IT Berufe / Berufsbilder / Tätigkeitsbezeichnungen

Hi all,

die (EihTih) IT-Branche boomt und in allen Stellenanzeigen werden verzweifelt Sales Profis bis Projektleiter gesucht. Die Stellenausschreibungen (es sei denn es geht um Anwendungsprogrammierung oder ähnliches) sind mehr als „wischi-waschi“ formuliert, da wird von Erfahrung in Führung von Projekten gesprochen, starkem Kundenfokus, Kenntnisse im IT Umfeld etc.

Meine Frage: Gibt es irgendwo auf dieser Welt nen Kurs um solche Kenntnisse zu lernen oder nachzuweisen das man sie hat?

Mein „Problem“: Ich bin im IT Umfeld zuhause (habe mir das alles learning by doing angeeignet). Setsamerweise glaubt mir bei Bewerbungsgesprächen kaum einer das ich das alles auch kann! Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder „richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein Projektleiter?) oder selbst nen Netzwerkplan „malen“ könnte (dazu hab ich Techniker…) - aber weit wann muss sowas in diesem Berufsumfeld gemacht werden?

UND: Gibt es WIRKLICH diplomierte Informatiker die solche Jobs machen für 80.000 DEM im Jahr, dazu noch programmieren, sich den eigenen Techniker machen UND die eigene Sekretärin/Schulungsleiter/Customer Care/Marketing und Event Managerin machen?

Ich habe das Gefühl solche Personen gibt es wirklich! Obwohl ich es kaum glauben kann.

Welche Erfahrungen habt ihr? Wo kann ich mich noch weiterbilden?

Helena

Was hast du denn gelernt???
Moien!

Denn das wäre ja net ganz unwichtig für die Frage ;o)))

Hi all,

Mein „Problem“: Ich bin im IT Umfeld zuhause (habe mir das
alles learning by doing angeeignet). Setsamerweise glaubt mir
bei Bewerbungsgesprächen kaum einer das ich das alles auch
kann!

Etwas lernen und dies auch anwenden zu können sind zwei paar Schuhe, also daher wieder die Frage, was hast du bisher gemacht???

Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder
„richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein
Projektleiter?)

Es geht nicht darum, daß man selber programmiert, sondern das man „seine“ Programmierer auch „versteht“ wenn die einem was erzählen und dies wär bei dir nicht gegeben…

oder selbst nen Netzwerkplan „malen“ könnte
(dazu hab ich Techniker…) - aber weit wann muss sowas in
diesem Berufsumfeld gemacht werden?

s. o.

UND: Gibt es WIRKLICH diplomierte Informatiker die solche Jobs
machen für 80.000 DEM im Jahr, dazu noch programmieren, sich
den eigenen Techniker machen UND die eigene
Sekretärin/Schulungsleiter/Customer Care/Marketing und Event
Managerin machen?

Ich habe das Gefühl solche Personen gibt es wirklich! Obwohl
ich es kaum glauben kann.

Wie gesagt geht es da eher darum, daß man versteht was diese Leute machen und weniger darum es selbst zu machen!

Abgesehen davon ist es auch ein Problem, daß alle denken man steigt in die Branche ein und verdient gelcih 6-stellige Summen…

Bernd

Hi Helena!

Meine Frage: Gibt es irgendwo auf dieser Welt nen Kurs um
solche Kenntnisse zu lernen oder nachzuweisen das man sie hat?

Klare Antwort: Nein.

Die Tätigkeiten im IT-Bereich sind so vielseitig, daß es keine „so-und-nicht-anders“-Ausbildung gibt. In der IT-Untersuchung der IG Metall von diesem Jahr werden bereits 10 verschiedene Berufsbilder genannt:

  1. Beratung/Consulting
  2. Hardware-Entwicklung
  3. Marketing
  4. Rechenzentrum
  5. Service
  6. Software-Engineering
  7. Training/Schulung
  8. Vertrieb
  9. Verwaltung/Administration
  10. Technische Dokumentation

Jeder Bereich unterteilt sich dann wieder auf die verschiedenen System-Plattformen (Mainframe, Midframe, PC) sowie die Anwendungsbereiche (Stand-Alone, Netzwerk, Intranet, Internet). Der Berufsbegriff „IT“ potenziert sich damit natürlich.

Mein „Problem“: Ich bin im IT Umfeld zuhause (habe mir das
alles learning by doing angeeignet). Setsamerweise glaubt mir
bei Bewerbungsgesprächen kaum einer das ich das alles auch
kann! Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder
„richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein
Projektleiter?) oder selbst nen Netzwerkplan „malen“ könnte
(dazu hab ich Techniker…) - aber weit wann muss sowas in
diesem Berufsumfeld gemacht werden?

Die Bemängelung erfolgt (IMHO natürlich) zu recht. Mein derzeitiger Chef programmiert seit über zehn Jahren; er hat sich alles selbst beigebracht. Und genau das merkt man auch:

  • strukturierte Programmierung ist ein absolutes Fremdwort!
  • konzeptioneller Aufbau von vielschichtigen Dialoganwendungen existiert nicht!
  • Beachtung der Normalisierungsregeln bei Datenbanktabellen fand und findet nicht statt. Vielmehr wird fröhlich gegen die erste, zweite und dritte Normalisierungsregel verstoßen

Wenn *mir* jemand sagt, er könne Datenbanktabellen anlegen („habe ich mir selbst beigebracht!“), kann aber die Frage nach der Dritten Normalisierungsregel nicht beantworten - was soll ich von so einem Mitarbeiter halten?

