Stockoptions (für Dumme)

Von: , Frage gestellt am Mo, 21. Mai 2001

Hallo Börsenexperten,

man verzeihe mir die Ignoranz im Börsenzeitalter: kann mir bitte jemand erklären, was Stockoptions sind? Was macht man damit? Was ist der Unterschied zu 'richtigen Aktien'? Oder: wo kann ich das auf einen Level der nicht tiefe Börsenkenntnisse voraussetzt nachlesen?

Danke,

Ama

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Minuten 0 hilfreich
    Re: Stockoptions (für Dumme)

    Hallo Ama,

    im Prinzip ganz einfach: Stock Options (auf deutsch Aktienoptionen) sind Optionen, bestimmte Aktien zu einem bestimmten, festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.

    Man spekuliert bei Kauf-Optionen auf einen Anstieg der Aktie (man kann dann sozusagen am Ausübungstag die Aktie zu dem höheren Kurs gleich wieder verkaufen und den Gewinn einstecken) und bei einer Verkaufs-Option dementsprechend auf einen Kursverlust der Aktie.

    Je nach Gestaltung können Optionen eine ziemliche Hebelwirkung ausüben (d.H., man kann mit kleinem Einsatz große Summen bewegen). Das kann einen schnell reich machen, aber auch sehr schnell in den Ruin treiben. Sie sind also nicht immer ganz ungefährlich.

    Gruß Kubi

    • Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
      Ergänzung

      Hallöli,

      ich wollte noch ein paar Ergänzungen los werden. Man spekuliert bei Kauf-Optionen auf einen Anstieg der Aktie
      (man kann dann sozusagen am Ausübungstag die Aktie zu dem
      höheren Kurs gleich wieder verkaufen und den Gewinn
      einstecken) und bei einer Verkaufs-Option dementsprechend auf
      einen Kursverlust der Aktie.
      Diese Schilderung gilt für den Käufer von Optionen. Der Verkäufer der Option sieht die Sache genau andersrum. Er verkauft eine Kaufoption wenn er von fallenden Kursen ausgeht und umgekehrt. Das kann einen schnell reich machen, aber auch sehr
      schnell in den Ruin treiben. Sie sind also nicht immer ganz
      ungefährlich.
      Also mit dem Kauf von Optionen kann man sich eigentlich nur runieren, wenn man sie auf Kredit gekauft hat. Das Risiko für den Käufer einer Option ist auf den Anschaffungswert begrenzt.

      Der Verkäufer einer Kaufoption, der ja bei Ausübung der Optio Aktien liefern muß, hat hingegen das Risiko (wenn er die Aktien nicht schon vorher gekauft hat), daß er die Aktien wesentlich teuerer kaufen muß als für den Verkauf der Aktien letztlich bekommt. Der Verkäufer einer Option hat damit wirklich gute Chancen sich zu ruinieren, weil eben seine möglichen Verluste nicht begrenzt sind.

      War das zu viel und zu kompliziert?

      Im übrigen bin ich mir nicht ganz sicher, ob mit der Frage nach Stock Options nicht möglicherweise vielmehr die unter diesem Namen durch die Presse geisternden Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramme gemeint waren.

      Weitere Fragen beantwortet dann gerne der grüßende
      Christian

      • Antwort von nach 22 Stunden 1 hilfreich
        Ergänzung der Ergänzung

        Hallo, ich wollte noch ein paar Ergänzungen los werden.
        Danke, war ich mal wieder zu knapp angebunden. Aber dafür hat man ja "richtige" Fachleute :-)

        Allen Kommentaren von EXC stimme ich natürlich voll zu. Im übrigen bin ich mir nicht ganz sicher, ob mit der Frage
        nach Stock Options nicht möglicherweise vielmehr die unter
        diesem Namen durch die Presse geisternden
        Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramme gemeint waren.
        Das Prinzip ist eigentlich das Gleiche. Im Normalfall schenkt einem die Firma dann eine Kaufoption. Später (meist ist eine Sperre für eine bestimmte Zeit enthalten) kann man dann entweder die Differenz zu Geld machen (wenn die Aktie gestiegen ist), einen Teil der Aktien mit dem Gewinn der restlichen kaufen (bargeldloses kaufen sozusagen) bei gleicher Voraussetzung, oder schlicht die Aktien zum festgelegten Kurs kaufen und festhalten.

        Gruß Kubi

        • Antwort von nach 23 Stunden 2 hilfreich
          ergänzende Ergänzung der Ergänzung

          Hallöli,

          es gibt noch ganz andere Kostruktionen von den Options-Programmen. Ich meine, es wäre SAP gewesen, das seinen Mitarbeitern die Differenz auszahlt, ohne den Umweg über physisch eingebuchte Optionen. Das Problem ist, daß die Liquidität des Unternehmens damit schwerstens belastet wird, weil die Aktie zum Stichtag nicht unerheblich gestiegen war. Mal ganz davon abgesehen, daß sich das Eigenkapital dadurch nicht erhöht (wie das bei dem Erwerb von Aktien über Optionen im Prinzip der Fall ist).

          Gruß
          Christian,
          der sich fragt, ob wir hier noch ein Börsenlexikon zusammenbekommen.

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