Hallo Wolfgang,
wenn überhaupt, könnte die Definition nur religiös sein,
nein, weil Judentum sehr viel mehr als Religion umfaßt. Es ist ein häufiges Wahrnehmungsproblem von Christen, daß sie Judentum ausschließlich als Religion sehen.
Ein Jude ist Teil des jüdischen Volkes. Und wer zum Judentum übertritt, hat in seiner Urkunde nicht stehen, daß er jetzt zur jüdischen Gemeinde, zur Jüdischen Religion oder was auch immer gehört, sondern daß er / sie jetzt Teil des jüdischen Volkes ist.
Man kann Jude sein und mit jüdischer Religion nicht die Bohne am Hut haben.
da
"völkisch" Blödsinn ist und national gesehen ein Israeli
durchaus nicht Jude und ein Jude kein Israeli sein muß.
Da geht ja wieder alles durcheinander - aber da findet sich einiges im Archiv.
Eine allgemin anerkannte religiöse Definition wirst Du aber
nicht finden,
so - wirklich nicht? Warum kenne ich dann eine?
da die jüdische Religion kein Zentrum bzw.
die evangelische Kirche hat auch kein Zentrum. Trotzdem kann es bestimmte Basics geben, die für alle verbindlich sind.
Oberhaupt hat, sondern sich bereits vor der Geburt Jesu'
begann, in verschiedene "Fraktionen" aufzuspalten.
Die Richtungen, die wir heute im Judentum haben, haben nichts mit Fraktionen / Aufspaltungen zur Zeit Jesu zu tun.
Das liberale Judentum ist im Deutschland des 19. Jahrhunderts entstanden.
Näheres zu den Richtungen im heutigen Judentum hier:
http://www.berlin-judentum.de/synagogen/richtungen.htm
Heutzutage
sind z. B. Orthodoxe Juden durchaus nicht deckungsgleich mit
konservativen Juden. Es gibt dann auch durchaus Richtungen,
die anderen Menschen bzw. ganzen Gemeinden, die sich selber
als jüdisch verstehen, dieses absprechen.
Ich würde da nicht von Richtungen sprechen. Es gibt in jeder Weltanschauung fundamentalistische Gruppierungen, die sich für die einzig wahren halten. Das ist aber nicht für die ganze Religionsgemeinschaft repräsentativ.
Viele Grüße
Iris