Tipps zu Kollektiver islamischer Narzissmus?

Von: , Frage gestellt am Mi, 19. Sep 2007

Hallo und Guten Tag,

mir ist aufgefallen, dass Muslime Übertritte zum Islam gerne geradezu triumphal öffentlich zelebrieren ( http://www.youtube.com/watch?v=cKPcBn6RYuI , http://www.youtube.com/watch?v=HPfnWw8LDno&mode=rela... , http://www.youtube.com/watch?v=JGN0dZ3VbTY&mode=rela... ) aber andererseits Muslime, die den umgekehrten Weg gegangen und Christen geworden sind, mit dem Tode bedroht werden und sich deshalb sogar verstecken müssen: ( http://www.welt.de/print-welt/article353296/Darauf_s... , http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=... ).

Mir fehlt ein wenig das Verständnis dafür, dass Muslime für sich in Anspruch nehmen, einer "toleranten" und "friedlichen" Religion anzugehören und ihnen das in der westlichen Presse auch zugestanden wird ( http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=2687&Catego... ), wenn gleichzeitig Menschen mit dem Tode(!!) bedroht werden, nur(!!), weil sie vom Islam zu einer anderen Religion wechslen. Mir ist keine andere Religion bekannt, wo dies im 20./21. Jahrhundert der Fall ist, und Muslime nicht einmal einen Hehl daraus machen. Normalerweise würde man doch sagen: Kann es ein größeres Armutszeugnis geben?

Denn die Toleranz des Islam ist doch offensichtlich eine assymetrische: Gläubige Muslime sind i.d.R. offensichtlich nicht bereit, genau dieselbe Toleranz bei Konversionen vom Islam zu einer anderen Religion zu zeigen, die sie umgekehrt erwarten ("Goldene Regel").

Mir kommt das vor, als würden Muslime einem kollektivem Narzissmus anhängen, weswegen sie sich immer gerne schmeicheln lassen, was für eine "tolle, vernünftige, friedfertige und wissenschaftlich einwandfreie" Religion sie doch haben, und eine Konversion hin zum Islam der Gipfel der Bestätigung dieses kollektiven islamischen Egos ist, gleichzeitig Muslime es aber als eine narzisstische Kränkung empfinden, wenn jemand den Islam verlässt, eine narzisstische Kränkung empfinden, wenn vom Islam zu einer anderen Religion konvertiert, eine narzisstische Kränkung, die so groß ist, dass sie denjenigen (oder diejenige) gleich mit Mord bedrohen müssen.

Kann es sein, dass das so ist?

14 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 14 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Ja

      Hallo Jasper,
      die These eines kollektiven Narzissmus kann ich so nicht
      nachvollziehen. Denn erst einmal handelt es sich, bei der
      Feier eines Übertritts, um die wohl "normale" Freude,
      bestätigt zu werden. So freuen sich auch "die" Deutschen, wenn
      die Welt positiv über D berichtet.
      wenn du meinst Die Todesdrohungen gegen KOnvertiten sind selbstverständlich
      inakzeptabel.
      Quatsch, die Sharia schreibt sie vor. Aber wer ist das - das Kollektiv? Die ganze
      islamische Welt? Oder nur einige, die besonders laut schreien
      und uns dann von den Medien als Kollektiv präsentiert werden.
      Wenn die Überzeugung, den zu ermorden, der konvertiert, jedem
      Moslem eigen wäre, würde wohl kein Konvertit mehr leben.
      Der Moslem hat hier keine Wahl. Er ist Sklave (kul) Allahs und hat auszufuhren was ihm vorgegeben wird. Das sind nicht nur die Kreationisten, sondern auch die
      Gruppierungen, die meinen, Abtreibungskliniken anzünden zu
      müssen.
      In deren Augen wird dort leben vernichtet, also zunden die es an.
      Wenn du jetzt noch sagen konntest wie oft dies vorkam.

  1. Antwort von nach 9 Stunden 2 hilfreich
    Re: Kollektiver islamischer Narzissmus?

    Hi, Mir kommt das vor, als würden Muslime einem kollektivem
    Narzissmus anhängen, weswegen sie sich immer gerne schmeicheln
    lassen, was für eine "tolle, vernünftige, friedfertige und
    wissenschaftlich einwandfreie" Religion sie doch haben, und
    eine Konversion hin zum Islam der Gipfel der Bestätigung
    dieses kollektiven islamischen Egos ist, gleichzeitig Muslime
    es aber als eine narzisstische Kränkung empfinden, wenn
    jemand den Islam verlässt, eine narzisstische Kränkung
    empfinden, wenn vom Islam zu einer anderen Religion
    konvertiert, eine narzisstische Kränkung, die so groß ist,
    dass sie denjenigen (oder diejenige) gleich mit Mord bedrohen
    müssen.
    Ich kann Deinen Narzissmus-Begriff nicht in ein Gedankengebäude einordnen, in dem er passen würde;
    versteht man "kollektiven Narzissmus" in Anlehung an die Kritische Theorie und deren Nachfolgergenerationen, die diesen Begriff als Kollektivbeschreibung sehr geprägt haben, dann würde er im geraden Gegenteil nicht passen:

