Fachhochschule oder Uni - Vor-Nachteile

Hallo. Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich eine Fachhochschule oder eine Uni besuchen soll. (Informatik) Wozu könnt ihr mir raten - wo liegen die Vor- bzw. die Nachteile. Oder ist eine Ausbildung als Fachinformatiker als Einstiegsvoraussetzung vielleicht besser ?? Ich bin über jede Meinung froh.

Danke Andreas

Hi !

Ich würde auf alle Fälle das Studium an der FH empfehlen.
Gründe:

1.)Pflichtpraktika -> Kontakte zu Unternehmen, erste Erfahrungen -> Erleichterung bei der späteren Jobsuche

2.) schnelleres Studium, da keine überfüllten Seminare abgewartet werden müssen

3.) Ausbildung mit mehr Praxisbezug, daher später leichterer Einstieg.

Viel Spaß beim Studium !

Gruß,

Mathias

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Hallo

Die Entscheidung hängt auf jeden Fall von Deinen persönlichen Vorlieben ab.

Gehst Du mit dem Computer hauptsächlich „hands on“ um, also ganz praktisch, sind die theoretischen Grundlagen im wesentlichen Mittel zum Zweck und stört Dich ein Studium nicht, das Ähnlichkeiten mit Schule hat, dann ist die FH die Wahl für Dich.

Bist Du an den Grundlagen der Informatik interessierst und willst Du tiefer in diese einsteigen und möchtest auch im Rahmen der akademischen Freiheit mehr Flexibilität haben, dann wäre die Uni angebracht.

Viel Glück
Thomas

Kleiner Tip:
Es gibt in Deutschland auch ein paar Gesamthochschulen (z.B in Siegen oder Wuppertal).
An einer Gesamthochschulen wird in vielen Fächern sowohl ein FH- als auch ein Uni-Studium angeboten (die Gesamthochschulen nennen das HS I (FH) und HS II (Uni)), wobei das Grundstudium häufig zum grossen Teil identisch ist (die Studenten machen die selben Vorlesungen). Hier kann man also erstmal „losstudieren“ und sich im Laufe des Grundstudiums entscheiden, ob man das FH- oder das Uni-Studium weitermacht.

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Hi Andreas!

Nun ich studiere selber Informatik an der TU München und kann dir nur raten -falls du die Möglichkeit hast- auch an eine Uni zu gehen.
Im Gegensatz zu einem Rat der Vorredner würde nicht an einer Gesamt-Uni blind drauf los studieren, sondern mir erst überlegen was ich will. An der FH ist alles ziemlich praxisnah (dies mag zwar auf den ersten Blick toll erscheinen), aber das FH-Studium hat in meinen Augen einige erhebliche Nachteile:

  1. Programmiersprachen sind wie Modeerscheinungen
    alle 3-4 Jahre wechselt diese Mode und dann… An der FH wirst du halt in einer Programmiersprache getrimmt, während du an der Uni eher die Konzepte der Algorithmenentwicklung und der Implementation kennenlernst.

  2. Pflichtpraktika an der FH
    bei uns an der TU München sind Praktika intern. Ob ein Praktikum besser intern oder extern ausgeführt werden soll, ist ja beinah schon eine philosophische Frage inwieweit Lehre und Forschung von der Wirtschaft abhängen sollen. Es empfinde es zumindest als positiv nicht für einen pseudo-Lohn für einen Betrieb wertschöpfungstechnisch aktiv werden zu müssen, sondern im Praktika das umzusetzen was gelehrt wurde…
    Wenn du in das Berufsleben reinschnuppern willst, such dir einen Nebenjob (biste flexibler und das Gehalt ist schon überproportional hoch!)
    Die leichtere Kontaktaufnahme und der bessere Berufseinstieg durch externe Praktika will ich doch mal relativieren. Ich glaube (so alle 2 bis 3 Monate) findet bei uns immer so eine Art Hunting nach Studierenden statt. Und wenn du dein Vordiplom hast, stürzen sich die Unternehmen wahrlich auf dich (dort sind auch nahmhafte Unternehmen a la McKinsey vertreten)…

  3. Schlechtere Bezahlung beim Berufseinstieg
    Absolventen einer Uni haben durchschnittlich 20-30% höchere Einstiegsgehälter

  4. Tätigkeiten nach deinem Studium
    Du solltest dir halt überlegen, was du nach dem Studium als Dipl. Inf anfangen willst. Willst du den Rest deines Lebens eher Programme schreiben (bist du wahrscheinlich an der FH) besser aufgehoben. Willst du dagegen planerische, systemübergreifende, und führende also dispositive Aufgaben tendenziell später eher machen kann, ich dir eine Uni nur raten…

Zum Abschluß noch ein Erlebnis von der Systems 99:
Ich unterhielt mich mit einem Geschäftsführer einer kleinen Softwareschmiedefirma im „Isar-Valley“, darüber wie lange wohl noch der Boom für Informatiker anhalten würde. Nur kurz: meine These war, daß das Jahr 2000 relativ viele Informatiker an die Unternehmen binden würde, und sich dannach der Markt wieder entspannt.
Darauf meinte er nur:" Die schnell angelernten Hilfsarbeiter, die werden natürlich als erstes ihren Job verlieren. Aber die Leute, die an der Uni von Grund auf ihr Handwerk lernen, werden auch langfristig keine Probleme haben einen Job zu finden!"…

c ya,
kNUt