Gleiches bei der Frage nach Programmiertechniken: saubere, strukturierte Programmierung mit klaren definierten Entry- und Exit-Stellen, Kenntnisse über standardisierte Bezeichnungen von Variablen, Datentypen, Schnittstellen (ich kenne Programmierer, die bis heute nicht den Unterschied zwischen einem Integer und einem Long kennen und sich immer wieder wundern, warum es einen Überlauf gibt; oder wie man einen Hex-Dump liest)

Folglich: wer behauptet, bestimmte praxisbezogene Dinge in der IT zu können, muß es beweisen. Entweder durch Schulungsnachweise (Teilnahmebescheinigungen, Zeugnisse) oder durch abgeschlossene Projektaufgaben (Anwendungen, Source-Code)

Und wer sich dezent aus dem Tagesgeschäft heraushalten will, weil man als „IT-Leiter“ weder Programmieren noch die Technologie beherrschen können muß, hat sehr schnell die Achtung seiner Mitarbeiter verloren. Wenn ich feststelle, daß ich meinem Chef jeden Mist verkaufen kann und er es glauben muß, weil er keine Ahnung von der Materie hat, dann wird er ganz schnell zum Gruppen-Außenseiter (ansonsten empfehle ich die Lektüre von Tom de Marcos Buch „Wien wartet auf dich“)

UND: Gibt es WIRKLICH diplomierte Informatiker die solche Jobs
machen für 80.000 DEM im Jahr, dazu noch programmieren, sich
den eigenen Techniker machen UND die eigene
Sekretärin/Schulungsleiter/Customer Care/Marketing und Event
Managerin machen?

Ich habe das Gefühl solche Personen gibt es wirklich! Obwohl
ich es kaum glauben kann.

Meine Erfahrungen zu diplomierten Informatikern:
Da kommen so junge Schnösel von der Uni, der Kopf voller professoralen Ideen, haben von der Arbeitswelt keine Ahnung und erzählen einem von Anfang an, was alles falsch ist und um wieviel besser sie es selbst machen können. Beim ersten Problem stellen sie dann aber plötzlich fest, daß der IT-Job in einem Unternehmen sich gewaltig von den Aufgaben im Informatik-Studium unterscheidet (allein schon der Zeitdruck und der Umgang mit renitenten Kunden/Auftraggebern/Vorgesetzten). Von den Uni-Frischlingen können wir bei uns (ca. 350 DV-Mitarbeiter) so gut wie keinen direkt und sofort einsetzen - die werden für ein Jahr (!!!) erstmal durch die Abteilungen geschickt, damit sie ihre Flausen aus dem Kopf kriegen und sich zu nützlichen Mitarbeitern entwickeln (einige erleben in dieser Zeit eine derartige Ernüchterung, daß sie den Job schmeißen).

Zum Thema Gehalt:
Das Gehalt ist abhängig von Komponenten wie Aufgabenbereich (s.o.), Größe des Unternehmens, Bedeutung der EDV in der Firma, demographische Faktoren (Geographie, Ortsgröße, lokale Lebenshaltungskosten usw.), Lebensalter, Berufserfahrung, Ausbildung.

Ich habe aus dem IG Metall Bericht zwei Blöcke herausgesucht:

  1. Beratung/Consulting

1a) Berater
Aufgaben mittleren Schwierigkeitsgrades, selbständiges Arbeiten, mehrjährige Berufserfahrung, Fachhochschulabschluß, keine Projektleitung
individuelle Gehaltsbandbreite: 49.000 bis 210.000 DM
Gehaltsbandbreite in Unternehmen: 64.000 bis 132.000 DM
Schnittgehalt des Berufsbildes: 93.000 DM

1b) Senior-Berater
wie 1a) plus Aufgaben komplexen Schwierigkeitsgrades, selbständiges Arbeiten, langjährige Berufserfahrung, Hochschulabschluß, Projektleitung mit 5 bis 7 Mitarbeitern
individuelle Gehaltsbandbreite: 46.000 bis 193.000 DM
Gehaltsbandbreite in Unternehmen: 63.000 bis 154.000 DM
Schnittgehalt des Berufsbildes: 109.000 DM

  1. Software-Engineering

2a) SW-Ingenieur I
einfache DV-Aufgaben, vier Semester Fachschule, Fachhochschul- oder Hochschulabschluß
individuelle Gehaltsbandbreite: 41.000 bis 131.000 DM
Gehaltsbandbreite in Unternehmen: 47.000 bis 92.000 DM
Schnittgehalt des Berufsbildes: 70.000 DM

2b) SW-Ingenieur II
wie 2a) plus mittlere DV-Aufgaben, selbständiges Arbeiten, mehrjährige Erfahrungen
individuelle Gehaltsbandbreite: 49.000 bis 198.000 DM
Gehaltsbandbreite in Unternehmen: 64.000 bis 138.000 DM
Schnittgehalt des Berufsbildes: 88.000 DM

2c) SW-Ingenieur III
wie 2b) plus komplexe DV-Aufgaben, Projektleitung, langjährige Erfahrungen
individuelle Gehaltsbandbreite: 62.000 bis 217.000 DM
Gehaltsbandbreite in Unternehmen: 75.000 bis 130.000 DM
Schnittgehalt des Berufsbildes: 101.000 DM

Zur Erläuterung:
Der IG Metall Bericht zu Aufgaben und Gehälter im IT Bereich basiert auf einer Untersuchung von 35 Unternehmen: Ausrüster, Software-Anbieter, IT-Services, Consultings; sowohl große IT-Firmen als auch reichlich mittelständische Unternehmen wurden befragt. In den Bericht flossen Rückmeldungen von 20.000 IT-Mitarbeitern ein.
Die „individuelle Gehaltsbandbreite“ umfaßt je Berufsbild das niedrigste und das höchste genannte Gehalt. Die „Gehaltsbandbreite in Unternehmen“ nennt den niedrigsten und höchsten Gehaltsschnitt je Berufsbild und Unternehmen. Das „Schnittgehalt des Berufsbildes“ ist der Schnitt aller Nennungen des jeweiligen Berufsbildes.

