Leeren Umschlag ohne Ware erhalten

Hallo,
meine Mutter bat mich heute um Rat. Sie hat bei einem Münz-Versandhandel 2 Sätze ausländische Euro-Münzen bestellt. Heute hat sie einen großen Umschlag erhalten, in dem ein Euro-Sammelalbum war (Geschenk) sowie eine Rechnung über 1 Satz Euromünzen, aber die Münzen waren nicht drin. Der Umschlag war beschädigt und von der Post wieder zugeklebt worden. Dies besagte ein entsprechender Aufkleber der Post.
Natürlich möchte meine Mutter Münzen, die sie nicht erhalten hat, auch nicht bezahlen.
Was tut man in einer solchen Situation? Ist es richtig, dass gewerbliche Verkäufer das Versandrisiko tragen? D.h. wenn sie unversichert versenden und die Ware geht verloren, ist es deren Pech? Was ist, wenn sie meiner Mutter nicht glauben, dass die Münzen herausgefallen (oder geklaut) wurden? Wäre es nicht besser, die erste Mahnung abzuwarten und dann zu sagen, man habe die Sendung gar nicht erhalten? Wenn man zugibt, sie erhalten zu haben, aber behauptet, die Münzen waren nicht mehr drin, ist das nicht unglaubwürdig (obwohl es wahr ist)? Werden bei der Post beschädigte Sendungen, die wieder verschlossen sind, registriert? Meine Mutter ist eine absolut ehrliche Haut, aber wir sehen beide nicht ein, dass sie etwas bezahlen soll, was sie nicht erhalten hat.

Gruß
Nelly

Hallo Nelly

Also ich würde beim Versender anrufen, ihm den Fall schildern und fragen ob er sich bei der Post beschweren will oder ob Deine Mutter bei der Post den Schaden melden soll.
Zweite Frage an den Versender, ob erst einmal das Sammelalbum bezahlt werden soll, das hat sie ja erhalten, oder ob sie warten soll bis der die gesamte Lieferung bei ihr eingetroffen ist und dann den gesamten Betrag überweisen soll. Besser noch die Fragen schriftlich stellen, dann hat man einen Beweis im Fall der Fälle.

Ich hatte schon ein paar Mal eine Zeitschrift nicht erhalten, habe im Abo Service angerufen und die sandten dann ein Heft nach, ohne große Probleme.

Gruß
Knautschke
http://www.ramblinbluesband.de

Transportrisiko

Hallo,
meine Mutter bat mich heute um Rat. Sie hat bei einem
Münz-Versandhandel 2 Sätze ausländische Euro-Münzen bestellt.
Heute hat sie einen großen Umschlag erhalten, in dem ein
Euro-Sammelalbum war (Geschenk) sowie eine Rechnung über 1
Satz Euromünzen, aber die Münzen waren nicht drin. Der
Umschlag war beschädigt und von der Post wieder zugeklebt
worden. Dies besagte ein entsprechender Aufkleber der Post.
Natürlich möchte meine Mutter Münzen, die sie nicht erhalten
hat, auch nicht bezahlen.

Das Transportrisiko liegt, soweit keine gesonderte Vereinbarung vorliegt, beim Kunden. Ein gesonderte Vereinbarung kann z. B. aus den AGB des Versenders hervorgehen, diese solltest du dir genau durchlesen. Andernfalls kannst du allenfalls mangelhafte Verpackung geltend machen. Dies wäre evtl. dann der Fall, wenn die Münzen in einem schlichten, nicht gefütterten Briefumschlag versand worden sind.

Mein Vorschlag: versuche mit Hinweis auf unzureichende Verpackung eine Vereinbarung auf Kulanzweg zu erreichen. Gelingt dies nicht, wirst du um deine Zahlungspflicht nicht herumkommen.

Gruss,
Schorsch

Nachforschung
Der Absender (und nur der) kann bei der Deutschen Post einen Nachforschungsantrag stellen. Wurde die Post z.B. durch die maschinelle Bearbeitung beschädigt (kommt leider gelegentlich vor) und sind die Münzen dabei herausgefallen, dann konnten die Fundstücke nicht mehr der Sendung zugeordnet werden. Sie werden dann zunächst im Briefzentrum ein paar Tage gelagert und falls sich niemand meldet, dem sie gehören, nach Marburg zur zentralen Ermittlungsstelle geschickt.

Also: Absender informieren und auffordern einen Nachforschungsantrag zu stellen.

Viel Erfolg!
Findus

Hallo Nelly,

was auch sehr wichtig ist: die beschädigte Sendung samt Originalverpackung zurück an Absender schicken!
Die Versandfirma muss sich um die Reklamation kümmern.
Übrigens:
Wenns ums Bezahlen geht: die Post nimmt nur die Reklamationen an, die innerhalb 7 Tage gemeldet werden (nach Empfang der Sendung).
So dürfte ich das letztens schmerzhaft erfahren.