    http://www.amazon.de/Das-Zeitalter-Narzi%C3%9Fmus-ca...
    "The book offers as its central thesis the proposition that post-war, late-capitalist America has, through modifications placed by the forces of "organized kindness"[1] (those of the liberals and reformers Lasch wrote about in Haven in the Heartless World) on the traditional family structure, have given rise to a personality-type consistent with clinical definitions of "pathological narcissism". Pathological narcissism, notably, is not akin to typical narcissism—someone with a hedonistic or self-centered sense of self—but rather someone with a very weak sense of self."
    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Culture_of_Narcissi...

    aber dieser Aspekt ist ja hier sowieso eher peripher ...

    Ansonsten möchte ich nur kurz einwerfen, dass man bei einer solchen Diskussion die hochgradige politische Überdeterminierung des "Islamismus" (politischer Islam) nicht vergessen darf;
    man muss sich im Klaren sein, dass an Macht und v.a an Legitimation unterlegene Gruppierungen generell dazu tendieren, Übertritte zu sich zu feiern, Weggänge von sich aber massiv zu unterdrücken, weil diese "Fluktuationsbewegungen" für unterlegene Gruppierungen hohen symbolischen Wert für die Gruppe als solche haben, während die überlegene Gruppe diese Übertritte eher "persönlichen Entscheidungen" des Individuums gegen die Gruppe zurechnen kann:
    der Westler, der Moslem wird, "hat halt irgendein psychisches Problem", ist grundsätzlich verdächtig, hat eine extremistische Gesinnung, während der Moslem, der sich von seiner Gruppe distanziert, halt einfach endlich zur Vernunft gekommen ist, und sich endlich seine Ketten (z.B. ihre Burka) abstreift.

    Dieses Muster ist m.E. bei der Bipolarität "freie Welt" vs. Islamismus (politischer Islam) weitgehend das gleiche wie bei der Bipolarität "freie Welt" vs. Kommunismus im 20. Jhdt.

    Langer Rede kürzerer Sinn:
    ich finde es erstens zweifelhaft, diese von Dir beschriebenen Verhaltensweisen dem Islam als endogene zuzurechen, dabei das Gesamtfeld und seine Konfliktlinien, in dem dieses Verhalten auftritt, zu vernachlässigen.
    Zweitens finde ich es zweifelhaft, dieses Verhalten auf Religion zu reduzieren, und dabei die politische, ökonomische, kulturell-legtimatorische Überdeterminierung abzustreifen.
    Ach ja: Drittens halte ich persönlich grundsätzlich nichts von solchen Psychologisierungen von Kollektiven, weil es m.E. wenig bis nichts zum Verstehen des Islamismus (noch weniger zum Verstehen des Islams als Religion) beitragen kann, wenn dieser nun als "narzisstisch" oder "zwanghaft" oder "hysterisch" oderoder gelabelt ist.

    Viele Grüße
    Franz

    • Antwort von nach 14 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Kollektiver islamischer Narzissmus?

      Langer Rede kürzerer Sinn:
      ich finde es erstens zweifelhaft, diese von Dir
      beschriebenen Verhaltensweisen dem Islam als endogene
      zuzurechen, dabei das Gesamtfeld und seine Konfliktlinien, in
      dem dieses Verhalten auftritt, zu vernachlässigen.
      Hier soll kein zweifelhafter vertikaler Meinungsaustausch stattfinden, sondern horizontaler Wissensaustausch. Zweitens finde ich es zweifelhaft, dieses Verhalten auf
      Religion zu reduzieren, und dabei die politische, ökonomische,
      kulturell-legtimatorische Überdeterminierung abzustreifen.
      Es ist nix zweifelhaftes mehr dran, wenn man sich den islamischen Normenkattalog verdeutlicht. Ach ja: Drittens halte ich persönlich grundsätzlich
      nichts von solchen Psychologisierungen von Kollektiven, weil
      es m.E. wenig bis nichts zum Verstehen des Islamismus (noch
      weniger zum Verstehen des Islams als Religion) beitragen kann,
      wenn dieser nun als "narzisstisch" oder "zwanghaft" oder
      "hysterisch" oderoder gelabelt ist.
      Dat ist net, stimmt och. So was wie den Moslem gibts nicht.
      Es gibt lediglich Moslems, die sich mehr oder weniger an die Normen des Islams halten.

  2. Antwort von nach 14 Stunden 4 hilfreich
    Re: Kollektiver islamischer Narzissmus?

    kurz gesagt, der Islam ist das non plus ultra. Es gibt keine andere Religion. Keine andere wahre Religion zu sagen ist schon ein unnotiger qualifier, da ausser dem Islam alles Unglaube ist. Der Islam ist Urreligion, seit Adam.