So, das wär’s!
Nun sollten alle Klarheiten beseitigt sein… :wink:
Falls noch es noch Fragen gibt - fragen!

Grüße
Siegfried
[seit 15 Jahren im IT-Bereich tätig: Rechenzentrum, Softwareentwickler für Host und PC (OS/2, Windows); habe gearbeitet bzw. arbeite bei DV-Kleinunternehmen (7 MA), bei Großunternehmen (1200 MA), bei Consulting (120 MA) für Drittfirmen]

Moien!

Middach!

Denn das wäre ja net ganz unwichtig für die Frage ;o)))

Kaufmännisch. Hatte aber „EDV“ (damals noch BASIC) im Abi.

Etwas lernen und dies auch anwenden zu können sind zwei paar
Schuhe, also daher wieder die Frage, was hast du bisher
gemacht???

Immer mehr IT, anstatt „kaufmännisch“. Zwar keine Programmierung, aber was einen PC so „ausmacht“ wie ich Server im Netzplan erkenne, technische Umsetzung von Anwenderwünschen, Projektleitung (Installationen bis zu 400 Arbeitsplätze), Anwenderbetreuung/Schulungen, das Ganze drum-rum (IT Orga, Projektleitung, sagt dir das was?).

Wenn ich von learning by doing rede meine ich das so und ich kann es auch! Was nicht heisst das ich meine deswegen jeden Informatiker/Techniker in die Tasche stecken zu können. Ich kenne meine „Mängel“ sehr gut. Aber wie soll ich das learning by doing (auch wenns im Arbeitszeugniss steht) sonst noch beweisen? Und was genau hat das mit einem Lehrberuf noch zu tun der 10 Jahre zurückliegt und kaum noch bis nicht mehr ausgeübt wird?

Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder
„richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein
Projektleiter?)

Es geht nicht darum, daß man selber programmiert, sondern das
man „seine“ Programmierer auch „versteht“ wenn die einem was
erzählen und dies wär bei dir nicht gegeben…

Und genau diese „Schnittstelle“ bin ich jeden Tag, 5 x die Woche. Genau das tue ich! Schnittstelle zwischen „Experte“ und „Endkunde“. Auch wenn ich KEINE Fachantworten auf bestimmte Programmierprobleme geben kann!

UND: Gibt es WIRKLICH diplomierte Informatiker die solche Jobs
machen für 80.000 DEM im Jahr, dazu noch programmieren, sich
den eigenen Techniker machen UND die eigene
Sekretärin/Schulungsleiter/Customer Care/Marketing und Event
Managerin machen?

Ich habe das Gefühl solche Personen gibt es wirklich! Obwohl
ich es kaum glauben kann.

Wie gesagt geht es da eher darum, daß man versteht was diese
Leute machen und weniger darum es selbst zu machen!

s.o. das „verstehe“ ich und das muss ich auch an meine Kunden „weitergeben“.

Abgesehen davon ist es auch ein Problem, daß alle denken man
steigt in die Branche ein und verdient gelcih 6-stellige
Summen…

Das ist keine Antwort. Ich WEISS das man gerne annimmt - ich mach einen auf Programmierer und die Jahreseinkünfte kommen von alleine. Ich kenne die Realität!

Helena

Hi Siegfried,

und Danke für die erschütternde (*zwinker*) Auskunft.

Die Tätigkeiten im IT-Bereich sind so vielseitig, daß es keine
„so-und-nicht-anders“-Ausbildung gibt. In der IT-Untersuchung
der IG Metall von diesem Jahr werden bereits 10 verschiedene
Berufsbilder genannt:

  1. Beratung/Consulting
  2. Hardware-Entwicklung
  3. Marketing
  4. Rechenzentrum
  5. Service
  6. Software-Engineering
  7. Training/Schulung
  8. Vertrieb
  9. Verwaltung/Administration
  10. Technische Dokumentation

Jeder Bereich unterteilt sich dann wieder auf die
verschiedenen System-Plattformen (Mainframe, Midframe, PC)
sowie die Anwendungsbereiche (Stand-Alone, Netzwerk, Intranet,
Internet). Der Berufsbegriff „IT“ potenziert sich damit
natürlich.

Mein „Problem“: Ich bin im IT Umfeld zuhause (habe mir das
alles learning by doing angeeignet). Setsamerweise glaubt mir
bei Bewerbungsgesprächen kaum einer das ich das alles auch
kann! Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder
„richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein
Projektleiter?) oder selbst nen Netzwerkplan „malen“ könnte
(dazu hab ich Techniker…) - aber weit wann muss sowas in
diesem Berufsumfeld gemacht werden?

