Ratgeber zu Diakonie-Pflege nur für Konfessionelle?

Von: , Frage gestellt am Mi, 24. Jul 2002

Hallo Wissende,

warum dürfen in der Diakonie nur konfessionelle Pflegekräfte arbeiten?

Werden nicht auch unkonfessionelle Patienten gepflegt?

Gruß und Dank
vom haploid

36 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^4: mißverständlich - vielleicht verwechselst Du

              Stimmt´s denn nicht?
              nö. Daß dich das stört, ist mir klar.
              ganz im gegenteil. ist mir sogar sch...egal was du über israel denkst. Ich wehre mich ja nur dagegen, daß das was Israel macht uns
              als leuchtendes Beispiel vorgehalten wird.
              da leuchtet nix. welches land möchte schon freiwillig in der situation israels sein. Ich respektiere die jüdische Religion, deswegen muß ich sie
              nicht gut finden.
              aso und das ist der grund, daß du auf der seite von terroristen argumentierst? der feind meines feindes... Und wenn ich sie nicht gut finde ist das
              noch kein Beweis für irgendeine Einstellung.
              natüüüüüürlich nicht. wer käme auf die idee, dich deswegen antijüdisch zu nennen.... rofl.

              lehitraot.

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Hallo Winkel? Da ist Dein Problem!

              hallo winkel,

              du hast ja wirklich ein problem am hals. Ich hatte nicht den Eindruck, daß sie die Kirchen unterwandern
              wollen, sondern einen Arbeitsplatz, mit dem sie sich genauso
              viel oder wenig identifizieren, wie diverse Leute, die eine
              formale Kirchenzugehörigkeit haben. So habe ich es zumindest
              verstanden.
              Danaja bei dem besipiel Juden ist es auch einfacher. Da lautet
              Kirchenstuer können sie den Job ja auch haben. Also worum
              geht´s, ums Moralaposteln? das seid ihr hier ja päpstlicher
              als der Papst.
              iris redet hier von vielen nichtjuedischen deutschen, und du subsummierst wieder alle, ob juedisch oder nichtjuedisch-nichtchristlich unter "ihr", Was meinst Du denn jetzt damit? Wir reden doch von sozialer
              Arbeit in Deutschland. Was hat das mit Israelis zu tun oder
              was haben die damit zu tun wenn es in Deutschland nicht genug
              hier ausgebildete und aufgewachsene mit dem System vertraute
              jüdische SozialarbeiterInnen für die Arbeit mit den russischen
              Juden gibt.
              Da seh ich eher Inkonsistenz, da werden UNgläubige
              herangezogen, um sie nachher pauschal als potentielle
              Antiblabla´s zu beschimpfen, nur weil sie Deutsche sind.
              Entschuldige diesen Ausflug in andere Threads, aber mir platzt
              gerade mal wieder die Stirnader, wenn mir hier verklickert
              werden soll, wie edel doch Juden im Gegensatz zu Christen
              sind.
              so ein voelliger unsinn, du wirfst juedischen deutschen vor, es waere inkonsistenz, wenn sie nichtjuden einstellen? aeh? und dann was soll der hoerere unsinn, man wuerde sie nachher pauschal als antiblablas einstellen? du hast verfolgungswahn. und dann kommt die haerte, erst nennst du das einstellen von nicht- oder andersreligioesen inkonsistent, dann erzaehlst du den schwachsinn , man wuerde dir erzaehlen, juden waeren edler als christen, tut hier keiner, und du widersprichst dich in deiner "wut" selbst. Israel ist eine multikulturelle Einwanderungsgesellschaft, die
              glücklicherweise im Hinblick auf "integrative Arbeit" was die
              russisch jüdischen Zuwanderer betrifft deren Potentiale zu
              nutzen weiß.
              Ja multikulti, solange jüdisch im Glauben, das ist Rassismus
              in Reinkultur. (Nichtjuden dürfen keine Grundstücke kaufen! Da
              kotz ich doch, so braun ist allein der Gedanke.)
              schon wieder unsinn, TOTALER schwachsinn von dir, dieses gesetz ist mehrheitlich in der knesset allein als nur ein entwurf abgelehnt worden, die bevoelkerung hat des weiteren protestiert, was hat israel hier zu tun? wusstest du braunen mist suchender, dass in osterlich partiell nichtosterlichern der kauf von grundstuecken untersagt ist?

