Hallo Anita,
leider Gottes scheinen die IMHO unseriösen Methoden der Mitgliederwerbung mittlerweile auch bei den ansonsten wirklich seriösen Organisationen DRK, MHD, ASB und JUH Einzug zu halten.
vor einiger Zeit erhielt ich einen Anruf vom Deutschen Roten
Kreuz (muß so vor 2 bis 3 Monaten gewesen sein).
Wenn ich nicht völlig irre - ist es nicht unzulässig ohne jegliches Einverständnis einfach anzurufen zwecks Werbung?? Ich lege bei sowas immer auf, nachdem ich gefragt habe, woher die meine Nummer haben (worauf meist eh keine vernünftige Antwort kommt).
Man fragte,
ob ich bereit wäre, das DRK finanziell zu unterstützen und
wollte auch sogleich eine verbindliche Aussage von mir hierzu
inklusive Bankverbindung, um die von mir angegebene Summe
abbuchen zu können. Ich hatte der Dame am Telefon gesagt, daß
ich schon generell bereit wäre, für eine gute Sache zu
spenden, mich aber in dem Moment ein wenig überrumpelt fühlte.
Hört sich richtig schön nach professioneller Mitgliederwerbung durch beauftragte Unternehmen, in diesem Fall ein Call-center an. So sehr ich auch Verständnis dafür habe, daß die Spenden nunmal zurück gehen und die Organisationen deswegen neue Wege gehen: Ich persönlich spende sicher nicht, damit ein Großteil meiner Beiträge der ersten Jahre in die Hände eines Unternehmers fließen. Dann besser beim nächsten Sommerfest des DRK-Ortsvereins was spenden oder dort Mitglied werden.
Deshalb bat ich Sie, mir doch schriftliche Informationen
zuzuschicken, bevor ich mich zu irgendetwas verpflichte. Nach
einigem Hin und Her (sie versuchte, doch noch eine Zusage aus
mir herauszuquetschen) erklärte sie sich hierzu bereit.
Die leben von der Provision, thats it. Wahrscheinlich stehst du in irgendeiner Liste als spendenfreudig, sozial engagiert oder sonstwas.
Ich erhielt jedoch keine Unterlagen.
Vorgestern flattert mir nun eine Beitragsrechnung über DM 140
(Jahresbeitrag) inklusive DRK-Mitgliedskarte und
Willkommensschreiben ins Haus.
Kannst du IMHO getrost in den Müll werfen. Wie gesagt: werde bitte ruhig Mitglied, aber nicht so.
Frage: Kann ich so ein Schreiben jetzt einfach ignorieren oder
wäre es besser, hierzu Stellung zu nehmen und darauf
hinzuweisen, daß ich nie eine Mitgliedschaft beim DRK
beantragt habe und auch nicht vorhabe, unter solchen
Bedingungen irgendwelche Beträge zu bezahlen?
Bitte tu mir einen Gefallen: Schreib es alles so auf und schick es an das Generalsekretariat [email protected] - und mach deutlich, daß du mit diesem Vorgehen nicht einverstanden bist. Daß du prinzipiell gerne bereit bist, das DRK zu unterstützen, aber dich nicht überrumpeln lassen willst.
Leider handelt es sich -insbesondere in den großen Städten- bei den Infoständen der Organisationen immer öfter um professionelle Werber. Wobei durch Uniformen, Einsatzjacken gerne der EIndruck erweckt wird, es wären die freundlichen Retter von der Wache nebenan. Neulich war bei uns auch so ein Stand in der City, von einer anderen Organisation. Es war peinlich, wie inkompetent diese Leute in den Rettungsdienstjacken waren, als ich nach Details fragte. Und daß einem teilweise bewußt falsche Infos gegeben werden, so daß von meinem Beitrag ein neuer Rettungswagen mitfinanziert würde. Er konnte nicht ahnen, daß ich beim Rettungsdienst arbeite und sehr wohl weiß, wie unsere Autos finanziert werden…
Einen ähnlich üble Story war kürzlich hier im Brett, wo es um einen obskuren Verein für Luftrettung ging. Kannst ja mal im gucken, ob du das noch im Archiv findest.
Liebe Anita, bitte schreib diesen Sachverhalt so an das Generalsekretariat und bitte um eine Stellungnahme. Ich bin mir nicht sicher, daß denen klar ist, wie unseriös manchmal beauftragte Werber arbeiten. Ich hoffe, man zieht daraus Konsequenzen, was dieses call center betrifft. Ich habe nämlich wenig Lust mit solchen Machenschaften in Verbindung gebracht zu werden.
Liebe Grüße, Claus
*derbeimDRKarbeitet*