Briefkasten online und 'offline'
Von: , Frage gestellt am Do, 22. Mär 2001
Hallo MitleserInnen,
seit ungefähr Oktober des letzten Jahres erhalte ich in regelmässigen Abständen unverlangte Werbemails für eindeutige Angebot im Netz. Die Mailadressen waren meist gefaket, was im Grunde Blödsinn war, weil stets auf die gleichen dt. Domains verwiesen wurde, die allesamt einer Person bzw. Gesellschaft gehören.
Um es nicht zu lang werden zu lassen: Ich habe diesen Fall im ?.de-Newsletter öffentlich gemacht (Punkt 08. unter http://www.fragezeichen.de/news/archiv/news165.html), aber mit der vorgeschlagenen Lösung von ?.de bin ich nicht zufrieden, müsste ich doch darauf etliche Zeit verwenden.
Ich habe mir im Netz die Rechtslage angeschaut, und darin heisst es, dass sich eine Person, die unverlangte Werbung verschickt, sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen will. Ausserdem belästigt sie den Empfänger dieser Reklame. Es wäre also ein Verstoss gegen das Wettbewerbs- und Persönlichkeitsrecht.
Nun spiele ich mit dem Gedanken, diese Angelegenheit einem Anwalt zu übertragen, denn ich mag nicht mehr einsehen, dass ich geduldig immer wieder diesen "Spammer" anschreibe - wenigstens könnte er mich aus seinem Verteiler löschen -, er diese jedoch ignoeriert. Was würde ich denn riskieren, wenn ich mich jetzt an einen Anwalt wende und diese Person in irgendeiner Weise abmahnen kann, damit es ihr in gewisser Hinsicht wehtut. Denn auf einfache Schreiben scheint man ja nicht reagieren zu wollen.
Das zweite Problem hatte ich hier auch schon einmal angesprochen, aber leider keine Antwort dazu erhalten. Obwohl ich an meinem Briefkasten den Aufkleber "Keine Werbung!" habe, erhalte ich ständig und immer wieder Faltblättchen von diversen Pizzerien, China-Restaurants, Imbiss-Bringdiensten. Mich stört das insbesondere, wenn ich wieder einmal beim Öffnen des Briefkastens feststellen muss, dass der Austräger anscheinend bei Regen die Blättchen verteilt hatte, diese angefeuchtet auch in meinen Briefkasten steckte und ich mich über meine nasse Post "freuen" durfte. Ganz abgesehen davon, dass einige mit Eifer auszutragen scheinen, denn es liegen gleich etliche Zettel im Kasten. Nun frage ich mich, ob ein Werbeverbotaufkleber nur Zierde darstellt oder respektiert werden sollte. Ich erinne mich an meine eigene Austrägerzeit, wobei man besonders darauf hinwies, keine Blättchen in Briefkästen mit solchen Aufklebern zu stecken.
Marco
