Stuerabzug vor/nach Spendenanteil

Hallo,

mal angenommen, eine Frau X richtet auf ihrer Homepage eine Seite mit karitativem Hintergrund ein. Dort sind 5 Banner eingebunden, die nach Klick einen Centbetrag einbringen.
Frau X legt nun fest, dass 90% der erzielten Klickeinnahmen an eine gemeinnützige Einrichtung gehen sollen.

Wie müsste denn nun die gute Frau X ihre Klickeinnahmen versteuern?

a) Die kompletten anfänglichen 100%, also auch die gependeten 90%. Ergo würde sie am Ende trotz gut gemeintem Engagement ganz schön in die Nassen gehen.

oder b) Nur die verbleibenden 10%, von dessen Rest sie dann beispielsweise den Provider glücklich macht.

mal angenommen, eine Frau X richtet auf ihrer Homepage eine
Seite mit karitativem Hintergrund ein. Dort sind 5 Banner
eingebunden, die nach Klick einen Centbetrag einbringen.

Frau X ist ja nun mal kein gemeinnütziger Verein.
Damit sind es gewerbliche Einnahmen.
Sie erbringt die Dienstleistung über Caritatives zu informieren.
Lesestoff: http://www.klicktipps.de/einkommensteuer_spenden_kir…

Einnahmen - Ausgaben (z. B. Provider, Internetkosten, Strom für Licht und PC, …)
sind Gewinn, der kommt in die Anlage GSE der Steuererklärung.

Mit Links z. B. zu Amazon u. a. könnte Frau X noch etwas mehr dazu einnehmen. :smile:

Frau X legt nun fest, dass 90% der erzielten Klickeinnahmen an
eine gemeinnützige Einrichtung gehen sollen.

Das kommmt bei „Spenden“ in die Steuererklärung (Seite 3)

Steuern sind bis zu 20% derEinkünfte absetzbar; siehe weiter oben im o. a. Link.
Bei Spenden an eine Stiftung (ich meine jetzt was Seriöses und nicht das,
was gerade in den Nachrichten ist) könnte evtl. mehr absetzbar sein.

Ergo würde sie am Ende trotz gut gemeintem Engagement
ganz schön in die Nassen gehen.

Es ist halt eine Entscheidung.
Auch Angestellte können 90% ihres Gehalts spenden, aber nur die 20% absetzen.

Gruß JoKu

Dumme Nachfrage
Hallo Joku,

besten Dank für die Antwort.

Mag sein, dass es an einem Hirnknoten liegt - aber welchen Prozentsatz müsste denn Frau X als Information auf ihre Homepage stellen, um erstens von vornherein einen korrekten Prozentsatz anzugeben und zweitens am Ende +/- Null (oder auch 10% „Gewinn“ für die Unkosten) zu haben?
Denn draufzahlen möchte Frau X auf keinen Fall.
Ergo sucht sie nach einem höchstmöglichen, für sie aber finanziell sicheren Prozentsatz.

Also ungefähr so:


Liebe Besucher meiner HP,
ich, Frau X, spende …% der Klickeinnahmen an das gemeinnützige Projekt …

Danke schon mal im Voraus für eine abermalige Antwort :wink:
(Natürlich im Namen der Frau X)

Dumme Nachfrage

Fragen sind selten dumm. - Bei Antworten ist das schon gaaanz anders. :wink:

Mag sein, dass es an einem Hirnknoten liegt - aber welchen
Prozentsatz müsste denn Frau X als Information auf ihre
Homepage stellen, um erstens von vornherein einen korrekten
Prozentsatz anzugeben und zweitens am Ende +/- Null (oder auch
10% „Gewinn“ für die Unkosten) zu haben?

Dazu müsste sie wissen, welche Ausgaben sie haben wird.
Das lässt sich noch einigermaßen gut ermitteln;
und das sollte sie auch ermitteln!

Und sie müsste wissen, was als Einnahmen reinkommen wird.
Ob das wohl jetzt schon geschätzt oder gar einigermaßen genau ermittelt werden kann? - Vermutlich nicht.

Denn draufzahlen möchte Frau X auf keinen Fall.

Sehr verständlich.

Ergo sucht sie nach einem höchstmöglichen, für sie aber
finanziell sicheren Prozentsatz.

Wenn es sicher sein soll und frau die Einnahmen noch gar nicht kennt,
funktioniert es mit „ich, Frau X, spende …% der Klick_einnahmen_ an …“ wohl nicht.
Besser wäre: „ich, Frau X, spende xx% des Gewinns aus dieser Homepage an …“
Das bedeutet:
Ab dem Moment wenn die Kosten der Homepage gedeckt sind,
gehen xx% vom Gewinn ans Projekt.
Wenn die Kosten der HP nicht gedeckt werden, dann halt nix.

Zusätzlich sollte Frau X ermitteln, wieviel % Steuern von Ihrem Gewinn abgehen werden.
Auch die müssen ja im Jahr drauf bezahlt werden.

Neben dieser Homepage können ja noch andere Sachen betrieben werden, die dann „in die eigene Tasche gehen“

Alternative:
Statt des „Projekts mit der Seite“ einen gemeinnützigen Verein gründen
oder, falls das unterstützte Projekt bereits ein Verein ist, denen die Homepage bauen.
Die Gebühr für den Provider sollen sie dann aber selbst zahlen.

Mit Frau X wird ein Entgelt (oder Tätigkeit als 400€-Job) für die Erstellung der Homepage vereinbart.
Das kann sie dann später und unabhängig davon teilweise bzw. ganz dem Verein spenden.

Gruß JoKu

P.s.: Wenn es dann „soweit“ ist, würde mich der name der Seite interessieren.