              hallo erde an winkel! Entschuldige: Was sollen wir von der Integration der
              Palastineser durch die Juden lernen, daß wir für die
              Integration der Afrikaner oder Süd- und Ost-Europäer
              gebracuehn könnten? Der Militäreinsatz?
              verzeihung hallo winkel, hier wird ueber deutschland geredet. Hallo? aha, also wenn es genug jüdische gegeben hätte, gäb es auch
              nur jüdische dort?
              komische mutmassung! waere es so, wuerdest du wieder von braunem mist reden, waere es nicht so, redest du wieder, dass deine stirnadern platzen! ziemlich offen paranoid von dir, spricht baende. Da haben wir wegen des Holocaust keine
              Vergleichsmöglichkeiten.
              Vor dem Holocaust war es - wegen konfessioneller
              Abgeschlossenheit - nicht üblich, daß egal ob jüdische,
              evangelische oder katholische Erzieherinnen in konfessionell
              anders ausgerichteten Einrichtungen gearbeitet hätten.
              Siehste und was beschwerste dich jetzt über diese Tradition
              bei den christlichen Kirchen?
              tut sie, weil sie heute meint und nicht wie du gestern und sogar noch die dinosaurier. zumal sie auch fuer eine menge nichtjuden spricht, willst du aber nicht wahrhaben. Der Vergleichspunkt ist auch nicht der, ob und inwieweit es
              gemischt religiöse Teams gibt, sondern daß in jüdischen
              Einrichtungen keine Analogie zur ACK-Klausel besteht und
              folglich - auch nicht bei Leitungswechsel im Trägerteam
              (analog zum Pfarrer gesehen) die nichtjüdische Fachkraft
              entlassen wird so sie einmal eingestellt ist und die übliche
              Probezeit bestanden hat.
              Das ist eine tolle Behauptung: siehe doch mal in aller ruhe in
              diesem Film nach: Yentl, da siehst du viel, was Ressentiments
              gegen Nichtangehörige der Glaubensgemeinschaft angeht.
              tja eine behauptung von iris, und?
              aeh yentl? was soll denn der vergleich mit irgendeinem hollywoodstreifen zu einer vergangenheit? "ich habe da mal so einen film gesehen, war ganz schlimm so". hallo winkel, gehe doch mal zum zeitungskiosk und kaufe dir deine erwachsenenbravoheftchen, auch boulevardblaetter genannt. so ein unsinn, holst einen hollywoodstreifen zu einer lange zurueck liegenden vergangenheit heraus. wie war das mit der frauenunterdrueckung anderswo? was weisst du denn ueber den stand der frau im judentum? darf man dir gar nicht erzaehlen glaube ich, denn sonst platzt dir wieder der kragen: "aber mir platzt
              gerade mal wieder die Stirnader, wenn mir hier verklickert
              werden soll, wie edel doch Juden im Gegensatz zu Christen
              sind...."
              hallo winkel? naja bei dem besipiel Juden ist es auch einfacher. Da lautet die :Frage: War deine Mutter Jüdin? Danach ist egal was du denkst, :dann bist du Jude.
              unsinn, wer sagt solches? ist naemlich nicht egal, welcher mensch was denkt, das gilt auch fuer juden und auch rein innerjuedisch, will aber in deinen kopf nicht. Die Gesellschaft ist nicht so säkular, wie sie von den
              Religionsfreien begriffen wird. Dass die Kirche "leise" ihre
              Arbeit tut und kaum ein Christ noch wagt sich zu bekennen,
              heißt nicht, daß sie nicht die Mehrheit in der BRD sind.
              ja und? das ist doch schoen, dass die kirche ihre arbeit tut, dass sie und ihre glaeubigen leise sind, ist ihr problem und stimmt ihmo nicht, was soll der hinweis auf eine "mehrheit"?

              auch fuer dich gilt, du hast ein enormes problem mit geschichtsauffassung, das ist meine meinung von dir, du machst etws zu einem problem von dir, was nicht dein problem sein sollte.

