evtl. etwas dumm gefragt, aber ich brauche eine Antwort ohne einen RA oder Notar zu konsultieren.
Ich soll das Haus meiner Eltern u. Grundstück übernehmen. Das Haus mit Anbau (früher Remise) ist von den Grundmauern her seit 1910 nicht geändert.
Das Nachbargrundstück soll jetzt verkauft werden (Bauernhof), der Nachbar hat jetzt die Grenze neu bestimmen lassen, angeblich befinden sich jetzt 30 qm des Anbaus auf dem Nachbargrundstück.
Wie sieht in diesem Fall die rechtliche Lage aus???
Die 30 qm dürften sich nicht erst seit „jetzt“ auf dem Nachbargrundstück befinden, sondern schon seit der Erstellung. Nur hat sich bisher noch niemand daran gestört. Früher war es oft so, daß sich gute Nachbarn stillschweigend solche Überbauungen erlaubten; nachgemessen wurde nie; warum auch, man verstand sich ja !Was jetzt passieren kann ist, daß der Nachbar eine art „Miete“ für die Benutzung seines Grundstückes verlangen kann; die dürfte allerdings nicht weltbewegend sein. Rückwirkend geht das meines Wissens allerdings nicht, sondern nur für die Zukunft.
Sie können ja auch mit dem Nachbarn reden und die 30 qm kaufen; in diesem Fall wäre eine neue Grenzziehung erforderlich. Keine Angst, sie brauchen keinesfalls das Gebäude abzureißen. Reden Sie doch mal mit dem zuständigen Katasteramt, die kennen sich mit solchen Fällen aus. Und ein ruhiges Gespräch mit dem Nachbarn oder dem zukünftigen Erwerber des Nachbargrundstückes sollte auch Klarheit bringen.
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