Tipps zu Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskasse

Von: , Frage gestellt am Di, 24. Jul 2007
Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit ein bisschen ratlos. Mein Arbeitgeber, eine Stiftung mit über 400 Mitarbeitern, hat mich auf eine Altersvorsorge aufmerksam gemacht, die nur Mitarbeiter der Stiftung wahrnehmen können. Es handelt sich dabei um einen Gruppenvertrag der Allianz. Mir werden monatlich 100,00 € vom Bruttogehalt abgezogen, die dann direkt in die Pensionskasse fließen. Der Vertrag läuft bis 2048 - also bis zu meinem 65. Lebensjahr.
Als Garantiekapital werden mir 73.001,00 € zugesagt - lebenslange Garantierente wäre 273,72 €.

Eigentlich finde ich das recht wenig, denn immerhin fehlen mir ja jeden Monat 100,00 €... auch wenn es vom Bruttogehalt abgezogen wird, habe ich ja weniger staatliche Ansprüche...

Ich habe den Vertrag am 9.7.2007 unterschrieben und habe vier Wochen Widerrufsfrist.

Ich habe mit dem Vertrag ein komisches Gefühl im Bauch und fühle mich damit nicht wohl, aber wen kann ich nach einer besseren Alternative fragen? Jeder Versicherungsmensch wird mir das aufschwatzen, was für ihn die größte Provision hervorbringt, denke ich mir zumindest.

Hat jemand Erfahrung mit so einem Gruppenvertrag? Hat jemand Ideen wie ich mich ohne die Überredungskünste anderer unabhängig beraten lassen kann?

Grüß, Futureclass

52 Antworten zu dieser Frage

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
          Das kann ich dir ganz genau erklären, DB.

          Wenn ich antworte, habe ich das Für und Wider abgewogen. Mein Urteil steht damit also fest (ob andere das teilen, ist ne andere Baustelle). Das ist das Gegenteil eines Vorurteils!
          Futureclass formuliert ja in etwa wie folgt: Er NIMMT AN, dass Makler nur auf die Provisionen aus sind und die obj. Beratung quasi nicht existent ist. Das ist ein KLASSISCHES VORURTEIL!

          In der Hoffnung, dass ich dir das einigermaßen erläutern konnte, grüßt dich Cooler [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
        Achja....

        verstehen muss ich das nicht.....aber man soll ja nicht gleich den Priester über den Berg werfen
        oder so ähnlich.
        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
          Achja....

          verstehen muss ich das nicht.....aber man soll ja nicht gleich
          den Priester über den Berg werfen
          oder so ähnlich.
          Hallo Huse,

          das kann ich verstehen. Das war auch nicht auf dich gemünzt, sondern auf Futureclass. Er hat nämlich behauptet, ich wäre Makler und ich hätte auch sofort die (negative) Vorgehensweise von Maklern (auch im Zusammenhang mit Prov.) verteidigt! Er hat mich aber mit dir verwechselt. Ich habe "zum Beweis" nur dein Zitat verwendet!

          Gruß Cooler
  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ruhig Blut
    Ich finde, Du hast alles richtig gemacht.

    Du zahlst zwar 100 € brutto, aber durch Steuerersparnis und (evt.) Sozialversicherungsersparnis ist Deine Mindereinnahme deutlich geringer. Die 100 € Gehaltsumwandlung verringert Deine Beiträge in die gesetzliche Rente um weniger als 20 €. Du kannst Dir vorstellen, dass die Zusatzversorgung deutlich höher wird, als die Verringerung der gesetzlichen Rente.

    Die Einzelheiten laß Dir in einem Gespräch erklären, das würde hier zu weit führen.
  2. Antwort von (abgemeldet) nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskasse
    Guten Tag Futureclass,
    das ist ein bisschen viel, was da bei Ihnen zusammengelaufen ist.
    Ein Vertrag mit 41 Jahren Beitragszahlpflicht. Ein Gruppenvertrag.
    Eine Pensionskasse mit allen Eigenheiten der Pensionskasse.
    Ein Zieh-Schieb-Zwang durch den Arbeitgeber. Ein Vertragsschluß
    mit Zillmerung. Und zu alldem erkundigen Sie sich 14 Tage,nachdem
    Sie die Unterschrift geleistet haben, nach Alternativen, unabhängiger
    Beratung und verweisen auf Ihr Bauchgefühl, da Sie den Faktendurchblick offensichtlich nicht haben.
    Also. Hurtig jetzt. Ab in die Buchhandlung. Sekundärliteratur zur
    BAV und Pensionskasse. Vertragsunterlagen parallel siebenmal durchgelesen und dann - wenn sich immer noch kein Durchblick
    einstellt - zur Verbraucherberatung in die beitragspflichtige Versicherungssprechstunde. Danch wissen Sie, ob Sie bei der
    Pensionskasse der genannten Firma alt werden wollen.
    Gruß
    Günther [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
      Danch wissen Sie, ob Sie bei der
      Pensionskasse der genannten Firma alt werden wollen.
      Gruß
      Günther
      Oder besser können?
      Wobei ich mal behaupten würde, dass einige Verbraucherschützer bei der PK nur sehen, dass zurzeit fast das Doppelte eingezahlt wird, was tatsächlich im Netto fehlt.
      Ob der Vertrag gezillmert ist, wissen wir offensichtlich noch nicht.
      Man hat nur besondere Vermutungen :-)))
  3. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskasse
    Auch mitreden wollen :-)