              und dann war da noch, dass du deutsche juden einen beitrag hoeher von dir ploetzlich zu israelis machst, das du, der du ein problem hast, ein problem bei iris mit christen meinst zu sehen, und dass du "..Und die Verknüpfung Israel und Judentum ist erlaubt, wenn ihr es wollt, wenn z.b. ich das tue, stoßt ihr wieder ins Antiblala-Horn." diesen unsinn verzapfst. du siehst ueberall gespenster, israel ist mitnichten judentum und selbst wenn erhaelt dafuer wohl niemand ein blablahorn, ufffff

              beste verwunderte gruesse, lego

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: System nicht konsistent

        Hallo Îris, Hier in Deutschland verhält es sich jedoch so, daß keiner
        arbeitslos sein muss, wenn Kirche ihm/ihr keine Arbeit gibt.
        Da habe ich leider schon anderes gehört.
        konkretes Beispiel bitte. So kann Kirche verlangen, daß diese besonderen Tätigkeiten
        auch in der speziellen Tradition und mit der speziellen
        Ausrichtung des Glaubens erledigt werden.
        Wenn es denn bei den Kirchenmitgliedern so wäre, könnte man
        das als Standard akzeptieren. Für einen großen Teil der Leute,
        die bei der Kirche arbeiten, ist die Kirchenzugehörigkeit aber
        eine rein formale Sache.

        Bei Einstellungsgesprächen wird meist auch nicht mehr
        abgefragt, als dieser Fakt einer formalen Zugehörigkeit oder
        Nichtzugehörigkeit. Es gibt zwar das Konstrukt
        "Dienstgemeinschaft", aber meist wird doch nicht mehr als
        allgemein humanistische Ethik gewünscht, die eben auch
        tolerante Nicht- oder Nichtmehr-Kirchenmitglieder erbringen
        können.
        Dies ist ein anderes Thema, welches sich lohnt zu diskutieren. Aber es hat eine wesentlich andere Zielrichtung als die Ausgangsfrage, daher gehe ich hier nicht darauf ein. Es gibt evangelische Kindergärten mit einem multikulturellen
        Ansatz, wo sehr wohl Muslimas einen Platz haben.
        Wieviele Erzieher und Erzieherinnen mit formaler
        Kirchenzugehörigkeit beten denn im evangelischen Kindergärten
        mit den Kindern? Das dürften die wenigsten sein.
        Also ich kenne es durchaus so, dass in christl. Kindergärten vor dem Essen ein christl. Kanon (=gesungenes Gebet) gesungen wird. Auch werden in der Beschäftigung bibl. Themen vermittelt. In unserer Diskussion geht es aber um Sozialarbeit,
        die zwar von der Theorie her (Diakoniewissenschaft) christlich
        motiviert sein sollte und als Ausdruck der Religion verstanden
        werden sollte, aber im praktischen Vollzug läuft es faktisch
        nicht so. Da besteht also eine Inkonsistenz und die wird
        bemängelt.
        Es gibt zwei Diskussionen hier:
        1.) Kann der AG Treue zu seiner Sache verlangen ? Dies ist die Ausgangsfrage. s. dazu meine Antwort im Posting weiter oben: Auto-Gegner, der bei Daimler arbeiten will)
        2.)Wie setzen die Kirchen/kirchl. Werke ihren Anspruch von Dienstgemeinschaft um ? Wie christlich geht es bei der Arbeitsausübung und im Verhältnis Vorgesetzer - Untergebener wirklich zu. s.o. Dies ist ein anderes Themawo man sich die Def. Dienstgemeinschaft genau anschauen müsste, den Eigenansprucjh der Kirche in Bezug auf ihre einzelnen Aufgabengebiete und dies mit ihrer christl. Lehre abgleichen. Also nix für zwischendurch. Abgesehen davon gibt es in diversen jüdischen Gemeinden
        derzeit Sozialarbeiterinnen, die nicht-jüdisch sind und im
        Bereich der sozialen Integration von russischen Juden
        arbeiten.
        Ich weiß auch von Einzalfällen, wo nicht-jüdische
        Erzieherinnen im jüdischen Kindergarten gearbeitet haben.
        Es gäbe nämlich gar nicht genug jüdische.
        Diese Ausnahmefälle scheint es zumindest in der Diakonie ebenfalls zu geben. Beispiele wurden von anderen Postern hier schon gebracht.

