Kath. und evang.: die Verdammnis des anderen?
Von: , Frage gestellt am Di, 10. Mai 2011
Hallo!
Wenn ich richtig informiert bin, haben katholische und evangelische Kirchen gegen die Jahrtausendwende (kurz davor?) an einer Formel gearbeitet, welche die beiden unterschiedlichen Erlösungsformlen auf einen gemeinsamen Nenner bringen sollte. Wenn ich richtig informiert bin, war auf katholischer Seite der heutige Papst beteiligt, und als dieser Papst wurde, wurde das Projekt eingestellt. Schließlich meine ich, irgendwo gelesen zu haben, dass vor diesem Hintergrund offiziell beide Seiten daran festhalten, dass die jeweils andere Seite verdammt sei.
Frage: Kann Letzteres sein?
Mir leuchtet ein, dass ein Katholik einen evangelischen Christen in der gesteigerten Gefahr ewiger Verdammnis sieht. Der Evangele lehnt einige der Sakramente ab, er geht etwa nicht beichten und erhält darum keine Absolution. Aber alles, was nach evangelischer Auffassung für die Erlösung notwendig ist (Glaube, ggf. Taufe), ist doch in der katholischen Idee auch enthalten. Wenn ein Protestant der Auffassung ist, dass ein Katholik verdammt sei, obwohl dieser glaubt und getauft ist, kann ich mir das allenfalls noch so erklären, dass der Katholik meint, der evangelische Christ glaube zwar, aber eben nicht das Richtige, nämlich nicht, dass es für die Erlösung mehr bedarf als Glaube und Taufe.
Wer kann mich erleuchten?
Mevius
Wenn ich richtig informiert bin, haben katholische und evangelische Kirchen gegen die Jahrtausendwende (kurz davor?) an einer Formel gearbeitet, welche die beiden unterschiedlichen Erlösungsformlen auf einen gemeinsamen Nenner bringen sollte. Wenn ich richtig informiert bin, war auf katholischer Seite der heutige Papst beteiligt, und als dieser Papst wurde, wurde das Projekt eingestellt. Schließlich meine ich, irgendwo gelesen zu haben, dass vor diesem Hintergrund offiziell beide Seiten daran festhalten, dass die jeweils andere Seite verdammt sei.
Frage: Kann Letzteres sein?
Mir leuchtet ein, dass ein Katholik einen evangelischen Christen in der gesteigerten Gefahr ewiger Verdammnis sieht. Der Evangele lehnt einige der Sakramente ab, er geht etwa nicht beichten und erhält darum keine Absolution. Aber alles, was nach evangelischer Auffassung für die Erlösung notwendig ist (Glaube, ggf. Taufe), ist doch in der katholischen Idee auch enthalten. Wenn ein Protestant der Auffassung ist, dass ein Katholik verdammt sei, obwohl dieser glaubt und getauft ist, kann ich mir das allenfalls noch so erklären, dass der Katholik meint, der evangelische Christ glaube zwar, aber eben nicht das Richtige, nämlich nicht, dass es für die Erlösung mehr bedarf als Glaube und Taufe.
Wer kann mich erleuchten?
Mevius
