Online-Recht: Downloaden kompletter Websites

Es gibt Programme, die das Downloaden kompletter Websites mitsamt aller Inhalte ermöglichen. Konkreter Fall: Jemand betreibt eine Website für Motorradfans. Der Gesamtumfang inkl. Download-Zone liegt bei 150 MB. Nun passiert es: Mit einem Programm namens Web-Spider wird die komplette Seite auf irgendjemandes Festplatte geladen. Wenn sowas häufiger vorkommt, wäre das monatliche Transferlimit schnell erreicht und die Kosten für zusätzlichen Transfer sind nicht gerade billig.
Der Websitebetreiber ist der Meinung, dass man rechtliche Schritte gegen den User, welcher die Seite downgeloaded hat (identifizierbar anhand der IP) oder gegen die Entwickler des Programms einleiten könnte. Ich persönlich bin da anderer Meinung, da es meiner Meinung nach im Verantwortungsbereich des Website-Betreibers liegt, welche Datenmengen er frei verfügbar macht und man schlimmstenfalls mit soetwas rechnen muss.
Wie ist die Einschätzung der Fachleute und Freaks hier??

Danke + Grüsse
Malte

PS: Urheberrechtliche Bedenken bitte erstmal außer acht lassen, nehmen wir an, der User hat die Seite nur zum rein privaten Gebrauch gespeichert.

Hi Malte,

Websites und Homepages werden ins Internet gestellt, um es Interessenten zu ermöglichen, sich diese anzusehen. Das Ansehen impliziert auch immer die Möglichkeit, sich die vollständigen Websites herunterzuladen.
Wenn ein Betreiber dies verhindern will, muß er entsprechende Mechanismen einbauen.
Insofern stimme ich dir zu, dass es ganz alleine im Verantwortungsbereich des Anbieters liegt. Wenn durch den Datenzugriff die Kapazitäten in eine nicht gewünschte, weil kostspielige Dimension geraten, dann muß er das Downloaden eben unterbinden. Technisch ist dies sicherlich möglich, aber aufwendig.
Eine rechtliche Handhabe gegen den User sehe ich nicht. Er hat sich weder strafbar gemacht, noch eine zivilrechtlich relevante Handlung vorgenommen, die ihn schadenersatzpflichtig machen würde.

Gruß,
Francesco