Entscheidungshilfe

Hi Dany,
lieben lieben Dank. Sorry, daß ich erst jetzt antworte, aber ich war über´s Wochenende verreist.
Klar, Du hast genau die Punkte herausgepickt, die auch ich als Problembereiche identifizierte… Aber ist es nicht so, daß auch Freunde miteinander- und sogar zusammenarbeiten können? Schließlich sollen sich ja auch schon mal Freunde zusammengetan haben, um gemeinsam etwas aufzubauen… An dieser Idee halte ich mich momentan etwas fest. Viel störender ist für mich, daß sein Vater noch dort arbeitet.
Stimmt, daß man Fehler machen darf, eine falsche Entscheidung ist zu verschmerzen, aber ich glaube diesen einen habe ich mit meinem jetzigen Job bereits gemacht.
Dein Ratschlag, für zwei Wochen mal im Unternehmen meines Freundes zu arbeiten und dann zu entscheiden ist nett, aber kaum sinnvoll durchführbar. Ich würde dort einen Kernbereich verantworlich leiten, mit ´ner ganzen Reihe von Mitarbeitern, da kann man nicht einfach mal auf Probe arbeiten. Und so nebenher laufen, nur um da zu sein… mmh.
Eins ist natürlich klar, Geld ist nicht alles, um darum geht´s es mir auch nicht primär. (Werde auch dann nicht am Hungertuch leiden.) Aber das Gesamtpaket muß stimmen: Freude an der Arbeit, die Möglichkeit des Ausgleichs außerhalb der Arbeit (also sollte auch noch ein wenig Freizeit übrig bleiben), Entwicklungsperspektiven…
Ich bin mit meiner Entscheidungsfindung einfach noch nicht viel weiter. Wie eine Waage, die noch nicht ganz ausgependelt ist, weiß ich noch nicht, zu welcher Seite sie sich nun neigt. Eben so, gleich so, und danach? Spannend.

  • ein grübelnder ERNIE, der sich darüber freut, daß sich nette Menschen Gedanken machen -

Hi Ernie,

ich kenne Dein Problem sehr gut ! Auch ich
habe zur Zeit einen Job, in dem zwar sehr
viel Geld verdiene, der mir aber überhaupt
keinen Spass macht !
Das habe ich mir jetzt ein paar Monate
angeguckt und habe die Entscheidung
getroffen, daß es wichtiger ist, abends
„befriedigt“ (vom Job natürlich) nachhause
zu kommen als das dicke Geld auf dem Konto
zu haben ! Ich werde also in einem Monat
einen neuen Job anfangen, bei dem ich nur
2/3 von dem verdiene, was ich heute habe.
Somit mein Rat: Geld ist nicht alles !

JEtzt kommt aber mein dickes ABER: Was den
Job bei Deinem Freund angeht, wäre ich
äußerst vorsichtig ! Du kennst die Branche
nicht, Du weißt nicht, ob Dir der Job
Spass machen würde und der Vater Deines
Freundes ist auch noch dort…
meiner Meinung nach sollte man Privat- und
Geschäftsleben strikt trennen… das kann
nämlich ordentlich ins Auge gehen !

Wenn Du Dich also nun verändern möchtest,
würde ich an Deiner STelle nach anderen
Alternativen suchen… auch wenn das jetzt
gerade nicht so passend in Deinem CV
aussieht… einen oder auch zwei
Ausrutscher kann sich jeder mal leisten !

ICh habe auch einige schlaflose Nächte
hinter mir, weil ich jetzt schon nach 16
Monaten wieder wechsel… aber wie gesagt:
es ist wichtig, daß man abends nachhause
kommt und weiß, was man tagsüber getan hat
und darin auch Befriedigung findet !

Ich hoffe, Dir ein bißchen geholfen zu
haben ! Gruß
Dany