Hallo!
Eine Anfrage aus Indien enthält folgende Passage: Your offer should on F.O.B. basis…
Was verbirgt sich hinter F.O.B. ?
Gruß
Wolfgang
Hallo!
Eine Anfrage aus Indien enthält folgende Passage: Your offer should on F.O.B. basis…
Was verbirgt sich hinter F.O.B. ?
Gruß
Wolfgang
Tach Wolfgang,
F.O.B. = Free on Board, also frei Schiff
Grüße
Tessa
F.O.B. = Free on Board, also frei Schiff
Hallo Tessa und Danke!
Was das aber bedeutet, weiß ich Greenhorn in diesen Dingen nicht. Risiko bei mir bis zur Schiffverladung? Preis des Produkts bis einschließlich Verladung? Verzollung am Zielort und Weitertransport erledigt und bezahlt der Empfänger?
Na ja, sicherheitshalber haue ich ein paar zig Prozent auf den Preis drauf und dann wird meine „Kalkulation“ schon irgendwie hinkommen.
Gruß
Wolfgang
Moin Wolfang
Was verbirgt sich hinter F.O.B. ?
Free on Board: ist ein Begriff der sogenannten „incoterms“,die den internationalen Handel regeln.
Eine kleine Erklräung der incoterms gibt es hier: http://www.sparkasse.de/artikel/0,4705,1112,00.html
Da steht eigentlich alles drin.
Gruss
Marion
moin, ich wuerde fob versuchen zu umgehen und daraus dann fot zaubern. fot = free on truck, d.h. du sorgst fuer die verladung auf den abholenden lkw, hast die exportverzollung organisiert.
bei fob gehst du folgendes risiko ein:
der empfaenger schreibt dir eine lieferadresse im seehafen vor ( das wird ein uebernahmespediteur seiner reederei sein ). der nimmt die ware erstmal ins lager, wird dich aber mit den thc = terminal handling charges belasten. hierfuer gibt es zwar feststehende tarife aber in der praxis auch willkuerliche grauzonen.
noch schlimmer: der empfaenger bittet dich, den transport komplett bis zu seinem land zu organisieren. wenn er dann seinen anteil - die seefracht, das abladen, die zustellung, etc nicht bezahlt, kommen die ganzen kosten an dich als uerspruenglichen auftraggeber zurueck und deine ware verrottet irgendwo im niemandsland…
gruss
kuddel
Hallo.
Was das aber bedeutet, weiß ich Greenhorn in diesen Dingen
nicht. Risiko bei mir bis zur Schiffverladung? Preis des
Produkts bis einschließlich Verladung? Verzollung am Zielort
und Weitertransport erledigt und bezahlt der Empfänger?
Soweit alles Ja. Mit dem von Kuddel erwähnten Pferdefuß! Auf Deinen „Ladenpreis“ gehört also Fracht+Versicherung bis Seehafen sowie in letzterem die Verladegebühr + evtl. anfallender Lagerkosten dort.
Na ja, sicherheitshalber haue ich ein paar zig Prozent auf den
Preis drauf und dann wird meine „Kalkulation“ schon irgendwie
hinkommen.
Also kaufen für 10, verkaufen für 20 und von den 10% Aufschlag leben 
Gibt es evtl. eine Spedition in Deiner Nähe, die auch Überseegeschäfte tätigt? Möglicherweise kannst Du mit denen einen Deal machen, dass sie die weitere Abwicklung bis „on board Äppelkahn“ übernehmen. Hieße, Du lieferst unfrei an Spedition, die wickeln den Versand- und Verladeteil für Dich ab. Für lau machen die das bestimmt auch nicht; aber die ganze Sore ist in professioneller Hand und Du hast, was mir wichtig scheint (ich weiß ja nicht, welches Volumen Dein Auftrag hat!), eine verlässliche Kalkulationsgrundlage. Immerhin liegt zwischen Dir und Indien eine große Pfütze, und die Gefahr, dass man Dir im Eventualfall einen auf See entstandenen Schaden anhängen will - Du bist ja, wie Du schrubest, in diesen Dingen Greenhorn - würde ich nicht unterschätzen. Aber auch, wenn alles wunderbar glatt geht, besteht ja die Chance, dass Dein dankbarer Kunde in Indien wieder mal mit Auftrag droht. Und wenn Du dann schon ungefähr weißt, was auf Dich zukommt : um so besser.
Ich meine, wenn Du Dich nicht regelmäßig überseeisch betätigen willst, sollte zumindest das Versandrisiko in dem Augenblick, in dem die Ware von Deinem Hof verschwunden ist, für Dich erledigt sein. Auch ein paar zig % sind nämlich u.U. noch zu wenig.
Gruß kw
Hallo Wolfgang!
Alles recht nett und schön, was die Vorredner da von sich gegeben haben, was KHS da in 2) sagt ist freilich Käse; denn das wäre ja CIF bzw C&F.
Da der Kunde nun mal König ist, bestimmt er die Versandart. Das ist international mal so. FOB ermöglicht ihm, billigere Schiffe bzw Airlines zu organisieren, billigere Versicherungen abzuschließen und schließlich auch den Termin zu bestimmen, was ja im Akkreditiv auch festgelegt wird.
Entscheidend ist, daß Du Dich bzw Deine Bank (sollte eine internationale Geschäftsbank sein) minutiös und exakt an die Konditionen im Akkreditiv hältst; denn sonst ist die Ware unverzollt am Schiff (verzollt wird im Empfängerland) und keine Kohle fließt. Spediteure (heißen ja heute Logistikunternehmen) sind nur Abwickler, die das in der Regel auch professionell machen (mit z.T. gewaltigen Preisunterschieden). Wirklich teure Fehler entstehen durch falsch erfüllte Akkreditive. Wenn der Kunde listig ist, gehst Du leer aus.
Gruß Richard
Eine Anfrage aus Indien enthält folgende Passage: Your offer
should on F.O.B. basis…Was verbirgt sich hinter F.O.B. ?
Gruß
Wolfgang
Die übliche Annekdote, die nicht fehlen darf
Hallo Wolfgang,
FOB wurde ja jetzt schon ausführlichst erklärt. Daher nur noch die kurze Anmerkung mit den Konsequenzen aus dem Gefahrenübergang.
Ware hängt am Verladekran… wird über die Reeling gehieft. Nun kommt eine fette Windböe und sorgt dafür, dass die Ware zurückschwingt und auf die Erde vor dem Schiff knallt und kaputt geht. => Dein Risiko, da die Reeling schon überschritten war.
Kommt aber in der Praxis nicht ganz so oft vor 
Gruß Ivo