Die Bemängelung erfolgt (IMHO natürlich) zu recht. Mein
derzeitiger Chef programmiert seit über zehn Jahren; er hat
sich alles selbst beigebracht. Und genau das merkt man auch:

  • strukturierte Programmierung ist ein absolutes Fremdwort!
  • konzeptioneller Aufbau von vielschichtigen Dialoganwendungen
    existiert nicht!
  • Beachtung der Normalisierungsregeln bei Datenbanktabellen
    fand und findet nicht statt. Vielmehr wird fröhlich gegen die
    erste, zweite und dritte Normalisierungsregel verstoßen

Wenn *mir* jemand sagt, er könne Datenbanktabellen anlegen
(„habe ich mir selbst beigebracht!“), kann aber die Frage nach
der Dritten Normalisierungsregel nicht beantworten - was soll
ich von so einem Mitarbeiter halten?

Ich arbeite nicht in der direkten Problembeseitigung/Programmierung/etc etc. Ich bin genau diese Schnittstelle die die „Flausen“ des Endkunden/Verkaufs an den „richtigen Mann“ adressiert und diese „Flausen“ so „übersetzt“ das dieser „Fachmann“ dann weiss was am Ende bei herum kommen soll. (Jetzt mal ganz einfach ausgedrückt!) Ich bezeichne mich im Grunde als Schnittstelle zwischen „Außen und innen“.

Kein Kunde/Anwender wird dir genau sagen in welchem Script du was verändern sollst damit „et wat bunter wird“ oder der Update sofort in die und die Datei gespeichert wird. Aber das „Vorqualifizieren“ und „Nachbearbeiten“ mache ich und arbeite dann mit dem Menschen zusammen der das Ganze dann bewerstelligen kann.

Ich würde von mir auch nie behaupten „Datenbanken aufsetzten“ zu können oder bei einem lächerlichen Marko das ich mal fabriziert habe, zu sagen ich kann „programmieren“. Ich kenne die Unterschiede und ich kenne meine Mängel.

Folglich: wer behauptet, bestimmte praxisbezogene Dinge in der
IT zu können, muß es beweisen. Entweder durch
Schulungsnachweise (Teilnahmebescheinigungen, Zeugnisse) oder
durch abgeschlossene Projektaufgaben (Anwendungen,
Source-Code)

Kann ich immerhin! (Teilnahmebescheinigungen, Zeugnisse) oder

durch abgeschlossene Projektaufgaben.

Und wer sich dezent aus dem Tagesgeschäft heraushalten will,
weil man als „IT-Leiter“ weder Programmieren noch die
Technologie beherrschen können muß, hat sehr schnell die
Achtung seiner Mitarbeiter verloren. Wenn ich feststelle, daß
ich meinem Chef jeden Mist verkaufen kann und er es glauben
muß, weil er keine Ahnung von der Materie hat, dann wird er
ganz schnell zum Gruppen-Außenseiter (ansonsten empfehle ich
die Lektüre von Tom de Marcos Buch „Wien wartet auf dich“)

Ich will kein „blinder IT Leiter“ werden! (Um Gottes willen!!)

Und um was geht es in dem Buch?

UND: Gibt es WIRKLICH diplomierte Informatiker die solche Jobs
machen für 80.000 DEM im Jahr, dazu noch programmieren, sich
den eigenen Techniker machen UND die eigene
Sekretärin/Schulungsleiter/Customer Care/Marketing und Event
Managerin machen?

Ich habe das Gefühl solche Personen gibt es wirklich! Obwohl
ich es kaum glauben kann.

Meine Erfahrungen zu diplomierten Informatikern:
Da kommen so junge Schnösel von der Uni, der Kopf voller
professoralen Ideen, haben von der Arbeitswelt keine Ahnung
und erzählen einem von Anfang an, was alles falsch ist und um
wieviel besser sie es selbst machen können. Beim ersten
Problem stellen sie dann aber plötzlich fest, daß der IT-Job
in einem Unternehmen sich gewaltig von den Aufgaben im
Informatik-Studium unterscheidet (allein schon der Zeitdruck
und der Umgang mit renitenten
Kunden/Auftraggebern/Vorgesetzten). Von den Uni-Frischlingen
können wir bei uns (ca. 350 DV-Mitarbeiter) so gut wie keinen
direkt und sofort einsetzen - die werden für ein Jahr (!!!)
erstmal durch die Abteilungen geschickt, damit sie ihre
Flausen aus dem Kopf kriegen und sich zu nützlichen
Mitarbeitern entwickeln (einige erleben in dieser Zeit eine
derartige Ernüchterung, daß sie den Job schmeißen).

Die Erfahrungen habe ich auch gemacht! Nicht ich persönlich, ich habe die „Neueinsteiger“ aus der Uni auch erlebt und erlebt wie sie gingen (oder es durchhielten). Aber das bin ich nicht! Vielleicht ein Vorteil wenn man nicht auf der Uni war? *ducktsichschonmal*

Ich kenne immerhin die Realität und die Abläufe eines großen Unternehmens.

Und Danke für die Infos zum Gehalt! Aber darum ging es mir nicht so genau! Ich frage mich nur ob es wirklich „Top Leute“ im „IT Bereich“ gibt die nicht nur diese ganzen Kenntnisse haben und mitbringen - die auch noch gewillt sind ihre eigene Pre-Sales Mitarbeiter/das Sekretariat/Customer Care/Vertragsmanagement UND Schulungsabteilung zu sein. (Gerade bei IT Startup Unternehmen habe ich den Eindruck die stellen lieber solche „Dipl.'s“ ein die dann „nebenbei“ noch diese ganzen anderen Aufgaben „mit links“ erledigen und „ersparen“ sich „normalere“ Mitarbeiter.

So, das wär’s!
Nun sollten alle Klarheiten beseitigt sein… :wink:
Falls noch es noch Fragen gibt - fragen!

