Antwort von
nach 14 Tagen
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Re^14: religion, volk, staat usw
hallo!
das mit dem zentralrat der juden in d klärt sich ganz einfach auf, auch ohne die 12 stämme israels. nach 1945 haben es die gründer nicht über sich gebracht, sich zentralrat der deutschen juden zu nennen. sicher verständlich. heute rückblickend sicher ein fehler, wenn man bedenkt, dass schlaue politiker aus ossiland den herrn bubis öfters mal gefragt haben, wann er in seine "heimat" israel zurückkehrt. obwohl der sicher ein "echterer" deutscher war als so mancher kaminsky, schimansky oder kokoschinsky!
und nun zu den stämmen israels. es gibt null null null historische beweise dafür, dass irgendwas, was im AT steht, jemals tatsächlich passiert ist. man muß mal bedenken, dass wir vom leben karls des großen (angeblich weihnachten 800 in rom zum kaiser gekrönt) fast nichts wissen, und das ist erst 1200 jahre her. dagegen glaubt jeder, bloß weil es in der bibel steht, und die ja nun bekanntlich ein "heiliges buch" ist, die geschichtchen im AT. das ist doch alles mehr oder weniger humbug und propaganda. wer diese geschichtchen glaubt (inclusive der trompeten von jericho) müßte konsequenterweise auch an kaiser barbarossa im kyffhäuser glauben. was wir wissen: die römer zerschlagen den "judenstaat" und die diaspora beginnt. und: die jüdische religion ist tatsächlich nicht besonders missionarisch. Bis heute sind die orthodoxen juden darauf aus, nur untereinander zu heiraten. wo die gemeinden zu klein sind oder es an nachwuchs mangelt, gibt es ein europaweites "netzwerk" zur ermittlung von frauen.
fein, und aus diesen 2 eckdaten folgert man: juden = volk.
und das bleibt dann über 2000 jahre so.
ich halte diese ansicht für falsch. zuerst mal sollte man bedenken, dass es vor der Etablierung der Katholischen Kirche als Staatsreligion einen "Markt" an Religionen gab, so wie wir es heute ansatzweise wieder bei sog. jugendsekten usw haben. die religionen standen damals in regem "wettbewerb". für einen römischen staatsbürger zwischen gibraltar und kaspischem meer war der wechsel oder die "mischung" der religionen was ganz normales. immerhin hat das judentum als erste monotheistische religion einen recht hohen abstraktionsgrad erreicht und damit eine entwicklung vorweggenommen, die sich in allen religionen quasi evolutionär nachzeichnen läßt (meint: zuerst ist gott in allem {busch, quelle, wind}, dann gibt es ein pantheon oder götter, immer mehr "wesen" wie feen, elfen, gnome usw. scheiden aus dem bereich des "göttlichen" aus und am ende bleibt der eine abstrakte schöpfergott übrig - das kann man sogar bei den inkas weitab von judentum und christentum feststellen) und damit eine gewisse attraktivität für intellektuelle. wieso also sollte nicht ein großteil der mitglieder der jüdischen gemeinden vor 70 nach christus keineswegs semitischen ursprungs gewesen sein???
immerhin sind im zuge der reformation ganze landstriche nach dem motto cuius regio, eius religio quasi zwangs-konvertiert.
wieso sollte also nicht z.b. das personal eines erfolgreichen jüdischen händlers in marseille, london oder köln dessen religion annehmen????
das problem ist, dass wir jüdische geschichte automatisch vor dem hintergrund der ns-verbrechen denken. das aber konnte jemand vor 1000 oder 2000 jahre ja gar nicht wissen.
auch die scheinbare leidensgeschichte der juden in europa relativiert sich, wenn man bedenkt, dass es seit 1945 auf der welt ununternbrochen irgendwo krieg und völkermord gibt, aber eben nicht in europa und nordamerika. meint: natürlich hat es verfolgung und pogrome gegeben, aber eben mal hier und mal da. und das zu einer zeit, als das leben ohnedies sehr unsicher war.
es ist also keineswegs so, dass die konversion zum judentum eine freifahrt in die hölle bedeutete.
ich bin kein multi-kulti-fan!
ich finde es nur ziemlich pervers, irgendwelchen leuten, die vielleicht seit 2000 jahren in (z.b.) köln ansässig sind, bloß wegen ihrer religion als "semiten" zu bezeichnen!
ich bin z.b. ziemlich klein, quadratisch, dickschädelig, absolut kältesesistent und ein fan von freien flächen bis zum horizont.
da meine vorfahen väterlicherseits aus ostpreußen stammen bin ich also nach der köferstein'schen rassenlehre kein deutscher, sondern mongole oder halb-mongole.
mfg frank (nach diktat zurück in meine jurte geritten).
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