Re^7: Als Möglichkeit zulassen - ob angenehm oder
Hi.
Du hast also sehr wohl die Wahl dich zu entscheiden, was du
nun im konkreten Fall glauben möchtest.
Die Angelegenheit habe ich schon längst mit mir geklärt, und
weiss auch warum ich das tun musste.
Das mag ja sein, aber ich hab keine Ahnung, wie du die Sache
für dich entschieden hast.
Ich meinte das mit dem Glauben. Wo das hingehört usw..
Es gibt Leute, die in solch einem
Fall beim unbekannten Nachbarn klingeln, und andere, die es
nicht tun. Beide werden auf Nachfrage gute Gründe für ihr
Verhalten anführen.
Dann ist ja gut, wenn die das können. Nur wo ist dann der Glaube geblieben?
Nun ist das Problem gerade hier also Handlungen hinterher zu begründen schon paar Jahre erkannt worden.
Wenn dich das interessiert dann Vilayanur Ramachandran ist das Stichwort.
Dort wirst du erfahren was eine wahre handfeste Wunder ist:-)Nicht vergleichbar mit am Wasser laufen zu können, Tote zu leben erwecken usw. die ja offensichtlich in das Grundrepertoire jeden örtlichen Potentaten gehörten damals (zumindest haben wir etliche Berichte von "glaubwürdigen" Zeugen davon).
"Indizien" zu haben ist eben nicht das gleiche, wie etwas zu
wissen.
Habe nicht behauptet oder?
Wenn wir aber so weit sind, dann: Wissen und das im absoluten Sinne gibt nur für analytische Sätze. Für synthetische nicht.
Und alle Aussagen ohne Ausnahme sind nur in diese zwei Kategorien einzuordnen und Pukt Abgenagter Knochen:-)
Du kannst dich hier bestenfalls auf
Wahrscheinlichkeiten beziehen,
So minderbemittelt bin ich ja zum Glück noch nicht:-)
Das ist nur ein Teilgebiet der Mathe und hat hier nichts zu sagen.
Mir bleibt 2+2 für immer 4 und damit hats.
Und die synthetische Sätze bleiben für gesichert bis auf weiteres.
Von Wahrscheinlichkeit kein Spur weit und breit.
Was aber mich gar nicht daran hindert über Welten nachzudenken wo das mal anderes sein könnte. Folge ich diese zugegeben denkbare Idee, dann stoße ich aber unvermeidlich an ein noch größeres Problem nämlich welche hier sich eröffnende Denkbarkeit soll ich erst untersuchen 2+2=5 oder = n+1 usw.:-)
Mit Glauben kann ich da ja schlecht meine Wahl treffen oder?
Und der Begriff Wahrscheinlichkeit versagt ja hier kläglich:-)
Aber ob du das glaubst oder nicht man (Logiker)arbeitet ernsthaft und mit Teilerfolg an ganz interessanten neuen logischen Systemen.
Nichts ist dabei Tabu, gar nichts.
Man probiert und schaut wo das hinführt, ganz empirisch.
Diese wahnwitzige Denker zu folgen ist gewiss (zumindest was mich betrifft) mit dauerndem geistigen Muskelkater verbunden aber das macht komischerweise unheimlich Spaß.
Da könnte ich sicher einen Gott gut brauchen der mir da hilft Schritt zu halten:-)
aber auch das wird nicht zu
einer einheitlichen Verhaltensweise führen, denn die einen
Handeln entsprechend geringer Wahrscheinlichkeiten (Lotto
spielen, abends nicht alleine an U-Bahnstationen rumhängen),
die anderen entsprechend großer Wahrscheinlichkeiten (ich
gewinn ja eh nicht, mich wird es schon nicht treffen).
Was hat das aber mit unserem Thema zu tun?
Wenn man aber etwas weiß, dann dürfte es kein Problem geben,
auch den anderen von seiner Handlungsweise zu überzeugen.
Ja, aber mit einer kleinen aber sehr wichtigen Beschränkung.
Es ist nämlich so, dass die Wahrheit sich als ein stärkeres Begriff erwies als ihre Beweisbarkeit.
Wenn das dir erst paradox erscheint, dann als Stichwort Kurt Gödel.
Dabei wünsche ich dir angenehmen lang anhaltenden Muskelkater bzw. kann ich dir das mit seeeehr großer Wahrscheinlichkeit garantieren:-).
Der stellte erst seit Aristoteles die Logik fast aus dem Nichts erschuf sie endlich und kurzerhand vom Kopf auf den Fuß.
Wenn
du mir z.B. sagst, dass du weißt, dass ich Samstag im Lotto
gewinnen werden, wenn ich mir einen Schein kaufe, dann wäre
ich blöd, wenn ich nicht entsprechend handeln würde.
Na vielleicht nicht Blöd aber sträflich Leichtgläubig und voll unwissend was die Angelegenheit anbelangt.
Tatsächlich weißt du aber gar nichts.
Und das weisst du klar gelle???:-)
Auch nicht über deinen
Nachbarn.
Mag sein. Bin ja erst kurz umgezogen.
Fazit: Wir handeln den ganzen Tag lang im Wesentlichen nur
entsprechend unserer Glaubensvorstellungen.
Falsch und wie. Glaube und jetzt ganz uninteressant wie wir das definieren ist bewusst.
Die Handlungen nicht alle das stimmt.
Ob hinter diesen
eine reale Ursache steht, ist dabei völlig unerheblich.
Ja so weit richtig.
Warum sollte dies nun bei religiös Gläubigen anders sein?
Nicht ersichtlich? Na gut, also weil bewusst und Punkt:-)
Und ich habe gute Argumente wie das bewusst ist und darüber hinaus noch was den Gläubige dazu veranlasst an seinen bewusst festzuhalten egal was seinen Verstand (oder was auch immer) dazu sagt.
Gruß
Balázs