Unser zehnjähriger Sohn hat sich vor den Sommerferien bei einer Rangelei in der Schule, an der er selber beteiligt war, fünf bleibende Zähne kaputtgemacht. Einer musste ganz entfernt werden,weil er im Zahnfleisch abgebrochen war. Das Ganze fand während des Unterrichts statt, der Lehrer hatte zwei Klassen
( 50 Kinder) zu beaufsichtigen und hat seine Klasse zur Stillarbeit allein gelassen. Die Sache wurde der Gemeindeunfallversicherung gemeldet. Ich mache mir jetzt Gedanken über die Folgekosten. Das Kind, das ihn ins Gesicht getreten hat, ist ein Asylantenkind ( keine Haftpflichtversicherung,kein Geld). Die erste Behandlung hat schon 1200 DM gekostet. In zwei bis drei Jahren kann ein Implantat für den abgebrochenen Zahn notwendig sein. In späteren Jahren können Kronen für alle Frontzähne notwendig werden. Wer zahlt das? Kann man die Unfallversicherung dann auch noch dafür beanspruchen?
Wer kennt sich mit sowas aus? Ich möchte nicht, dass es später Schwierigkeiten gibt, weil wir etwas versäumt haben.
Guten Tag (wieso grüßen eigentlich viele nicht, wenn sie eine Frage stellen??)
also, m.W. tritt die Unfallversicherung für alle Folgeschäden ein.
Evtl. liegt hier aber auch ein Verschulden der Schule vor, wenn der Lehrer 50 Kinder allein läßt. Also frag mal nach der Haftpflichtversicherung der Schule (meistens Eigenversicherung des Trägers).
Hier würde ich auf alle Fälle nachhaken wg. Schmerzensgeld und so. Auch evtl. notwendige Kosmetische Sachen, die von der UV nicht getragen werden, müssten von dort geregelt werden.
Gruß
HaWeThie
Da kann ich dir nur raten, bleib ab Ball. Lass dich von der Versicherung nicht abspeisen oder auf später vertrösten. Mach jetzt Druck !!! Uns ging´s ähnlich. Wir hatten damals (vor ca. 10 - 12 Jahren) von der Versicherung die Auskunft erhalten, unser (damals ca. 8jähriger Sohn) könne erst behandelt werden, wenn der Kiefer ausgewachsen sei. Wir sollten uns dann an unsere normale Krankenkasse wenden. Dies haben wir deshalb damals so akzeptiert, weil zum damaligen Zeitpunkt Krankenkassen tatsächlich noch einen solchen Zahnersatz bezahlt haben. Mittlerweile ist dies , wie ja wohl jeder weiß, anders. Wir haben und werden keinen Pfennig bekommen.
Gruß Gisela
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Hallo Wolfgang,
ich habe mir letztes Jahr ein Implantat für einen Schneidezahn setzen lassen, den ich vor 20 Jahren bei einer Schulhof-Rangelei (damals war ich 10) „verloren“ hatte (mehrfacher Wurzelbruch, z.T. verheilt, daher hat’s noch 20 Jahre gehalten bevor er raus musste).
Kostenpunkt: 3.000 DM
Geistesgegenwärtig hat mein Senior damals von der Unfallversicherung der Schule eine schriftliche Zusage verlangt, dass die Versicherung auch für spätere Folgeschäden aufkommen muß.
Nachdem ich eine Kopie eingesendet hatte und die Versicherung erstmal das Archiv durchsuchen musste, war es kar kein Problem mehr. Die Unfallversicherung hat den Schaden abgedeckt, den die Krankenversicherung nicht gezahlt hat. Mein finanzieller Aufwand: 0,00 DM (abgesehen vom Porto…)
Also: am Besten schriftlich bestätigen lassen.
Grüsse
Sven
*dersichseinenzweitenZahnauchnochrichtenlassenmuss*
Hallo Wolfgang,
aus eigener Erfahrung weiß ich, daß die Versicherung der Schule dafür Haften muß.
Bei meinem Sohn war ähnliches und ich habe von dieser Versicherung ein Schreiben erhalten, daß alle Kosten, sowie eventuelle Folgekosten übernommen werden.
Nun weiß ich es leider nicht auswendig, welche Versicherung dafür zuständig ist, aber wenn Du möchtest, könnte ich mal nachschauen (schick mir einfach eine Mail, wenn Du es wissen möchtest).
Allerdings mußt Du Dir keine Sorgen machen, die Kosten mußt Du keinesfalls tragen!
MfG User