    Mohammad ist der Prophet, Koran Gottes Wort. Dies sind die Beweise, die den Anspruch des Islam untermauern.

    Unglaubige, die diese objektiven Beweise ablehnen, landen im Hollenfeuer. (Ein Tip am Rande, vermeidet die moslemische Holle, versucht in der christlichen Holle unterzukommen)

    Da nun der Islam unbestreitbare Wahrheit ist, kann man mit einem Moslem der den Islam absolut setzt keinenn ehrlichen Dialog fuhren.
    (Siehe story, Imam uberreicht Koran an Pfarrer, Pfarrer versucht Bibel zu uberreichen, woraufhin Imam entsetzt ablehnt.)

    Daher hast du im Islam eine Freiheit, namlich die der Moslem ihren Glauben auszuuben. Dagegen habe einige das Recht als Dhimmis zu uberleben, der Rest, den Islam anzunehmen oder Hobs zu gehen.

    Dies erklart warum es gefeiert wird, wenn man den Islam annimmt.

    Umgekehrt ist es ganz einfach.
    Der Islam verlangt vom Glaubigen nach Taten, die vor der Welt bezeugen, dass er ein guter Moslem ist.
    Laut Hadith muss einer der vom Islam getotet werden.
    Das hat nix mit "kollektivem Narzissmus" zu tun, sondern mit den vorgaben der Sharia.

  3. Antwort von nach 15 Stunden 2 hilfreich
    Re: Kollektiver islamischer Narzissmus?

    aber andererseits Muslime, die den umgekehrten Weg gegangen und Christen geworden sind, mit dem Tode bedroht werden und
    wenn gleichzeitig Menschen mit dem Tode(!!) bedroht
    werden, nur(!!), weil sie vom Islam zu einer anderen Religion
    wechslen.

    Denn die Toleranz des Islam ist doch offensichtlich eine
    assymetrische: Gläubige Muslime sind i.d.R. offensichtlich
    nicht bereit, genau dieselbe Toleranz bei
    Konversionen vom Islam zu einer anderen Religion zu
    zeigen
    , die sie umgekehrt erwarten ("Goldene
    Regel").


    Kann es sein, dass das so ist?
    Hallo Jasper,

    Muslime, die andere Muslimen mit dem Tod drohen, weil diese zum Christentum (oder einem anderen Glauben) konvertiert haben, sind keine Muslime. Denn der Quran lehrt eindeutig, dass niemand das Recht hat über den Glauben eines Menschen zu bestimmen oder ihn gar hinrichten zu lassen aufgrund einer Konvertierung.

    Erstens gibt es keinen Zwang im Glauben (2:257) und niemand darf zum Islam zwingen: “Und sprich: „Die Wahrheit ist es von eurem Herrn: darum lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will.“ (18:30)

    Selbst sagt der Quran, das niemand das Recht hat denjenigen, der vom Islam abtritt mit dem Tode zu bestrafen. „Streiten sie aber mit dir, so sprich: „Ich habe mich Allah ergeben und ebenso die, die mir folgen.“ Und sprich zu jenen, denen das Buch gegeben ward, und zu den Analphabeten: „Habt ihr euch ergeben?“ Haben sie sich ergeben, dann sind sie sicher auf dem rechten Weg, wenden sie sich aber zurück, dann obliegt dir nur die Verkündigung; und Allah achtet wohl der Diener.“ (Sura 3: vers 21)

    Es gibt keine Zwangsmissionierung „Und hätte dein Herr Seinen Willen erzwungen, wahrlich, alle, die auf der Erde sind, würden geglaubt haben insgesamt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, dass sie Gläubige werden?“ (10:100)

    Dafür völlige Glaubensfreiheit „Sprich: „Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, nur dass jeder, der will, den Weg zu seinem Herrn einschlagen mag.“ (25:58)

    Und es wird deutlich im Quran ermahnt „Wir wissen am besten, was sie sprechen; und du bist nicht (berufen), sie irgend zu zwingen. Ermahne drum durch den Qur-ân den, der Meine Drohung fürchtet.“ (50:46)und
    „Muhammad ist nur ein Gesandter. Vor ihm sind Gesandte dahingegangen. Wenn er nun stirbt oder getötet wird, werdet ihr umkehren auf euren Fersen? Und wer auf seinen Fersen umkehrt, der fügt Allah nicht den mindesten Schaden zu. Und Allah wird die Dankbaren belohnen.“ (3:145)

    Nur allein Gott obliegt es, wie er mit seinem Menschen umgehen wird, kein Mensch und KEIN MUSLIM haben DAS RECHT einen MUSLIM DER ZU EINEM ANDEREN GLAUBEN WECHSELT MIT DEM TOD ZU BESTRAFEN ODER IHM IRGENDEIN LEID ZUZUFÜGEN.



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