Hallo,
mal angenommen Person X hat letztes Jahr ein gebrauchtes Auto per Kreditvertrag „erstanden“. Der Verkäufer hatte ein Autohandelgewerbe, welches er aber aufgeben musste weil die Umweltprämie ihm das Geschäft versaut hat. Die übrigen Wagen verkauft er so. So ist Person X an das Auto gekommen. Der Typ wohnt bei Person X in der Nähe. Nun ist Person X seit einigen Monaten arbeitlos, ursprünglich steht im Kreditvertrag dass er 250 Euro im Monat zahlen soll. Anfangs hat der Verkäufer es noch verstanden und es war ok, dass Person X so viel zahlte wie er kann monatlich. Das waren meistens 50, dann mal 100 Euro, manchmal in der Not auch nichts. Jedenfalls hat Person X vom Kaufpreis schon 3/4 gezahlt. Person X hat Quittungen und eine Kopie des Vertrages, wo unten die Zahlungen mit Datum draufstehen und des Verkäufers Unterschrift.
Nun ist der Verkäufer heute ausgerastet und will den Rest plötzlich sofort haben. Normalerweise wollte er das Geld immer bar, bloß nicht überweisen. Person X geht davon aus, dass der Verkäufer die restlichen Autos aus seinem Gewerbe unter der Hand verhökern will. Person X weiß ja auch nicht, welche Kontonummer er ihm da jetzt gegeben hat, jedenfalls will der Verkäufer Person X Angst machen und droht, das Auto abzuholen (er hat 1 Schlüssel und den Fahrzeugbrief). Person X kann aber den Rest auf einmal jetzt nicht bezahlen. Er kann nur weiter auf Rate zahlen. Der Verkäufer hat mit Rechtsanwalt gedroht, sollte Person X nicht sofort überweisen, bekäme er Post von seinem Anwalt.
Jetzt ist die Frage, ob es rechtswidrig ist, wenn der Verkäufer das Auto einfach so holt. Ein Bekannter sagt, dass Person X das dann direkt als Diebstahl bei der Polizei angeben kann, immerhin hat er ja 3/4 des Autos schon bezahlt. Im Vertrag steht dass das Auto bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers bleibt. Kann der Verkäufer das Auto einfach so wieder abholen, obwohl Person X schon so viel bezahlt hat?
Kann Person X den Verkäufer beim Finanzamt anzeigen, dass er schwarz Geld macht, wenn er Person X das Auto klaut? Als die Person X ihm das gesagt hat, dass er das weiß, ist der Verkäufer nämlich sehr schnell dazu übergegangen, dass er sofort den Rest haben will (der übrigens die Monatsrate vom Betrag her übersteigt). Person X denkt, der Verkäufer kriegt Panik und will so schnell wie möglich das Geld. Person X zahlt ja auch, aber mehr kann er einfach monatlich nicht tilgen, aber er kam bisher immer persönlich und hat ihm bar das Geld gegen Quittung übergeben. Person X hat sich immer gemeldet.
Nebenbei ist an dem Auto dauernd irgendwas dran. Der Kaufpreis ist also eigentlich viel zu hoch, das erkennt Person X jetzt, einige Monate später. Wegen der Gewährleistung sagt der Verkäufer, Person X soll in eine bestimmte Werkstatt fahren, die das dann prüft, ob das Gewährleistungspflichtig ist oder nicht (was kaputt ist). Das ist ein Bekannter von dem Verkäufer, und Person X ist sich sicher, der sagt dann NATÜRLICH dass das NICHT gewährleistungspflichtig ist und Person X muss alles selbst zahlen. Person X glaubt, der Verkäufer will ihn verarschen.
Wie soll Person X jetzt handeln?
Vielleicht hat jemand einen Tipp.
Danke!!!

