Re^3: noch was grundsätzliches
Das andere Extrem wäre ein Umstieg auf ein komplett privat
finanziertes kapitalgedecktes (Pflicht)System.
Was denn wirklich kommen wird, hängt auch davon ab, wo wir
alle unser Kreuzchen bei den nächsten Wahlen machen.
Ein Umstieg auf ein komplett privat finanziertes kapitalgedecktes (Pflicht) System, was verschiedene Vorteile aber auch Nachteile hätte, ist nicht mehr möglich.
Zur Zeit fließen schon 70 Milliarden Euro Steuergelder zusätzlich zu den von uns allen gezahlten Rentenbeiträgen in die Rentenkasse, um die jetzige Rentnergeneration zu finanzieren. Will ich das als Partei/Staat auf Privat-umstellen verliere ich die Rentenbeiträge, da diese ja dann privat investiert werden und ich bekomme als Staat ein riesiges Haushaltsproblem. Bei einem jährlichen Steueraufkommen das so ca zwischen 350-500 Milliarden Euro, je nach KonjunturLage schwankt, ist eine Umstellung komplett auf Privat überhaupt nicht mehr finnzierbar. Vor 20 Jahren vielleicht noch, aber heute ist es dafür zu spät.
Zur Zeit scheint die Politik ja die Taktik zu fahren, die Renten nach un nach durch kalte Steuerprogression und Stufenweise Anhebung des Eintrittsalters(nur wenn es halt nicht mehr anders geht, unpopulär) schleichend leicht zu kürzen. Und darauf zu warten das der Punkt kommt wo das System kollabiert und die dann regierende Parteien die unbequemen notwendigen Kürzungen ad-hoc vornehmen muss und sich damit für die nächsten Jahre endgültig ins Abseits stellt.
Rentner sind halt eine viel zu wichtige Wählergruppe als das man diese verärgern möchte. Deshalb kann man Rentenkürzungen nur schleichend und in die Zukunft gerichtet durchführen. Halt so das das der Otto-Normal-Verbraucher das halt nicht sofort kapiert.