Unterhaltspflicht?

Hallo Experten,

angenommen es verhält sich so:

  • Mann und Frau möchten heiraten
  • Die Frau hat keine Kinder
  • Sie bezieht keine öffentlichen Gelder (Arbeitslosengeld etc.)
  • Sie verdient etwas Geld (ca. 300 € p.M.) durch eine freiberufliche Tägigkeit
  • Sie hat studiert, möchte aber in dem Beruf nicht arbeiten
  • Sie kümmert sich um den Haushalt (hat ja auch den ganzen Tag Zeit)
  • Er verdient in als lt. Angestellter ordentlich Geld
  • Er bestreitet bereits vor der Ehe einen großteil der anfallenden gemeinsamen Kosten

Nun möchte die Frau den Mann ganz gerne heiraten, und er hat Angst vor der Unterhaltspflicht wenn es schief geht. Kann mir jemand sagen, wie es mit der Unterhaltspflicht konkret aussieht? Die Sorge die besteht ist, daß die Ehe in die Brüche geht und die Frau weiterhin sich einen schönen Lenz macht, ein wenig! arbeiten geht, während er sein sauer verdientes Geld abgegeben muß.

Gruß und Dank
Rudi

Hoi Rudi!

sag mal, warum willst Du eigentlich heiraten, wenn Du Dir schon vor der Hochzeit Gedanken über die Unterhaltszahlungen nach der Scheidung machst???

Meine ganz persönliche Meinung dazu…

willst Du heiraten, oder traust Du Dich nicht, NEIN zu sagen???

nix für ungut…
Ulli, einfach verblüfft…

Hallo,

im BGB steht ausdrücklich, dass durch die Haushaltsführung der haushaltsführende Teil seine Unterhaltspflichten gegenüber dem andern erfüllt. Wenn dem in einer kinderlosen Ehe diese Leistung genügt, wo ist dann das Problem?

Wer sich ein tortenfressendes Pelztierchen hält, muss sich nicht wundern, wenn auch im Falle einer Ehescheidung Unterhalts bezahlt werden muss - das ist der Preis des Hotelkomforts! Zu der beschriebenen Regelung gehören nämlich zwei Personen!

Ingeborg

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Hoi Rudi!

sag mal, warum willst Du eigentlich heiraten, wenn Du Dir
schon vor der Hochzeit Gedanken über die Unterhaltszahlungen
nach der Scheidung machst???

Wenn ich einen Vertrag eingehe, achte ich schon darauf, was im „worst“-case passiert, ohne davon auszugehen, dass dieser Fall je eintritt.

Und eine Ehe ist ein Vertrag, den du auf dem Standesamt auch unterschreiben mußt. Ganze Kapitel im BGB und Steuerrecht im Beamtenrecht usw. beschäftigen sich mit den rechtlichen Grundlagen, Folgen dieses Vertrages. Da haben sich schon Generationen von Anwälten und Familienrichter Gedanken gemacht, was passiert wenn du dich scheiden läßt, da gibt es Selbsthilfegruppen von Scheidungsopfern…
Und hier entrüstet zu fragen, warum jmd. der diese Rechtsfolgen zu tragen hat, die sein Leben vielleicht mal grundlegend verändern werden, wissen möchte, welche Konsequenzen sein Tun vielleicht haben könnte, ist ignorant.

Meine ganz persönliche Meinung dazu…

willst Du heiraten, oder traust Du Dich nicht, NEIN zu
sagen???

nix für ungut…
Ulli, einfach verblüfft…

Ich bin verblüfft, wie viele, die beim Kauf eines lächerlichen Autos stundenlang das Kleingedruckte lesen, Zusatzversicherungen und Rundumschutzpakete kaufen und
bei der wichtigsten und u.U. teuersten Entscheidung ihres Lebens nicht mal den Dunst haben, auf was sie sich einlassen.
gruß n.
zum Ehegattenunterhalt:
http://www.papa.com/erste_hilfe/vaeter/vehegunt.htm

3 „Gefällt mir“

Nach der Scheidungwird die Frau so gestellt
werden wie in der Ehe.

