Hoffnungs-Los oder -Niete?
Hallo Faten,
ich halte in jenem Moment nichts von Gedenktagen, in dem dieser als Feigenblatt dient. Politiker legen womöglich Kränze, stellen sich zur Schau und halten irgendwelche Reden, die sie sich haben schreiben lassen.
In meinen Augen ist dieses ganze Gedenken und Zeichen-setzen reine Heuchelei, denn man beachte doch nur, wieviele Personen/Unternehmen aus dem Dritten Reich hervorgingen und ihre Bereicherung im Nachkriegsdeutschland weiterhin mehrten, ohne dass man sie je zur Verantwortung gezogen hätte. Selbst wenn man sie, wie Filbinger, doch einmal "ertappte", wurden ihre Pensionen brav von Steuergeldern bezahlt.
Aber wenn wir schon von bestimmten Tagen sprechen, so warte ich noch immer auf den Gedenktag, an dem die Demokratie zu Grabe getragen wurde. Geschah es schon 1949, oder haben wir die Politiker so sehr schalten und walten lassen, dass das Grundgesetz nur noch den Charme einer Schlossruine besitzt: schön anzuschauen, aber zerfallen und nur noch mit Nostalgiewert.
Wenn die Vergangenheit in diesem Land nie aufgearbeitet werden wollte/sollte, wie aussagend sind dann Gedenktage. Ein Hoffnungs-Los für jeden, der eine Antwort darauf findet...
Marco