist mit Sicherheit abhängig von der jeweiligen Lebenssituation des Einzelnen. Alle die noch sagen können: Die Konsumgesellschaft ödet mich an werden - wie du - einem Verzicht zustimmen können.

Andere die am Rande ihres finanziellen Limits angekommen sind würde ein solcher Verzicht sicher härter treffen.

Aber doch noch etwas Persönliches: Über das Vorstehende hinaus bin ich trotz- und alledem der Meinung das auch heute noch Arbeit auch leistungsbezogen entlohnt werden kann und sollte. Da wir bereits viel von Überstunden etc. geredet haben: Wenn ich also in meiner Firma von all den „heimlichen“ Rückschritten im Gehalt betroffen bin (Gehaltsnullrunden, längere Arbeitszeiten, mehr Verantwortung, Mehrarbeit, unentgeltliche Überstunden, inkl. Wo-E und Feiertagsarbeit, Wegfall von Zulagen etc. etc. etc.) warum sollte ich mir vorwerfen lassen, ich sei nicht bereit dem Arbeitgeber entgegenzukommen? Warum sollte ich dafür plädieren, dass die Zulagen die T e i l meines Jahreseinkommens sind, „großzügig“ zugunsten des Arbeitgebers wegfallen sollen? Vielleicht kommt der Tag, an dem ich auch diese Überlegung anstrengen und mich entscheiden muss, aber solange mein Unternehmen jedes Jahr stolz d a s Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens veröffentlicht und im Innenverhältnis weiter den absoluten Sparkurs fährt (wie wohl fast überall) sehe ich diesen Tag als noch in der Ferne liegend.

Gruß
Nita

Hallo Allerseits,

ich würde hier gerne mal eine Diksussion anregen, die mir auf
den Nägeln brennt. In der Süddeutsche Zeitung vom 3.12.2005
stand, dass 3 von 4 Arbeitnehmern Weihnachtsgeld bekommen. Nun
gehöre ich zu denjenigen, die keins erhalten. Ich bin jemand,
der weder W-Geld, nocht Urlaubsgeld, noch mehr als 12
Monatsgehälter bekommt.

Hinzu kommt, dass meine Überstunden

mit dem Monatsgehalt abgegolten sind.

Ich arbeite im Schnitt 65 Stunden pro Woche. Glaubst Du ich sehe dafür einen Cent extra???

Da fragt sich manch einer: Warum arbeitet sie für so einen AG?
Gute Frage. Ich persönlich finde diese Situation völlig ok.

Schön für Dich wenn Du das ok findest, aber Du solltest das nicht verallgemeinern.

Ehrlich gesagt finde ich Weihnachstgeld völlig übertrieben,
von Urlaubsgeld ganz zu schweigen. Was soll das denn? Durch
solche Zusatzleistungen, wird die wirtschaftliche Situation
doch nur überfordert.

Die wirtschaftliche Situation IST bereits überfordert, was aber bei einigen Unternehmen auch durch zu hohe Gier nach Gewinnen kommt. Es werden einfach Leute rausgeworfen weil man ja nochmals ein paar Prozent mehr Gewinn erwirtschaften könnte.

Ich persönlich bin der Meinung, dass bei guter Arbeitsleistung auch ein entsprechendes Gehalt drin sein muss.
Im Vertrieb gibt es zum Festgehalt noch ein Provisionsmodell sowie einen Jahresendbonus. Wer das ganze Jahr sauber und korrekt gearbeitet hat, wird durch solche Sonderzahlungen entsprechend belohnt.
Auch Urlaubs und Weihnachtsgeld sehe ich als Motivationsfaktor,wobei natürlich die Frage ist, ob das dann auch jeder AN verdient.

Momentan sind solche Dinge doch einfach

nur obsolet! Klar, als in den 60ern Weihnachts- und
Urlaubsgeld eingeführt wurden, gab es dafür vernünftige
Gründe: Überbeschäftigung. Die AGs haben verzweifelt fähige AN
gesucht. Aber diese Zeiten sind vorbei.

Warum passen wir uns

nicht den aktuellen Begebenheiten an?

Es steht jedem frei, das zu tun.

Würde es der deutschen Wirtschaft nicht besser gehen, wenn wir
einfach nur 12 Monatsgehälter bekommen würden und fertig?

Danke für anregende Überlegungen. Mich interessiert wirklich
sehr, wie die Leute hier im Forum diesen Punkt sehen.