Ratgeber zu Hiroshima - das kleinere Übel?

Von: , Frage gestellt am Di, 13. Sep 2005

Hi!

Vielleicht kann mir ja jemand heut abend noch helfen?
Wär echt toll...

wir sollen im Englischunterricht morgen ein Kurzreferat über Hiroshima halten. Dabei sollen wir ein provokatives Statement wählen und das näher erläutern.
Meine Partnerin und ich haben uns für "Hiroshima - das kleinere Übel?" entschieden.
Nun ja... das auszuführen ist allerdings gar nicht so einfach.
Gemeint ist damit, dass durch den Abwurf der Atombomben der zweite Weltkrieg beendet wurde und somit weitere Todesopfer durch den Krieg verhindert wurden. Das ist die eine Seite, die andere ist halt...nun ja... dass es eine grausame Tat war...

Wie seht ihr das? Fällt euch noch etwas dazu ein?

Ich würde mich sehr freuen,

dankeschön,

Grüße,
Leah

29 Antworten zu dieser Frage

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: provokant??

          hallo ralf.

          schönes posting.

          aber: inwiefern wäre das eine passende arbeit zur aufgabenstellung: Dabei sollen wir ein provokatives Statement wählen und das näher
          erläutern.
          kann an deinem beitrag nichts provokantes finden!

          gruß
          dataf0x

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: provokant??

            hallo ralf.

            schönes posting.

            aber: inwiefern wäre das eine passende arbeit zur
            aufgabenstellung: Dabei sollen wir ein provokatives Statement wählen und das näher
            erläutern.
            Hallo dataf0x,

            ich interpretiere den Satz Meine Partnerin und ich haben uns für "Hiroshima - das kleinere Übel?" entschieden.
            so, daß das provokante Statement bereits gefunden wurde und hier nur diskutiert werden sollte: Wie seht ihr das? Fällt euch noch etwas dazu ein?
            In diesem Fall würdest DU hier daneben liegen...

            Ist aber nur eine Vermutung.

            Schönes Wochenende

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: provokant??

            kann an deinem beitrag nichts provokantes finden!
            - schade ;-)

            Hallo datafox,
            'provocare' lässt sich ziemlich direkt mit 'hervorrufen' übersetzen. Man kann dies im Sinne von 'herausfordern', aber auch im Sinne von 'veranlassen' verstehen. 'Provozieren' muss nicht notwendig heissen, Widerspruch hervorzurufen - genau so gut kann es den Versuch bezeichnen, eine Einsicht hervorzurufen, zu 'provozieren'. Legt man es darauf an, ist es sicher besser, auf das Provozieren von Widerspruch zu verzichten, indem man sich weder für ein 'Pro' noch ein 'Contra' vereinnahmen lässt. Da ist es dann sinnvoller, einfach zu zeigen - allenfalls die Kontraste etwas herausstellen, so dass das Bild deutlicher wird. Dazu verführen, einfach genau hinzuschauen und zu -hören, was ist - ohne nach Begründungen zu suchen, warum es so sein muss oder nicht sein darf. Wenn dies zu einer Einsicht (zu welcher auch immer) führt - ist das keine Provokation?

            Ich gebe allerdings gerne zu, dass wir dafür wohl im falschen Brett sind. Das ganze Topic wäre mE im Ethik-Brett besser aufgehoben gewesen. Themen wie Hiroshima (oder Auschwitz btw) unter dem Gesichtspunkt historischer Zweckmäßigkeit zu diskutieren, halte ich für frivol - um es vorsichtig auszudrücken.

            Freundliche Grüße,
            Ralf

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              was ist provokant? deutschbrett?

              'provocare' lässt sich ziemlich direkt mit 'hervorrufen'
              übersetzen.
              provozieren heißt aber nicht neutral hervorrufen, sondern viel mehr:

              pro·vo'zie·ren 1. herausfordern 2. aufwiegeln 3. bewusst hervorrufen, heraufbeschwören, auslösen 4. MEDIZIN bewusst herbeiführen (Krankheitserscheinungen)

              http://www.langenscheidt.de/?fremdwb=provozieren 'Provozieren' muss
              nicht notwendig heissen, Widerspruch hervorzurufen
              naja, das ist eine frage fürs deutschbrett. aber ich wage mal zu behaupten, daß das wort "provokant" in zusammenhang mit "eine provokante aussage machen" in JEDEM FALL bedeutet, widerspruch (und außerdem begleitend meistens moralische entrüstung) hervorrufen zu wollen. der provokateur stellt sich bewußt und mit voller absicht gegen allgemein anerkannte normen und zerstört sie wie der elefant im porzellanladen. das ist provokant (IMHO - will ja nicht provokant sein ;)

              oder? bin nicht sicher! aber ich ging davon aus....

              gruß
              dataf0x

  1. Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
    Re: Hiroshima - das kleinere Übel?