*schluck*

OK du hast es so gewollt - meine Fragen stehen da! :wink:

Grüße
Siegfried
[seit 15 Jahren im IT-Bereich tätig: Rechenzentrum,
Softwareentwickler für Host und PC (OS/2, Windows); habe
gearbeitet bzw. arbeite bei DV-Kleinunternehmen (7 MA), bei
Großunternehmen (1200 MA), bei Consulting (120 MA) für
Drittfirmen]

Hi Helena!

Ich arbeite nicht in der direkten
Problembeseitigung/Programmierung/etc etc. Ich bin genau diese
Schnittstelle die die „Flausen“ des Endkunden/Verkaufs an den
„richtigen Mann“ adressiert und diese „Flausen“ so „übersetzt“
das dieser „Fachmann“ dann weiss was am Ende bei herum kommen
soll. (Jetzt mal ganz einfach ausgedrückt!) Ich bezeichne mich
im Grunde als Schnittstelle zwischen „Außen und innen“.

Wo siedelst du dich denn mit deinen Aufgaben an?
Akquisition? Hotline? Consulting? Systemanalyse?

Kein Kunde/Anwender wird dir genau sagen in welchem Script du
was verändern sollst damit „et wat bunter wird“ oder der
Update sofort in die und die Datei gespeichert wird. Aber das
„Vorqualifizieren“ und „Nachbearbeiten“ mache ich und arbeite
dann mit dem Menschen zusammen der das Ganze dann
bewerstelligen kann.
Ich will kein „blinder IT Leiter“ werden! (Um Gottes willen!!)

Und um was geht es in dem Buch?

Über die sog. „Human Ressources“, das menschliche Kapital in einem IT-Unternehmen und wie fehlerhaft damit umgegangen wird, außerdem: warum IT-Projekte immer wieder auf die gleichen Probleme stoßen und entweder sich zeitlich verzögern, in den Kosten explodieren oder schlicht scheitern (eine zentrale Aussage: „90 % aller Probleme in einem EDV-Projekt sind nicht technischer, sondern ausschließlich soziologischer Art.“ - wie gesagt: sehr zu empfehlen!)

BTW: dieser fehlerhafte Umgang mit seinen Mitarbeitern ist der wahre Grund, warum die wirklich guten Leute gehen. In Deutschland sind nicht die Steuern zu hoch oder das Benzin ist zu teuer, in Deutschland sind - im internationalen Vergleich - die Manager einfach Scheiße! (Zitat: „Ich stehe voll hinter meinen Leuten!“ - „Logisch. Von dort kann man denen am besten in den Hintern treten. Außerdem kann man hinter seinen Leuten prima in Deckung gehen, wenn der Wind scharf von vorne weht!“)

Und Danke für die Infos zum Gehalt! Aber darum ging es mir
nicht so genau! Ich frage mich nur ob es wirklich „Top Leute“
im „IT Bereich“ gibt die nicht nur diese ganzen Kenntnisse
haben und mitbringen - die auch noch gewillt sind ihre eigene
Pre-Sales Mitarbeiter/das Sekretariat/Customer
Care/Vertragsmanagement UND Schulungsabteilung zu sein.

Wohl nur als idealistische Frischlinge…

(Gerade bei IT Startup Unternehmen habe ich den Eindruck die
stellen lieber solche „Dipl.'s“ ein die dann „nebenbei“ noch
diese ganzen anderen Aufgaben „mit links“ erledigen und
„ersparen“ sich „normalere“ Mitarbeiter.

Start-Up-Unternehmen? Oh je…
Erinnert mich an folgende Szene im Fernsehen

Moderator: „Und was machen Sie so beruflich?“
Gast: „Ich bin Content-Manager in einem Start-Up-Unternehmen.“
Moderator: „Also so etwas ähnliches wie arbeitslos.“

Der Moderator hatte ja so recht! Hauptsache, der Job hat einen schön neumodischen Namen! :wink:))

Grüße
Siegfried

Hi Siegfried.

Wo siedelst du dich denn mit deinen Aufgaben an?
Akquisition? Hotline? Consulting? Systemanalyse?

PreSales/Schulung/Anwenderberatung/Consulting/2nd Level/Begleitung bei Releasewechel, Installation, Wettbewerbsbeobachtung…Adminarbeiten (leider auch!)

Über die sog. „Human Ressources“, das menschliche Kapital in
einem IT-Unternehmen und wie fehlerhaft damit umgegangen wird,
außerdem: warum IT-Projekte immer wieder auf die gleichen
Probleme stoßen und entweder sich zeitlich verzögern, in den
Kosten explodieren oder schlicht scheitern (eine zentrale
Aussage: „90 % aller Probleme in einem EDV-Projekt sind nicht
technischer, sondern ausschließlich soziologischer Art.“ - wie
gesagt: sehr zu empfehlen!)

BTW: dieser fehlerhafte Umgang mit seinen Mitarbeitern ist der
wahre Grund, warum die wirklich guten Leute gehen. In
Deutschland sind nicht die Steuern zu hoch oder das Benzin ist
zu teuer, in Deutschland sind - im internationalen Vergleich -
die Manager einfach Scheiße! (Zitat: „Ich stehe voll hinter
meinen Leuten!“ - „Logisch. Von dort kann man denen am besten
in den Hintern treten. Außerdem kann man hinter seinen Leuten
prima in Deckung gehen, wenn der Wind scharf von vorne weht!“)

Oki das Buch ist vorgemerkt auch wenns mir nicht weiterhilft.
Übrigens sehe ich das genauso, das unsere „human Ressources“ nicht nur falsch sondern auch viel zu schlecht bewertet werden und das sich viele „Head Hunter“ oder „Human Ressource Fachleute“ an Papier (Titeln) mehr aufhängen, als das sie die Qualität des vor Ihnen sitzenden Menschen erkennen (und damit verbunden seine Fähigleit sich vielleicht tatsächlich weiterzubilden - entwickeln).