Gruß,
Maja

Ich lach mich schief!
Ich lach mich schief, was Ihr über die Post denkt: ich würde eher von einem kriminellen Sauhaufen sprechen. Da laufen schon lange in großem Stil Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen die gelbe Post, die die angeblich nicht zustellbaren Päckchen und Pakete an Schnäppchemmärkte verhökert. Bei einigen Paketen steht dick „Quelle“ dran, aber das weiß man ja nicht, wer das ist. (2 Berichte im Spiegel)

Ich selbst habe bislang noch mit keinem einzigen Nachforschungsantrag Erfolg gehabt trotz Ident-Code auf einem Paket. Seit Ende Januar warte ich auf die Rücksendung einer fehlgeleiteten Sendung(man kann diese ja mit Track&Trace verfolgen). Jetzt habe ich ca. 30-mal dort angerufen und erfahre jedesmal, wo das Paket liegt, aber es kommt trotzdenm nicht zurück. Da kann man Nachforschungsanträge stellen (muß ab dem 3. Ruhetag des Paketes unternommen werden), Schadensmeldungen in Saarbrücken (Kundenservice Euroexpress) machen. Ja da kriegt man - nachdem man sich die Mühe gemacht hat - die Originalrechung wiederzufinden - einen Brief (ohne Referenzzeichen freilich und ohne Unterschrift sowieso) zurück, indem alle Unterlagen wieder beigefügt sind, das Paket habe sich in der Frachtpostermittlungsstelle Bamberg wiedergefunden, und man sollte aber ja auch das Paket annehmen, sonst würde die Sendung freigegeben. Bloß die Sendung kommt nicht zurück. Grade gestern habe ich wieder diese Nummer angerufen, die mich auch noch Geld kostet: 0180-2302200 Nachdem ich am 17.3. dort mit einer Frau Xoll gesprochen habe, die mir eine Beschwerde dort aufsetzte, erfahre ich also gestern (wollte mal wieder fragen, ist ja auch so unverschämt von den Kunden, daß sie auch noch wissen wollen, wo das Paket nach über 2 Monaten nun bleibt) von einer Frau Schuff, daß mein Paket am 20.3. von Bamberg nach Mainz reiste, dort am 21.3. einer „Nachbearbeitung“ unterzogen wurde (freilich kein Zustellungsversuch, was vielleicht sinnvoll gewesen wäre), und am 22.3. schon wieder in Kitzingen war (bei Würzburg), wo es nun schlummert.

Mal abgesehen davon, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß das Paket in 1 Tag in Mainz ist, dort „erkennungsdienstlich nachbearbeitet wurde“ und 1 Tag später schon wieder in Kitzingen, empfahl mir also die Frau Schuff, sofort einen neuen Nachforschungsantrag zu stellen. „Ja aber wieso Nachforschung, Sie wissen doch, wo es liegt, was gibt es denn da nachzuforschen?“ wollte ich wissen. Warum denn nicht gleich an den Absender zurück (der Empfänger hat von mir längst Ersatz bekommen = Ebay, da hätte ich ja schon längst mir eine negative Bewertung geholt, obwohl sie der Post gebührt, aber macht das mal einem Kunden klar, das glaubt ja niemand)?

Ja also, sobald ein Paket länger als 3 Tage ruht (wie nett ausgedrückt) muß ein Nachforschungsantrag gestellt werden, sonst bleibt es eben liegen: toll, wie die sich Arbeit beschaffen: und so ein Scheißladen soll Gewinne machen, freilich nur über unverschämte Portogebühren. Aber Frau Schuff wollte gleich ihre Vorgesetzte informieren, und die wollte mich gleich zurückrufen, was freilich nicht geschah, was ich auch nicht anders erwartet habe.

Um es abzuschließen: da sitzt so ein Haufen halbkrimineller und/oder -doofer Pisajünger vor den Monitoren (von T-Online könnte ich ähnliches berichten) und hat gelernt, wo man ein Knöpfchen drücken muß, um den Anrufer wieder loszuwerden. Logisch denken ist nicht angesagt, verbietet vermutlich auch die Dienstvorschrift. Daß ein Vorgang in der Verantwortlichkeit eines Mitarbeiters läge, ist auch nicht drin. Da sind Call-Center (mehr als 10 St.) in der Republik verteilt, und die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut. Alle schön vernetzt, und jeder redet den gleichen Stuß wie der vom Vortag.

Sagt mir doch mal, was ich tun soll? Eine Bombe bei Saddam kaufen und in den Sauladen reinschmeißen oder watt?