        Tschuess Marco.

  1. Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
    Re: Diakonie-Pflege nur für Konfessionelle?

    Hallo, Haploid,

    das wird nicht immer so streng gesehen, ich hab auch schon bei einer Diakonie-Pflegestelle mitgearbeitet und mein Bruder hat bei der Caritas seinen Zivildienst gemacht, in einem Krankenhaus, das von der katholischen Kirche getragen wird, und wir gehören beide keiner christlichen Kirche an.

    Gruß, die Elbin

  2. Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
    Re: Diakonie-Pflege nur für Konfessionelle?

    Hallo haploid, warum dürfen in der Diakonie nur konfessionelle Pflegekräfte
    arbeiten?
    Das Stichwort Tendenzbetrieb wurde schon erläutert. Obwohl ich diese Vorgehensweise auch ganz anders erklären kann:
    Ein AG zahlt einem AN Lohn und dafür darf er Treue für die seine Sache erwarten.
    Ob Daimler sich wirklich freut, wenn der Blaumann nach der Schicht Anti-Auto-Plakate klebt bzw. einen entsprechenden Stand vor dem Werkstor aufmacht ?
    Jemand der nicht in der Kirche (s.u. ACK) ist, zeigt doch dass ihm dieser Verein schnurz ist (genau dies lese ich aus der Geschichte deiner Bekannten heraus). Warum soll eine person, die mein Corporate Identy ablehnt, einstellen (s. Beispiel Daimler).
    Wenn die Kirche im Pflegebereich fast das Monopol hat, dann ist das doch die Chance für deine Bekannte: Die Zahl der Nichtchristen wächst, damit auch der Bedarf an nicht-kirchengebundener Pflege. Let's start! Werden nicht auch unkonfessionelle Patienten gepflegt?
    ja, es gibt dabei drei Aspekte:
    Die Diakonie (auch Caritas) wurden im letzten Jh. gegründet mit zwei Zielsetzungen: Hilfe für Unterschichtmenschen und Mission, eine Zeitgemässer weltlicher Ansatz von 'ora et labora'.
    Der rechtliche Aspekt wurde schon richtig beschriben.
    Der finanzielle Aspekt: Meines Wissens bekommen die kirchl. Sozialeinrichtungen die gleichen Tages-/Patientensätze wie die AWO oder ein privater Pflegedienst-/krankenhausbetreiber. Daher kann ich den Vorwurf der Kirchenfinanzierung über die Sozialschiene nicht nachvollziehen.

    Tschuess Marco.

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Diakonie-Pflege nur für Konfessionelle?

    Hallo Haploid,

    ich denke eigentlich auch, dass das Problem gar nicht so sehr bei den Kirchen liegt. Die sind natürlich eine Interessensgemeinschaft und verhalten sich eben auch so. Als Nicht-Christin habe ich in der Regel auch kein Interesse bei einem kirchlichen Träger zu arbeiten und das entsprechende Wertesystem mitzutragen.

    Das Problem ist eher, dass es im sozialen Bereich hierzulande (insbesondere im ländlichen Bereich) einfach zu wenige andere Träger gibt. Und das ist nicht nur für die potentiellen Angestellten, sondern auch für manche Nutzer der Einrichtungen ein Problem. Man kann ja schon froh sein, wenn man überhaupt einen Kindergartenplatz bekommt und es ist wohl zuviel verlangt, wenn man für sein Kind keine kirchliche Erziehung möchte. Ich finde, dass die sozialen Aufgaben hier von staatlicher Seite vernachlässigt und quasi an die kirchlichen Träger abgeschoben werden.

    Viele Grüsse,
    Lisa

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Monopol brechen !