    Dabei sollen wir ein provokatives Statement
    wählen und das näher erläutern.
    anscheinend haben hier alle das thema verfehlt! alle machen sich emsig daran, das geplante statement abzuschmettern LOL. dabei war es doch die AUFGABE, mit voller ABSICHT provokant zu sein!

    also leah, dann mach mal munter los:

    weiter unten habe ich ja schon ein paar tips gegeben, wie du mit sicherheit ein raunen im publikum erzeugen kannst:

    zb. "der abwurf war nützlich, daher strategisch voll gerechtfertigt" (weiter unten stehen schon ein paar argumente dafür).

    aber um richtig zu provozieren würde ich das thema ausweiten und am besten sehr pauschal werden:

    "atomenergie ist eine gute sache. atomwaffen sind wichtig und dienen der abschreckung."

    wenn das noch nicht genug ist, dann sage: "das leben des feindes ist immer weiter weg als das eigene."

    spätestens dann sollte sich der saal leeren.

    und DANN, nur dann, war es provokant!!

    (wenn du angst hast, man könnte meinen, das wäre deine meinung, bringe vorher einen disclaimer. das könnte deinem sozialen selbstmord zuvorkommen.)

    viel spaß!

    gruß
    dataf0x

    • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
      Provokant

      Hallo Datafox,

      die BRD-Bevölkerung ist seit Jahrzehnten so stark an provokante Thesen gewöhnt, zu einem großen Teil sogar süchtig danach, daß das bißchen, was Du da bringst, längst keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorprovoziert.

      Gruß

      Pavel

    • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Hiroshima - das kleinere Übel?

      Hallo datafox,

      ich freue mich über Deinen guten
      Artikel und möchte ihn kommentieren anscheinend haben hier alle das thema verfehlt! alle machen
      sich emsig daran, das geplante statement abzuschmettern LOL.
      dabei war es doch die AUFGABE, mit voller ABSICHT provokant zu
      sein!
      Hier haben wir das semantische Problem von "provokant".
      Dieses setzt natürlich voraus, dass je schon klar sein
      muss, was wo und für wen "provokant" erscheinen kann -
      um dieses auch zu bewirken. zb. "der abwurf war nützlich, daher strategisch
      voll gerechtfertigt"
      Das war über Jahre der Tenor der Mainstream-
      Geschichtsschreibung sowohl in den USA als
      auch in der Bundesrepublik. Möglicherweise
      würden die meisten Zuhörer nicht mal zwinkern. aber um richtig zu provozieren würde ich das
      thema ausweiten und am besten sehr pauschal werden:
      OK "atomenergie ist eine gute sache. atomwaffen sind
      wichtig und dienen der abschreckung."
      Das ist einerseits korrekt (und ebenfalls der
      Mainstream während des kalten Krieges gewesen)
      und andererseits auch "erwiesen" - eben dadurch,
      dass der 'showdown' auf wirtschaftlicher Ebene
      (und nicht durch A-Waffen-Einsatz), die eine
      Kriegsmacht des kalten Krieges hatte sich "totge-
      rüstet" beim Versuch, immer größere und bessere
      und teurere Atomwaffen bzw. Trägersysteme und
      Interzeporen herzustellen und bereitzuhalten.

      (Anmerkung: aus diesem Grunde wären iranische
      Kernwaffen möglicherweise der Schlüssel, um
      Israel totzurüsten.) wenn das noch nicht genug ist, dann sage:
      "das leben des feindes ist immer weiter
      weg als das eigene."

      1 Samuel 17:46
       This day will the LORD deliver thee into my hand; 
       and I will smite thee, and take thy head from thee; 
       and I will give the carcasses of the host of the Philistines 
       this day to the fowls of the air, and to the wild beasts of the earth;
      Hier sollte man eine Abstufung einführen: das
      "Leben des Feindes" ist um so weniger wert,
      je weiter er "rassisch" oder "ideologisch" von den
      eigenen Leuten entfernt ist.
      Das bezieht man dann sehr effizient
      auf die USA, in den erst 20 Jahre nach dem
      Kernwaffenabwurf "Neger" eine Universität be-
      suchen durften. Und die "Japse", das werden
      Dir alte Amerikaner bestätigen, waren nicht
      mehr als "böse hinterlistige Neger". spätestens dann sollte sich der saal leeren.
      und DANN, nur dann, war es provokant!!
      Ich glaube ja am Ende doch nicht so recht daran,
      dass mit Deinen Vorschlägen so leicht "Provokanz"
      zu erreichen wäre.

