Antwort von
nach einem Tag
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Re^3: Jesu Kreuzigung
Hallo Ihr,
Hallo Gerd,
Hallo Friedrich, Hallo Darius (s.u.),
Für mich ist das Ostererlebnis nicht
Maßgebend für die Lehre des Jesus von
Nazaret.
Für mich sind Karfreitag und Ostern die
zentralen Punkte mit denen die Vergebung
letztendlich vollzogen wird.
Jesus hat damit die Schrift erlöst!
Die Erlösung von der Schrift, also dem Gesetz ist er hier bis zur letzten Konsequenz gegangen. Da er uns von der Schrift erlöst hat, indem wir das Gesetz nichtmehr erfüllen müssen, ist aber die Schuld noch nicht erlöst? oder doch!
Der anscheinede Zwiespalt ist der in der Bergpredig vollzogene Schuldenerlass. Ohne diese Bekenntnis zur eigenen Schuld und wehmüttigen Reuhe der Anerkennung dieser Schuld, kann man nicht vom Gesetz Gottes erlösung finden. Das eine ist mit dem anderen verbunden. Doch was ist wichtig? Ich glaube das der erste Schritt wichtiger ist als alles andere, und das ist nun mal die Bergpredigt
Wichtiger und seine
Lebensaufgabe war es, die gute Nachricht
zu verbreiten, und da ist die Bergpredigt
viel wichtiger. Da geht es hervor, daß
Gott uns alle vergeben hatund ein warten
auf das Jenseits nicht notwendig ist,
denn Gottesreich ist jetzt bereits auf
dieser Welt da. Das war die gute
Nachricht die Jesus uns gab.
Jesu handeln und predigen dienen 'nur'
dazu den Menschen verständlich zu machen,
was am Kreuz letztendlich vollzogen wird.
Diese Formulierung klingt vielleicht ein
wenig drastisch aber mir geht es darum
klar zu stellen, dass das Kreuz die
zentrale Position ausmacht und nicht die
Bergpredigt u.ä. so wichtig sie
unbestreitbar auch sind.
Die Vergebung findet nun mal durch das
Kreuz und die Auferstehung Jesu statt.
Die Wichtigkeit lässt sich aus der
Tatsache ersehen, dass der sterbende
Jesus selbst am Kreuz die Worte spricht:
'Es ist vollbracht' (Johannes 19, Vers
30)
Der Bezug darauf ist, daß jetzt die Schrift erlöst worden ist.
Es wurde der Psalm 22 vom Herrn zitiert: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" oder besser und Jesusgerechter müsse es so klingen "Mein Gott, mein Gott..warum tust dus, als hättes du mich verlassen?"
Jesus selbst hat seine Jünger mehrfach
darauf hingewiesen, was ihn erwartet.
Dies geschah um Ihnen zu helfen das was
geschehen wird (Kreuzigung und
Auferstehung) richtig einzuordenen,
nämlich als Teil der von Gott
vorherbestimmten Erlösungstat.
Das geschah immer nur im hinweis, daß die Schrift erlöst werde.
Ers durch
die animali des Paulus wurde sie
verfremdet. Ich frage mich, was soll die
steigerung der bereits volzogenen
Vergebung?
s.o. es kann also keine Rede davon sein,
dass etwas bereits vollzogenen
'Über'steigert wird.
Und Paulus selbst weisst schon darauf
hin, dass das 'Wort vom Kreuz' der
'Knackpunkt' ist, an dem sich der Glaube
an Jesus Christus entscheidet. (1
Korinther 17ff)
Und dadran leidet die ganze Christenheit
und führet sie auf einem falschen Weg.
Die Geschichte der Paulusorientierten
Kirchen und Sekten sagen es doch. Was
sagt die Schrift: " An ihren Taten sollst
du sie erkennen". Wenn ich die Taten der
Kirchen und Sekten betrachte, da fällt
ein nichts mehr ein!
Mir leider oft auch nicht. Aber das ist
kein Grund die Grundlage des Glaubens an
Jesus Christus 'über Bord zu werfen' und
den Glauben an Jesu auf seine Predigten
und Taten zu reduzieren.
Das will auch keiner. Doch Jesus sagt auch zu seinen Jüngern, "hinter mir her sollt ihr gehen!" und nicht vorweg. Auch wenn die Bibel heilig ist, so muß man meines Glaubens versuchen, dem Herrn hinterher zu trapsen. Die Entscheidung ob dieser oder jener Artikel im NT Jesuskomform ist oder ein Miracel, bleibt jedem im einklang mit dem Herrn selbst überlassen.
an Darius:
Hallo nochmal,
Wenn der Tod und die Auferstehung die
zentralen Punkte der 'Heilstat' Jesus
sind, wie ich oben zu erklären versucht
habe, muss ich mir natürlich die Frage
stellen was da passiert ist.
Er ist am Kreuz stellvertretend für
unsere Schuld gestorben.
Zur Erfüllung der Schrift, da die Schuld doch schon mit der Bergpredig Vergebung erlangte. Man muß sich einfach von Paulus trennen.
Es wird in der Bibel ja auch vom Wolf im Schafspelz berichtet. Paulus war ein Wolf.
Worin besteht diese Schuld ? Im Kern
darin, dass wir Menschen uns gegen Gott
auflehnen und unser Leben aus eigener
Kraft und ohne Gott leben. Daraus
resuliert letztendlich alles das was man
als Sünde, Schuld etc. bezeichnet.
Der Preis für dieses Ablehnen Gottes ist
letztendlich der Tod, die ewige
Gottesferne oder wie man es auch immer
bezeichnen mag.
Hier nun setzt Jesus an. Er nimmt den Tod
auf sich, und durchbricht Ihn mit der
Auferstehung. Nun ist ein Weg geebnet,
auf dem wir Menschen zurück zu Gott
finden können. Voraussetzung dafür ist,
dass wir genau diese Erlösungstat Jesus
anerkennen und für uns in Anspruch
nehmen. Dann ist uns unsere Schuld die
Ihn letztendlich ans Kreuz gebracht hat
vergeben. Und so schliesst sich der
Kreis. Der Mensch der an Gott/Jesus
schuldig wurde, ihn ans Kreuz
trieb/schlug und letztendlich
verloren/verflucht/tot war, kann durch
den Sieg Jesu über den Tod gerettet
werden. Diejenigen die das aber nicht
anerkennen/annehmen, bleiben
verurteilt/tot.
So ist die allgemeine Auffassung, dem ich aber meine Gegenrede stelle. Es ist einzig und allein der erfüllung und die freiheit von dem Gesetz, das mit dem Kreuzestot seine Volbringung dokumentiert. Nur für Paulus wurde ein Menschenopfer notwendig. Doch der Herr Zebraort sagt doch durch Jesaja: "Was soll ich mit euren Opfern.. sie sind mir zuwieder." Das handeln nach Paulus ist Gotteslästerung!,doch es geschiet unbewust, da der Christ es so glaubt wie Du es sagst. Vergebe Gott uns alle.
Es ist schon ein recht komplexes Thema
das Du da angeschnitten hast. Aber ich
hoffe, dass ich Dir ein Paar Denkanstöße
geben konnte, um mit diesem 'scheinbaren'
Wiederspruch weiter zu kommen.
Gruß
Gerd
Gruß
Friedrich