Antwort von
nach einer Stunde
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Re: Bräuche zu Weihnachten u. Silvester
Hallo Heike,
seit wann genau dieser kuriose Brauch existiert, weiß ich auch nicht. Man glaubte früher (und teilweise auch heute noch), daß man Unglück, Leid und Tod ins Haus bringt, wenn man an den "12 heiligen Tagen" (25.12. - 06.01.) Wäsche wäscht und aufhängt.
Nun ja, früher glaubte man auch an den Klapperstorch. Und hier noch ein netter Erklärungsversuch, über den ich gestolpert bin:
Ein weiteres Ereignis, was meiner Vermutung nach nur im Zentrum Mitteleuropas, also in Österreich auftritt, ist der skurrile Brauch über Silvester keine Wäsche zum Trocknen aufzuhängen. Sollte man dies dennoch tun, würde im folgenden Jahr jemand sterben. So der Tenor vieler christlicher Großmütter. Ich habe die Bibel zwar schon vor längerer Zeit gelesen, erinnere mich aber keineswegs an einen mystischen Psalm in der Art. Vielleicht gab es aber zu biblischen Zeiten noch keine Wäschespinne. Außerdem bevorzugte der Herr damals noch Sturmfluten. Wissenschaftlich betrachtet müßte man nun, und bei den heutigen technischen Errungenschaften wäre dies sicher möglich, die gesamte Weltbevölkerung davon überzeugen am 31. Dezember keine Wäsche zu waschen und die alte vom Trockner zu entfernen. Ein Jahr ohne einem einzigen Toten sollte demnach vergehen. Es sei denn, irgendein böser Kerl würde unter seltsamen, begleitenden Murmellauten und Gesängen um seinen Wäschetrockner tanzen und genüßlich ein nasses Stück nach dem anderen aufhängen. Ich persönlich tue dies schon seit einem Jahrzehnt. Allerdings singe ich nicht selber sondern lausche vielmehr lauter Pop- oder Rockmusik aus der Stereoanlage. Weiters hege ich dabei nicht die Absicht jemanden zu töten, ich hänge die Wäsche ausschließlich zu dem selben Zweck wie das ganze Jahr über auf. Wissenschaftlich eindeutig vor Zeugen festgehalten, nur um des Wäsche trocknens Willen. Und ich würde auch niemandem raten mir die millionen, jährlich zu beklagenden Toten dafür anzulasten, denn ich kann jederzeit auf einen Präzedenzfall hinweisen. Noch niemand kam nämlich auf die Idee den Herrn wegen der vorhin zitierten Sturmflut wegen Massenmordes anzuklagen.
So long
Tessa