Auf Deutsch : NACH Deiner Fallschilderung wirst
Du ein finanzelles Problem auf Jahre an der
Backe haben.

Hallo Experten,

angenommen es verhält sich so:

  • Mann und Frau möchten heiraten
  • Die Frau hat keine Kinder
  • Sie bezieht keine öffentlichen Gelder (Arbeitslosengeld
    etc.)
  • Sie verdient etwas Geld (ca. 300 € p.M.) durch eine
    freiberufliche Tägigkeit
  • Sie hat studiert, möchte aber in dem Beruf nicht arbeiten
  • Sie kümmert sich um den Haushalt (hat ja auch den ganzen Tag
    Zeit)
  • Er verdient in als lt. Angestellter ordentlich Geld
  • Er bestreitet bereits vor der Ehe einen großteil der
    anfallenden gemeinsamen Kosten

Nun möchte die Frau den Mann ganz gerne heiraten, und er hat
Angst vor der Unterhaltspflicht wenn es schief geht. Kann mir
jemand sagen, wie es mit der Unterhaltspflicht konkret
aussieht? Die Sorge die besteht ist, daß die Ehe in die Brüche
geht und die Frau weiterhin sich einen schönen Lenz macht, ein
wenig! arbeiten geht, während er sein sauer verdientes Geld
abgegeben muß.

Gruß und Dank
Rudi

Hi,
ich bin kein Experte und würde dir raten, zwecks Formulierung eines Ehevertrages einen Notar aufzusuchen. Ich denke, wenn die beiden kinderlos geschieden werden sollten und die Frau in einem Ehevertrag für einen solchen Fall auf Unterhalt verzichtet, zumal sie einen Beruf erlernt (studiert) hat, wäre dieser Verzicht wirksam. Anders könnte es aber aussehen, wenn sie zwischenzeitlich erwerbsunfähig wird. Außerdem könnte die Dauer der Ehe eine Rolle spielen. Und wenn Kinder da sind, müsste der Mann wahrscheinlich (trotz Ehevertrag) zahlen, wenn die Frau sonst sozialhilfebedürftig werden würde.
Ich finde, das ist ein heikles Thema und würde auf jeden Fall dazu raten, einen Rechtsanwalt/Notar mit Schwerpunkt Familienrecht aufzusuchen.

Gruß
Nelly

Ein solcher Vertrag würde „jetzt“ geschlossen.

Später beruft sich die Frau auf „Not“ und
klagt gegen den Vertrag. Erst aber mal auf
Kostenvorschuß für ihren Anwalt und die
Gerichtsgebühren. Dieses Verfahren hat sie
mit etwas Geschick innerhalb 3. Wochen durch
und die ersten Tausender sind dahin…

Werf sie raus und fertig !

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Wenn ich einen Vertrag eingehe, achte ich schon darauf, was im
„worst“-case passiert, ohne davon auszugehen, dass dieser Fall
je eintritt.

Hoi N.
das ist nicht der Punkt!!!
Wenn Du das Ausgangsposting liest, sind die Probleme schon vorprogrammiert…
übertragen lese ich das so:
er kauft ein Auto mit Macken und überlegt schon beim Kauf, wie er nach dem Verkauf mit den Mängeln am besten klarkommen kann…

verwunderte Grüsse
Ulli

Sehe ich nicht so…
Hallo Ulli,

vielen Dank für deine Ideen.

Das mit dem Mängel an dem Auto sehe ich nicht so.

Eher ist es so, daß du ein schönen neues Auto kaufst, und dich
versichern willst für den Fall daß es einen Unfall gibt. Und mehr
oder weniger ist eine Scheidung auch nicht. Einfach nur ein Emotinaler
und finazieller Unfall.

Gruß
Rudi