Start-Up-Unternehmen? Oh je…
Erinnert mich an folgende Szene im Fernsehen

Moderator: „Und was machen Sie so beruflich?“
Gast: „Ich bin Content-Manager in einem Start-Up-Unternehmen.“
Moderator: „Also so etwas ähnliches wie arbeitslos.“

Der Moderator hatte ja so recht! Hauptsache, der Job hat einen
schön neumodischen Namen! :wink:))

Ich will ja keinen schönen Titel, ich will nur wissen ob ich wirklich so „doof und unfähig“ bin wie man es mir vermitteln möchte oder ob es nicht doch Unternehmen gibt die Leute wie mich suchen und einsetzten können.

Danke auf jeden Fall
Helena

BINGO! :smile:)

Start-Up-Unternehmen? Oh je…
Erinnert mich an folgende Szene im Fernsehen

Moderator: „Und was machen Sie so beruflich?“
Gast: „Ich bin Content-Manager in einem Start-Up-Unternehmen.“
Moderator: „Also so etwas ähnliches wie arbeitslos.“

Der Moderator hatte ja so recht! Hauptsache, der Job hat einen
schön neumodischen Namen! :wink:))

genau auf den punkt! *lach*

beste grüße
ann

Hi Helena,

Hi all,

die (EihTih) IT-Branche boomt und in allen Stellenanzeigen
werden verzweifelt Sales Profis bis Projektleiter gesucht. Die
Stellenausschreibungen (es sei denn es geht um
Anwendungsprogrammierung oder ähnliches) sind mehr als
„wischi-waschi“ formuliert, da wird von Erfahrung in Führung
von Projekten gesprochen, starkem Kundenfokus, Kenntnisse im
IT Umfeld etc.

Als „wischi-washi“ würde ich solche Anforderunden nicht bezeichnen. Gesucht werden natürlich die Alleskönner möglichst billig. Kundenfokus und IT-Kenntnis wird immer vorausgesetzt (was nutzt der Programmierer, der den Kunden anschnautzt und was hilft ein Verkäufer, der sein Produkt nicht kennt)

Meine Frage: Gibt es irgendwo auf dieser Welt nen Kurs um
solche Kenntnisse zu lernen oder nachzuweisen das man sie hat?

Der Kurs nennt sich ‚Erfahrung‘, aber dafür gibt es keine Zertifikate.

Mein „Problem“: Ich bin im IT Umfeld zuhause (habe mir das
alles learning by doing angeeignet).

Bei mir ist das ein Vorteil und kein Problem :wink:

Setsamerweise glaubt mir
bei Bewerbungsgesprächen kaum einer das ich das alles auch
kann! Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder
„richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein
Projektleiter?)

Ich habe zu meinem Bedauern gelernt, daß ein Projektleiter im OOP-Umfeld auch den Code lesen können muß, um mitreden zu können. Also habe ich auch ein wenig Lernbedarf:frowning:In den mir bekannten Projekten wurde sogar ein Teil der GUI von den ‚Obermackern‘ (Projektleitern) selbst gemacht und ‚nur‘ die funktionalen Algorithmen den Programmierern überlassen. Hierzu gibt es aber einige neue Modelle (an Unis entwickelt aber noch nicht hinreichend ausprobiert und dokumentiert).

oder selbst nen Netzwerkplan „malen“ könnte
(dazu hab ich Techniker…) - aber weit wann muss sowas in
diesem Berufsumfeld gemacht werden?

Versuche es einmal mit einem kleinen. Die Grundtechniken (keine zwei Jahre Intensivtraining) sollte man schon 'draufhaben. Pläne und Zeichnungen sin dafür da, die eigenen Ideen so herüberzubringen, daß andere Beteiligte (ohne den eigenen Backgound) alles notwendige verstehen, um Ihren Part an der Arbeit leisten zu können, oder die notwendigen Entscheidungen treffen zu können.

Zum „dazu habe ich Techniker“: Natürlich kann man einen Mitarbeiter beauftragen eine Zeichnung zu machen. Aber als Vorlage sollte eine eigene Rohskizze aus dem Vorbereitungsgespräch dienen. Ansonsten läuft das Projekt möglicherweise an Dir vorbei.

UND: Gibt es WIRKLICH diplomierte Informatiker die solche Jobs
machen für 80.000 DEM im Jahr, dazu noch programmieren, sich
den eigenen Techniker machen UND die eigene
Sekretärin/Schulungsleiter/Customer Care/Marketing und Event
Managerin machen?

Falls ja, dann sind sie selbst daran schuld.

Ich habe das Gefühl solche Personen gibt es wirklich! Obwohl
ich es kaum glauben kann.

Es gibt Sie, aber sie können sich gegen die Gehaltserhöhungen nicht mehr wehren.

Welche Erfahrungen habt ihr? Wo kann ich mich noch
weiterbilden?

Das hängt davon ab, für welche Branche die IT weiterentwickelt wird. Bei uns und Branchenkenntnis (Wertpapierabwicklung) und Analyse - und Designfähigkeit wichtiger als die Kenntnis eines Entwicklungstools. Ich besuche immer (öfter) Veranstaltungen von Euroforum und IIR.

Für Projektmanagement sind natürlich auch Weiterbildungen zu Personalführung, Rhetorik und Zeitmanagement wichtig.

Helena

Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.