      Dann schon eher mit:
      Der bewusste und "achtlose" Mord an 100,000'en
      Zivilisten wird durch die blühenden Jahre des (West-)Eu-
      ropäischen Wiederaufbaus unter dem Schatten der glaubwürdigen
      atomaren Drohung aufgewogen.

      Die tatsachenbewehrte Rechtfertigung eines
      offensichtlichen Verbrechens durch "positive
      Resultate" ist imho immer "provokant". So
      müsste man vielleicht vorgehen.

      Die eigentliche "Tat" moralisch umzudefinieren-
      ist imho selten "provokant", da es genügend
      Moralen gibt, die das eh schon taten.

      Grüße

      CMБ

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        perfekt!

        Der bewusste und "achtlose" Mord an 100,000'en
        Zivilisten wird durch die blühenden Jahre des (West-)Eu-
        ropäischen Wiederaufbaus unter dem Schatten der glaubwürdigen
        atomaren Drohung aufgewogen.
        perfekt provokant. und jetzt noch auf englisch, dann haben wirs. wäre wirklich spannend, das in einer öffentlichen debatte zu vertreten und dabei so ernst zu sein, daß mans einem abnimmt... (talkshows sollen ja mit schauspielern belegt sein. warum kommt mir das jetzt in den sinn.)

        gruß
        dataf0x

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        'Neger' usw.

        Hallo Semjon, Das bezieht man dann sehr effizient
        auf die USA, in den erst 20 Jahre nach dem
        Kernwaffenabwurf "Neger" eine Universität be-
        suchen durften. Und die "Japse", das werden
        Dir alte Amerikaner bestätigen, waren nicht
        mehr als "böse hinterlistige Neger".
        Etwas off topic, aber da fällt mir wieder ein Spruch ein, den ich vor einer Weile in einer TV-Dokumentation über die "Geschichte des Rock 'n Roll" gesehen habe: Das war ja "Neger-Musik" in den 50er Jahren. US-Zeitungen haben darüber geschrieben: Die Nazis hätten es nicht besser formulieren können! Ich wäre fast vom Stuhl gefallen! Text kann ich, wenn gewünscht, liefern, habe das Ganze auf Video!

        Jetzt stehe ich natürlich bei bestimmten Leuten wieder als Amerika-Hasser da, aber ich meine, man muss die Dinge nennen, wenn man nicht einseitig sein will. Nebenbei gesagt: Der Begriff "ugly american" wurde von (US-) Amerikanern geprägt, nicht von Europäern ... Die Amerikaner gehen mit sich manchmal erheblich selbstkritischer um als wir selbstgerechten.

        Gruss, Stucki

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re: 'Neger' usw.

          Die Nazis hätten es nicht besser formulieren
          können! Ich wäre fast vom Stuhl gefallen! Text kann ich, wenn
          gewünscht, liefern, habe das Ganze auf Video!
          nee brauchst du nicht. das glauben wir dir auch so.

          ich finde es erschreckend, wieviele leute anscheindn immer noch fest dran glauben, rassenlehre und -wahn wäre eine erfindung von herrn hitler gewesen, der diese gewissermaßen hypnotisch seinen untergebenen eingeflößt hätte (und die sich dann urplötzlich vom lämmchen zum ferngesteuerten wolf mutierten).

          so war das aber nicht. vor 1-2 jahrhunderten galt es als etabliert und wissenschaftlich erwiesen, daß es menschenrassen nicht nur gibt, sondern daß diese unveränderlich und mit wertigkeiten verbunden sind. dieses "wissen" war etwa so normal wie wenn heute in galileo über die urknalltheorie berichtet wird. Jetzt stehe ich natürlich bei bestimmten Leuten wieder als
          Amerika-Hasser da
          im gegentum. wie kommst du auf so eine idee? wäre das amerika der vergangenen jahrhunderte rassismusfrei gewesen, dann würde es wahr sein, daß auschwitz auf einer massenhypnose beruht hätte. wäßte nicht, was hier amerikafeindlich wäre.

          gruß
          dataf0x



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