Nö, Es wurde nicht eingestellt, aber stressig wars
Hallo, die Kurzfassung:
letztes Jahr im Mai, mit freundin unterwegs, sonntag nachmittag, A4, Köln-Ost: Fiat Panda zieht mir in die Spur, ich hupe, weiche nach links aus, rolle vorbei (für Bremsen war eh zu spät und linke Spur war frei), ordne mich vor ihm wieder ein, schaue in den Rückspiegel, und der nette Mensch "entschuldigt" sich mit dem bekannten Mittelfinger...
hundert mal passiert, hundert mal geärgert und wieder vergessen, diesmal aber 2 tage später noch dran gedacht, Kennzeichen noch im Kopf, Anzeige erstattet.... lange zeit nichts, dann Anhörungsbogen für meine Freundin (die den Mittelfinger nicht gesehen hat!)
wieder lange nichts, dann Vorladung zu Gericht...
Da wurde erstmal die handtasche meiner Freundin aufs Gründlcihste gefilzt, (ich wusste gar nicht, was die immer alles mitschleppt), dann durften wir noch 2 Stunden warten. In der Verhandlung einzeln befragt von ner gelangweilten staatsanwältin und einem recht cleveren Anwalt (der natürlich nur seinen Job macht) der ständig versuchte uns das wort rumzudrehen, zu verunsichern und uns in Widersprüche zu verwickeln (Merke: schreibe in eine Anzeige keine Zahlen wegen xx km/h oder yy Meter!!!) Richter war nachher wirklich angefressen!
Am Ende verfahren gegen zahlung von 500 Euro eingestellt, mir wärs dann auch egal gewesen wenn er da unbehelligt rausmarschiert wäre.
Das einzig Interessante war am Ende die Verlesung seiner Vorstrafen: gefährliche Körperverletzung und fahrlässige Tötung!!! damit muss man wohl rechnen, wenn man solche Leutz vor Gericht zerrt, denn der brave Familienvater zückt nicht den Mittelfinger...
Fazit: schenkt es Euch, es ist den Aufwand nicht wert....
Greetz
B.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]