Ciao

Uwe

Hi Helena,
ich glaube dass ich schon einen ähnlichen Situation erlebt habe…aber vielleich auch etwas anders.
Ich habe BWL / Angewandte Fremdsprachen in England studiert aber mit technischen Praktika bei Softwarehäuser als Datenbankprogammierin (und dabei Beweismaterial - Zeugnisse, Trainings…). Bin also als Frischling Business-Analyst geworden, also diese berühmte Schnittstelle zwischen Technik und Geschäft. Aber ich war nicht technisch genug um ernst genommen zu sein. Aber 2 Jahre lang habe ich so gemacht. Dann habe ich meine Bildung fortgesetzt, habe mich als SQL-DBA qualifiziert und noch einige Jahren als DBA mit Projektverantwortung gearbeitet. Eben wenn ich nicht langzeitig DBA bleiben wollte. ABER weil ich das kann und auch das beweisen kann, könnte ich den Aufsteig machen, der ich wollte. Und jetzt bin ich eine Strategiemanagerin bei einen Münchener Softwarehaus (kein Start-up). Und (fast) zufrieden - zuviel Zufriedenheit kann schädlich sein, zumindest bei Sachen Karriere.
Aber ohne diese Erfahrung (als Rückendeckung?) wäre das heutigen Zustand nicht möglich.
Lernberufe habe immer noch viel mehr Bedeutung in Deutschland als irgendwo anders - ich weiss das schon (während meines letzten Stellenwechsel würde ich oft gefragt wieso ich keine „technischen Ausbildung“ hätte!! *grins*). Ja, England wäre einfach aber ich finde „einfach“ einfach langweilig :smile:
Und ja als Technikerin habe ich damals weit weniger als 80TDM verdient - wieso? Weil ich lernen wollte.
Vielleicht bin ich einfach altmödisch, oder?
Ohne Fortbildung (frag mal nach Förderungsprogramme, es gibt viele besonders für Frauen zur Zeit - ich sage das nur weil die oft billiger sind) wird es schwierig. Vielleicht einen Berufsverband (die Webgrrls z.B.?) könnte hilfreich sein?
Ich weiss dass du ganz viel Frust hast aber wende einfach das Mist ins Dünger :wink:
Alles gute
Katrina

Hi Katharina,

ich glaube du hast mich wirklich verstanden. Es geht nicht um das jammern und das „ich kanns, Bildung wieso?“.

Wenn ich was lernen kann, her damit!

Also wie ist die Site der webgirl? (www.webgirls.de?)
Förderungsprogramme kenne ich keine, mein „Unternehmen“ streicht uns diese „Programme“ mit der Begründung „dafür werden Spezialisten eingestellt“.

Danke und Grüsse
Helena

Hi Uwe,

Als „wischi-washi“ würde ich solche Anforderunden nicht
bezeichnen. Gesucht werden natürlich die Alleskönner möglichst
billig. Kundenfokus und IT-Kenntnis wird immer vorausgesetzt
(was nutzt der Programmierer, der den Kunden anschnautzt und
was hilft ein Verkäufer, der sein Produkt nicht kennt)

Ok genehmigt! WIR SUCHEN - die Eierlegende Wollmilchsau…und zahlen so wenig wie möglich aber du hast nen suuuper Titel.
Vergessen wir das mal. Es ist WISCHI_WASCHI! Wenn ich als Unternehmen solche Methoden benutze um möglichst viele Bewerber anzusprechen, dann mache ich was falsch, dann weiss ich selbst nicht wen ich suche und dann sind wohl die Leute die solche
Jobs ausschreiben Analphabethen. Wo sind denn die ganzen tollen Texter und vor allem „IT Spezialisten“, die dich dann im Interview auseinandernehmen und am Ende ist aus der Anzeige „Wir suchen ne rote Hose“ ein „Wir wollen blaue Schuhe“ geworden.

Meine Frage: Gibt es irgendwo auf dieser Welt nen Kurs um
solche Kenntnisse zu lernen oder nachzuweisen das man sie hat?

Der Kurs nennt sich ‚Erfahrung‘, aber dafür gibt es keine
Zertifikate.

Ok das hätte ich dann ja.

Mein „Problem“: Ich bin im IT Umfeld zuhause (habe mir das
alles learning by doing angeeignet).

Bei mir ist das ein Vorteil und kein Problem :wink:

Schön das DU es so siehst! Wo ist der Rest der das auch so sieht?

Setsamerweise glaubt mir
bei Bewerbungsgesprächen kaum einer das ich das alles auch
kann! Mir wird zwar oft als „Mangel“ ausgelegt das ich weder
„richtig programmieren kann“ (seit wamm programmiert ein
Projektleiter?)

Ich habe zu meinem Bedauern gelernt, daß ein Projektleiter im
OOP-Umfeld auch den Code lesen können muß, um mitreden zu
können. Also habe ich auch ein wenig Lernbedarf:frowning:In den mir
bekannten Projekten wurde sogar ein Teil der GUI von den
‚Obermackern‘ (Projektleitern) selbst gemacht und ‚nur‘ die
funktionalen Algorithmen den Programmierern überlassen. Hierzu
gibt es aber einige neue Modelle (an Unis entwickelt aber noch
nicht hinreichend ausprobiert und dokumentiert).