      Hallo lisa, Das Problem ist eher, dass es im sozialen Bereich hierzulande
      (insbesondere im ländlichen Bereich) einfach zu wenige andere
      Träger gibt. Und das ist nicht nur für die potentiellen
      Angestellten, sondern auch für manche Nutzer der Einrichtungen
      ein Problem. Man kann ja schon froh sein, wenn man überhaupt
      einen Kindergartenplatz bekommt und es ist wohl zuviel
      verlangt, wenn man für sein Kind keine kirchliche Erziehung
      möchte. Ich finde, dass die sozialen Aufgaben hier von
      staatlicher Seite vernachlässigt und quasi an die kirchlichen
      Träger abgeschoben werden.
      Bei Kindergärten läuft es meines Wissens so, dass Kindergärten fast prinzipiell immer in einer nicht-staatlichen Trägerschaft sind: Neben der Caritas und Diakonie kenn eich noch die Awo und den ASB als grosse überregionale nichtkonfess. Träger. Meines Wissens gibt es auch regionale Träger.
      Es steht dem doch nichts entgegen, dass Menschen sich zu einem Verein zusammenfinden, die einen nicht-konfessionellen Kindergarten tragen wollen. Wenn wirklich viele damit ein Problem haben, sollte die krit. Masse schnell erreicht sein. Wenn der Verein und ein Konzept steht, verhandelt man mit der Kommune um Zuschüsse. Ev. sind diese sogar auf Bundeslandebene gesetzl. festgelegt. Dann geht es los.
      Der Weg ist sicher steinig, aber in Sachsen haben private (i.d.R. christliche) Vereine Grund-/Mittelschulen vor der Schliessung bewahrt. Die Kirche in Sachsen steht da nicht mit grossen Geld dahinter, weil sie keins hat.

      Tschuess Marco.

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re: Monopol brechen !

        Hallo Marco,

        jaja, im Grunde hast du natürlich recht! Klar ist es möglich einen Verein zu gründen und alles das. Aber was, wenn in einem kleinen Ort halt nur 5 Familien leben, die keiner oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehören? Das sind eindeutig zuwenige, um einen eigenen Kindergarten zu gründen. Ich finde aber, dass erst einmal alle Kinder ein Recht auf Erziehung und Förderung haben sollten und das natürlich unabhängig von den religiösen Überzeugungen ihrer Eltern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Kinder aus andersgläubigen Familien wegen der religiösen Inhalte nicht in den Kindergarten gehen dürfen und damit Nachteile haben (z.B. Sprachprobleme). Religion ist Privatsache. Also sollte man eher die religöse Erziehung privat organisieren müssen und nicht eine grundlegende Frühförderung, die erst mal ganz neutral für alle zugänglich sein sollte.

        Viele Grüsse,
        Lisa

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Monopol brechen !

          Hallo Marco,

          jaja, im Grunde hast du natürlich recht! Klar ist es möglich
          einen Verein zu gründen und alles das. Aber was, wenn in einem
          kleinen Ort halt nur 5 Familien leben, die keiner oder einer
          anderen Religionsgemeinschaft angehören? Das sind eindeutig
          zuwenige, um einen eigenen Kindergarten zu gründen.
          Alos den konfessionellen Kindergarten schließen und 100 christliche Kinder in einen konfessionslosen Kindergarten schicken, der garnicht erst eröffnet wird, weil öffentliche oder private Träger weder den Ärger wollen, noch das Geld haben?
          Sowas nenn ich dann Unterdrückung der Mehrheit durch eine Minderheit.

          Ich finde aber, dass erst einmal alle Kinder ein Recht auf Erziehung und
          Förderung haben sollten und das natürlich unabhängig von den
          religiösen Überzeugungen ihrer Eltern.
          Das leisten konfessionelle Kindergärten auch!

          Ansonsten besteht die Gefahr, dass Kinder aus andersgläubigen Familien wegen der
          religiösen Inhalte nicht in den Kindergarten gehen dürfen und
          damit Nachteile haben (z.B. Sprachprobleme).
          die konfessionellen Kindergärten lehnen Kinder anderen Glaubens nicht ab. Wenn die andersgläubigen Eltern ihre Kinder dort nicht anmelden, dann zeugt das wohl von der Intoleranz der Eltern, nicht des Kindergartens.


          Religion ist Privatsache. Also sollte man eher die religöse Erziehung
          privat organisieren müssen und nicht eine grundlegende
          Frühförderung, die erst mal ganz neutral für alle zugänglich
          sein sollte.
          Dann organisier doch! Du wirst weder die Bereitschaft der Gemeinden noch der Parteien noch anderer Prvater finden sich den Ärger auf den hals zu laden, weil es einfacher ist, dieses den kirchlichen Trägern zu überlassen.