    zerpflücken wir doch mal alles ein wenig.
    Obacht an alle, die gleich losschimpfen wollen: völlig ohne Wertung. Nur Hinweise. Ich versuch es zumindest.
    273,72€ Garantierente. Abzüglich Krankenversicherungsbeitrag, der wohl so um die 7,5% liegen dürfte (man kann natürlich auch mal den Vermittler fragen), ein wenig Pflegeversicherung (wenn die bis dahin noch nicht Pleite sind, dürften die deutlich höhere Kosten haben als bis jetzt) und ein wenig Steuern, die man heute natürlich nicht voraus ahnen kann ergibt sich da ein etwas anderes Bild.
    Schätzen wir mal gaaanz vorsichtige 15% Steuer- und Sozialabgaben, verringert sich der Spaß auf 232,66€. Berücksichtigen wir weiterhin noch ein wenig Inflation, gehen wir vorsichtig von 2,5% aus, entspricht das einer heutigen Kaufkraft von 84,53€.
    Nicht schlecht für eine Beitragszahlungsdauer von 41 Jahren. Werden ja immerhin 49.200€ eingezahlt (das macht sich gut auf der Provisionsabrechnung). Bei einer weiteren Lebenserwartung von 16 Jahren (Stand 2003) wird man also etwa 81. Nehmen wir diese Rentenzahlungen mal zusammen, kommen wir auf 273,72 * 12 * 16 = 52.554,24€. Statistisch gesehen ;-)
    Entspricht einer Rendite von etwa 0,318%
    Nehmen wir die garantierte Summe von 73.001€: 1,826%.
    Wie gesagt, ohne Wertung!
    Zur Widerholung: Inflationsrate: ca. 2,5%

    Die nächste Frage wäre nun, ob man überhaupt am Ziel ankommt.
    Stellen wir uns einfach mal vor, dass man im dritten, vierten oder fünften Jahr arbeitslos oder verbeamtet wird, vielleicht macht man auch einen auf Selbstständig und hört auf.
    Nun kenne ich natürlich nicht das Kleingedruckte in diesem Vertrag, würde aber anraten, sich einmal nach der Mindestsumme zu erkundigen, die angespart sein muss, um den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Das hängt bei dieser PK irgendwie mit der Jahresrente zusammen.
    Und dann schaut man in sein Angebot, welches man hoffentlich bekommen hat, wie hoch denn die Jahresrente ausfällt, wenn man hier aufhört.

    Und wir spielen durch, wie es aussieht, wenn man dann doch beitragsfrei weiter mitspielen darf, wie hoch die Rendite denn nun ist, wenn wir endlich am Ziel angelangt sind.