Ich bin am Verzweifeln
(und kriege mein Paket wohl nie)
Richard

p.s. Nachts träume ich, ich hätte mir eine Reitpeitsche gekauft…

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[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

nu mal Halblang
Hallo (Anrede!),

was dir passiert ist, ist für mich nicht nachvollziebar, aber ich will es nicht bezweifeln.
Daraus jedoch einen Allgemeinplatz zu fertigen, finde ich nicht korrekt.

Ich versende und erhalte mehrere 10 Pakete im Jahr - bisher ist noch keines davon verloren gegangen; die längste Laufzeit war einmal zwei Wochen (War auch zu einer „Hoch-Zeit“).

Ich kann mich jedoch an drei verlorene Briefe erinnern - in 15 Jahren kein schlechter Schnitt.

Gruß
HaWeThie

„Ich meine nicht immer, was ich sage (und sage nicht immer, was ich meine), wenn dadurch eine Diskussion angeregt wird.“

Hi Hawethie,

alle meine Ausführungen sind belegbar, bloß alle Anrufe habe ich nicht protokolliert. Also im Gegensatz zu Dir: ich sage und schreibe immer, was ich meine (heute ist der 2. April!). Ansonsten verwende ich die Smilies, wo ich scherze. Das Paket ist am 27.1. abgesandt worden und heute ist der 2.4. Und ich habe es immer noch nicht zurück. Der neue Nachforschungsantrag dauert mindestens wieder 1 Woche.

Keine Frage, wenn meine Ebayversenderei zunimmt, werde ich zu UPS gehen, wo ich früher mal war. Bei UPS ist in der Tat noch nie was abhanden gekommen, in ca. 20 Jahren. Den Ebay-Versand per Post mache ich erst ein halbes Jahr. Für Päckchen habe ich auch schon Nachforschungsanträge gestellt (geht sogar), aber da mach ich mir sowieso keine Hoffnung, da sind die Käufer halt die Dummen, wenn sie nur Päckchenporto zahlen.

Die Spiegel-Artikel sind ebensowenig wie das Schreiben von Euroexpress (übrigens eine GmbH & Co. OHG)ohne Referenznummer oder Aktenzeichen und Unterschrift von mir erfunden. Und wenn ich da anrufen soll, ist das dann eine 180-iger Nummer (auch nicht gerade billig für Musik am laufenden Band und immer den gleichen Auskünften).

Aber von Dir als Beamtem hätte ich mir mal einen Tipp erhofft, wie man am besten mit ehemaligen Kollegen zum Ziel kommt. Anwalt ist halt leider nicht: der winkt beim Streitwert von 60 Euro ab (und das Gericht würde wg Geringfügigkeit das Verfahren einstellen), so funzt eben unser Rechtsstaat.

Warum glaubst Du, daß ich so einen Artikel hier reinstelle? Nur aus Jux und Dollelrei?

Gruß Richard


[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ganz kurz
Hallo Richard,

„Ich meine nicht immer, was ich sage (und sage nicht immer,
was ich meine), wenn dadurch eine Diskussion angeregt wird.“

Da hast du mich erwischt :wink:
Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Rat.
Da bin ich eigentlich immer so, dass ich sage, was ich denke.
Die Aussage in meiner ViKa ist eigentlich so gedacht, dass ich gerne (ftf) diskutiere und so auch schon mal andere Meinungen vertrete, als ich selbst habe.

alle meine Ausführungen sind belegbar, bloß alle Anrufe habe
ich nicht protokolliert.

Ich habe deine Angaben in keiner Weise bezweifelt.
Ich habe nur etwas gegen Verallgemeinerungen; Beispiel: ich habe ein Auto gekauft, mit dem ich sehr zufrieden bin, da ich seit 20.000 km keine Werkstatt von innen gesehen habe. Freunde von mir haben den gleichen Wagen gekauft und nur Probleme damit.
Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen für diese Automarke bzw. das Modell??

Keine Frage, wenn meine Ebayversenderei zunimmt, werde ich zu
UPS gehen, wo ich früher mal war. Bei UPS ist in der Tat noch
nie was abhanden gekommen, in ca. 20 Jahren. Den Ebay-Versand
per Post mache ich erst ein halbes Jahr.

Dann wäre ich auch sauer und würde wieder wechseln.

Aber von Dir als Beamtem hätte ich mir mal einen Tipp erhofft,
wie man am besten mit ehemaligen Kollegen zum Ziel kommt.

STOPP: Bei der Paketpost arbeiten schon lange keine Beamten mehr!!! (evtl. noch „auslaufende“)
Die Verluste bei der Post häufen sich erst, seit die privatisiert ist - also nix mit Beamte - meistens Arbeiter oder Angestellte.

Warum glaubst Du, daß ich so einen Artikel hier reinstelle?
Nur aus Jux und Dollelrei?

s.o.
Ich habe deine Angaben NIE bezweifelt.

Gruß
HaWeThie