          Auch Nichtkonfessionalität ist Privatsache und berechtigt nicht dazu von den Konfessionsangehörigen Nichtkonfessionalität zu verlangen.


          gruss
          winkel

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: Monopol brechen !

            Hallo Winkel, Alos den konfessionellen Kindergarten schließen und 100
            christliche Kinder in einen konfessionslosen Kindergarten
            schicken, der garnicht erst eröffnet wird, weil öffentliche
            oder private Träger weder den Ärger wollen, noch das Geld
            haben?
            Sowas nenn ich dann Unterdrückung der Mehrheit durch eine
            Minderheit.
            Was hat das mit Unterdrückung zu tun? Schliesslich erhalten die Kinder dann ja alle eine altersgemässe Frühförderung. Von mir aus auch eine ethisch-moralische, nur eben in einem allgemeinen Sinn. Tatsächlich würde sich also für die Kinder wenig ändern. Ich will die Religionsausübung ja niemandem verbieten. Nur muss das ständig, immer und überall stattfinden? Reicht es nicht, wenn die Kinder in einen ganz normalen Kindergarten gehen? Und zusätzlich gibt es ja noch genügend Kinder- und Jugendgruppen in Pfarrgemeinden. Da kommt die Religion für die Religiösen doch auch nicht zu kurz. Im Moment kommen allerdings konfessionslose (oder auch andersgläubige) Kinder oft zu kurz, weil sie gar keine Förderung erhalten, wenn die Eltern nicht alles selbst organisieren. Ich finde aber, dass erst einmal alle Kinder ein Recht auf Erziehung und
            Förderung haben sollten und das natürlich unabhängig von den
            religiösen Überzeugungen ihrer Eltern.
            Das leisten konfessionelle Kindergärten auch!
            Nein, eben nicht! Natürlich haben konfessionslose Eltern kein Interesse daran, dass ihre Stöpckes plötzlich getauft werden wollen, nur weil die katholische Erzieherin ihnen erzählt hat, dass sie sonst in die Hölle kommen (realer Fall!). Erziehung im öffentlichen Raum sollte alle Religionen respektieren, aber keine bevorzugen! die konfessionellen Kindergärten lehnen Kinder anderen
            Glaubens nicht ab. Wenn die andersgläubigen Eltern ihre Kinder
            dort nicht anmelden, dann zeugt das wohl von der Intoleranz
            der Eltern, nicht des Kindergartens.
            Stimmt, die Kindergärten haben damit kein Problem. Schliesslich gewinnt man ja gerade in diesem Alter spätere potentielle Mitglieder :-)). Allerdings kann ich schon verstehen, dass die Eltern damit ein Problem haben. Und sag mal ehrlich, würdest du deine Kinder so ohne weiteres in einen islamischen, buddhistischen oder sonstwas Kindergarten schicken. Da besteht nun mal die Gefahr, dass sie sich von der Religion der Eltern abwenden. Und welche Eltern wollen das schon für ihre Kinder? Dann organisier doch! Du wirst weder die Bereitschaft der
            Gemeinden noch der Parteien noch anderer Prvater finden sich
            den Ärger auf den hals zu laden, weil es einfacher ist, dieses
            den kirchlichen Trägern zu überlassen.
            Das ist doch gerade meine Kritik! Ich habe nie die Kirchen dafür kritisiert, dass sie Kindergärten betreiben. Die verfolgen selbstverständlich ihre eigenen Interessen und das ist ja auch o.k. so. Meine Kritik gilt den öffentlichen Stellen, deren Aufgabe es eigentlich wäre, eine für alle Kinder zugängliche, "neutrale" Erziehung zu gewährleisten. Auch Nichtkonfessionalität ist Privatsache und berechtigt
            nicht dazu von den Konfessionsangehörigen
            Nichtkonfessionalität zu verlangen.

            Das verlage ich doch gar nicht! Mit "neutral" meine ich ja keine Erziehung zur Konfessionslosigkeit, sondern lediglich eine Erziehung, die keine aktive religiöse Indoktrination betreibt.

            Viele Grüsse,
            Lisa



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