    Und dann überlegt man sich, was denn aus diesen 50€ geworden wäre, wenn man die in einen Bausparvertrag gesteckt hätte und da schön Prämien bekommen hätte. Nicht, dass ich hier als Verfechter von Bausparverträgen abgestempelt werde, aber wenn wir einen Anleger haben, der möglichst sicher an seine Ziele kommen möchte, ist das gar nicht sooo schlecht. 50€ bei 4% ergeben nach 41 Jahren knapp 61.200€. Ohne Zulagen übrigens ;-)
    Und ohne Abzüge ;-)
    Und sogar ein Fitzelchen höhere Rente aus der Deutschen Rentenversicherung ;-)
    Nicht davon zu reden, was rauskommen würde, wenn man einen Riester-Fondssparplan beginnen würde. Einen, der seine Abschlusskosten bei jeder Zahlung einbehält.
    Nur gut, dass man vergleichen kann. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
      Hallo, Auch mitreden wollen :-)
      in der Berechnung sind einige entscheidende Fehler, so geht das nicht und hilft dem Fragenden auch kaum: zerpflücken wir doch mal alles ein wenig.
      273,72€ Garantierente. Abzüglich Krankenversicherungsbeitrag,
      der wohl so um die 7,5% liegen dürfte
      Falsch, es wäre schon irre, GKV-Beitragssatz bei 7,5%! Schätzen wir mal gaaanz vorsichtige 15% Steuer- und
      Sozialabgaben
      Auch falsch, der Eingangssteuersatz liegt derzeit bei 15%;zzgl.
      GKV-Beitrag sowie Steuerpflicht auf GRV-Rente - kann nicht passen. Berücksichtigen wir weiterhin noch ein wenig Inflation, gehen
      wir vorsichtig von 2,5% aus, entspricht das einer heutigen
      Kaufkraft von 84,53€.
      Der Beitrag sinkt - durch die Inflation bedingt ebenfalls ! Nicht schlecht für eine Beitragszahlungsdauer von 41 Jahren.
      Werden ja immerhin 49.200€ eingezahlt
      Stopp! Die Einzahlungen erfolgen steuer- und (voraussichtlich)
      sozialversicherungsfrei. Dies bei den Einzahlungen nicht zu berücksichtigen aber gleichwohl Steuer-und GKV/PPV-Beitragspflicht bei den Auszahlungen - Äpfel, Birnen......... Wie gesagt, ohne Wertung!
      Wirklich??????
      Gruß J.K.
      • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
        in der Berechnung sind einige entscheidende Fehler, so geht
        das nicht und hilft dem Fragenden auch kaum:
        Schön, schau mer ma :-) ...Abzüglich Krankenversicherungsbeitrag,
        der wohl so um die 7,5% liegen dürfte
        Falsch, es wäre schon irre, GKV-Beitragssatz bei 7,5%!
        Bin halt kein Fachmann, wird ja dann eben noch krasser. Aber dass da keine Experten drauf kommen? Höhere Abzüge bedeutet leider auch weniger Geld. Oder stimmt das auch nicht? Schätzen wir mal gaaanz vorsichtige 15% Steuer- und
        Sozialabgaben
        Auch falsch, der Eingangssteuersatz liegt derzeit bei
        15%;zzgl.
        GKV-Beitrag sowie Steuerpflicht auf GRV-Rente - kann nicht
        passen.
        Eingangssteuersatz 15% heißt nicht automatisch, dass 15% auf diese 273€ abgezogen werden. Oder gibt es auch keine Freibeträge mehr?
        Wobei es natürlich völlig richtig ist, dass 15% hier viel zu niedrig sind. Stehen wir also bei etwa 15% KV (?), 1,7% PV und ein bisschen Steuern. Wollen wir uns auf 20% einigen? Könnte ja sein, dass wirklich nur sehr wenig Rente reinkommt und Dank der Freibeträge tatsächlich nur sehr wenig Steuer bezahlt wird. Nicht schlecht für eine Beitragszahlungsdauer von 41 Jahren.
        Werden ja immerhin 49.200€ eingezahlt
        Stopp! Die Einzahlungen erfolgen steuer- und (voraussichtlich)
        sozialversicherungsfrei. Dies bei den Einzahlungen nicht zu
        berücksichtigen aber gleichwohl Steuer-und
        GKV/PPV-Beitragspflicht bei den Auszahlungen - Äpfel,
        Birnen.........
        Jaja, wer rechnet wohl falsch?
        100€*12*41=49.200€ (diese 100€ sind Bruttogehalt)
        273,72€*12*16=52.554,24€ Bruttorentenzahlung der PK
        Hätte ich mich dem Niveau anpassen sollen und Nettobeiträge mit Bruttorenten vergleichen sollen? Also ein wenig Ernsthaftigkeit sollten wir alle wahren, oder? Wie gesagt, ohne Wertung!
        Wirklich??????
        Richtig, ohne Wertung. Ich sage nicht, dass der Fragesteller diese PK widerrufen soll. Ich habe lediglich einige Punkte geliefert, nach denen er schauen sollte.
        Und dass ich die KV-Beiträge nicht wusste, ist nicht sooo schlimm, da er sowieso die Empfehlung bekommen hat, danach zu fragen.
        Tut mir ehrlich gesagt auch bisschen leid, dass durch die höheren KV-Beiträge das Ergebnis noch .... aussieht als nach meiner Rechnung. Gruß J.K.
        Freundlichste Grüße zurück
        • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Unsicher wegen Gruppenvertrag - Pensionskass
          Stopp! Die Einzahlungen erfolgen steuer- und (voraussichtlich)
          sozialversicherungsfrei. Dies bei den Einzahlungen nicht zu
          berücksichtigen aber gleichwohl Steuer-und
          GKV/PPV-Beitragspflicht bei den Auszahlungen - Äpfel,
          Birnen.........
          Jaja, wer rechnet wohl falsch?
          100€*12*41=49.200€ (diese 100€ sind Bruttogehalt)
          273,72€*12*16=52.554,24€ Bruttorentenzahlung der PK
          Hätte ich mich dem Niveau anpassen sollen und Nettobeiträge
          mit Bruttorenten vergleichen sollen? Also ein wenig
          Ernsthaftigkeit sollten wir alle wahren, oder?
          In der bAV sind Steuer-und Soz.Beitr.-Vorteile UNTRENNBAR mit der Beitragszahlung in der Ansparphase und der steuerlichen und soz.vers.Pflicht.-Komponente in der Rentenphase UNTRENNBAR miteinander verbunden!

          Was du hingegen machst, ist folgendes: Du nimmst nur die symbolhaft dargestellte Garantierente, du nimmst nur den Bruttobeitrag und tust so, als ob dies der Kunde zahlen muss. Im Gegensatz dazu stellst du die Versteuerung der Renten in Verbindung mit der Krankenversicherung heraus und erwähnst nicht, die eine bAV erst interessant machenden Vorteile! Deine Renditeberechnung fußt also auf Mißachtung der Vorteile und Herausstelung von Nachteilen und Dingen, welche nur theoretischer Natur sind! Toll! Mach dir doch mal selbst darüber Gedanken!

          C.


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