Bisher hatte ich Kollegen (Programmierer) die mir über meinen Horizont hinaus mir genau erklären konnten um was es ging und die ich auch solange löcherte bis ich es genau wußte. Mag sein das es Projekte gibt in denen die „Mitarbeiter“ warten das man ihnen die Taube in den Mund legt. Bisher hatte ich das Glück ein sehr kollegiales Team zu haben und daher konnte ich mich auch auf Aussagen verlassen. (und ich habe immer dazugelernt!)

oder selbst nen Netzwerkplan „malen“ könnte
(dazu hab ich Techniker…) - aber weit wann muss sowas in
diesem Berufsumfeld gemacht werden?

Versuche es einmal mit einem kleinen. Die Grundtechniken
(keine zwei Jahre Intensivtraining) sollte man schon
'draufhaben. Pläne und Zeichnungen sin dafür da, die eigenen
Ideen so herüberzubringen, daß andere Beteiligte (ohne den
eigenen Backgound) alles notwendige verstehen, um Ihren Part
an der Arbeit leisten zu können, oder die notwendigen
Entscheidungen treffen zu können.

OK sone Zeichnung schaffe ich auch noch, auch wenns bei meinen Technikern zu einem breiten Grinsen führt.

Welche Erfahrungen habt ihr? Wo kann ich mich noch
weiterbilden?

Das hängt davon ab, für welche Branche die IT weiterentwickelt
wird. Bei uns und Branchenkenntnis (Wertpapierabwicklung) und
Analyse - und Designfähigkeit wichtiger als die Kenntnis eines
Entwicklungstools. Ich besuche immer (öfter) Veranstaltungen
von Euroforum und IIR.

Hmm auch ein Gebiet das ich "mit betreue. WO kann ich da außer bei Veranstaltungen mehr Wissen schöffeln?

Für Projektmanagement sind natürlich auch Weiterbildungen zu
Personalführung, Rhetorik und Zeitmanagement wichtig.

Die hab ich! Nicht nur die Weiterbildung auch die nötige Erfahrungen!

Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.

Auf jeden Fall! Danke Uwe.

Helena

Hallo ihr zwei :smile:

Und um was geht es in dem Buch?

Über die sog. „Human Ressources“, das menschliche Kapital in
einem IT-Unternehmen und wie fehlerhaft damit umgegangen wird,
außerdem: warum IT-Projekte immer wieder auf die gleichen
Probleme stoßen und entweder sich zeitlich verzögern, in den
Kosten explodieren oder schlicht scheitern (eine zentrale
Aussage: „90 % aller Probleme in einem EDV-Projekt sind nicht
technischer, sondern ausschließlich soziologischer Art.“ - wie
gesagt: sehr zu empfehlen!)

BTW: dieser fehlerhafte Umgang mit seinen Mitarbeitern ist der
wahre Grund, warum die wirklich guten Leute gehen. In
Deutschland sind nicht die Steuern zu hoch oder das Benzin ist
zu teuer, in Deutschland sind - im internationalen Vergleich -
die Manager einfach Scheiße! (Zitat: „Ich stehe voll hinter
meinen Leuten!“ - „Logisch. Von dort kann man denen am besten
in den Hintern treten. Außerdem kann man hinter seinen Leuten
prima in Deckung gehen, wenn der Wind scharf von vorne weht!“)

Ich kann das Buch auch nur jedem ans Herzen legen, der etwas mit Projekten zu tun hat! Es ist einfach genial… :smile:
Gab kürzlich eine Neuauflage mit neuen Kapiteln drin.
Ich würde es am liebsten jedem Abteilungsleiter in der EDV in die Finger drücken… (auch meinem - könnte nur falsch aufgefasst werden… hehe)

Liebe Grüsse
Tanja

Link Webgrrls
Bin zwar nicht Katarina, habe aber Deine Frage erblickt :smile:

Also wie ist die Site der webgirl? (www.webgirls.de?)

http://www.webgrrls.de

(beachte: zwei R) :smile:

Grüsse
Tanja

Genau richtig!

http://www.webgrrls.de

Auch kann anderen Förderungsgruppen hilfreich sein - ich glaube dass das Zeitschrift Glamour überraschungsweise 'ne Liste…

http://www.glamour.de/glamour/job/content/00298/
Da gibt es auch einen super Buchtipp…

Alles gute und ganz viel Erfolg!
Katrina

DANKE DANKE DANKE und Sorry für Verwechslung von Katharina und Tanja.

Hai Helena!

die (EihTih) IT-Branche boomt

Nein, das tut sie nicht. Ich bin momentan selber dabei, mir was zu suchen (allerdings Marketing/Consulting/Vertrieb). Standardantworten:

  • Wir haben Einstellungsstop
  • Wir sind froh, daß wir nicht entlassen müssen

Letzten November, als ich mich nach meinem Studium beworben habe, haben sich dir Firmen noch um mich gerissen. 2 Bewerbungen mit der Folge zweier Angebote zu Traum-Einstiegsgehältern.

Jetzt, ein halbes Jahr später, sieht alles anders aus.

Was mich so ärgert: Alle wollen 2-3 Jahre Berufserfahrung haben. Wie soll man die aber bekommen, wenn einen keiner einstellt. Ich habe zwar nach meiner betriebsbedingten Kündigung sofort einen neuen Job bekommen, der macht mir aber keinen Spaß.

Was mich noch ärgert: Trotz aller anderslautender Bekundungen scheint bei vielen Unternehmen der Notenschnitt immer noch das K.O.-Kriterium zu sein. Notenmäßig bin ich nur durchschnittlich - während andere gelernt haben habe ich mit meinem Prof. zusammengesessen und Konzepte geschrieben. Und dann bekommt man nach drei Tagen eine ungelesene Bewerbung zurück.

Was soll´s, mein Kühlschrank ist noch voll.

Viele Grüße,

Mark